Stundenplanung zum Thema "Los jóvenes en Espana"

Nach dem bildungstheoretischen Ansatz Klafkis


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

17 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Der bildungstheoretische Ansatz Klafkis
2.1 Der Bildungsbegriff
2.2 Der Didaktikbegriff
2.3 Unterrichtsplanung im Sinne kritisch- konstruktiver Didaktik
2.3.1 Voraussetzungen
2.3.2 Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung

3. Stundenplanung im Fach Spanisch nach Klafki
3.1 Bedingungsanalyse
3.2 Exemplarische Bedeutung
3.3 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
3.4 Thematische Struktur
3.5 Erweisbarkeit und Überprüfung
3.6 Zugänglichkeit und Darstellbarkeit
3.7 Lehr- Lern- Prozess- Struktur

4. Schluss

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende Hausarbeit enthält eine ausgearbeitete Stundenplanung nach dem bildungstheoretischen Ansatz Wolfgang Klafkis.

Im Seminar „Didaktisches Handeln im Kontext der Berufsbildung“ wurden während des letzten Semesters drei große Themenkomplexe behandelt: Fachsystematik, Fachdidaktische Modelle sowie Grundlagen didaktischer Jahresplanung. In der Sitzung zur Fachsystematik mit Situationsausrichtung beschäftigten wir uns mit der Lehrarrangementgestaltung nach Achtenhagen und betrachteten dabei auch allgemein didaktische Modelle. Hierbei standen Wolfgang Klafki und seine bildungstheoretische Didaktik und Heimann mit der lerntheoretischen Didaktik im Vordergrund.

Die Auswahl zur Stundenplanung fiel auf Klafki, da man sich in anderen erziehungswissenschaftlichen Seminaren zwar schon einmal ganz grob mit dem Ansatz auseinandergesetzt hat, jedoch nichts Näheres darüber erfahren hat.

Zu Beginn der Hausarbeit wird erst einmal der bildungstheoretische Ansatz Klafkis dargestellt. Dazu werden zunächst die Begriffe Bildung und Didaktik erläutert, wie Klafki sie versteht, um dann im nächsten Schritt das Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung darzustellen.

Darauf aufbauen wird eine ausgearbeitete Stundenplanung im Fach Spanisch zu der Thematik „Los jóvenes en España“ (Die Jugendlichen in Spanien) angeführt.

Im Schlussteil soll dann noch eine kurze Zusammenfassung mit eventueller Kritik folgen.

2. Der bildungstheoretische Ansatz Klafkis

Klafkis Ansatz ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass bei ihm die Bildung „als zentraler Bezugspunkt für unterrichtliche Überlegungen“[1] steht. Er entwickelte seine Theorie in den 50er/60er Jahren anhand der Theorie seines Lehrers Weniger.[2]

Im Folgenden soll Klafkis Ansatz erläutert werden. Dazu werden zunächst die Begriffe Bildung und Didaktik nach Klafkis Verständnis erläutert, um im Anschluss die wichtigsten Elemente der Unterrichtsplanung im Sinne der kritisch- konstruktiven Didaktik darzustellen.

2.1 Der Bildungsbegriff

Bildung ist „jene dynamische Gesamtverfassung…, zu der der junge Mensch sich durch die Aneignung und personale Verlebendigung bestimmter Motivationen, Erkenntnisse, Erfahrungen, Fertigkeiten stufenweise durcharbeiten und die er dann in einem Prozess der Integration immer neuer Erfahrungen produktiv ausbauen und bewähren soll“[3], so zitiert Eva Matthes Wolfgang Klafki. Für ihn ist Bildung also etwas Bleibendes. Damit es aber ein „bleibender Gehalt“[4] wird, muss der Lerner aktiv sein und seine Erkenntnisse und Erfahrungen immer weiter ausbauen, um sie letztendlich zu integrieren und seine Bildung zu erweitern.

Klafki kritisiert die Konzepte der Materialen und der Formalen Bildung, da sie zu einseitig sind. Bei der Materialen Bildung zählt nur die lexikalische Anhäufung von Wissen, bei der Formalen Bildung zählt eher die Methode.[5]

Klafki vertritt das Konzept der Kategorialen Bildung, die durch eine doppelseitige Erschließung auf der Seite des Subjekts und des Objekts Inhalte sichtbar macht.

