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Wechselnde Koalitionen und Geheimvertrag

Die diplomatischen Beziehungen zwischen England und Frankreich unter Karl II (1660-1685)

Titre: Wechselnde Koalitionen und Geheimvertrag

Dossier / Travail , 2004 , 11 Pages , Note: 2+

Autor:in: Florian Unzicker (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Außenpolitik Englands unter Karl II. weist keine konsequente Richtung auf, wechselnde Koalitionen mit den Niederlanden und Frankreich spiegeln dies wieder. Zudem verwirrt die Differenz zwischen der öffentlichen, nationalen und der geheimen, persönlichen Politik. Die Arbeit möchte sich mit folgenden Fragen befassen: Welche Motive bestimmten diese Politik? Welche äußeren Faktoren bewirkten die jeweiligen Allianzbildungen?

Extrait


Kapitelübersicht

1. Einleitung

2. Die ersten Jahre (1660-1667)

3. Die Triple-Allianz (1668)

4. Der Geheimvertrag von Dover (1670)

5. Die Auswirkungen des Vertrages von Dover (1670-1674)

6. Das frankophobe Parlament und die Katholizismus-Hysterie (1674-1681)

7. Die letzten Jahre

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die ambivalente Außenpolitik Englands unter König Karl II., die durch wechselnde Koalitionen zwischen Frankreich und den Niederlanden geprägt war. Dabei steht die zentrale Frage im Fokus, welche persönlichen Motive und äußeren Faktoren die Differenz zwischen offizieller, nationaler Politik und geheimer, persönlicher Interessenverfolgung des Monarchen bestimmten.

  • Diplomatische Beziehungen zwischen England und Frankreich unter Karl II.
  • Analyse des Geheimvertrages von Dover (1670) und dessen Auswirkungen.
  • Spannungsfeld zwischen absolutistischen Ambitionen des Königs und parlamentarischer Kontrolle.
  • Einfluss religiöser Motive und finanzieller Abhängigkeiten auf die Außenpolitik.
  • Das frankophobe Parlament als Gegenspieler zur königlichen Geheimpolitik.

Auszug aus dem Buch

4. Der Geheimvertrag von Dover (1670) :

Kam die Triple-Allianz unter dem Eindruck der expandierenden Franzosen in kürzester Zeit zustande, so fiel der Geheimvertrag von Dover durch die Langsamkeit seiner Entstehung auf : Vom ersten Besuches des Marquis de Croissy im August 1668 bis zur Ratifizierung des Vertrags am 1.Juni 1670 vergingen beinahe zwei Jahre. Die Verhandlungen wurden auf verschiedensten Wegen geführt, so stand Karl in regem, nun chiffrierten, Schriftverkehr mit seiner Schwester, der Marquis de Croissy besuchte den englischen Königshof mehrfach, Ludwig schrieb Karl einen persönlichen Brief diesbezüglich, Arlington, Clifford und Buckingham nahmen an den geheimen Treffen teil. In Paris und London arbeiteten „secret working-parties“ unter Hochdruck an einem Vertragsentwurf.

Die Geheimhaltung des Projektes wird dadurch verdeutlicht, dass sie auf einen Kreis von 12 Personen in zwei Ländern beschränkt war.

Am 1.Juni unterschrieben Arlington, Arundell, Clifford und Bellings auf englischer Seite und der Marquis de Croissy auf französischer Seite den Vertrag, die beiden Könige ratifizierten den Abschluss des Vertrages durch einen Briefwechsel. Die offizielle Version des Vertrages, der Scheinvertrag von Dover wurde im Dezember 1670 von den beiden protestantischen Cabal-Mitgliedern Ashley und Lauderdale unterzeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Unstetigkeit der englischen Außenpolitik unter Karl II. dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Motive für die Allianzbildungen.

2. Die ersten Jahre (1660-1667): Das Kapitel behandelt die frühen Beziehungen der Königshäuser, die durch Verwandtschaft, aber auch durch erste politische Hindernisse und den zweiten Englisch-Niederländischen Krieg belastet waren.

