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Das Konzept der Basalen Stimulation® zur Förderung der gestörten Wahrnehmung von Intensivpatienten

Titre: Das Konzept der Basalen Stimulation® zur Förderung der gestörten Wahrnehmung von Intensivpatienten

Dossier / Travail , 2008 , 34 Pages

Autor:in: Birgit Wallbaum (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
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Durch meine jahrelange Tätigkeit auf einer Intensivstation erlebe ich täglich, dass es in der hochtechnisierten Intensivmedizin zwar weitestgehend möglich ist, den lebensbedrohlichen
Gesundheitszustand zu stabilisieren, aber der betroffene Mensch als individuelles, biographisches Wesen vielfach immer mehr in den Hintergrund tritt. Durch die fortschreitende Technologie besteht die Gefahr, dass der Mensch nicht mehr in seiner
Ganzheitlichkeit wahrgenommen wird, sondern nur noch seine körperlichen Defizite, die von Monitoren, Displays von Apparaten und Laborparametern abgelesen, interpretiert und behandelt werden.

Wie aber erlebt oder nimmt ein Patient seine Situation auf Intensivstation wahr?
Viele Patienten erleben auf der Intensivstation einen Zeitraum indem sie aus verschiedensten Gründen nicht bei Bewusstsein sind und haben Schwierigkeiten sich räumlich und zeitlich zu orientieren.
Mit dieser Hausarbeit möchte:
1. Die Gründe für die Wahrnehmungsstörungen und den Orientierungsverlust von Intensivpatienten auf der Grundlage der Wahrnehmungs- und Entwicklungspsychologie erörtern.
2. In diesem Zusammenhang aufzeigen, welche Bedeutung das Konzept der Basalen Stimulation zur Förderung der Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation für einen beatmente, desorientierten und somnolenten Patienten hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wahrnehmung

2.1. Was ist Wahrnehmung?

2.2. Wahrnehmungsprozess

2.3. Entwicklung der Wahrnehmung

3. Ich-Bild und Körpergefühl

4. Mentale Repräsentation

5. Psychologische Grundlagen der Wahrnehmung

6. Wahrnehmungsstörungen bei Intensivpatienten

6.1. Habituation

6.2 Autostimulation

6.3. Sensorische Reizdeprivation

6.4. Reizüberflutung

6.5. Andere mögliche Ursachen von Wahrnehmungsstörungen

7. Basale Stimulation®

7.1. Zentrale Ziele der Basalen Stimulation®

7.2. Schwerpunkte der Basalen Stimulation®

7.2.1. Entwicklungsorientierter Ansatz

7.2.2. Ganzheitlichkeit

7.2.3. Dialogaufbau

8. Möglichkeiten zur Förderung der Wahrnehmung bei Intensivpatienten

8.1. Somatische Stimulation

8.2. Vibratorische Stimulation

8.3. Vestibuläre Stimulation

8.4. Auditive Stimulation

8.5. Orale, gustatorische und olfaktorische Stimulation

8.6. Visuelle Stimulation

9. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wahrnehmungsstörungen und den Orientierungsverlust bei Intensivpatienten auf Grundlage wahrnehmungs- und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse zu analysieren und die Bedeutung des Konzepts der Basalen Stimulation® als pflegerische Intervention zur Förderung von Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation darzustellen.

  • Analyse der Ursachen für Wahrnehmungsstörungen in der Intensivmedizin.
  • Grundlagen der menschlichen Wahrnehmungsentwicklung und des Körpergefühls.
  • Psychologische Aspekte der Wahrnehmungsverarbeitung und deren Störung unter Extrembedingungen.
  • Das Konzept der Basalen Stimulation® als ganzheitlicher Pflegeansatz.
  • Praktische Möglichkeiten der basalen Förderung bei beatmeten oder desorientierten Patienten.

Auszug aus dem Buch

6.4. Reizüberflutung

Das Gehirn hat eine begrenzte Aufnahme- und Speicherkapazität. Bei einer Reizüberflutung können nicht alle Informationen verarbeitet werden. Es kommt zu einer Störung der Reizleitung. Ist die Reizleitung gestört, empfindet der Mensch dies als Unsicherheit und im Extremfall hat es eine bedrohliche und angstauslösende Wirkung.

Patienten auf einer Intensivstation befinden sich in einer ihnen unbekannten Umgebung und außergewöhnlichen Lage. In ihrer Bewegungslosigkeit und durch mangelnde vorheriger Erfahrung eines solchen Zustandes, ist es sehr schwer möglich, die Bedeutung der vorliegenden Situation zu bewerten und entsprechend darauf reagieren zu können. Es ist ihm kaum möglich Wichtiges von Unwichtigen zu unterscheiden. Das führt dazu, dass die verinnerlichten psychologischen Grundlagen der Selektion, Organisation, Strukturierung und Interpretation nicht umgesetzt werden können. Die Informationen werden ungefiltert aufgenommen. Besonders die Vielzahl an Geräuschen auf einer Intensivstation und die ständige somatischen Reize, da ständig am Patienten Handlungen vorgenommen werden, führen in solch einer Situation zu einer Reizüberflutung. Ist diese Reizüberflutung nicht mit logischen Denkprozessen zu bewältigen, kann es beim Patienten beträchtlichen Stress auslösen, der sich später in eine aktive Isolation (abschalten) oder in eine Form der taktilen Abwehr verändern kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der hochtechnisierten Intensivmedizin, in der der Mensch oft auf körperliche Defizite reduziert wird, und begründet die Notwendigkeit der Basalen Stimulation®.

