Reframings helfen, hinter das Verhalten zu schauen. Ebenso können
sie Informationen bringen und ermöglichen einen Perspektivenwechsel.
"Reframing" als Methode in der Sozialen Arbeit beschreibt neben den Grundannahmen, Haltungen und Wirkungen auch die methodischen Grundlagen des Reframings. Dargestellt werden die Grundzüge des "Six - Step - Reframings" aus der Arbeit des NLP, das Kontext- oder auch Verhaltensreframing sowie das Bedeutungsreframing.
Desweiteren werden die Ziele aufgeführt, die Bedeutung des Reframings für die praktische Arbeit aufgezeigt und somit der Bezug zur Praxis (bzw. zu den Schlüsselkompetenzen) hergestellt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Reframing – Definition
2. Grundannahmen, Haltungen und Wirkungen
3. Methodische Grundlagen des Reframings
3.1 Grundzüge des „Six – Step – Reframings“ aus der Arbeit des NLP
3.2 Kontext- oder auch Verhaltensreframing
3.3 Bedeutungsreframing
4. Ziele
5. Bedeutung des Reframings für die praktische Arbeit
Bezug zur Praxis, bzw. zu Schlüsselkompetenzen
5.1 Methodische Kompetenz
5.2 Sozialkommunikative Kompetenz
5.3 Persönliche Kompetenz
6. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Methode des "Reframing" im Kontext der Sozialen Arbeit zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie essentiell der Einsatz von Schlüsselkompetenzen für eine professionelle Beratungspraxis ist. Die Arbeit geht der Frage nach, wie durch den Perspektivenwechsel neue Handlungsmöglichkeiten für Klienten eröffnet und eigene Ressourcen aktiviert werden können.
- Systemische Grundlagen und NLP-Methodik
- Bedeutung des Kontext- und Verhaltensreframings
- Perspektivenwechsel in der Beratungspraxis
- Förderung von Schlüsselkompetenzen in der Sozialen Arbeit
- Reflexion des professionellen Handelns
Auszug aus dem Buch
2. Grundannahmen, Haltungen und Wirkungen
Ausgehend davon, dass jedes Verhalten eine Absicht beinhaltet, ein Ziel erreicht und eine Konsequenz erfolgen soll, ergäbe jedes Verhalten im entsprechenden Kontext einen Sinn. Folgerichtig ist Verhalten ausschließlich kontextbezogen zu betrachten. Auch sogenanntes unangemessenes oder unerwünscht erscheinendes Verhalten macht so betrachtet einen Sinn, denn dieses Verhalten hat sich beim Betroffenen selbst in seinem Leben einmal als wirksam erwiesen. Ein entsprechendes Verhalten wird solange ausgeübt, bis eine Alternative gefunden wird und eingesetzt werden kann. So spielt zum Beispiel die biologische Entwicklung des Einzelnen hierbei eine Rolle, genauso wie die familiären Hintergründe etc., da jedes Verhalten einen Ursprung hat und entsprechend als beste Reaktionsmöglichkeit betrachtet und eingesetzt wird. Dies geschieht so lange, bis eine neue Handlungsmöglichkeit entdeckt und angenommen wird.
Nun kann sich zum einen der Rahmen verschieben, so dass dieses Verhalten lösgelöst entsprechend als störend empfunden wird. Zum anderen kann es dem Betroffenen selbst an Möglichkeiten für alternative Verhaltensweisen und Reaktionen fehlen, so dass ein neuer Blickwinkel, also ein Perspektivenwechsel benötigt wird. Alternativverhalten wird dadurch vom Betroffenen neu entdeckt und erlernt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl und betont die Bedeutung von Schlüsselkompetenzen in der Sozialen Arbeit.
1. Reframing – Definition: Einführung in den Begriff des Reframing basierend auf systemischen Erkenntnissen und dem Neurolinguistischen Programmieren.
2. Grundannahmen, Haltungen und Wirkungen: Erläuterung der kontextbezogenen Sinnhaftigkeit von Verhalten und der Notwendigkeit des Perspektivenwechsels.
3. Methodische Grundlagen des Reframings: Darstellung spezifischer Techniken wie dem Six-Step-Reframing, Kontextreframing und Bedeutungsreframing.
4. Ziele: Analyse der Zielsetzung von Reframing-Interventionen zur Unterstützung von Problemlösungsprozessen und Ressourcenaktivierung.
5. Bedeutung des Reframings für die praktische Arbeit: Diskussion der Anwendung der Methode im Kontext methodischer, sozialkommunikativer und persönlicher Kompetenzen.
6. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Reflexion der Autorin über den Wert der Methode und die Wichtigkeit der persönlichen Haltung in der Sozialen Arbeit.
Schlüsselwörter
Reframing, Soziale Arbeit, Schlüsselkompetenzen, Systemisches Denken, NLP, Perspektivenwechsel, Kommunikation, Problembestimmung, Ressourcenorientierung, Konstruktivismus, Beratung, Methodik, Professionelles Handeln, Interventionsformen, Selbstreflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das "Reframing" als eine lösungsorientierte Methode für die Soziale Arbeit und analysiert deren Nutzen für die praktische Beratungstätigkeit.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen systemische Ansätze, Methoden des NLP, die Bedeutung von Kommunikation sowie die Reflexion der notwendigen Schlüsselkompetenzen von Sozialarbeitern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, exemplarisch aufzuzeigen, wie elementar wichtig Schlüsselkompetenzen für die Soziale Arbeit sind und wie die Methode des Reframings den professionellen Handlungsspielraum erweitert.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur systemischen Beratung, zum NLP und zu Schlüsselkompetenzen in der Sozialen Arbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Reframings, die Erläuterung der methodischen Grundlagen (wie Kontext- und Bedeutungsreframing) sowie die praktische Verknüpfung mit professionellen Kompetenzbereichen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Reframing, Soziale Arbeit, systemisches Denken, Beratung und Schlüsselkompetenzen aus.
Wie unterscheidet sich das Kontext- vom Bedeutungsreframing?
Beim Kontextreframing bleibt das Verhalten gleich, wird aber in einen neuen, positiveren Kontext gestellt, während beim Bedeutungsreframing die Bedeutung des Verhaltens durch sprachliche Umdeutung verändert wird.
Warum spielt die persönliche Haltung des Sozialarbeiters eine so große Rolle bei dieser Methode?
Da Reframing auf einer wertfreien und respektvollen Grundhaltung basiert, muss der Sozialarbeiter seine eigene Person, seine Wahrnehmung und seine Interaktionsfähigkeit stetig selbst reflektieren, um nicht wertend in den Prozess einzugreifen.
- Citation du texte
- Cornelia Tillmann-Rogowski (Auteur), 2009, "Reframing" als Methode in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152457