Thema der Hausarbeit ist die Frage, inwiefern man Iwein beim Erschlagen des Gegners Schuld auf sich geladen hat. Hierzu wird Forschungsliteratur verwendet und deren THesen am Text überprüft. Auch auf das Problem des Begriffs SChuld im höfischen Roman wird eingegangen. Primärtext: Hartmann von Aue: Iwein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Darstellung der Sekundärliteratur
- Grammatische Analyse der Verse 1056 und 1057
- Untersuchung der Frage nach der Schuld Iweins am Beispiel der „Brunnenaventiure“ und des Terminversäumnisses
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Iwein im Verlauf des Romans „Iwein“ von Hartmann von Aue Schuld auf sich geladen hat. Die Untersuchung beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven auf die Schuld Iweins, die in der Sekundärliteratur vertreten werden, und analysiert die Voraussetzungen des mittelalterlichen Romans, um die Frage nach der Schuld im Kontext der damaligen Gesellschaft und der literarischen Konventionen zu verstehen.
- Die Konzeption von Schuld im mittelalterlichen Roman
- Die Darstellung von Schuld und Verantwortung im Kontext der „Brunnenaventiure“ und des Terminversäumnisses Iweins
- Die Rolle der höfischen Gesellschaft und die Bedeutung von Ehre und Ansehen
- Die Interaktion von Protagonisten innerhalb des mittelalterlichen Artusromans
- Die Bedeutung des Verhältnisses zwischen „hûs“ und „werlt“ im Kontext des „Iwein“
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit vor und erläutert die Schwierigkeiten, die sich bei der Beurteilung von Iweins Schuld im Roman ergeben. Sie skizziert die notwendigen Voraussetzungen für eine umfassende Analyse und benennt die relevanten Sekundärquellen.
- Darstellung der Sekundärliteratur: Dieses Kapitel untersucht die Positionen von Rudolf Voss, Hubertus Fischer und Peter Wapnewski zum Thema der Schuld Iweins, insbesondere im Kontext der „Brunnenaventiure“ und des Terminversäumnisses gegenüber Laudine.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Schuld, Ehre, höfische Gesellschaft, mittelalterlicher Roman, „Brunnenaventiure“, Terminversäumnis, „hûs“ und „werlt“ sowie der Interpretation des „Iwein“ von Hartmann von Aue.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Roman "Iwein" von Hartmann von Aue?
Der Artusroman erzählt die Geschichte des Ritters Iwein, der durch das Erschlagen des Brunnenwächters Askalon und ein späteres Terminversäumnis in eine tiefe Krise gerät.
Hat Iwein durch das Töten von Askalon Schuld auf sich geladen?
Die Arbeit untersucht, ob das Erschlagen des Gegners in der "Brunnenaventiure" als ritterliche Tat oder als schuldhaftes Vergehen (z. B. durch Verfolgung eines Fliehenden) zu werten ist.
Welche Rolle spielt das Terminversäumnis in der Schuldfrage?
Iwein verspricht seiner Frau Laudine, nach einem Jahr zurückzukehren. Sein Versäumnis wird als schwerer Bruch der Treue und der ritterlichen Verantwortung gewertet.
Was bedeutet das Spannungsfeld zwischen "hûs" und "werlt"?
Es beschreibt den Konflikt zwischen den privaten Pflichten des Ehemanns (hûs) und dem Streben nach ritterlichem Ruhm in der Welt (werlt).
Wie interpretiert die Forschung Iweins Wahnsinn?
Der Wahnsinn wird oft als notwendige Phase der Läuterung und Buße für seine Schuld interpretiert, bevor er als "Ritter mit dem Löwen" rehabilitiert werden kann.
- Arbeit zitieren
- Jörn Possienke (Autor:in), 2007, Die Frage nach der Schuld Iweins, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152267