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Das Menschenbild von Jean Paul Sartre

Title: Das Menschenbild von Jean Paul Sartre

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Susanne Meidel (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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II . Einleitung
„Freiheit wird in der Regel verstanden als die individuelle Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts.“
Das ist wohl eine der bekanntesten Definitionen von Freiheit.
Im folgenden Hauptteil möchte ich nun näher auf die Freiheitstheorie des französischen Philosophen Jean Paul Sartre eingehen. Sartre gehört der Strömung der Existenzphilosophie, dem so genannten Existentialismus, an. Er analysiert und beschreibt die menschliche Situation. Da er aber ein Vertreter des atheistischen Existentialismus ist, geht er nicht davon aus, dass etwas Göttliches in den Menschen hinein wirkt. Sartre glaubt also nicht, dass es einen Gott gibt der den Menschen erschaffen hat, d.h. in Sartres Augen geht die Existenz der Essenz voraus.
„Der atheistische Existentialismus, für den ich stehe, ist zusammenhängender. Er erklärt, dass, wenn Gott nicht existiert, es mindestens ein Wesen gibt, bei dem die Existenz der Es-senz vorausgeht, ein Wesen, das existiert, bevor es durch irgendeinen Begriff definiert werden kann, und dass dieses Wesen der Mensch oder, wie Heidegger sagt, die menschliche Wirk-lichkeit ist. Was bedeutet hier, dass die Existenz der Essenz vorausgeht? Es bedeutet, dass der Mensch zuerst existiert, sich begegnet, in der Welt auftaucht und sich danach definiert.”

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Persönliches Vorwort

2 Einleitung

3 Hauptteil

3.1 Biographie

3.2 Die Entdeckung der Freiheit

3.2.1 Das An – sich

3.2.2 Das Für – sich

3.3 Textarbeit

3.3.1 Textauszug aus Das „Sein und das Nichts“

3.3.2 Der Entwurf

3.3.3 „ Wenn Gott nicht existierte, so wäre alles erlaubt."

3.4 Drei Arten Faktizität

3.5 Die Unaufrichtigkeit

3.6 Die Angst

3.7 Stellungnahme

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Menschenbild von Jean-Paul Sartre mit einem Fokus auf seine Freiheitstheorie innerhalb des atheistischen Existentialismus, um deren Relevanz und Anwendbarkeit kritisch zu hinterfragen.

  • Existenzphilosophie und Existentialismus bei Sartre
  • Die dialektische Spannung zwischen Freiheit und Notwendigkeit
  • Verantwortung und der Selbstentwurf des Menschen
  • Die Ablehnung göttlicher Vorbestimmung (Existenz geht der Essenz voraus)
  • Kritische Reflexion der Konzepte für das Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Textauszug aus Das „Sein und das Nichts“

„... Die wesentliche Konsequenz unserer vorangehenden Ausführung ist, dass der Mensch, dazu verurteilt, frei zu sein, das Gewicht der gesamten Welt auf seinen Schultern trägt: er ist für die Welt und für sich selbst als Seinsweise verantwortlich. Wir nehmen das Wort "Verantwortlichkeit" in seinem banalen Sinn vor "Bewusstsein davon, der unbestreitbare Urheber eines Ereignisses oder eines Gegenstands zu sein" ... , denn die schlimmsten Übel oder die schlimmsten Gefahren, die meine Person zu treffen drohen, haben nur durch meinen Entwurf einen Sinn; und sie erscheinen auf dem Grund des Engagements, das ich bin. Es ist also unsinnig, sich beklagen zu wollen, weil ja nichts Fremdes darüber entschieden hat, was wir fühlen, was wir erleben oder was wir sind. Diese absolute Verantwortlichkeit ist übrigens keine Hinnahme: sie ist das bloße logische Übernehmen der Konsequenzen unserer Freiheit. Was mir zustößt, stößt mir durch mich zu...“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Persönliches Vorwort: Der Autor erläutert die persönliche Motivation für die Themenwahl und nennt erste Kernschlagworte wie "Existenz vor der Essenz".

2 Einleitung: Es wird die philosophische Strömung des Existentialismus eingeführt und der atheistische Ansatz Sartres skizziert, bei dem die menschliche Existenz der Essenz vorausgeht.

3 Hauptteil: Dieser Teil umfasst Sartres Biographie, seine Freiheitstheorie, zentrale Textanalysen sowie eine kritische Stellungnahme zur Anwendbarkeit seiner Konzepte.

