Im vom totalitären NS- System gezeichneten Deutschland nach 1945, tat sich Ernst Fraenkel (1898-1975) als einer der bedeutendsten Denker hervor. Mit seinen Abhandlungen und Konzeptionen trug Fraenkel damals „erheblich zur Akzeptanz pluralistischer Interessendurchsetzung in der repräsentativen parlamentarischen Demokratie der frühen Bundesrepublik und damit zu deren Öffnung gegenüber der westlichen Wertegemeinschaft“ bei. Diese Seminararbeit befasst sich mit den fraenkelschen Theorie des Neopluralismus, zeigt dessen Grenzen auf und versucht dessen Aktualität zu erläutern.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ernst Freankels Konzeption des Neopluralismus
- Biografie und Einflüsse
- Die Wiederentdeckung des heterogenen Volkes
- Die ,,kollektive Demokratie❝
- Wertekodex und kontroverse Bereich
- Kritik am Pluralismus
- Von der Theorie zur Realität – Neopluralismus in der Bundesrepublik
- Neopluralismus – Grundbestandteil der Verfassung
- Neopluralismus in der Praxis
- Studien zur Interessenvertretung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Ausarbeitung befasst sich mit der Aktualität der neopluralistischen Theorie von Ernst Fraenkel im Kontext der Bundesrepublik Deutschland. Sie analysiert die Einflüsse, die Fraenkels Konzeption prägten, untersucht die Grundzüge seiner Theorie und beleuchtet die Kritikpunkte, die an ihr geäußert werden. Im Fokus steht die Frage, inwieweit sich Fraenkels Neopluralismus in die heutige politische Realität integriert und welche Bedeutung er für die deutsche Verfassung und die Interessenvertretung hat.
- Die Entstehung und Entwicklung des Neopluralismus
- Die Grundzüge der fraenkelschen Theorie
- Die Kritik am Neopluralismus
- Die Aktualität des Neopluralismus in der BRD
- Die Integration von Neopluralismus in die Verfassung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit vor und erläutert die Relevanz der fraenkelschen Neopluralismustheorie für die heutige Zeit. Im zweiten Kapitel wird die Konzeption des Neopluralismus bei Ernst Fraenkel behandelt. Es werden die wichtigsten Punkte seiner Theorie beleuchtet, wie z.B. die Wiederentdeckung des heterogenen Volkes, die ,,kollektive Demokratie❝ und der Wertekodex. Das dritte Kapitel widmet sich der praktischen Umsetzung des Neopluralismus in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden die Integration des Neopluralismus in die Verfassung, seine Anwendung in der politischen Praxis und die Rolle von Interessenvertretungen untersucht.
Schlüsselwörter
Neopluralismus, Ernst Fraenkel, Demokratie, Interessenvertretung, Verfassung, Bundesrepublik Deutschland, Heterogenität, Kollektive Demokratie, Wertekodex, Kritik, Aktualität, Interessenkonflikt, Kompromiss, Politische Ordnung, Gesellschaftliche Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Ernst Fraenkel?
Ernst Fraenkel (1898-1975) war ein bedeutender deutscher Politikwissenschaftler, der maßgeblich zur Akzeptanz der pluralistischen Demokratie in der frühen Bundesrepublik beitrug.
Was ist das Kernkonzept des Neopluralismus?
Der Neopluralismus erkennt die Heterogenität des Volkes an und sieht die Demokratie als System, in dem verschiedene Interessen durch Organisationen und Verbände legitim und im Wettbewerb zueinander vertreten werden.
Was versteht Fraenkel unter „kollektiver Demokratie“?
Dieser Begriff beschreibt eine Regierungsform, in der nicht nur Individuen, sondern organisierte Gruppen (Kollektive) wesentlichen Einfluss auf die politische Willensbildung nehmen.
Warum ist ein gemeinsamer Wertekodex im Neopluralismus wichtig?
Damit der Wettbewerb der Interessen nicht zur Spaltung führt, bedarf es eines grundlegenden Konsenses über demokratische Werte, innerhalb dessen die Kontroversen ausgetragen werden.
Ist Fraenkels Theorie heute noch aktuell?
Ja, die Theorie bildet nach wie vor die Grundlage für das Verständnis der Interessenvertretung und Verfassungsrealität in der Bundesrepublik Deutschland.
- Quote paper
- Angus Friedrich (Author), 2009, Ernst Fraenkels Konzeption des Neopluralismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147621