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Geschlechtsspezifische Sozialisation im Zusammenhang mit Jugenddelinquenz

Titel: Geschlechtsspezifische Sozialisation im Zusammenhang mit Jugenddelinquenz

Bachelorarbeit , 2023 , 43 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zu geschlechtsspezifischer Sozialisation und Jugenddelinquenz zusammenzufassen, darauf aufbauend den Zusammenhang darzustellen und neue sowie wichtige Erkenntnisse für die Diskrepanz der weiblichen und männlichen Jugenddelinquenz herauszuarbeiten.

Über Jugenddelinquenz und die zugrundeliegenden Risikofaktoren für Kinder und Jugendliche gibt es viel und umfangreiche aktuelle Forschungsliteratur. Auch die Thematik der geschlechtsspezifischen Sozialisation generell wird in der Literatur aktuell immer häufiger dargestellt. Im deutschsprachigen Raum gibt es bis jetzt allerdings kaum aktuelle Literatur zu dem Zusammenhang einer geschlechtsspezifischen Sozialisation und deren Auswirkungen auf Jugenddelinquenz. Deshalb wird im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit systematisch diese relevante Literatur ermittelt und ausgewertet. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich geschlechtsspezifische Sozialisationserfahrungen auf das Delinquenzverhalten von Jugendlichen auswirken.

Leseprobe


1 Einleitung

1.1 Motivation und Relevanz der Arbeit

1.2 Struktur der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Geschlechtsspezifische Sozialisation

2.1.1 Phasen und Instanzen der Sozialisation

2.1.2 Sozialisationseinflüsse

2.1.3 Erziehung als Teil der Soziologie

2.1.4 Normen, Erwartungen und soziale Rollen

2.1.5 ‚Doing Gender‘

2.2 Jugenddelinquenz

2.2.1 Begriffserklärungen und -abgrenzungen

2.2.2 Jugendphase

2.2.3 Erscheinungsformen delinquenten Verhaltens

2.2.4 Geschlechtsspezifische Jugendkriminalitätszahlen

2.2.5 Risiko- und Schutzfaktoren

2.2.6 Power-Control Theorie nach Hagan

3 Zielsetzung und Fragestellung

4 Methodik

4.1 Systematische Literaturrecherche

4.2 Ein- und Ausschlusskriterien

4.3 Literaturauswahl und Selektion der Studien

5 Ergebnisse

5.1 Darstellung der einzelnen Studien

5.2 Zusammenfassung relevanter Ergebnisse

6 Diskussion

6.1 Diskussion der Methode

6.2 Diskussion der Ergebnisse

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen geschlechtsspezifischer Sozialisation und der Entstehung von Jugenddelinquenz. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand systematisch zusammenzufassen, um zu erklären, warum sich männliche und weibliche Jugendliche signifikant in ihrem delinquenten Verhalten unterscheiden und welche Rolle familiäre Faktoren dabei spielen.

  • Einfluss von Sozialisationsinstanzen wie dem Elternhaus auf das Verhalten Jugendlicher.
  • Analyse geschlechtsspezifischer Differenzen in der Kriminalitätsrate und Deliktart.
  • Bedeutung von Erziehungsstilen, elterlicher Kontrolle und Bindung für die Delinquenzentwicklung.
  • Überprüfung theoretischer Ansätze, wie der Power-Control Theorie, im Kontext moderner Familienkonstellationen.

Auszug aus dem Buch

2.1.5 ‚Doing Gender‘

„Die Tatsache, dass wir immer nur zwei Geschlechter sehen, ist eine kulturelle Konstruktion und nicht ein Abbild der Sache selbst“ (Heintz 1993, S. 27).

Die Unterteilung von Individuen entweder als Mann oder Frau stand lange mit der Geburt automatisch fest. Dabei galt das Geschlecht als natürlich festgelegt und unveränderbar. Die aktuelle Genderforschung geht allerdings davon aus, dass die meisten Aspekte, die die Geschlechter ausmachen, nicht angeboren sondern vielmehr anerzogen sind (vgl. Elsen 2020, S. 50f.). Doing gender beschreibt demnach die gesellschaftliche Konstruktion von Geschlechtern und meint, „dass Geschlecht ‚getan‘ werden muss, weil man es nicht einfach ein für alle Mal ‚hat‘“ (Faulstich-Wieland 2008, S. 242). Dabei richten sich Individuen bewusst oder unbewusst nach den Erwartungen der Gesellschaft an eine bestimmte Rolle. In unserer hauptsächlich durch Zweitgeschlechtlichkeit geprägten Gesellschaft rückt das Spektrum von Geschlechtern oft in den Hintergrund.