3.1 Biographie: Ein Abriss über das Leben und Werk des Philosophen Jean-Paul Sartre, von seinen Studienjahren bis zu seinen politischen Aktivitäten.

3.2 Die Entdeckung der Freiheit: Darstellung der Konzepte "An-sich" und "Für-sich" als fundamentale Begriffe des menschlichen Daseins.

3.2.1 Das An – sich: Erläuterung des Grenzbegriffs für die Welt der Dinge, die sich durch Identität und Seinsfülle auszeichnen.

3.2.2 Das Für – sich: Untersuchung des menschlichen Bewusstseins, das durch Freiheit und das Streben nach Selbstbestimmung charakterisiert ist.

3.3 Textarbeit: Vertiefende Analyse ausgewählter Passagen zur Freiheitstheorie anhand von Sartres Hauptwerken.

3.3.1 Textauszug aus Das „Sein und das Nichts“: Auseinandersetzung mit der These der absoluten Freiheit und der damit verbundenen persönlichen Verantwortung.

3.3.2 Der Entwurf: Untersuchung der Idee, dass der Mensch ein autonomes Prinzip seiner selbst ist und sich durch Handeln definiert.

3.3.3 „ Wenn Gott nicht existierte, so wäre alles erlaubt.": Diskussion der Konsequenzen des Atheismus für Werte, Gebote und menschliche Rechtfertigung.

3.4 Drei Arten Faktizität: Erörterung der äußeren und inneren Gegebenheiten, die den Rahmen für den menschlichen Selbstentwurf bilden.

3.5 Die Unaufrichtigkeit: Auseinandersetzung mit dem psychologischen Phänomen des Selbstbetrugs, um der Verantwortung der Freiheit zu entfliehen.

3.6 Die Angst: Analyse der Angst als existenzielle Erfahrung, durch die sich der Mensch seiner Freiheit unmittelbar bewusst wird.

3.7 Stellungnahme: Kritische Reflexion der Sartre'schen Konzepte in Hinblick auf ihre Praktikabilität in der Sozialen Arbeit.

4 Schluss: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein abschließender Vergleich des Spannungsfeldes zwischen Freiheit und Notwendigkeit.

Schlüsselwörter

Jean-Paul Sartre, Existentialismus, Freiheit, Verantwortung, Entwurf, An-sich, Für-sich, Faktizität, Unaufrichtigkeit, Existenz, Essenz, Menschsein, Soziale Arbeit, Philosophie, Handlungsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Menschenbild von Jean-Paul Sartre und untersucht insbesondere seine Theorie der absoluten Freiheit und der daraus resultierenden Verantwortung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der atheistische Existentialismus, die Unterscheidung zwischen "An-sich" und "Für-sich", sowie die Konzepte der Faktizität, Unaufrichtigkeit und existenziellen Angst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Sartres philosophische Freiheitstheorie darzustellen und kritisch zu prüfen, inwieweit diese Gedanken auf die Praxis der Sozialen Arbeit übertragbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse der Primär- und Sekundärliteratur zu Sartre sowie eine kritische Stellungnahme und Reflexion dieser Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, die theoretische Grundlegung seiner Philosophie, Textanalysen ausgewählter Passagen und eine abschließende kritische Stellungnahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Existentialismus, Freiheit, Verantwortung, Selbstentwurf, Faktizität und der Anwendung philosophischer Theorie auf soziale Praxis beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Anwendbarkeit von Sartres Ideen in der Sozialen Arbeit?

Der Autor sieht zwar den positiven Ansatz zur Selbstbestimmung, stuft Sartres radikale Ablehnung von äußeren Einflüssen jedoch als teils unpraktikabel oder wenig hilfreich für die Arbeit mit Klienten in prekären Lebenslagen ein.

Warum ist laut Sartre das Konzept der "Angst" so bedeutsam?

Angst fungiert als Indikator oder Modus, durch den der Mensch seine Freiheit erkennt und sich seiner unentrinnbaren Verantwortung für sein Handeln bewusst wird.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Das Menschenbild von Jean Paul Sartre
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,3
Author
Susanne Meidel (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V141656
ISBN (eBook)
9783640513819
ISBN (Book)
9783640512355
Language
German
Tags
Menschenbild Jean Paul Sartre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Meidel (Author), 2007, Das Menschenbild von Jean Paul Sartre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141656
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