Die heutigen Märkte zeichnen sich durch ständige Turbulenzen aus und fordern schnelles agieren von den Unternehmen. Alte Managementkonzepte weisen jedoch kleinschrittige Arbeitsanweisungen aus, welche in einer festgelegten Arbeitszeit abgearbeitet und innerhalb fester Hierarchiestufen übertragen und kontrolliert werden. Diese Prozesse ermöglichen lediglich das Reagieren und verhindern ein schnelles Agieren. Gefordert sind hohe Geschwindigkeiten, kurze Zyklen, flache Hierarchien und Teamarbeit, um die Zukunft mitgestalten zu können, anstatt die Zahlen der Vergangenheit zu verwalten.
Daher stellt sich die Frage, ob die alten Managementkonzepte noch zukunftsfähig sind. Konkret wird das Konzept der Zielvereinbarung im Rahmen des Management by Objectives betrachtet und die primäre Frage beantwortet, ob der Prozess des Führen mit Zielvereinbarungen zukunftsfähig ist. Als Folgefrage ist zu klären, ob und wie die Vereinbarungen das Erreichung der Unternehmensziele fördern. Hierzu erfolgt die Betrachtung des Prozesses unabhängig von einem Vergütungssystem zwischen einem Mitarbeiter und der Führungskraft. Zur Beantwortung der Fragen nutzt der Autor Sekundärliteratur.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 In welchen Management Stil gehört MbO?
2.2 Was sind Ziele?
3 Zielvereinbarung
3.1 Prozessablauf einer Zielvereinbarung
3.2 Voraussetzungen für das Zielvereinbarungsgespräch
3.3 Zielbildung im Vereinbarungsgespräch
3.4 Zielformulierung der zu vereinbarenden Ziele
3.5 Kontrolle der vereinbarten Ziele
4 Zielvereinbarung und schnelllebige Märkte
4.1 Kritikpunkte am Prozess der Zielvereinbarung
4.2 Umsetzbar im heutigen Markt?
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit des Konzepts "Management by Objectives" (MbO) im Kontext moderner, dynamischer Märkte. Dabei liegt der Fokus primär auf dem Prozess der Zielvereinbarung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, unabhängig von spezifischen Vergütungssystemen.
- Grundlagen des Führungsstils MbO und die Bedeutung von Zieldefinitionen
- Strukturierter Prozessablauf der Zielvereinbarung
- Kriterien für eine erfolgreiche Zielformulierung und Zielkontrolle
- Kritische Analyse von Zielvereinbarungen in volatilen Marktumfeldern
- Anpassung von Managementkonzepten an moderne Anforderungen wie Agilität und flache Hierarchien
Auszug aus dem Buch
3.1 Prozessablauf einer Zielvereinbarung
Der Prozess der Zielvereinbarung beginnt mit der Vorbereitung auf das Zielvereinbarungsgespräch. In diesem Erst- oder Eingangsgespräch werden die Ziele vereinbart. Die Führungskraft unterstützt und begleitet die Bearbeitung der Ziele und in einem Zwischengespräch nach sechs Monaten können diese ggf. nachjustiert werden.
Die Zielbewertung sowie die Vereinbarung neuer Ziele für das folgende Jahr findet im Schlussgespräch zum Ende des Jahres statt (Hintz & Graevenstein, 2020, S. 52; Peterke, 2021, S. 267). Der Prozess der Zielvereinbarung unterliegt verschiedenen Umwelteinflüssen, weshalb Ziele teilweise auch außerhalb dieser Struktur revidiert oder neu vereinbart werden müssen. Es wird ein motivierender „Kooperationsvertrag“ geschaffen. (Peterke, 2021, S. 268).
