Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Gestion des ressources humaines - Divers

Zeitarbeit in Deutschland - Sozioökonomische Struktur der bei Zeitarbeitsfirmen Beschäftigten

Titre: Zeitarbeit in Deutschland - Sozioökonomische Struktur der bei Zeitarbeitsfirmen Beschäftigten

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 66 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Diplom-Verwaltungswirt (FH) Matthias Will (Auteur)

Gestion des ressources humaines - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Zeitarbeit hat am Arbeitsmarkt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und trägt nicht unwesentlich zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes bei. Dieser Bereich ist aber noch mit vielen Vorurteilen besetzt und wird teilweise von kontroversen Diskussionen um Nutzen und Gefahren begleitet. Gerade in den letzten Jahren ist aber ein Imagewandel der Zeitarbeitsbranche erkennbar, der durch eine zunehmende Deregulierung der Branche begleitet wird.

Sind in der Fachliteratur viele theoretische Ansätze über Zeitarbeit vorhanden, fehlen häufig empirische Auswertungen zu dieser Thematik oder sind auf Grund der Dynamik und des Wachstums dieser Branche nicht mehr zeitgemäß. So wird in älteren Publikationen vorrangig auf technische Berufe mit niedrigen Qualifikationsanforderungen abgestellt. Dies ist zwar weiterhin ein Hauptbestandteil des Angebots von Verleihbetrieben, jedoch diversifiziert sich das Angebot mittlerweile sehr stark.
Zeitarbeit ist ein äußerst komplexes und vielschichtiges Thema, weshalb diese Arbeit sich einerseits mit der quantitativen Entwicklung der Branche auseinandersetzt und andererseits sozioökonomische Struktur und einige Bereiche der Lebenswirklichkeit von Leiharbeitnehmern untersucht. Ebenso wie bei den letzten beiden Teilbereichen der Arbeit steht bei der Analyse der quantitativen Entwicklung der Arbeitnehmer im Zentrum der Betrachtung und Verleiher, Entleiher, als auch rechtliche Rahmenbedingungen werden nur zur Erläuterung der Entwicklung herangezogen.

Datengrundlage dieser Arbeit ist neben der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die Personenbefragung des SOEP von 2006 und die Beschäftigtenstichprobe des IAB.

Der Umfang der Zeitarbeitsbranche ist mittlerweile in Deutschland mit anderen entwickelten Ländern vergleichbar, wobei es scheint, dass der Grad der Regulierung keinen Einfluss auf die Größe der Branche hat. Die Branche versorgt vor allem kurzfristig Unternehmen mit Arbeitskräften für Tätigkeiten im industriellen Sektor, für die eine geringe Qualifikation erforderlich ist. Zeitarbeitskräfte sind in der Regel jünger, teilweise aber sogar besser qualifiziert als vergleichbare Arbeitskräfte. Trotzdem verdienen Zeitarbeiter deutlich weniger, ihre persönlichen Zukunftsaussichten schätzen sie aber meist sogar positiver ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Zeitarbeit

2.2 Sozialstrukturanalyse und sozioökonomische Struktur

3. Zeitarbeit als dynamische Wachstumsbranche des Arbeitsmarktes

3.1 Regulierung der Zeitarbeitsbranche

3.2 Quantitative Entwicklung der Zeitarbeit

3.2.1 Saisonale Entwicklung der Zeitarbeit

3.2.2 Konjunkturelle Entwicklung der Zeitarbeit

3.2.3 Zeitarbeit als Wachstumsbranche

3.3 Strukturelle, tätigkeitsspezifische Entwicklung der Zeitarbeit unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklung des Arbeitsmarktes