2. Wahrnehmung: Dieses Kapitel definiert Wahrnehmung als aktiven Konstruktionsprozess und erläutert die Stufen des Wahrnehmungsprozesses sowie die Bedeutung frühkindlicher und pränataler Entwicklungserfahrungen.

3. Ich-Bild und Körpergefühl: Es wird dargestellt, wie Körpergefühl und Ich-Bild aus dem wechselseitigen Zusammenspiel von Bewegung, Wahrnehmung und Kommunikation entstehen und warum dieser Prozess bei Störungen gefährdet ist.

4. Mentale Repräsentation: Das Kapitel erklärt den Aufbau neuronaler Netzwerke und wie durch ständige Reizaufnahme und Verknüpfung höhere Formen der mentalen Repräsentation und inneren Vorstellungen entstehen.

5. Psychologische Grundlagen der Wahrnehmung: Hier werden zentrale Mechanismen wie Selektion, Ergänzung, Organisation und Interpretation beschrieben, die helfen, die Informationsflut der Umwelt zu bewältigen.

6. Wahrnehmungsstörungen bei Intensivpatienten: Das Kapitel analysiert die Ursachen und Folgen von Habituation, Autostimulation, Reizdeprivation und Reizüberflutung, die durch den Intensivaufenthalt entstehen können.

7. Basale Stimulation®: Es werden die Ursprünge, Ziele und Schwerpunkte des Konzepts erläutert, insbesondere der entwicklungsorientierte Ansatz, die Ganzheitlichkeit und der Dialogaufbau.

8. Möglichkeiten zur Förderung der Wahrnehmung bei Intensivpatienten: Dieses Kapitel beschreibt konkrete stimulierende Maßnahmen in den Bereichen somatische, vibratorische, vestibuläre, auditive, orale/gustatorische/olfaktorische sowie visuelle Wahrnehmung.

9. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass Basale Stimulation® eine grundlegende Kommunikation und Sinnstiftung ermöglicht und den Patienten über rein medizinische Aspekte hinaus als ganzheitliches Individuum in den Behandlungsprozess einbezieht.

Schlüsselwörter

Basale Stimulation, Intensivmedizin, Wahrnehmung, Wahrnehmungsstörungen, Körpergefühl, Ganzheitlichkeit, Pflege, Reizüberflutung, Reizdeprivation, Kommunikation, somatische Stimulation, Identität, Orientierung, Entwicklungsorientierung, Intensivpatient

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Konzepts der Basalen Stimulation® bei Patienten auf Intensivstationen, um deren Wahrnehmungsfähigkeit zu erhalten oder zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wahrnehmungspsychologie, den Ursachen von Wahrnehmungsstörungen durch das Intensivmilieu und der praktischen Umsetzung basaler pflegerischer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Basale Stimulation® das Befinden, die Orientierung und die Identität von beatmeten oder desorientierten Patienten verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Psychologie, Pädagogik, Medizin und Pflegewissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Wahrnehmung, die Analyse spezifischer Störungen bei Intensivpatienten sowie die detaillierte Darstellung der Ziele und praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Basalen Stimulation®.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Basale Stimulation, Wahrnehmungsstörungen, Ganzheitlichkeit, Intensivpatienten, Körpergefühl und Kommunikation.

Wie unterscheidet sich die Basale Stimulation von anderen Pflegekonzepten?

Das Konzept knüpft gezielt an frühkindliche und pränatale Lebenserfahrungen an und sieht den Patienten als aktives Subjekt, anstatt ihn nur als passives Objekt technischer medizinischer Maßnahmen zu betrachten.

Warum ist das "Gleichnis vom Lahmen und Blinden" in der Arbeit wichtig?

Es verdeutlicht den partnerschaftlichen Dialog zwischen Pflegenden (Blinde, die den Weg anbieten) und Patienten (Lahme, die das Ziel kennen, aber nicht gehen können) als Grundlage für eine erfolgreiche Kommunikation.

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Résumé des informations

Titre
Das Konzept der Basalen Stimulation® zur Förderung der gestörten Wahrnehmung von Intensivpatienten
Auteur
Birgit Wallbaum (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
34
N° de catalogue
V129056
ISBN (ebook)
9783640360048
Langue
allemand
mots-clé
Basale Stimulation Intensivpflege Wahrnehmung Intensivstation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Birgit Wallbaum (Auteur), 2008, Das Konzept der Basalen Stimulation® zur Förderung der gestörten Wahrnehmung von Intensivpatienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129056
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Extrait de  34  pages
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