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Naturwissenschaftliche Forschung in Deutschland in Zusammenhang mit der chilenischen Salpeterwirtschaft

Titre: Naturwissenschaftliche Forschung in Deutschland in Zusammenhang mit der chilenischen Salpeterwirtschaft

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 35 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Loeber (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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Diese Arbeit befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen deutscher naturwissenschaftlicher Forschung und dem Aufschwung und Niedergang des chilenischen Salpeterhandels schwerpunktmäßig zur Zeit des deutschen Kaiserreichs. Es erscheint nicht sinnvoll, ausschließlich diese Jahre zu betrachten, da der Aufschwung der Salpeterwirtschaft bereits nach den Pazifikkriegen 1879 bis 1883 begann, in denen Chile die bolivianischen beziehungsweise peruanischen Provinzen Atacama und Tarapaca eroberte und sich somit reiche Salpetervorkommen sicherte. Dass Nitrate sich hervorragend als Düngemittel eignen, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt, nachdem der deutsche Naturwissenschaftler Justus von Liebig um 1840 die Agrikulturchemie begründet hatte. Das in Lateinamerika vorkommende Natriumnitrat war infolgedessen ein begehrter Rohstoff. Daher wuchsen die Exportraten des Rohstoffes Salpeter in die Industrienationen rasant. Das Deutsche Reich war ein Hauptabnehmer.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Anfänge im 19. Jahrhundert

1.1 Justus von Liebig und die Agrikulturchemie

1.2 Entwicklung des chilenischen Salpeterhandels

2. Chemische Forschung im Kaiserreich

2.1 Stickstoffforschungen

2.2 Das Haber- Bosch- Verfahren bis 1913

2.3 Forschungen als Spielball deutscher Machtpolitik im Zuge des Ersten Weltkrieges

2.4 Die chemische Industrie im Krieg und das Stickstoffmonopol

3. Die Bindung der chilenischen Wirtschaft an den Rohstoff Salpeter und die Folgen

3.1 Der Salpeterhandel bis zum Ersten Weltkrieg

3.2 Handel und Export während des Ersten Weltkrieges

3.3 Der Zusammenbruch und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen

4. Perzeption des Zusammenhangs zwischen Salpeterhandel und deutscher Forschungsentwicklung

4.1 Chile

4.2 Deutschland

4.3 Perzeptionen in der Literatur

5. Aspekte der Dependenztheorie am Beispiel der wirtschaftlichen Entwicklung Chiles

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Fortschritt der deutschen naturwissenschaftlichen Forschung – insbesondere der Ammoniaksynthese – und der wirtschaftlichen Abhängigkeit Chiles vom Salpeterexport zur Zeit des deutschen Kaiserreichs und des Ersten Weltkriegs.

  • Entwicklung der chemischen Industrie und Stickstoffforschung in Deutschland
  • Struktureller Wandel und Abhängigkeit der chilenischen Salpeterwirtschaft
  • Einfluss des Ersten Weltkriegs auf internationale Handelsströme und Rohstoffversorgung
  • Wissenschaftsgeschichte im Kontext von Machtpolitik und industriellen Interessen
  • Theoretische Reflexion anhand der Dependenztheorie

Auszug aus dem Buch

2.3 Forschungen als Spielball deutscher Machtpolitik im Zuge des Ersten Weltkriegs

Salpeter dient nicht nur als Grundlage für Düngemittel in der Landwirtschaft. Es ist auch chemische Grundlage für Sprengstoffe. Am 11. November 1920, wenige Monate nach dem Empfang seines Nobelpreises erklärte Fritz Haber in einem Vortrag, gehalten vor den Offizieren des Reichsministeriums, die Schwierigkeit der Beschaffung von Sprengstoff. Vor dem Krieg wurde Salpetersäure aus dem aus Chile eingeführten Salpeter hergestellt. Salpetersäure ist eine Grundlage für die drei wichtigsten Sprengstoffe, Nitrotoluol, Nitrocellulose und Nitroglycerin. Nach dem Aufbrauchen der zufälligen Vorräte an Salpeter in Deutschland wäre der Krieg beendet gewesen.

In einer Rede, gehalten 1923 im Deutschen Club in Buenos Aires, betont er außerdem die Schwierigkeit, den Ausbau der Großproduktion von Ammoniak in wenigen Monaten durchzuführen. Dieses sei notwendig gewesen, da bei Kriegsausbruch im August 1914 die Salpetervorräte in die Landwirtschaft geflossen waren. Haber bestreitet an dieser Stelle den später von Borkin und Welsh angedeuteten Zusammenhang zwischen dem Datum des Kriegsausbruchs und der Entwicklung der deutschen Stickstoffforschung. Er bezeichnet dies als Entstellung durch die feindliche Presse. Ammoniak aus Kokereien sei bereits vor dem Krieg in ausrechendem Maß vorhanden gewesen. Jedoch hätte niemand dessen Umwandlung in Salpeter geplant, so dass hierfür kaum Industrie vorhanden gewesen sei. In Voraussicht des Krieges hätte man entsprechende Umwandlungsfabriken vorher geschaffen. Im Widerspruch hierzu steht die erwähnte Aussage Wilhelm Ostwalds von 1900, Salpetersäure für den Krieg herstellen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Wechselwirkung zwischen deutscher Chemie und chilenischer Salpeterwirtschaft sowie Vorstellung der Quellenlage.

