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Projektarbeit als postfordistische Organisationsform von Arbeit

Grundzüge einer organisationssoziologischen Einordnung der Funktionsweise und Wirkungsrichtung des Projektmanagements

Título: Projektarbeit als postfordistische Organisationsform von Arbeit

Trabajo Universitario , 2007 , 41 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sozialökonom (M.A.) Jörg Passlack (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Der Begriff des Projektmanagements wird an den unterschiedlichsten Stellen des Privaten wie Beruflichen in differenzierten Anstrichen gerne und oft verwendet. Doch so beliebt er auch ist, so trennunscharf bleibt er. Allzu oft werden bereits kleinere Aufgaben als Projekt bezeichnet – manchmal eine kleinere Arbeit, manchmal ein größeres Vorhaben. Wenn Richard Sennet von der postmodernen Arbeitsgesellschaft behauptet, sie halte nichts Dauerhaftes mehr vor, dann scheint das Wort Projekt genau in diesen Kontext zu passen. Denn wie auch immer der Begriff veranlagt wird, gemein scheint allen Bedeutungshorizonten die zeitliche Kurzfrist, die vorrübergehende Bindung von Ressourcen mit der Aussicht auf baldige Neuverwertung zu sein.
Nun soll es hier nicht um den Alltagsbetrachtung eines scheinbaren Modewortes, sondern um eine detaillierte, soziologische Aufschlüsselung des Bedeutungshorizonts sowie der Verfasstheit und Tragweite von Projektarbeit im Hinblick der erodierenden, traditionellen Arbeitsstrukturen gehen. Denn hinter dem liegt der Schlüssel zu dem, was sich hinter der Begrifflichkeit des Projektmanagement verbirgt. Natürlich stellt sich zunächst die Frage, was es überhaupt mit dem Projektmanagement als Methode auf sich hat und natürlich führt die Spur zu allererst in die Betriebswirtschaftslehre. Besonders die Wortkomponenten Projekt und Management sind hier konstitutiv angelegt und greifen als Konglomerat in Form des Projektmanagements zunehmend nach einem festen Platz in den dortigen Lehrbüchern.
Projektmanagement wird hier als ein Führungs- und Steuerungsinstrument zur Bewältigung einer Aufgabe und zum Erreichen gesetzter Ziele verstanden. Als solches muss es aber auch im soziologischen Kontext verstanden werden, in dem Begriffe wie Herrschaft, Hierarchie, Struktur oder Motivation, um nur einige zu nennen, eine Rolle spielen. Für eine solche Analyse reichen die darstellendenden Überlegungen der BWL nicht mehr aus. Vielmehr stellt sich hier die Frage wie Projektmanagement als soziologisches Gebilde zu verorten ist. Sicher ist, dass die Organisationssoziologie als Verortungsdisziplin hierfür Ausgangspunkt ist.
Dies wiederum wirft Fragen nach der Organisationsform von Projektmanagement auf: Ist sie eine Abwandlung der bürokratischen Organisation oder liegen die Veranlagungen von Projekmanagement eher in der Motivationstheorie? Die genaue Verortung zu den "Grundzügen der Soziologie des Projektmanagements" soll in dieser Arbeit Thema und Erkenntnis sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ZUM WESEN DES PROJEKTMANAGEMENTS

2.1. DIE MANAGEMENTKOMPONENTE

2.2. DIE PROJEKTKOMPONENTE

2.3. PROJEKTMANAGEMENT

2.3.1. Projektteam und Projektleiter

2.3.2. Projektorganisation innerhalb von Organisationen

2.3.3. Projektphasen

2.3.4. Führung im Projektmanagement

2.4. MANAGEMENT BY PROJECTS

2.5. ZUSAMMENFASSUNG

3. ZUR SOZIOLOGIE DES PROJEKTMANAGEMENTS

3.1. PROJEKTMANAGEMENT ALS ORGANISATORISCHE REAKTION AUF ÖKONOMISCHEN WANDEL

3.2. ORGANISATIONSSOZIOLOGISCHE EINORDNUNG DES PROJEKTMANAGEMENTS

3.2.1. Grundlegende Überlegungen

3.2.2. Projektmanagement im Bürokratieansatz

3.2.3. Projektmanagement in der Organisationslehre

3.2.4. Projektmanagement aus motivationstheoretischer Sicht

3.2.5. Koordinationsleistungen im Projektmanagement

3.3. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Projektmanagement als eine spezifische postfordistische Organisationsform von Arbeit. Ziel ist es, das Projektmanagement nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht als Führungsinstrument zu verstehen, sondern eine tiefgreifende organisationssoziologische Einordnung vorzunehmen, um die Funktionsweise, Struktur und soziale Tragweite in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld zu analysieren.

