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Ein Vergleich der kaiserlichen mit der päpstlichen Urkunde des Wormser Konkordats

Titre: Ein Vergleich der kaiserlichen mit der päpstlichen Urkunde des Wormser Konkordats

Dossier / Travail , 2007 , 13 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Tobias Bunse (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im 11. und 12. Jahrhundert erreichte der Streit zwischen Kirche und Staat einen neuen Höhepunkt. Mittelpunkt des Konfliktes war die Rolle der weltlichen Herrscher bei der Amteinsetzung von Bischöfen und Äbten, im Genauen bei der Überreichung von Ring und Stab an den geistlichen Würdenträger durch den weltlichen Herrscher. Diese so genannte Laieninvestitur stieß jedoch bei der Kirche innerhalb des 11. Jahrhunderts immer stärker auf Ablehnung. Die Geistlichkeit wollte das Investiturrecht für sich beanspruchen und somit den Einfluss des weltlichen Herrschers bei der Amtseinsetzung zurücktreiben. Eine entsprechende kirchliche Reformbewegung ging schließlich vom Kloster Cluny aus, die auf ein komplettes Laieninvestiturverbot drängte.
Das Wormser Konkordat, welches von Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. unterzeichnet wurde, schuf nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Staat letztendlich einen Kompromiss. Das Konkordat sah vor, dass der Bischof im Deutschen Reich in der Gegenwart des Königs gewählt werden sollte. Darüber hinaus erhielt der Gewählte vom König durch das Zepter die Regalien, während der Papst ihm die geistliche Gewalt und als deren Zeichen Ring und Stab verlieh. Im Deutschen Reich fand die Investitur unmittelbar vor der Weihe statt, in Italien und Burgund innerhalb von sechs Monaten nach Auferlegung der Regalien.
Kernpunkt der vorliegenden Hausarbeit wird es sein, die Veränderungen für das König- bzw. Kaisertum sowie das Papsttum herauszuarbeiten, die das Wormser Konkordat nach sich zog. Dazu finden die Papst- und Kaiserurkunde besondere Beachtung, die zum Einen analysiert und zum Anderen einem Vergleich unterzogen werden sollen. Am Inhalt der beiden Urkunden lassen sich bereits viele Folgen für den Staat und die Kirche ableiten, die der Investiturstreit und das Konkordat mit sich brachten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Wormser Konkordat

2.1 Entspannung der Auseinandersetzungen unter Heinrich V.

2.2 Inhalt des Wormser Konkordats

2.2.1 Die Kaiserliche Urkunde

2.2.2 Die Päpstliche Urkunde

2.3 Vergleich und Analyse der beiden Urkunden

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die tiefgreifenden Veränderungen für das Kaisertum sowie das Papsttum zu analysieren, die durch das Wormser Konkordat im Investiturstreit herbeigeführt wurden, indem die Kaiser- und Papsturkunde einander gegenübergestellt und in ihrem historischen Kontext bewertet werden.

  • Historische Einordnung des Investiturstreits zwischen Kirche und Staat.
  • Analyse des Kompromisscharakters des Wormser Konkordats.
  • Detaillierter Vergleich der Kaiserlichen und der Päpstlichen Urkunde.
  • Untersuchung der Machtverschiebung zugunsten des Fürstentums.
  • Bewertung der langfristigen Folgen für die Verfassungsgeschichte des Reiches.

Auszug aus dem Buch

2.3 Vergleich und Analyse der beiden Urkunden

Beim Vergleich der beiden Urkunden wird vor allem anderen ersichtlich, dass Kaiser Heinrich V. seine Urkunde neben „Gott, Gottes heiligen Aposteln Petrus und Paulus“ vor allem an die katholische Kirche richtet und somit in erster Linie an eine Institution. Dieser überlässt er die Investitur mit Ring und Stab, kanonische Wahlen und freie Weihen. Das Calixtinum hingegen ist lediglich an Heinrich V. adressiert. Im Grisshammer findet sich bei der Erklärung des Begriffes „Konkordat“ die Bezeichnung des „momentanen Ausgleichs“. Da dieser Austausch von Privilegien „momentan“, also im Sinne eines eingrenzbaren Zeitpunktes zu sehen ist, stellt sich zwangsläufig die Frage, was mit dem Calixtinum nach dem Tod von Heinrich V. bezüglich seiner Gültigkeit geschah. Beate Schilling äußert sich wie folgt zu dieser Frage:

„Schon bei der nächsten möglichen Gelegenheit, dem Regierungsantritt Lothars III., kam es über den ungeregelten gelassenen Herrenfall zum Streit. Lothar soll damals auf den Handgang bereits geweihter Bischöfe verzichtet haben, seine Nachfolger Konrad III. und Friedrich Barbarossa haben das hominium wenige Jahre später auch von geweihten Bischöfen gefordert und erhalten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Investiturstreit ein, erläutert die Rolle der weltlichen Herrscher bei der Einsetzung von Bischöfen und definiert das Ziel der Arbeit, die Folgen des Wormser Konkordats zu untersuchen.

