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Die Gosecker. Palatinus Comes Gozecensis

Sächsische Pfalzgrafen im 11. Jahrhundert

Title: Die Gosecker. Palatinus Comes Gozecensis

Scientific Study , 2009 , 136 Pages

Autor:in: Dr. Reinhard Scheunpflug (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Zwischen dem ausgehenden 10. und dem beginnenden 13. Jahrhundert gehörten die GOSECKER – als unmittelbare Verwandte der WETTINER und Inhaber der sächsischen Pfalzgrafenwürde zu den bedeutendsten und wohl auch einflussreichsten Adelsgeschlechtern in Deutschland.
Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen waren so weitverzweigt, wie man sich solche überhaupt nur vorstellen kann.
Kaiser- und Königshäuser waren neben nahezu allen großen Dynastien des Mittelalters mit ihnen versippt und verschwägert.
Mit logischer Konsequenz existierten direkte familiäre Beziehungen auch zu Fürstenhäusern der unmittelbaren östlichen und südöstlichen Nachbarvölker in Polen, Böhmen, Mähren, Ungarn und im Kiewer Raum.
Aber auch die Königshäuser in Dänemark/Schweden, in England, Frankreich und Spanien (Kastilien) sind durch vielfältige Verbindungen in das Verwandtschaftsgeflecht eingewoben.
In allen deutschen Stammherzogtümern gab es damals Verwandte der GOSECKER, die ja selbst mehrfach in direkter Linie mit Karl dem Großen verwandt waren. Selbst familiäre Beziehungen zum griechisch-byzantinischen Kaiserhaus sind bekannt.
Äbte und Äbtissinnen, Bischöfe, Erzbischöfe und Patriarchen hatten „GOSECKER Blut“ in ihren Adern.

Der umfangreiche Anhang der Studie stellt den Versuch dar, genealogische Linien bis zu acht Generationen - einschließlich der Ehepartner und ggf. deren Eltern - vom "Stammvater" der GOSECKER, dem Grafen im Lies- und Hassegau Burchard (Burkhard)
(946/51 - 13. Juli 982), zu präsentieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zum Geleit

Die erste Burg

Die zweite, die „neue“ Burg Gossigk

Der Stammsitz der GOSECKER

Die Gosecker Chronik

Chronicon Gozecense

LIBER DE FUNDATIONE MONASTERII GOZECENSIS

Das Dorf Goseck

Die Grafen von Zech-Burkersroda

Die Klosterkirche

Friedrich (I.) und seine Generation

Die Vorfahren

Die Nachkommen

Die verwandtschaftlichen Bande

Zusammenfassung zur Herkunft

Persönlicher Einwurf

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der historischen Untersuchung des Adelsgeschlechts der Gosecker, ihrer genealogischen Herkunft, ihrer politischen Bedeutung als sächsische Pfalzgrafen im 11. Jahrhundert und ihrer engen, oft komplexen Verflechtung mit anderen hochadeligen Häusern wie den Wettinern.

  • Genealogische Herkunft und Abstammungslinien der Gosecker.
  • Die politische Rolle der Gosecker als sächsische Pfalzgrafen.
  • Die historischen Beziehungen zwischen Goseckern und Wettinern.
  • Die bauliche und klösterliche Geschichte der Stammburgen und Klöster.

Auszug aus dem Buch

Die zweite, die „neue“ Burg Gossigk

Die zweite, die „neue“ Burg Gossigk (latinisiert und in den mittelalterlichen Urkunden auch Gotza, Gozca, Gozacha, Gezeka, Gusigk und vielen anderen Schreibvarianten) war vermutlich im 10. Jahrhundert vollendet. Sie wurde zwischen 1041 und 1053 (Weihe der Klosterkirche am 29. September 1053) durch die Geschwister Dedo, Adalbert, Friedrich und Oda aus dem Hause Goseck in eine Benediktinerabtei umgewandelt.

Den deutschen Text der Fundationssurkunde - Actum Gozeca (Gozeka) - findet man bei Schultes wie folgt:

