Mit dieser Seminararbeit soll der Versuch unternommen werden, eine allgemeine
Einführung in die Softwarelokalisierung zu bieten sowie aktuelle Probleme in diesem
Bereich aufzuzeigen. Trotz einer überschaubaren Historie und trotz vieler in den letzten
Jahren kaum veränderter Grundlagen und Standards, ist eine allgemeine Einführung in
die Softwarelokalisierung durchaus kein leichtes Unterfangen. Auf die zugrundeliegende
Problematik soll im Verlauf dieser Seminararbeit ausführlicher eingegangen werden.
Zunächst aber wird mit einer Begriffserläuterung in das Thema eingeführt. Zur
Orientierung soll zudem eine Übersicht über Geschichte, Notwendigkeit und aktuelle
Marktlage der Softwarelokalisierung sowie über die Beteiligten am
Lokalisierungsprozess gegeben werden. Daraufhin werden einige Grundlagen der
Lokalisierungspraxis sowohl auf technischer als auch auf translatorischer Ebene
vorgestellt. Da bei der Softwarelokalisierung Theorie und Praxis eng miteinander
verbunden sind, soll schließlich ein Überblick über das Lehrangebot, welches zur
praktischen Umsetzung der Lokalisierungstheorie zur Verfügung steht, gegeben werden
und somit ein Beitrag zur Findung der effizientesten Lernmethode geleistet werden. Da
es bei dieser Betrachtung an fundierten Quellen und Statistiken mangelt, lässt sich ein
gewisser Grad an Subjektivität nicht vermeiden. Jedoch fanden sich auch nach längerer
Recherche kaum Quellen, welche sich kritisch mit dieser Sache auseinandersetzten
bzw. einen ausreichenden Überblick boten.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Definition
III. Softwarelokalisierungsmarkt
A. Geschichte
B. Notwendigkeit der Lokalisierung
C. Marktlage
D. Marktteilnehmer
IV. Lokalisierungspraxis
A. Bestandteile von Software
B. Dateiformate
C. Vorbereitung
D. Lokalisierungswerkzeuge
E. Translatorische Aspekte
V. Praktische Umsetzung der Lokalisierungstheorie
A. Allgemeine Problematik
B. Fachliteratur
C. Internetquellen
D. Kurse
VI. Schlusswort
Zielsetzung und Themenbereiche
Diese Seminararbeit bietet eine grundlegende Einführung in die Softwarelokalisierung und beleuchtet sowohl theoretische Definitionen als auch die praktische Umsetzung dieses komplexen Prozesses. Ziel ist es, aktuelle Probleme und Herausforderungen aufzuzeigen, die Marktsituation zu analysieren und Möglichkeiten für die fachliche Weiterbildung zu evaluieren.
- Grundlagen der Softwarelokalisierung: Begriffe, Prozesse und Akteure
- Technische Aspekte: Dateiformate, Werkzeuge und Vorbereitungsmaßnahmen
- Translatorische Herausforderungen und terminologische Konsistenz
- Analyse des Softwarelokalisierungsmarktes und dessen Dynamik
- Bildungsangebote und Informationsquellen für angehende Lokalisierer
Auszug aus dem Buch
A. Geschichte
In den 80er Jahren begannen amerikanische Softwareentwickler ihre Software erstmalig auch im Ausland zu vertreiben. Die Übersetzung der Software wurde damit notwendig, konnte aber mangels linguistischer Qualifikationen nicht von den Entwicklern selbst durchgeführt werden. Andererseits hatten Übersetzer damals nur geringe Computerkenntnisse. Um sich diese anzueignen, arbeiteten sie inhouse beim Softwarelokalisierer, wo sie Teams mit Technikern, Programmierern und anderen Spezialisten bildeten. Da die Softwareentwickler einen möglichst effizienten und kostengünstigen Lokalisierungsprozess wünschten, wurden Anwendungen zur Lokalisierung von Benutzeroberflächen, Translation-Memory-Systeme (TMS) und andere Lokalisierungswerkzeuge entwickelt. Diese fanden rasch in den verschiedensten Branchen Anwendung, wodurch selbst Übersetzer, die keine Software lokalisierten, gezwungen waren, technische Ausstattung und Know-How zu erlangen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Softwarelokalisierung ein und umreißt das Ziel, theoretische Grundlagen mit der Lokalisierungspraxis zu verknüpfen.
II. Definition: Hier wird der Begriff der Lokalisierung im Kontext der Translationswissenschaft definiert und von angrenzenden Begriffen wie Globalisierung und Internationalisierung abgegrenzt.
III. Softwarelokalisierungsmarkt: Dieses Kapitel beleuchtet die geschichtliche Entwicklung, die Notwendigkeit von Lokalisierungsprozessen sowie die aktuelle Marktlage und die beteiligten Akteure.
IV. Lokalisierungspraxis: Der Fokus liegt auf der technischen Ebene, insbesondere auf Bestandteilen von Software, relevanten Dateiformaten, Vorbereitungsschritten, Werkzeugen sowie translatorischen Anforderungen.
V. Praktische Umsetzung der Lokalisierungstheorie: Hier wird das verfügbare Bildungsangebot analysiert, inklusive Fachliteratur, Internetressourcen und Kursangeboten zur Einarbeitung in die Thematik.
VI. Schlusswort: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Vielschichtigkeit der Lokalisierung und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterbildung ab.
Schlüsselwörter
Softwarelokalisierung, Translation-Memory, Internationalisierung, Globalisierung, Lokalisierungswerkzeuge, Dateiformate, IT-Branche, Terminologie, Übersetzung, Quellcode, Benutzeroberfläche, Softwareentwicklung, translatorische Aspekte, Fachliteratur, Weiterbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Softwarelokalisierung, ihrer Bedeutung für den internationalen Softwarevertrieb und der Verbindung von technischer Umsetzung und Übersetzung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Lokalisierungsbegriffs, die Analyse des Marktes, technische Anforderungen an Dateiformate sowie praktische Aspekte der Übersetzung und des Erwerbs von Lokalisierungs-Know-how.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, eine fundierte Einführung in das Feld der Softwarelokalisierung zu bieten und die Wechselwirkungen zwischen Theorie und Praxis für Übersetzer aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Rechercheanalyse, um den aktuellen Stand der Softwarelokalisierung zu erfassen und bestehende Informationsquellen für Lernende zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktbetrachtung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Lokalisierungspraxis (Tools, Formate) sowie eine Evaluation von Weiterbildungsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Softwarelokalisierung, Translation-Memory, Internationalisierung, Lokalisierungswerkzeuge und translatorische Aspekte.
Warum ist die Trennung von Quellcode und Text so entscheidend?
Die Trennung ist essenziell, um sicherzustellen, dass nur der übersetzbare Text verändert wird und die Programmfunktionalität durch die Übersetzung nicht beschädigt wird.
Welche Rolle spielt die Terminologie bei der Softwarelokalisierung?
Die Konsistenz der Terminologie ist kritisch für die Qualität der Software, weshalb die Nutzung von Glossaren durch den Auftraggeber zwingend erforderlich ist.
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- Amina Belabbes (Autor), 2009, Softwarelokalisierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136322