3.3.1 Strukturelle Unterschiede

3.3.2 Substitutionstendenzen bei regulärer Beschäftigung

3.3.2.1 Umfang der Substitution

3.3.2.2 Ursachen der Substitution

3.4 Dynamik und Fluktuation in der Zeitarbeitsbranche

4. Sozioökonomische Struktur von Leiharbeitnehmern

4.1 Rekrutierungspotential von Leiharbeitnehmern

4.2 Geschlechterspezifische Unterschiede

4.2.1 Frauenquote

4.2.2 Segregation nach Frauen- und Männerberufen

4.2.3 Saisonale Schwankungen

4.3 Nationalitäten

4.4 Stellung im Beruf

4.4.1 Begrifflichkeiten und Abgrenzungen

4.4.2 Vertikale Hierarchien bei Leiharbeitnehmern und regulär Beschäftigten

4.4.3 Befristete Arbeitsverhältnisse und berufliche Stellung

4.5 Qualifikation

4.6 Altersstruktur

4.7 Einkommen

4.7.1 Methodik

4.7.2 Einkommensunterschiede

4.8 Beschäftigungsdauer und soziodemographische Merkmale

5. Subjektive Lebenswirklichkeiten von Leiharbeitnehmern

5.1 Leiharbeitnehmer im Vergleich zu regulär Beschäftigten

5.2 Disparität zwischen Qualifikation und beruflicher Stellung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die quantitative Entwicklung sowie die sozioökonomische Struktur und Lebenswirklichkeit von Leiharbeitnehmern in Deutschland fundiert zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Rolle der Zeitarbeit als Flexibilisierungsinstrument am Arbeitsmarkt sowie die Frage, inwieweit Leiharbeit reguläre Beschäftigungsverhältnisse substituiert.

  • Quantitative Entwicklung und Wachstumsdynamik der Zeitarbeitsbranche
  • Strukturelle Analyse der Leiharbeitnehmerschaft (Qualifikation, Alter, Geschlecht)
  • Untersuchung von Substitutionstendenzen zu regulärer Beschäftigung
  • Einfluss der gesetzlichen Deregulierung auf den Arbeitsmarkt
  • Subjektive Lebenswirklichkeiten und Zufriedenheitswerte der Leiharbeitnehmer

Auszug aus dem Buch

3.3.2.2 Ursachen der Substitution

Zeitarbeit wird in der Regel von den Entleihern als Alternative zu Überstunden und befristeten Arbeitsverträgen gesehen. Der Vorteil gegenüber befristeten Verträgen ist der, dass Leiharbeiter ohne zeit- und kostenaufwendige Such- und Auswahlverfahren unmittelbar zur Verfügung stehen und Zeitarbeitsfirmen für das überlassene Personal oft eine Qualitätsgarantie geben. Überstunden bieten bei Kapazitätsausweitungen hingegen nur eine beschränkte Möglichkeit, da diese nicht unbegrenzt angehäuft werden können. Dies erklärt, dass Zeitarbeiter bei kurzfristigen Personalengpässen infolge von saisonalen oder konjunkturellen Kapazitätsausweitungen und außerplanmäßigen Ausfällen der Stammbelegschaft eingesetzt werden.

Dies erklärt aber nicht, dass Zeitarbeit langfristig reguläre Beschäftigung substituiert. Vorliegend treten Substitutionstendenzen gerade bei Berufen auf, die besonders arbeitsintensiv sind, wie bei den Metallberufen, bei Schlossern und Mechaniker und Elektrikern. Gerade diese Branchen sind vom Strukturwandel besonders betroffen. Da nun die Zahl der Zeitarbeitskräfte einerseits im saisonalen und konjunkturellen Verlauf sehr stark schwankt und die Substitution im Zeitraum 1999 bis 2006 maximal 20 % der regulären sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten betrug, ist nicht davon auszugehen, dass Zeitarbeit die Ursache der Substitution ist, wie es zum Beispiel von Seiten der Gewerkschaften oft behauptet wird.

Es spricht mehr für die These, dass Zeitarbeit als Anpassungsinstrument der Entleiher infolge des Strukturwandels eingesetzt wird. Nachfrage- und wettbewerbsbedingt wird die Stammbelegschaft auf ein erforderliches Mindestmaß reduziert und bei saisonalen und konjunkturellen Kapazitätsschwankungen wird auf die Leistungen von Zeitarbeitsfirmen zurückgegriffen. Für diese These spricht auch, dass gerade Unternehmen, die langfristig von einem Anpassungsdruck betroffen sind ihre Kostenstrukturen möglichst variabel anpassen möchten. Die Personalkosten sind bei Unternehmen zumindest mittelfristig der größte Fixkostenblock. Zur Variabilisierung dieser Fixkosten bieten Zeitarbeitsfirmen passende Lösungsmöglichkeiten: die kurzfristige Beschaffung von Arbeitskräften, die jederzeit „zurückgegeben“ werden können. Gegen das Argument, dass Zeitarbeit der Ursache der Substitution ist, spricht zusätzlich, dass wegen der hohen Fluktuation der Leiharbeitnehmer ständig Einarbeitungsmaßnahmen notwendig wären, was aus betriebswirtschaftlicher Sicht mittel- und langfristig von Nachteil ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Zeitarbeit als wachsenden und teils umstrittenen Bereich des Arbeitsmarktes ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die genutzten Datenquellen.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Begriffe definiert, insbesondere Zeitarbeit im Kontext des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie die theoretischen Grundlagen der Sozialstrukturanalyse.

