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Finanzverwaltung in der Ming Dynastie

Title: Finanzverwaltung in der Ming Dynastie

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Shalimar Krautscheid (Author)

History - Asia
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema „Die Finanzverwaltung in der Ming Dynastie.“ Diese Dynastie wurde von einem Herrscher begründet, der einer Bauernfamilie entstammte und während der Kämpfe gegen die Mongolen zum Truppenführer und alsbald zum Herrscher des Landes aufstieg. Besonders durch seinen persönlichen Eifer und seine langfristige Zielsetzung schaffte er es, eine neue Dynastie zu begründen, die 276 Jahre währen sollte (1368-1644). Zhu Yuanzhang war sich der Situation und der Probleme der Bauern in China
bewusst und bezeichnete sich selbst als ein Kind der verfallenen sozialen Struktur. Eines seiner großen Ziele war die Rehabilitierung der Bauern in der Gesellschaft. In der Geschichtsschreibung wird immer wieder betont, dass seine persönlichen Fähigkeiten einen entscheidenden Beitrag zur der Gründung und Erhaltung der Ming Dynastie leisteten (MOTE 1999: 561). Zhu Yuanzhang suchte während seiner Herrschaft ständig nach Wegen, um sich die Loyalität der Oberschicht zu sichern und stärkte die Rolle der konfuzianischen Gelehrten in der Gesellschaft (MOTE 1999: 572). In der heutigen Bewertung der Finanzverwaltung der Ming Zeit wird die konfuzianische Ideologie in der Finanzverwaltung als ein hemmendes
Element betrachtet (HUANG 1969: 124). Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Maßnahmen, die Zhu Yuanzhang während seiner Herrschaft zur fiskalischen Verwaltung durchführte. Sie geht darauf ein, aus welchen Quellen der Staat sein Einkommen schöpfte und welche Bereiche die Ausgaben des Staates bildeten. Sie soll erläutern, wie es zu den finanziellen Problemen gekommen ist und wie der Staat darauf reagierte. Es geht nicht darum, alle fiskalischen Maßnahmen in dieser Zeit aufzulisten oder einen genauen Einblick in die Situation in den einzelnen Provinzen zu geben, da dies den Rahmen sprengen würde. Sie soll
erläutern, welche Grundlage von Zhu Yuanzhang zum Anfang der Dynastie gebildet wurde und wie diese Grundlage während der gesamten Dynastie aufrechterhalten werden konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Maßnahmen unter Zhu Yuanzhang

3. Einnahmen des Staates

3.1 Landbesteuerung

3.2 Staatsmonopole

3.2.1 Salzmonopol

3.2.2 Teemonopol

3.3 Handels- und Verkaufssteuern

4. Ausgaben des Staates

4.1 Löhne und Gehälter

4.2 Militärausgaben

4.3 Spende und Geschenken

5. Reformen in der Finanzverwaltung und ihre Auswirkungen

5.1 Monetäres System

5.2 Einführung des ‚Ein-Peitschen-Systems’

6. Das Amt des Finanzministers

7. Probleme der Finanzverwaltung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die fiskalische Verwaltung während der Ming-Dynastie und analysiert, wie der Staat unter dem Gründer Zhu Yuanzhang strukturiert wurde, welche Einnahmequellen und Ausgaben existierten und warum das System langfristig an seine Grenzen stieß.

  • Gründungsmaßnahmen und agrarische Neuordnung unter Zhu Yuanzhang.
  • Die fiskalischen Einnahmequellen, insbesondere Landbesteuerung und Staatsmonopole.
  • Die Entwicklung staatlicher Ausgaben, wie Militärkosten und Hofhaltung.
  • Finanzpolitische Reformen und das „Ein-Peitschen-System“.
  • Strukturelle Probleme und die Unfähigkeit der Verwaltung, auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Salzmonopol

Die Einnahmen aus dem Salzmonopol stellten die zweitgrößte Einnahmequelle des Staates dar (HUANG 1969: 94). Der Salzmarkt wurde in Regionen unterteilt und verbot den Handel zwischen den verschiedenen Regionen. Die Regierung stellte Salzsammler ein, die den Staat mit einer jährlich festgelegten Quote zu beliefern hatten (CHAN 1982: 139). Viele Händler lieferten Naturalien für die Soldaten an die Grenzposten und erhielten im Gegenzug Schuldscheine, die sie dann gegen Salz in den Lagerhäusern eintauschen konnten. Dadurch sparte die Regierung Transportkosten und konnte die Naturalieneinnahmen direkt dem Militär zukommen lassen.