1. Anfänge im 19. Jahrhundert: Untersuchung der agrikulturchemischen Grundlagen und des Aufstiegs des chilenischen Salpeterhandels durch den steigenden Düngerbedarf.

2. Chemische Forschung im Kaiserreich: Analyse der Entwicklung des Haber-Bosch-Verfahrens und dessen strategische Bedeutung für die deutsche Kriegführung.

3. Die Bindung der chilenischen Wirtschaft an den Rohstoff Salpeter und die Folgen: Darstellung der wirtschaftlichen Transformation Chiles unter dem Druck ausländischen Kapitals und der Auswirkungen des Ersten Weltkriegs.

4. Perzeption des Zusammenhangs zwischen Salpeterhandel und deutscher Forschungsentwicklung: Vergleich der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Verflechtungen in Chile und Deutschland sowie in der zeitgenössischen Literatur.

5. Aspekte der Dependenztheorie am Beispiel der wirtschaftlichen Entwicklung Chiles: Anwendung dependenztheoretischer Ansätze zur Einordnung der wirtschaftlichen Entwicklung Chiles.

Fazit: Zusammenfassende Thesen zur engen Verknüpfung von wissenschaftlichem Fortschritt, industrieller Produktion und machtpolitischen Interessen.

Schlüsselwörter

Chilesalpeter, Haber-Bosch-Verfahren, Stickstoff, Chemische Industrie, Deutschland, Chile, Erster Weltkrieg, Dependenztheorie, Wirtschaftsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Rohstoffabhängigkeit, Sprengstoffherstellung, Ammoniak, Industrielle Produktion, Weltmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen dem Fortschritt der deutschen Chemie, insbesondere der künstlichen Stickstoffherstellung, und der wirtschaftlichen Abhängigkeit Chiles vom Salpeterexport während des deutschen Kaiserreichs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Ammoniaksynthese (Haber-Bosch-Verfahren), die Rolle der deutschen chemischen Industrie im Ersten Weltkrieg und die wirtschaftliche Entwicklung Chiles, die stark von der Nachfrage nach Salpeter als Düngemittel und Sprengstoffgrundlage geprägt war.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie technologische Entwicklungen in Deutschland zur Unabhängigkeit von ausländischen Rohstoffquellen führten und welchen massiven Einfluss dies auf die chilenische Salpeterwirtschaft hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die Daten, Statistiken sowie eine kritische Auswertung von zeitgenössischen Quellen, Reden der Wissenschaftler und wissenschaftlicher Literatur vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Entwicklung des Haber-Bosch-Verfahrens, die politischen Rahmenbedingungen des Ersten Weltkriegs, die ökonomische Struktur Chiles unter dem Einfluss ausländischen Kapitals sowie die Wahrnehmung dieser Abhängigkeiten in beiden Ländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Chilesalpeter, Haber-Bosch-Verfahren, Wirtschaftshistorie, Dependenztheorie und deutsche industrielle Machtpolitik charakterisieren.

Inwiefern spielte der Erste Weltkrieg für die chilenische Wirtschaft eine Rolle?

Der Krieg führte zunächst zu einer wirtschaftlichen Krise, gefolgt von einer dramatischen Exportsteigerung durch den hohen Bedarf der Alliierten an Sprengstoff, bevor die Entwicklung von synthetischem Stickstoff den chilenischen Markt langfristig destabilisierte.

Welche Rolle spielte der Guggenheim-Konzern in Chile?

Der US-amerikanische Konzern übernahm in den 1920er Jahren durch Modernisierung des Produktionsverfahrens eine führende Rolle und versuchte, die Salpeterwirtschaft gegen die Konkurrenz des künstlichen Stickstoffs zu verteidigen.

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Résumé des informations

Titre
Naturwissenschaftliche Forschung in Deutschland in Zusammenhang mit der chilenischen Salpeterwirtschaft
Université
University of Cologne  (Institut für Iberische und LAteinamerikanische Geschichte)
Cours
Hauptseminar: Lateinamerika und das deutsche Kaiserreich PD Dr. Holger M.Meding
Note
1,3
Auteur
Katharina Loeber (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
35
N° de catalogue
V123165
ISBN (ebook)
9783640280070
ISBN (Livre)
9783640283637
Langue
allemand
mots-clé
Naturwissenschaftliche Forschung Deutschland Zusammenhang Salpeterwirtschaft Hauptseminar Lateinamerika Kaiserreich Holger Meding
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Loeber (Auteur), 2008, Naturwissenschaftliche Forschung in Deutschland in Zusammenhang mit der chilenischen Salpeterwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123165
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Extrait de  35  pages
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