3. Zeitarbeit als dynamische Wachstumsbranche des Arbeitsmarktes: Das Kapitel beleuchtet die historische Regulierung, die quantitative Entwicklung und die strukturelle Bedeutung der Zeitarbeit unter Berücksichtigung von Substitutionsprozessen und Fluktuation.

4. Sozioökonomische Struktur von Leiharbeitnehmern: Dieser Abschnitt analysiert das Rekrutierungspotenzial, geschlechtsspezifische Unterschiede, Qualifikationsniveaus, Altersstrukturen und Einkommensverhältnisse der Leiharbeitnehmer im Vergleich zu regulär Beschäftigten.

5. Subjektive Lebenswirklichkeiten von Leiharbeitnehmern: Das Kapitel untersucht die Zufriedenheit und die subjektive Wahrnehmung der Arbeitsbedingungen durch Leiharbeitnehmer sowie Disparitäten zwischen formeller Qualifikation und tatsächlicher beruflicher Stellung.

6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse und einer Einschätzung zur künftigen Rolle der Zeitarbeitsbranche unter dem Aspekt der zunehmenden Flexibilisierung.

Schlüsselwörter

Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Arbeitsmarkt, Leiharbeitnehmer, Strukturwandel, Substitution, Beschäftigung, Deregulierung, Sozioökonomie, Qualifikation, Einkommen, Flexibilisierung, Hartz-Reformen, Arbeitsbedingungen, Fachpersonal.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht die ökonomische und sozioökonomische Bedeutung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland, analysiert deren Wachstum sowie die Lebenswirklichkeit der darin Beschäftigten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die quantitative Entwicklung der Branche, die sozioökonomische Struktur der Leiharbeitnehmer und deren Abgrenzung zu regulär Beschäftigten sowie die Auswirkungen gesetzlicher Deregulierungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Zeitarbeitsbranche zu zeichnen, indem die Realität der Beschäftigten analysiert und die Hypothese einer bloßen Substitution regulärer Stellen kritisch hinterfragt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine empirische Sekundäranalyse von Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) unter Anwendung statistischer Matchingverfahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die quantitative Analyse des Branchenwachstums, die detaillierte Untersuchung sozioökonomischer Merkmale (Alter, Geschlecht, Qualifikation) und die subjektive Bewertung der Arbeitsbedingungen durch Leiharbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Zeitarbeit, Substitution, Flexibilisierung, Sozioökonomie und Arbeitnehmerüberlassung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Deregulierung für die Branche?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Deregulierungen zwar als Katalysator wirken, die Entwicklung der Zeitarbeit jedoch nicht vordergründig von gesetzlichen Rahmenbedingungen, sondern primär von betriebswirtschaftlichen Anpassungsbedarfen getrieben ist.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Qualifikation und beruflicher Stellung?

Ja, die Arbeit zeigt eine deutliche Disparität auf, da viele hochqualifizierte Leiharbeitnehmer Tätigkeiten unterhalb ihres Qualifikationsniveaus ausüben, was sie als eine Form der vertikalen Verdrängung identifiziert.

Fin de l'extrait de 66 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Zeitarbeit in Deutschland - Sozioökonomische Struktur der bei Zeitarbeitsfirmen Beschäftigten
Université
University of Applied Administrative Sciences and Judicature Munich  (allgemeine innere Verwaltung)
Cours
Volkswirtschaftslehre und empirische Sozialforschung
Note
1,00
Auteur
Diplom-Verwaltungswirt (FH) Matthias Will (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
66
N° de catalogue
V124747
ISBN (ebook)
9783640298617
ISBN (Livre)
9783640303779
Langue
allemand
mots-clé
Zeitarbeit Deutschland Sozioökonomische Struktur Zeitarbeitsfirmen Beschäftigten Volkswirtschaftslehre Sozialforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Verwaltungswirt (FH) Matthias Will (Auteur), 2008, Zeitarbeit in Deutschland - Sozioökonomische Struktur der bei Zeitarbeitsfirmen Beschäftigten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124747
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  66  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint