Diese Arbeit thematisiert die Eignung von Assessment Centern als Verfahren der Potentialbeurteilung zur internen und externen Personalauswahl. Die Zielsetzung der Arbeit besteht in der Einordnung von Assessment Centern in den Kontext der
Potentialbeurteilung im Rahmen von Personalauswahl sowie in dem Vergleich von Assessment Centern mit alternativen Auswahlverfahren. Des Weiteren soll die Darstellung von Erkenntnissen hinsichtlich der Prognosefähigkeit der zukünftigen Arbeitsleistung von Assessment Centern erfolgen.
Im Fokus der Arbeit steht die zentrale Frage, ob Assessment Center als Verfahren der Potentialbeurteilung für die Personalauswahl valide prognostische Aussagen über die zukünftige
Arbeitsleistung von Kandidatinnen und Kandidaten ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Potentialbeurteilung
2.1 Potentialbeurteilung in der Personalauswahl
2.2 Potentialbeurteilungsverfahren in der Personalauswahl
2.2.1 Potentialbeurteilungsverfahren in der externen Personalauswahl
2.2.2 Potentialbeurteilungsverfahren in der internen Personalauswahl
2.2.3 Prognosevalidität von Verfahren zur Personalauswahl
2.3 Zusammenfassung
3. Assessment Center
3.1 Der Ablauf eines Assessment Centers
3.2 Prognosevalidität von Assessment Centern
4. Die Eignung von Assessment Centern als Verfahren der Potentialbeurteilung in der Personalauswahl
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung des Assessment Centers (AC) als Instrument der Potentialbeurteilung in der internen und externen Personalauswahl. Dabei liegt der Fokus auf der zentralen Fragestellung, ob AC valide prognostische Aussagen über die zukünftige Arbeitsleistung von Kandidatinnen und Kandidaten ermöglichen und wie sie im Vergleich zu anderen Auswahlverfahren abschneiden.
- Grundlagen und Prozess der Potentialbeurteilung
- Vergleich verschiedener Verfahren der internen und externen Personalauswahl
- Analyse der prognostischen Validität, Praktikabilität und Akzeptanz von AC
- Ablauf und methodische Standards von Assessment Centern
- Optimierungsmöglichkeiten der prognostischen Validität
Auszug aus dem Buch
3. Assessment Center
AC gehören zu den simulationsorientierten Verfahren der PA. Schuler definiert AC als eine multiple Verfahrenstechnik, in der mehrere Einzelverfahren für die Messung von berufsrelevanten Personenmerkmalen verknüpft werden (Schuler, 2007, S. 308). Die wichtigsten Einzelverfahren, die in AC kombiniert werden können stellen nach Schuler und Prochaska Aufgabensimulationen, Gruppendiskussionen, Vorträge, Präsentationen, Rollenspiele, Interviews, Selbstdarstellungen, Fähigkeits- sowie Leistungstests, Persönlichkeits- sowie Interessentests und biographische Fragebögen dar (Schuler & Prochaska, 1992, S.175). In Abstimmung mit der Zielposition können systematisch maßgeschneiderte Verfahrenskombinationen erstellt werden, welche in ihrer Gesamtheit die späteren Arbeitsaufgaben abbilden sollen (Höft & Funke, 2001, S.150-151).
Der Aspekt der Variation von AC in ihrer Verfahrenskombination nach Zielposition verdeutlicht, dass kein „Standard AC“ existiert. AC variieren in ihrer Gestaltung in der Praxis je nach Zielsetzung, Anzahl der Beobachter und Teilnehmer, der Art der Bewertungsfindung, der verschiedenen Verfahrenselemente, der Dauer des Verfahrens und der Art der Anforderungen nach der Zielposition (Kleinmann, 1997, S. 13). Die Zielsetzung eines AC kann in der Auswahl interner und externer Bewerberinnen und Bewerber, in Weiterbildungsbedarfsanalysen, Teamentwicklung, Sensibilisierung von Beobachterinnen und Beobachtern, der Erfolgskontrolle sowie der Arbeitsplatzgestaltung liegen. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der erstgenannten Zielsetzung von AC. Die Anzahl der Beobachterinnen und Beobachter kann zwischen zwei und zwölf Personen variieren, die der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen vier bis zwanzig Personen liegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung begründet den Bedarf an validen Potentialbeurteilungsverfahren in der modernen Personalarbeit und definiert den Fokus der Arbeit auf das Assessment Center.
2. Potentialbeurteilung: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Potentialbeurteilung, vergleicht gängige Auswahlverfahren und analysiert deren Validität und Praktikabilität.
3. Assessment Center: Hier werden Definition, methodische Standards und der typische Ablauf von Assessment Centern dargestellt sowie deren prognostische Validität kritisch beleuchtet.
4. Die Eignung von Assessment Centern als Verfahren der Potentialbeurteilung in der Personalauswahl: In diesem Kapitel wird die Eignung des AC unter Berücksichtigung von Validitätsdaten und Optimierungsparametern für die Praxis diskutiert.
5. Ausblick: Der Ausblick skizziert zukünftige Entwicklungen und Forschungstrends zur Verbesserung der prognostischen Validität von Assessment Centern.
Schlüsselwörter
Potentialbeurteilung, Personalauswahl, Assessment Center, Prognosevalidität, Leistungsbeurteilung, Auswahlverfahren, Eignungsdiagnostik, Bewerberauswahl, Personalentwicklung, Methodenvielfalt, Simulationsorientierung, Anforderungsanalyse, Personalarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Potentialbeurteilung im Rahmen der betrieblichen Personalauswahl, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse von Assessment Centern als Instrument zur Vorhersage beruflicher Leistungen liegt.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Potentialbeurteilung, der Vergleich verschiedener Personalauswahlverfahren sowie die detaillierte Untersuchung der Validität und Praktikabilität von Assessment Centern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, ob Assessment Center als Verfahren der Potentialbeurteilung valide prognostische Aussagen über die zukünftige Arbeitsleistung von Kandidaten ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender Metaanalysen sowie empirischer Studien zur Validität und Nutzung von Auswahlverfahren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Potentialbeurteilung und verschiedene Auswahlverfahren unterschieden, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Assessment Center Technik, ihres Ablaufs und ihrer prognostischen Güte.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Potentialbeurteilung, Personalauswahl, Assessment Center, Prognosevalidität, Eignungsdiagnostik und Personalarbeit.
Warum schneiden Assessment Center in Bezug auf die Validität teils mäßig ab?
Obwohl AC sehr beliebt sind, zeigen Metaanalysen, dass ihre durchschnittliche prognostische Validität hinter anderen Verfahren wie Arbeitsproben zurückbleibt, was auf verschiedene statistische Artefakte und Moderatorvariablen zurückgeführt wird.
Wie lässt sich die Diskrepanz zwischen der Validität und der hohen Anwendungshäufigkeit von AC erklären?
Die hohe Nutzung wird oft durch die überschätzte Validität in der Praxis sowie latente Vorteile des Verfahrens, wie die Verbesserung der Unternehmenskultur oder das Employer Branding, erklärt, statt ausschließlich durch ihre wissenschaftlich belegte Prognosegüte.
- Citation du texte
- Linda Sophie Paland (Auteur), 2009, Die Eignung von Assessment Centern als Verfahren der Potentialbeurteilung in der Personalauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144267