Um zwischen biologischen und kulturellen Aspekten von Geschlecht klarer unterscheiden zu können, unterscheidet man im Englischen die Begriffe Sex und Gender. Sex dient zur Bezeichnung der biologischen, im weitesten Sinn natürlich vorgegebenen Aspekte von Geschlecht und Gender zur Bezeichnung der kulturellen, sozial vermittelten Aspekte. Gender umfasst somit alle Erwartungen, die in einer Gesellschaft bezüglich eines Geschlechts existieren und nicht im Zusammenhang mit biologischen Faktoren stehen (vgl. Elsen 2020, S. 51).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Thematik, führt in die Problematik der Jugenddelinquenz ein und erläutert die Zielsetzung sowie Struktur der vorliegenden Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über Konzepte der Sozialisation, Rollentheorien und Definitionen sowie Theorien zur Jugenddelinquenz.

3 Zielsetzung und Fragestellung: Formuliert das zentrale Forschungsziel, den Einfluss geschlechtsspezifischer Sozialisation auf das Delinquenzverhalten von Jugendlichen zu analysieren.

4 Methodik: Dokumentiert das systematische Vorgehen der Literaturrecherche unter Anwendung spezifischer Ein- und Ausschlusskriterien.

5 Ergebnisse: Stellt die ausgewählten Studien detailliert dar und führt eine qualitative Zusammenfassung relevanter Befunde durch.

6 Diskussion: Reflektiert die methodische Vorgehensweise und diskutiert die gefundenen wissenschaftlichen Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage.

7 Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Jugenddelinquenz, geschlechtsspezifische Sozialisation, Doing Gender, Sozialisationsinstanzen, Power-Control Theorie, Eltern-Kind-Bindung, elterliche Kontrolle, juvenile Kriminalität, Geschlechterrollen, Risikoverhalten, Sozialisationsforschung, Entwicklungspsychologie, Delinquenzprävention, Geschlechtsidentität, Kriminalitätsstatistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie geschlechtsspezifische Sozialisationsprozesse, insbesondere innerhalb der Familie, das Delinquenzverhalten von Jugendlichen beeinflussen und die statistischen Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Jugendlichen erklären.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Sozialisation, die Bedeutung von Erziehungsstilen, das Konzept des "Doing Gender", die Rolle von Geschlechterrollen für das Risikoverhalten sowie die verschiedenen Ursachen und Erscheinungsformen von Jugendkriminalität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die systematische Zusammenfassung des Forschungsstandes zur geschlechtsspezifischen Sozialisation in Bezug auf Jugenddelinquenz, um neue Erkenntnisse über die Diskrepanz zwischen männlicher und weiblicher Delinquenz zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit ist als theoretische Abschlussarbeit konzipiert und nutzt eine systematische Literaturrecherche in wissenschaftlichen Fachdatenbanken, gefolgt von einer qualitativen Inhaltsanalyse der ausgewählten Studien.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise der Literaturrecherche, die Darstellung und Diskussion der Ergebnisse sowie eine abschließende Synthese der Erkenntnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind Jugenddelinquenz, geschlechtsspezifische Sozialisation, elterliche Kontrolle, familiäre Machtstrukturen, Power-Control Theorie und Geschlechterrollen.

Wie spielt das Elternhaus bei der Entstehung von Delinquenz eine Rolle?

Studien zeigen, dass Faktoren wie Eltern-Kind-Bindung, elterliche Überwachung und innerfamiliäre Machtverhältnisse maßgeblich zur Entwicklung oder Hemmung von delinquenten Verhaltensmustern bei Kindern und Jugendlichen beitragen.

Was besagt die Power-Control Theorie im Kontext der Arbeit?

Hagans Theorie postuliert, dass patriarchale Familienstrukturen Mädchen stärker kontrollieren als Jungen, was deren Spielraum für delinquentes Verhalten einschränkt, während Jungen in diesen Systemen mehr Freiheiten für risikoreiches Verhalten genießen.

Welche Rolle spielt die Geschlechtsidentität für delinquentes Verhalten?

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Identifikation mit bestimmten, sozial als "männlich" bewerteten Eigenschaften das Risiko für deviantes Verhalten erhöhen kann, während eine Orientierung an "weiblichen" Attributen dieses tendenziell reduziert.

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Details

Titel
Geschlechtsspezifische Sozialisation im Zusammenhang mit Jugenddelinquenz
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
43
Katalognummer
V1352054
ISBN (PDF)
9783346861795
ISBN (Buch)
9783346861801
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechtsspezifische sozialisation zusammenhang jugenddelinquenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Geschlechtsspezifische Sozialisation im Zusammenhang mit Jugenddelinquenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1352054
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Leseprobe aus  43  Seiten
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