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Ernst Fraenkels Konzeption des Neopluralismus

Titre: Ernst Fraenkels Konzeption des Neopluralismus

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 11 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Angus Friedrich (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Im vom totalitären NS- System gezeichneten Deutschland nach 1945, tat sich Ernst Fraenkel (1898-1975) als einer der bedeutendsten Denker hervor. Mit seinen Abhandlungen und Konzeptionen trug Fraenkel damals „erheblich zur Akzeptanz pluralistischer Interessendurchsetzung in der repräsentativen parlamentarischen Demokratie der frühen Bundesrepublik und damit zu deren Öffnung gegenüber der westlichen Wertegemeinschaft“ bei. Diese Seminararbeit befasst sich mit den fraenkelschen Theorie des Neopluralismus, zeigt dessen Grenzen auf und versucht dessen Aktualität zu erläutern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ernst Freankels Konzeption des Neopluralismus

a) Biografie und Einflüsse

b) Die Wiederentdeckung des heterogenen Volkes

c) Die „kollektive Demokratie“

d) Wertekodex und kontroverse Bereich

e) Kritik am Pluralismus

III. Von der Theorie zur Realität – Neopluralismus in der Bundesrepublik

a) Neopluralismus – Grundbestandteil der Verfassung

b) Neopluralismus in der Praxis

c) Studien zur Interessenvertretung

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Aktualität von Ernst Fraenkels Neopluralismustheorie im Kontext der heutigen Bundesrepublik Deutschland und prüft, inwieweit diese Konzeption trotz geäußerter Kritikpunkte weiterhin zur Beschreibung und Legitimierung pluralistischer Interessenvertretung geeignet ist.

  • Biografische Einflüsse und theoretische Herleitung des Neopluralismus bei Ernst Fraenkel
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen „kollektiver Demokratie“ und gesellschaftlichem Wertekodex
  • Kritische Auseinandersetzung mit der pluralistischen Theorie durch Autoren wie Wolff, Eisfeld und Offe
  • Verfassungsrechtliche Verankerung pluralistischer Prinzipien im Grundgesetz
  • Empirische Überprüfung der Interessenvertretung und Verbandslandschaft in Deutschland

Auszug aus dem Buch

II a) Biografie und Einflüsse

Ernst Fraenkel, 1898 in Köln als Sohn jüdischer Eltern geboren, studierte u.a. bei Hugo Sinzheimer Geschichte und Jura und war ab 1921 Mitglied der SPD. 1938 emigrierte er in die Vereinigten Staaten, dort setzte er sein Rechtsstudium in Chicago fort. 1951 kehrte Fraenkel nach Deutschland zurück und beeinflusste wesentlich mit seinen Schriften die junge Bundesrepublik. Er verstarb 1975 in Berlin.

Seine Arbeit lässt sich in drei Phasen einteilen; vor 1933 vertrat er reformistisch- sozialistische Grundprinzipien, u.a. durch den Einfluss H. Sinzheimers bei dem als Schüler und Dozent tätig war. In einem 1932 verfassten Aufsatz skizzierte Fraenkel die wesentlichen Punkte seiner später als Neopluralismus bekannt gewordenen Theorie; damals noch unter dem Begriff der „dialektischen Demokratie“. Jedoch bezog sich der Interessenausgleich noch auf den „Dualismus [...] von Lohnarbeit und Kapital“. Vor und überwiegend ab 1938 in den Vereinigten Staaten, setzte er sich kritisch mit dem Faschismus auseinander, in der Folge, dass er sich stärker zum Sozialismus wendete. Exemplarisch steht hierfür seine Schrift mit dem Titel „Nun erst recht Marxismus!“, die er nach dem überraschenden Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verfasste.

Die Unterzeichnung des Hitler- Stalin- Paktes (1939), sein Korea Aufenthalt 1945 und sein Wahrnehmung der DDR, in der er die Fortsetzung totalitärer Strukturen in Deutschland sah, hatten seine Abwendung vom Sozialismus zur Folge.