Für sehr komplexe oder längerfristige Ziele bietet es sich an diese in Zwischenziele, sogenannte Meilensteine, zu unterteilen (Watzka, 2017, S. 148). Des Weiteren sind regelmäßig konstruktive Rückmeldung als Zwischenstand Bewertung und Feedback, welche sich auf Prozesse und Ergebnisse beziehen, zu geben (Künzli, 1999, S. 155). Im weiteren Verlauf wird die Zeitspanne von einem Jahr angenommen, welche den Regelzeitraum umspannt (Eyer & Haussmann, 2018, S. 44), weshalb von einer genaueren Beleuchtung von Meilensteinen abgesehen wird.
Das Gespräch selbst gliedert sich in mehrere Phasen. Zu Gesprächsbeginn erfolgt eine freundliche Einleitung und führt in die Phase der Zielverständigung ein. Hier werden vorherige Ziele besprochen, und neue erörtert, wobei der Mitarbeiter stets eingebunden ist. Den Abschluss bildet die Formulierung der Ziele sowie das Angebot zur Unterstützung (Peterke, 2021, S. 268 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen durch turbulente Märkte für klassische Managementkonzepte und leitet die Forschungsfrage nach der Zukunftsfähigkeit von Zielvereinbarungen ab.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel verortet das MbO in den Management-Techniken und definiert die begrifflichen sowie betriebswirtschaftlichen Grundlagen von Zielen als Steuerungsinstrument.
3 Zielvereinbarung: Hier wird der detaillierte Prozess der Zielvereinbarung beleuchtet, von der Vorbereitung und Zielformulierung bis hin zur Kontrolle und Bewertung.
4 Zielvereinbarung und schnelllebige Märkte: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der Anwendbarkeit des Modells in einem dynamischen Umfeld auseinander und diskutiert notwendige Anpassungen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass das System keineswegs ausgedient hat, sofern es flexibel an die Bedingungen moderner Unternehmen angepasst wird.
Schlüsselwörter
Management by Objectives, Zielvereinbarung, Führung, Unternehmensziele, Zielformulierung, Zielkontrolle, Mitarbeitermotivation, Leistungsmanagement, Managementstil, Prozessablauf, Zielbindung, Leistungssteigerung, Performance-Management, Agilität, Unternehmenserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Publikation analysiert die Relevanz des Konzepts "Management by Objectives" unter Berücksichtigung heutiger Marktanforderungen und prüft dessen Eignung als Instrument zur modernen Mitarbeiterführung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Das Werk behandelt die theoretischen Grundlagen der Zielvereinbarung, den strukturierten Prozess des Zielvereinbarungsgesprächs sowie die kritische Reflexion des Modells in Zeiten hoher Marktdynamik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu beantworten, ob der Prozess des Führens mit Zielvereinbarungen zukunftsfähig ist und inwiefern diese Vereinbarungen die Erreichung der übergeordneten Unternehmensziele tatsächlich fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Beantwortung der Forschungsfragen nutzt der Autor eine fundierte Analyse bestehender Sekundärliteratur zu den Themen Managementkonzepte und Zielvereinbarungsprozesse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die detaillierte Darstellung des Zielvereinbarungsprozesses – von der Vorbereitung bis zur Kontrolle – sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen in agilen Märkten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Management by Objectives, Zielvereinbarung, Führung, Zielbindung, Leistungsmanagement und Unternehmensziele.
Welche Rolle spielen "Puffer" bei der Zielformulierung?
Puffer in Form leichterer Ziele können einengende Zielvorgaben abfedern, bergen jedoch die Gefahr, das volle Leistungspotenzial nicht auszuschöpfen, schaffen aber gleichzeitig Freiräume für Innovation und strategische Überlegungen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Zielen wichtig?
Da qualitative Ziele oft abstrakt sind, ist eine klare Formulierung und Definition der Bewertungskriterien entscheidend, um Fehlinterpretationen oder eine Problematik bei der Quantifizierung des "Unquantifizierbaren" zu vermeiden.
- Citation du texte
- Christine Herkströter (Auteur), 2022, Management by Objectives: Ein zukunftsweisendes Führungsmodell?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377495