„Der Erzbischof Adelbert zu Bremen und seine zwei Brüder, die Pfalzgrafen Dedo und Friedrich stiften das von ihnen aus eigenen Mitteln erbaute, der heiligen Maria und dem St. Michael geweihete Kloster Gosek, Benedictiner-Ordens, und unterwerfen dieses dem Stift zu Bremen dergestalt, dass zwar der Convent zur uneingeschränkten Wahl eines Abtes berechtigt, selbiger jedoch dem Erzbischofe zuvor präsentirt, und von solchem bestätigt werden solle, sie bestimmen auch, dass der jedesmalige Senior weltlichen Standes aus ihrer Familie die Voigtei hierüber verwalten, im Fall ein solcher nicht vorhanden, der Convent sich einen erwählen, jedoch von dem Erzbischof bestätigen lassen sollte, wobei übrigens Adelbert zum Andenken an die Einweihung des Klosters 40 Pfund Silber Friesischer Münze und eine gleiche Anzahl Stücke wollener Tücher aus seiner Kammer jährlich an das Kloster abreichen zu lassen sich verpflichtet, und diesem überdies, mit Genehmigung seiner Verwandten, seine Besitzungen in Nothe (Roda in dem Mansfeld), Achistide (Ober- od. Niedereichstädt bei Querfurt) , Stirnene (vielleicht Schotterey unweit Lauchstädt) einen Strich Landes in Gernstedt (Gerbstedt in dem Mansfeld), 7 Güter in Lochistede (Lauchstedt), 4 Güter in Zcortrege (viellericht Zschorbau über Lauchstedt), 15 Morgen Landes in Plaine (Peuna bei Merseburg) , 12 Güter in Alfgestide (Alberstedt im Mansf.) und einen Strich Landes in Velteggelethe (vielleicht Wölkau im Merseburg) übergiebt.“

Zusammenfassung der Kapitel

Zum Geleit: Einleitung in die geografische und historische Bedeutung von Schloss Goseck als Grenzburg bereits im 9. Jahrhundert.

Die zweite, die „neue“ Burg Gossigk: Darstellung der Entwicklung von der Burg zur Benediktinerabtei durch die Geschwister aus dem Hause Goseck samt Einblicken in die Fundationsurkunde.

Der Stammsitz der GOSECKER: Erläuterung zur Weißenburg als nachfolgendem Stammsitz sowie Erläuterungen zu Gau- und Verwaltungsstrukturen.

Die Gosecker Chronik: Überblick über die Entstehung der ältesten bekannten Gosecker Chronik im zwölften Jahrhundert.

Friedrich (I.) und seine Generation: Historische Einordnung des ersten gesicherten Grafen Friedrich und seiner Ämter.

Die Vorfahren: Analyse der genealogischen Spekulationen zur Herkunft der Gosecker und der variierenden Namensschreibweisen.

Die Nachkommen: Detaillierte Betrachtung der Kinder Friedrichs I. von Goseck und deren Rolle in Kirche und Politik.

Die verwandtschaftlichen Bande: Zusammenfassende Darstellung der weitreichenden familiären Vernetzung der Gosecker mit anderen europäischen Adelshäusern.

Zusammenfassung zur Herkunft: Kritische Reflexion der verschiedenen historischen Theorien zur Herkunft der Gosecker und ihrer Verbindung zu den Wettinern.

Schlüsselwörter

Goseck, Gosecker, Pfalzgrafen, Wettiner, Adelsgeschichte, Mittelalter, Klostergründung, Hassegau, Genealogie, Burggraf, Urkunden, Sachsen, Weißenburg, Benediktinerabtei, Adelsfamilien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Familiengeschichte und Bedeutung des Adelsgeschlechts der Gosecker im sächsischen Raum des 11. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Genealogie, die politische Rolle als Pfalzgrafen sowie die Verflechtungen mit anderen Adelsfamilien wie den Wettinern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es geht darum, Licht in das Dunkel der Herkunft und die familiären sowie politischen Beziehungen der Gosecker zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf der Analyse historischer Chroniken, Urkunden und der Auswertung genealogischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Burgengeschichte, die Gründung der Abtei Goseck sowie die Stammbäume und biografischen Details der verschiedenen Gosecker Familienmitglieder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gosecker, Pfalzgrafen, Wettiner, Adelsgeschichte, Sachsen, Mittelalter, Genealogie.

Wer ist der historisch bedeutendste Gosecker?

Adalbert von Goseck, Erzbischof von Hamburg und Bremen, wird als einer der bekanntesten und politisch einflussreichsten Vertreter der Familie hervorgehoben.

Wie sicher ist die Herkunft der Gosecker?

Die Herkunft ist laut der Arbeit spekulativ, da nur wenige Originalurkunden existieren und die Quellenlage oft widersprüchliche Deutungen zulässt.

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Details

Title
Die Gosecker. Palatinus Comes Gozecensis
Subtitle
Sächsische Pfalzgrafen im 11. Jahrhundert
Author
Dr. Reinhard Scheunpflug (Author)
Publication Year
2009
Pages
136
Catalog Number
V144126
ISBN (eBook)
9783640576036
ISBN (Book)
9783640575800
Language
German
Tags
Pfalzgrafen sächsische Pfalzgrafen Palatinus Comes Gosecker Wettiner Gozacha civitas Chronicon Gozecense Genealogie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Reinhard Scheunpflug (Author), 2009, Die Gosecker. Palatinus Comes Gozecensis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144126
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