Während seines Studiums des Rechts- und Regierungssystems in den Vereinigten Staaten, gewann er Einsicht in die „politische Ordnung einer in mehrerer Hinsicht heterogenen und nicht durch eine traditionelle Führungsschicht geprägte Gesellschaft“. Aus dem biografischen Kontext lässt sich Fraenkels Neopluralismus daher als ausdrückliche Negation des Totalitarismus verstehen mit dem Ziel die Vielfalt von Interessen zu legitimieren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der fraenkelschen Neopluralismustheorie für die moderne Demokratie und definiert das Forschungsziel der Arbeit.

II. Ernst Freankels Konzeption des Neopluralismus: Hier werden die biografischen Wurzeln Fraenkels, seine theoretischen Kernkonzepte wie die „kollektive Demokratie“ und der „Wertekodex“ sowie zentrale Kritikpunkte am Pluralismus dargestellt.

III. Von der Theorie zur Realität – Neopluralismus in der Bundesrepublik: Dieses Kapitel prüft die Verfassungsnähe des Neopluralismus und vergleicht die theoretischen Ansätze mit der empirischen Entwicklung des Verbändewesens in der BRD.

IV. Fazit: Die abschließenden Ergebnisse bestätigen, dass Deutschland neopluralistische Züge aufweist, wobei die Theorie trotz kritischer Einwände weiterhin einen relevanten Rahmen für die moderne politische Ordnung bildet.

Schlüsselwörter

Ernst Fraenkel, Neopluralismus, Interessenvertretung, Bundesrepublik, Demokratie, Partizipation, kollektive Demokratie, Wertekodex, Grundgesetz, Verbände, politische Partizipation, Interessenausgleich, Pluralismuskritik, Sozialismus, politische Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Theorie des Neopluralismus von Ernst Fraenkel und untersucht deren Gültigkeit und praktische Umsetzung in der politischen Realität der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Biografie Fraenkels, die theoretische Definition des Neopluralismus, die Abgrenzung von kontroversen und nicht-kontroversen Bereichen in der Gesellschaft sowie die empirische Entwicklung der Interessenvertretung.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Aktualität der neopluralistischen Konzeption zu prüfen und zu klären, wie die heutige deutsche Verfassungsordnung mit diesem Demokratieverständnis in Einklang gebracht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine theoretische Herleitung und Erörterung der Begriffe, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit der existierenden Kritik sowie einen Abgleich mit empirischen Daten zur deutschen Verbändestruktur.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Auseinandersetzung mit theoretischen Kritikern (wie Wolff oder Offe) und die anschließende empirische Untersuchung der politischen Praxis in Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Neopluralismus, Interessenvertretung, Fraenkels Theorie, demokratische Partizipation und verfassungsrechtliche Grundlagen beschreiben.

Inwiefern hat die totalitäre Erfahrung Fraenkels seine Theorie geprägt?

Fraenkels Erlebnisse im NS-System und seine Beobachtungen totalitärer Strukturen führten zu einer bewussten Abkehr vom Sozialismus hin zu einer Theorie, die den Schutz und die Legitimation einer Vielfalt von Interessen als zentrales Element gegen den Totalitarismus betont.

Wie bewertet der Autor die Kritik an Fraenkels Konzept?

Der Autor erkennt an, dass die Kritikpunkte, etwa hinsichtlich ungleicher Einflussnahme von Interessengruppen, in der Praxis berechtigt sind, ordnet diese jedoch als Anlass zur notwendigen Weiterentwicklung der Theorie ein.

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Résumé des informations

Titre
Ernst Fraenkels Konzeption des Neopluralismus
Université
University of Leipzig  (Politikwissenschaft)
Cours
Organistation der BRD
Note
1,0
Auteur
Angus Friedrich (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
11
N° de catalogue
V147621
ISBN (ebook)
9783640585106
ISBN (Livre)
9783640585182
Langue
allemand
mots-clé
Pluralismus Neopluralismus Wertekodex kontroverser Bereich Ernst Fraenkel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Angus Friedrich (Auteur), 2009, Ernst Fraenkels Konzeption des Neopluralismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147621
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Extrait de  11  pages
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