Die gemeinsame Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten kann auch im Erdkundeunterricht sehr motivierend wirken und den Schülern durch eigenes Handeln tiefere Einblicke in naturwissenschaftliche Zusammenhänge ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung
2 Fach- und Förderziele der Unterrichtsstunde
3 Aufbau und weitere Förderziele der Unterrichtsreihe
4 Legitimation der Themenwahl und der Wahl des Förderschwerpunkts
4.1 Richtlinienbezug und mögliche Bedeutung des Themas für die Schüler
4.2 Analyse des Förderbereichs
5 Lernvoraussetzungen der Schüler und pädagogisch-didaktische Konsequenzen
6 Verlaufsplanung
Zielsetzung und Themen der Unterrichtsplanung
Das Hauptziel dieser Unterrichtsplanung für die 9. Klasse einer Förderschule ist es, den Schülern durch ein praktisches Modell-Experiment ein grundlegendes Verständnis dafür zu vermitteln, wie unterschiedliche Temperaturverhältnisse und Klimazonen auf der Erde durch den Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung entstehen.
- Vermittlung naturwissenschaftlicher Zusammenhänge durch Modell-Experimente
- Förderung methodischer Kompetenzen bei der Versuchsplanung und -auswertung
- Steigerung der Interaktions- und Kooperationsfähigkeit in heterogenen Gruppen
- Differenzierte Analyse der Lernvoraussetzungen für eine inklusive Lernumgebung
- Reflexion über globale klimatische Einflüsse auf den Menschen
Auszug aus dem Buch
4.2 Analyse des Förderbereichs
Die Analyse des sonderpädagogischen Förderbereichs erhebt weder einen Anspruch auf Objektivität noch auf Vollständigkeit. Sie wurde in Anlehnung an Eggert (vgl. 2000, 283), Ledl (vgl. 1997, 46ff) und Berndt-Schmidt, Diehm, Lackmann & Müller (vgl. 1995, 326) durchgeführt. Sie beruht im wesentlichen auf Plausibilitätserwägungen und angenommenen Wirkzusammenhängen und hat deshalb vor allem einen heuristischen Wert im Zusammenhang einer Unterrichtsplanung. Die folgende Darstellung gliedert den Förderbereich „Lern- und Arbeitsverhalten“ in Teilkompetenzen auf verschiedenen Hierarchieebenen. Die Förderung der auf Gliederungsebene 4 abgeleiteten Teilkompetenzen „Beschaffen von Informationen“ und „Verarbeiten und Bewerten von Informationen“, insbesondere der fett gedruckten Kompetenzen, ist Ziel der sonderpädagogischen Förderung dieser Unterrichtsstunde. Die Kompetenzen niederer Ebenen liegen den Kompetenzen höherer Gliederungsebenen zugrunde.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorbemerkung: Einführung in die Thematik des Erdkundeunterrichts an der Förderschule unter Verwendung von Modell-Experimenten zur Veranschaulichung natürlicher Prozesse.
2 Fach- und Förderziele der Unterrichtsstunde: Definition der Richtziele, der Ziele für die gesamte Unterrichtsreihe sowie der spezifischen Stundenziele inklusive der Entwicklungsbereiche.
3 Aufbau und weitere Förderziele der Unterrichtsreihe: Detaillierte Planung der einzelnen Unterrichtsstunden von der methodischen Einleitung bis hin zu den thematischen Schwerpunkten der Klimazonen.
4 Legitimation der Themenwahl und der Wahl des Förderschwerpunkts: Pädagogische und richtlinienbezogene Begründung des gewählten Unterrichtsthemas sowie Analyse der spezifischen Förderbereiche.
5 Lernvoraussetzungen der Schüler und pädagogisch-didaktische Konsequenzen: Exemplarische Skizzierung der individuellen Lernvoraussetzungen dreier Schüler und Ableitung spezifischer pädagogischer Maßnahmen.
6 Verlaufsplanung: Konkrete methodisch-didaktische Ausgestaltung der einzelnen Unterrichtsphasen von der Einleitung bis zur Reflexion.
Schlüsselwörter
Erdkundeunterricht, Förderschule, Klimazonen, Temperaturverhältnisse, Modell-Experiment, Methodenkompetenz, Lernvoraussetzungen, Förderplanung, Sonneneinstrahlung, Gruppenarbeit, Unterrichtsplanung, Sachunterricht, Inklusion, Differenzierung, Ergebnissicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Erdkundestunde für die 9. Klasse an einer Förderschule (Förderschwerpunkt Lernen), in der mittels Experimenten die Entstehung von Klimazonen und Temperaturunterschieden auf der Erde vermittelt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die globalen natürlichen Bedingungen, die Entstehung der Klimazonen, physikalische Modellversuche zur Sonneneinstrahlung sowie die Förderung der methodischen und sozialen Kompetenzen der Schüler.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen anhand eines Modells verstehen lernen, wie unterschiedliche Temperaturverhältnisse auf der Erde durch den Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung zustande kommen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommt ein explorativer, handlungsorientierter Ansatz zum Einsatz, bei dem Schüler in Gruppen Versuche (Globus mit Lichtquelle) durchführen, auswerten und ihre Ergebnisse strukturiert präsentieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Legitimation der Themenwahl, die Analyse der sonderpädagogischen Förderbereiche sowie die spezifische Skizzierung der Lernvoraussetzungen für einzelne Schüler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Erdkundeunterricht, Modell-Experiment, Methodenkompetenz, Klimazonen und Förderplanung.
Warum wird für den Versuch ein Infrarotstrahler anstelle einer herkömmlichen Lampe empfohlen?
Der Infrarotstrahler wird primär eingesetzt, um durch die Wärmeentwicklung einen sichtbaren bzw. spürbaren Effekt bei der Bestrahlung der Wachspappen zu erzielen, was den Prozess der Energieabsorption veranschaulicht.
Wie werden die verschiedenen Lernvoraussetzungen der Schüler berücksichtigt?
Durch eine differenzierte Analyse von drei beispielhaften Schülern werden individuelle Hilfestellungen wie schriftliche Anleitungen, Gruppenarbeit oder spezielle Formulierungshilfen abgeleitet, um eine Überforderung zu vermeiden.
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- Alexander Wertgen (Author), 2002, Warum gibt es auf der Erde unterschiedliche Temperaturverhältnisse?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148858