2. Das Wormser Konkordat: Dieser Abschnitt beschreibt die politische Entwicklung unter Heinrich V., die zu den Verhandlungen führte, und analysiert den Inhalt der beiden Urkunden sowie deren Auswirkungen auf die Machtverhältnisse.

2.1 Entspannung der Auseinandersetzungen unter Heinrich V.: Hier wird der Prozess der diplomatischen Annäherung zwischen Kaiser und Papst dargestellt, inklusive der Gefangennahme von Papst Paschalis II. und der späteren Rolle der Fürsten als Garanten des Friedens.

2.2 Inhalt des Wormser Konkordats: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten inhaltlichen Aufschlüsselung des Konkordats, getrennt in die Perspektive des Kaisers und die des Papstes.

2.2.1 Die Kaiserliche Urkunde: Untersuchung des sogenannten "Heinricianum", seiner religiösen Formulierungen, der Investiturbestimmungen und der Rückerstattungsversprechen des Kaisers.

2.2.2 Die Päpstliche Urkunde: Analyse des "Calixtinum", in dem Papst Calixt II. dem Kaiser die Teilnahme an Bischofswahlen unter bestimmten Bedingungen zugesteht.

2.3 Vergleich und Analyse der beiden Urkunden: Dieser Teil vergleicht die juristischen und inhaltlichen Unterschiede der Urkunden und erörtert die Problematik der Interpretation sowie der Auslegungsspielräume.

3. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei besonders die Machtgewinnung des Fürstentums und der langfristige Wandel der Reichsstruktur hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Wormser Konkordat, Investiturstreit, Heinrich V., Papst Calixt II., Laieninvestitur, Regalien, Kaiserliche Urkunde, Päpstliche Urkunde, Machtverschiebung, Fürsten, Reichsgeschichte, Kirchenrecht, Verfassungsgeschichte, Mittelalter, Bischofswahlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen Kaiser und Papst im 11. und 12. Jahrhundert und wie dieser im Wormser Konkordat gelöst wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Investiturstreit, der Inhalt der beiden Konkordatsurkunden und die daraus resultierenden Machtverschiebungen innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Veränderungen das Wormser Konkordat für das Königtum und das Papsttum bewirkte, basierend auf einem Vergleich der beiden Vertragswerke.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, bei der die Kaiser- und die Papsturkunde als zentrale Quellen herangezogen und in ihrem historischen Kontext verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entstehungsgeschichte des Konkordats unter Heinrich V., die detaillierte Vorstellung der beiden Urkunden sowie deren anschließende kritische Analyse und Vergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wormser Konkordat, Investiturstreit, Regalien, Machtgewinn des Fürstentums und den historischen Strukturwandel geprägt.

Warum war das Wormser Konkordat nur ein "momentaner Ausgleich"?

Der Autor argumentiert, dass der Austausch von Privilegien zeitlich begrenzt war und mangels präziser Definitionen bei späteren Nachfolgern erneut zu Streitigkeiten führte.

Welche Rolle spielten die Fürsten beim Zustandekommen des Konkordats?

Die Fürsten traten als Vermittler und Garanten der Reichsrechte auf und übten massiven Druck auf den Kaiser aus, den Frieden mit dem Papst zu suchen, womit sie ihren eigenen politischen Einfluss drastisch steigerten.

Was bedeutet die "Regalienfrage" in diesem Kontext?

Es geht um die nutzbaren Rechte, die der König an Bischöfe vergab; da das Konkordat diese nicht präzise definierte, blieb ein "Leerraum" für zukünftige Rechtsauslegungen und Konflikte.

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Résumé des informations

Titre
Ein Vergleich der kaiserlichen mit der päpstlichen Urkunde des Wormser Konkordats
Université
University of Paderborn
Note
3,0
Auteur
Tobias Bunse (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
13
N° de catalogue
V130288
ISBN (ebook)
9783640355983
ISBN (Livre)
9783640356348
Langue
allemand
mots-clé
Vergleich Urkunde Wormser Konkordats
Sécurité des produits
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Citation du texte
Tobias Bunse (Auteur), 2007, Ein Vergleich der kaiserlichen mit der päpstlichen Urkunde des Wormser Konkordats, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130288
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