Des Weiteren hat Klafki einen zeitgemäßen Bildungsbegriff entwickelt, der die folgenden sieben Bedingungen enthält:

1. Bildung betrifft nicht nur den Einzelnen, sie „muß auf die Mitmenschlichkeit […] bezogen gedacht werden“[6].
2. Bildung ist ein Stufensystem, vor allem im Beruf. Man fängt bei der grundlegenden Bildung an und spezialisiert sich erst mit der Zeit.
3. Bildung stellt eine Haltung dar. Durch sie können wir Spannungen überwinden. Bildung hat aber auch Grenzen und verweist dann auf den Glauben o.ä..
4. Eine zentrale Rolle in der Bildung spielt die „sittliche Dimension der menschlichen Existenz“[7].
5. Bildung ist ein Allgemeingut.
6. Bei der Bildung darf sich nicht nur auf Nationales beschränkt werden, sie „muß weltoffen sein“[8].
7. Bildung impliziert die Aneignung allgemeingültiger Werte und Normen, aber auch Wandlungsfähigkeit und Offenheit.[9]

So kann man festhalten, dass Bildung tatsächlich mehr ist, als pures Aneignen von Wissen. Es wirken viele weitere Faktoren darauf ein und viele Dinge sind nach Klafkis zeitgemäßen Bildungsbegriff zu beachten.

2.2 Der Didaktikbegriff

Didaktik ist „die Theorie der Bildungsaufgaben und Bildungsinhalte“[10].

Klafki war der erste Erziehungswissenschaftler, der den Didaktikbegriff zudem noch im engeren und im weiteren Sinne beschrieben hat.

Im weiteren Sinne umfasst für ihn Didaktik ebenfalls die Methodik sowie die Analyse aller Lehr- Lernvorgänge. Das Verhältnis der Didaktik im engeren Sinne zur Methodik liegt darin, dass Methoden einen Weg aufzeigen, um an das Ziel zu kommen. Zuvor muss jedoch das Ziel bestimmt werden, um die Methode anzuwenden.[11]

Klafki geht es vor allem darum, dass der Lernende sich mit den Inhalten auseinandersetzt, im Mittelpunkt steht der „Vermittlungsprozeß von ‚Ich’ und ‚Welt’“[12].

Die Auswahl solcher Inhalte sollen durch so genannte didaktische Prinzipien vereinfacht werden. Diese müssen zwei Kriterien erfüllen:

„Sie müssen zu einer Verringerung der Stoffülle durch eine Konzentration der Bildungsarbeit beitragen und sie müssen eine inhaltliche Auswahl ermöglichen, die auf die gegenwärtige und künftige Existenz der jungen Menschen bezogen ist.“[13]

Zu den Prinzipien gehören drei Kernaspekte, die Klafki als das Exemplarische, das Elementare und das Fundamentale betitelt. Das Fundamentale sind dabei für ihn vor allem allgemeine Prinzipien und Erfahrung, das Elementare hingegen sind die wesentlichen Verfahren innerhalb des Fundamentalen.[14]

2.3 Unterrichtsplanung im Sinne kritisch- konstruktiver Didaktik

In diesem Abschnitt soll theoretisch dargestellt werden, wie eine Unterrichtsplanung im Sinne Klafkis Didaktik aussieht und was bei der Vorbereitung zu beachten ist, um dann im nächsten Abschnitt die Theorie auf eine konkrete Stundenplanung zu übertragen.

[...]


[1] Tulodziecki, Gestaltung von Unterricht, S.199.

[2] vgl. Tulodziecki, S.199.

[3] Matthes, Eva, Von der geisteswissenschaftlichen zur kritisch- konstruktiven Didaktik, S.32.

[4] ebd.

[5] vgl. Matthes, S.34-35.

[6] Matthes, S.33.

[7] Matthes, S.33.

[8] ebd.

[9] vgl. ebd.

[10] Matthes, S.36-37.

[11] vgl. Matthes, S.37.

[12] ebd.

[13] Matthes, S.38.

[14] vgl. Matthes, S.39.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Stundenplanung zum Thema "Los jóvenes en Espana"
Untertitel
Nach dem bildungstheoretischen Ansatz Klafkis
Hochschule
Universität Paderborn  (Erziehungswissenschaften)
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
17
Katalognummer
V153792
ISBN (eBook)
9783640660469
ISBN (Buch)
9783640660803
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stundenplanung, Thema, Espana, Ansatz, Klafkis
Arbeit zitieren
Linda Freier (Autor), 2008, Stundenplanung zum Thema "Los jóvenes en Espana", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153792

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