3. Die Triple-Allianz (1668): Hier wird der kurzzeitige Versuch der Machtbalance durch ein Bündnis zwischen England, den Niederlanden und Schweden gegen das expandierende Frankreich beschrieben.

4. Der Geheimvertrag von Dover (1670): Das Kapitel beleuchtet den langwierigen Entstehungsprozess und die geheimen Klauseln des Vertrages, der England finanziell an Frankreich band und religiöse sowie politische Ziele des Königs verfolgte.

5. Die Auswirkungen des Vertrages von Dover (1670-1674): Es wird analysiert, wie die Umsetzung des Vertrages zum Krieg gegen die Niederlande führte und welches Misstrauen dies im Parlament und in der englischen Öffentlichkeit auslöste.

6. Das frankophobe Parlament und die Katholizismus-Hysterie (1674-1681): Das Kapitel beschreibt den wachsenden Druck des Parlaments gegen die Geheimpolitik des Königs und die politische Lähmung durch den Popish Plot.

7. Die letzten Jahre: Hier wird die Phase der finanziellen Unabhängigkeit Karls durch französische Subsidien und die damit einhergehende politische Inaktivität bis zu seinem Tod 1685 geschildert.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass persönliche absolutistische Ambitionen und finanzielle Notlagen den König in eine dauerhafte, oft geheime Abhängigkeit von Frankreich führten.

Schlüsselwörter

Karl II., Ludwig XIV., Geheimvertrag von Dover, Außenpolitik, England, Frankreich, Niederlande, Triple-Allianz, Subsidien, Parlament, absolutistische Herrschaft, Katholizismus, Cabal-Kabinett, Diplomatie, Allianzpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die diplomatischen Beziehungen zwischen England und Frankreich während der Regierungszeit von König Karl II. (1660-1685) und beleuchtet die komplexen, oft geheimen Allianzen dieser Ära.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Außenpolitik des Stuart-Königs, der Einfluss finanzieller Subsidien des französischen Königs, die Rolle des Parlaments sowie die religiöse Komponente im englisch-französischen Verhältnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welche Motive – insbesondere das persönliche Streben nach absolutistischer Herrschaft und finanzieller Unabhängigkeit – hinter der widersprüchlichen Außenpolitik Karls II. steckten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Verträge und historischer Fachliteratur basiert, um die außenpolitischen Entscheidungen des Monarchen in ihrem Kontext zu verstehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den ersten Regierungsjahren über die Triple-Allianz und den Geheimvertrag von Dover bis hin zur innenpolitischen Krise und den letzten Jahren der Herrschaft Karls II.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geheimvertrag von Dover, Subsidien, Allianzpolitik, parlamentarischer Widerstand gegen den Katholizismus und die prekäre finanzielle Lage des englischen Königshauses.

Welche Rolle spielt der Geheimvertrag von Dover in der Argumentation?

Er dient als Paradebeispiel für die Differenz zwischen offizieller Politik und den persönlichen Interessen des Königs, da er England finanziell von Frankreich abhängig machte und den König in den Widerspruch zu seinem eigenen Parlament trieb.

Warum wird das Parlament als „frankophob“ bezeichnet?

Das Parlament fürchtete den zunehmenden Einfluss Frankreichs, den Katholizismus und den Verlust der politischen Souveränität Englands, was zu einer dezidierten Ablehnung der engen Bindung an den französischen König führte.

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Résumé des informations

Titre
Wechselnde Koalitionen und Geheimvertrag
Sous-titre
Die diplomatischen Beziehungen zwischen England und Frankreich unter Karl II (1660-1685)
Université
University of Göttingen
Cours
Seminar: Die Grundlegung der parlamentarischen Monarchie in Großbritannien
Note
2+
Auteur
Florian Unzicker (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
11
N° de catalogue
V129020
ISBN (ebook)
9783640355808
ISBN (Livre)
9783640356157
Langue
allemand
mots-clé
Karl II. Charles II. Restauration Geheimvertrag von Dover Secret Treaty of Dover Navy Papismus Diplomatie Frühe Neuzeit Ludwig XIV.
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Florian Unzicker (Auteur), 2004, Wechselnde Koalitionen und Geheimvertrag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129020
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Extrait de  11  pages
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