Da es für die Händler vermehrt zu verlängerten Wartezeiten kam, bis sie das Salz erhielten, wurde bei einer Reform der Salzpreis angehoben, den Händlern dafür aber garantiert, dass sie das Salz unmittelbar abholen könnten. Die Regierung befreite die Salzproduzenten und deren Angestellten von der Grundsteuer und der Fronarbeit in dem Maße, wie sie Salz produzierten (HUANG 1969: 95-96).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Ming-Dynastie ein und definiert den Fokus auf die fiskalischen Rahmenbedingungen und deren Entwicklung unter Zhu Yuanzhang.

2. Maßnahmen unter Zhu Yuanzhang: Das Kapitel erläutert die agrarische Neuordnung, die Einführung des Lijia-Systems zur Erfassung der Bevölkerung und die Schaffung der Gelben Register.

3. Einnahmen des Staates: Hier werden die zentralen Einnahmequellen analysiert, die primär auf der Landbesteuerung und verschiedenen Staatsmonopolen wie Salz und Tee basierten.

4. Ausgaben des Staates: Dieses Kapitel betrachtet die Hauptausgabenposten, insbesondere die Kosten für den kaiserlichen Hof, die Verwaltungslöhne und das Militär.

5. Reformen in der Finanzverwaltung und ihre Auswirkungen: Es wird die Entwicklung des monetären Systems sowie die Einführung des „Ein-Peitschen-Systems“ zur Vereinfachung der Besteuerung diskutiert.

6. Das Amt des Finanzministers: Dieses Kapitel beschreibt die begrenzte Rolle des Finanzministers, der primär als Berater fungierte und stark von der kaiserlichen Gunst abhängig war.

7. Probleme der Finanzverwaltung: Hier werden die strukturellen Schwächen, wie die mangelnde Anpassungsfähigkeit an neue wirtschaftliche Gegebenheiten und die konfuzianische Ideologie, aufgezeigt.

8. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Entwicklungsgeschichte der Finanzverwaltung zusammen und stellt den Zusammenbruch der Dynastie in den Kontext der nicht bewältigten ökonomischen Transformation.

Schlüsselwörter

Ming-Dynastie, Finanzverwaltung, Zhu Yuanzhang, Landbesteuerung, Ein-Peitschen-System, Agrarstaat, Salzmonopol, Staatseinnahmen, Fiskalpolitik, Konfuzianismus, Steuerreform, Gelbe Register, Militärausgaben, Staatsbeamte, Wirtschaftskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Organisation der Finanzverwaltung während der Ming-Dynastie in China von 1368 bis 1644.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Steuerpolitik, die Einnahmequellen des Staates durch Monopole, staatliche Ausgaben wie Militär und Hofhaltung sowie die fiskalischen Reformbestrebungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die von Zhu Yuanzhang begründeten fiskalischen Grundlagen zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich diese während der Dynastie entwickelten und warum sie langfristig scheiterten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse durch Auswertung existierender Fachliteratur und zeitgenössischer Aufzeichnungen zur chinesischen Wirtschaftsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Einnahmen, Ausgaben, Reformen (wie dem „Ein-Peitschen-System“), der Rolle des Finanzministers und der grundlegenden systemischen Probleme der Finanzverwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Finanzverwaltung, Ming-Dynastie, Fiskalpolitik, Agrarstaat, Staatsmonopole und Steuerreformen.

Warum war das „Ein-Peitschen-System“ so bedeutend?

Es war ein Versuch, die Besteuerung zu vereinheitlichen und die komplizierten Naturalabgaben durch eine konsolidierte Zahlung in Silber zu ersetzen, um das Verwaltungssystem zu straffen.

Welchen Einfluss hatte der Konfuzianismus auf die Verwaltung?

Die konfuzianische Ideologie war auf Tradition und feste Ordnung ausgerichtet, was eine notwendige flexible Anpassung an moderne wirtschaftliche Entwicklungen oft behinderte.

Inwiefern beeinflusste die Hofhaltung die Staatsfinanzen?

Durch den wachsenden kaiserlichen Clan und einen zunehmend extravaganten Lebensstil der späteren Kaiser stiegen die Ausgaben massiv an, was den Staatshaushalt stark belastete.

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Details

Title
Finanzverwaltung in der Ming Dynastie
College
University of Bonn  (Institut für Orient- und Asienwissenschaften)
Course
Geschichte Ost- und Zentralasiens
Grade
1,0
Author
Shalimar Krautscheid (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V153218
ISBN (eBook)
9783640653171
ISBN (Book)
9783640653324
Language
German
Tags
Zhu Yuanzhang Einführung des ‚Ein-Peitschen-Systems’ Landbesteuerung Staatsmonopole Monetäres System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Shalimar Krautscheid (Author), 2008, Finanzverwaltung in der Ming Dynastie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153218
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