Schon Artikel 20a des Grundgesetzes besagt "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen [...]". Doch es ist nicht nur Aufgabe des Staates, eine nachhaltige Entwicklung anzustreben. Auch den Unternehmen kommt eine wichtige Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung zu. Dadurch dass das unternehmerische Handeln alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beeinflusst, hängt es stark von den Unternehmen ab, inwieweit die Potentiale einer Gesellschaft optimal genutzt werden, um diese zukunftsfähig zu gestalten. Die Aussage von Milton Friedman "The businees of business is business" trifft heute somit nicht mehr uneingeschränkt zu. Aktuelle Diskussionen über gesellschaftliche Verantwortungsübernahme von Unternehmen beziehen sich häufig jedoch auf Großunternehmen. Kleine un mittlere Unternehmen rückten dabei erst in den vergangenen Jahren in das Blickfeld der Öffentlichkeit, obwohl sie in Deutschland eine bedeutende Rolle spielen - ja sogar als "Motor der deutschen Wirtschaft" beschrieben werden.[...]
Inhaltsverzeichnis
Kapitel A Einleitung
Kapitel B Begriffsbestimmung ,kleine und mittlere Unternehmen‘
I. Quantitative Kriterien
II. Qualitative Kriterien
Kapitel C Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland
Kapitel D Wesentliche Merkmale von kleinen und mittleren Unternehmen
Kapitel E Diskussion über gesellschaftliche Verantwortung
I. Was ist Corporate Social Responsibility?
II. Die Ebenen der unternehmerischen Verantwortung
III. Bezug zu verwandten Konzepten
1) Nachhaltigkeit
2) Corporate Citizenship
Kapitel F Gesellschaftliche Verantwortung bei kleinen und mittleren Unternehmen
I. Empirische Befunde
1) Bearbeitete Themenfelder
a) Mitarbeiter
b) Gesellschaft
c) Umwelt
2) Motivation für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung
II. Kritische Bewertung
Kapitel G Organisatorische Integration des CSR-Konzepts
Kapitel H Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Stand und die Herausforderungen der gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland, um aufzuzeigen, wie diese ihre organisatorische Strategie anpassen können.
- Definition und Abgrenzung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
- Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft
- Theoretische Grundlagen von CSR, Nachhaltigkeit und Corporate Citizenship
- Empirische Analyse des CSR-Engagements im Mittelstand
- Strategische Ansätze zur organisatorischen Integration von CSR
Auszug aus dem Buch
Kapitel B Begriffsbestimmung ,kleine und mittlere Unternehmen‘
Um ein einheitliches Verständnis von kleinen und mittleren Unternehmen - kurz KMU - zu schaffen, gibt es eine Reihe von Definitionen, die diese Unternehmen von Großunternehmen abgrenzen. Dabei wird im Allgemeinen zwischen quantitativen und qualitativen Kriterien unterschieden.
I. Quantitative Kriterien
In der Literatur gibt es hinsichtlich der quantitativen Kriterien zahlreiche Definitionen für kleine und mittlere Unternehmen. Maßgeblich für den deutschsprachigen Raum ist einerseits die Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn und andererseits die Empfehlung der Europäischen Kommission. Während das IfM für die Definition kleiner und mittlerer Unternehmen als quantitatives Merkmal Umsatz und Beschäftigtenzahl heranzieht, charakterisiert die Europäische Kommission diese nach der Beschäftigtenzahl und dem Umsatz oder nach der Beschäftigtenzahl und der Jahresbilanzsumme. Dabei ergibt sich bei der Empfehlung der Europäischen Kommission eine deutliche Abweichung von der Definition des IfM hinsichtlich der Beschäftigtenzahl. Während die Europäische Kommission die Grenze bei 250 Mitarbeitern zieht, liegt diese beim IfM erst bei 500 Mitarbeitern.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel A Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Untersuchung.
Kapitel B Begriffsbestimmung ,kleine und mittlere Unternehmen‘: Hier werden die quantitativen und qualitativen Kriterien erläutert, die zur Definition und Abgrenzung von KMU herangezogen werden.
Kapitel C Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland: Dieses Kapitel verdeutlicht die ökonomische Relevanz des Mittelstands als wesentlicher Motor der deutschen Wirtschaft.
Kapitel D Wesentliche Merkmale von kleinen und mittleren Unternehmen: Es werden die spezifischen organisatorischen und strukturellen Besonderheiten des Mittelstands beschrieben, die ihn von Großunternehmen unterscheiden.
Kapitel E Diskussion über gesellschaftliche Verantwortung: Dieses Kapitel legt den theoretischen Grundstein für CSR und beleuchtet die inhaltliche Abgrenzung zu Nachhaltigkeit und Corporate Citizenship.
Kapitel F Gesellschaftliche Verantwortung bei kleinen und mittleren Unternehmen: Anhand empirischer Daten wird das tatsächliche CSR-Engagement im Mittelstand untersucht und kritisch bewertet.
Kapitel G Organisatorische Integration des CSR-Konzepts: Hier werden Strategien diskutiert, wie CSR operativ in die bestehenden Strukturen von KMU integriert werden kann.
Kapitel H Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit einer strategischen Auseinandersetzung mit CSR im Mittelstand.
Schlüsselwörter
Kleine und mittlere Unternehmen, KMU, Mittelstand, Corporate Social Responsibility, CSR, Nachhaltigkeit, Corporate Citizenship, Gesellschaftliche Verantwortung, unternehmerisches Engagement, Stakeholder, Wettbewerbsfähigkeit, Familienunternehmen, organisatorische Integration, Unternehmensführung, Wirtschaftsethik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der gesellschaftlichen Verantwortung (CSR) bei kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland und wie diese Unternehmen trotz ihrer speziellen Strukturen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von KMU, deren wirtschaftliche Bedeutung, die theoretische Einbettung von CSR-Konzepten sowie die empirische Analyse ihres sozialen und ökologischen Engagements.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die spezifische Art und Weise der CSR-Umsetzung im Mittelstand zu durchleuchten und Empfehlungen für eine organisatorische Verankerung des Konzepts zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien zum CSR-Verhalten von kleinen und mittleren Unternehmen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Bedeutung des Mittelstands, eine Abgrenzung von CSR-Verwandten Begriffen sowie eine detaillierte Analyse der empirischen Befunde zu CSR-Aktivitäten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind KMU, Corporate Social Responsibility, Mittelstand, Stakeholder-Dialog und die strategische Integration von Nachhaltigkeitsaspekten.
Warum unterscheiden sich KMU bei CSR von Großunternehmen?
KMU sind meist weniger durch formalisierte Prozesse, sondern stärker durch die Unternehmerpersönlichkeit geprägt und stehen einem anderen Stakeholder-Druck gegenüber als Großkonzerne.
Was bedeutet der Begriff „Chefsache“ in Bezug auf CSR bei KMU?
Da CSR in KMU oft nicht über explizite Abteilungen gesteuert wird, ist das Engagement stark an die persönlichen Werte und Entscheidungen des Inhabers geknüpft.
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- Wirtschaftsjuristin LL.B. Susanne Huber (Author), 2009, Organisation von kleinen und mittleren Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141893