  • Grundlagen des Projektmanagements und Abgrenzung zum klassischen Management
  • Strukturelle Analyse von Projektorganisationen (Team, Phasen, Führung)
  • Soziologische Einordnung in Kontexten wie Bürokratieansatz und Organisationslehre
  • Motivationstheoretische Aspekte und die Rolle interpersoneller Beziehungen in Projekten
  • Das Führungsprinzip "Management by Projects" als Antwort auf wirtschaftlichen Wandel

Auszug aus dem Buch

3.1. Projektmanagement als organisatorische Reaktion auf ökonomischen Wandel

Bevor wir nun die Grundzüge einer Soziologie des Projektmanagements skizzieren wollen, ist es ratsam sich einen Überblick über den Wandel des Führungsverständnis innerhalb von Unternehmen und Organisationen zu verschaffen. Mit Beginn der Massenproduktion entstanden moderne Betriebe als technisch-finanzielle Produktionseinheiten, mit durchgängigen Organisations-, Führungs- und Planungsstrukturen. Grundlegend für die Entwicklung solcher Einheiten war das scientific management durch die Prinzipien Taylors. In dieser Phase des Kapitalismus entstand die Berufsgruppe der Manager. Sie bezogen ihre Legitimation aus den Innenbeziehungen innerhalb der Organisationen, die sie durch rationale Planungstechniken entsprechend den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Betriebsführung gestalteten. Im Weiteren stellte sich, durch neue Einsichten über Motivation und Gruppenverhalten, heraus, dass der Output der Unternehmen stark von der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter abhängt. Dies verstärkte die Innenorientierung des Managements dahingehend, dass sie verschiedene Führungs- und Gruppenkonzepte ausprobierten, um einen One-Best-Way zu finden, mit dem sie Unternehmen ökonomisch effektiv und gleichzeitig belegschaftsorientiert führen konnten.

Die technischen und ökonomischen Veränderungen der achtziger Jahre läuteten das Ende der Massenproduktion ein. Sie verschoben die Betonung der psychischen und psychosozialen Komponente von Arbeit und Führung innerhalb des Managements auf die Außenwelt. In postfordistischen Industriegesellschaften wird von Organisationen ein qualitativ differenziertes Angebot an Gütern und Dienstleistungen erwartet. Daher sind externe Bedingungen, wie das Verhalten der Kunden bzw. der Konkurrenz, die sozial- und wirtschaftspolitischen Vorgaben, sowie die Finanzsituation und Reaktionen der Aktionäre, für das Verhalten des Managements ausschlaggebender. Da es sich weniger stark um die innere Verfasstheit der Unternehmen kümmern kann, braucht es verlässliche Parameter, um das innere Zusammenwirken auch ohne aktive Führung im Unternehmen sicherstellen zu können. Zu neuen Eckpunkten der sozialen Beziehungen im Unternehmen zählen nun Demokratie, Partizipation und Verhandlung. Die formale Organisation wurde demnach durch Autonomie der Mitarbeiter erweitert. Ziel dieser Umstrukturierung sind dezentrale, vernetzte Funktionsbereiche, die zentral gesteuert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung hinterfragt den inflationären Alltagsgebrauch des Begriffs Projektmanagement und definiert den Anspruch, das Thema aus einer detaillierten soziologischen Perspektive statt rein betriebswirtschaftlich zu beleuchten.

2. ZUM WESEN DES PROJEKTMANAGEMENTS: Dieses Kapitel erläutert die Grundkomponenten von Projektmanagement, analysiert Rollen wie Projektteam und -leiter, die Bedeutung von Projektphasen sowie Führungsstile und das Konzept des "Management by Projects".

3. ZUR SOZIOLOGIE DES PROJEKTMANAGEMENTS: Hier erfolgt die theoretische Fundierung, indem Projektmanagement als organisatorische Antwort auf ökonomischen Wandel begriffen und mittels bürokratietheoretischer, organisationslehrender und motivationstheoretischer Ansätze soziologisch eingeordnet wird.

Schlüsselwörter

Projektmanagement, Organisationssoziologie, Postfordismus, Management by Projects, Projektorganisation, Teamarbeit, Führung, Motivationstheorie, Systemtheorie, Selbstorganisation, Koordination, Unternehmenskultur, Effizienzsteigerung, Arbeitsstrukturen, Soziale Systeme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Projektmanagement als moderne, postfordistische Organisationsform, wobei der Schwerpunkt nicht auf der technischen Abwicklung, sondern auf der soziologischen Einordnung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Projektmanagements, dessen Einbettung in Organisationen, soziologische Erklärungsmodelle (Bürokratie, Organisationstheorie) sowie die motivationstheoretischen Aspekte der Projektarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erstellung einer soziologischen Verortung von Projektmanagement, um zu verstehen, wie es als Steuerungsinstrument in einer sich wandelnden Arbeitswelt funktioniert und welche sozialen Auswirkungen es auf die Beteiligten hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um verschiedene soziologische und organisationswissenschaftliche Ansätze (z.B. nach Max Weber, Systemtheorie) auf den Gegenstand des Projektmanagements anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der Management- und Projektkomponente, die Darstellung der Projektorganisation und eine tiefgreifende soziologische Diskussion hinsichtlich Macht, Herrschaft, Motivation und Koordination.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Projektmanagement, Organisationssoziologie, Management by Projects, postfordistische Industriegesellschaft und Selbstorganisation.

Warum wird Projektmanagement in der Arbeit als "postfordistisch" bezeichnet?

Es wird als postfordistisch eingeordnet, da es eine Antwort auf das Ende der Massenproduktion ist, die höhere Flexibilität, individuelle Anpassungsfähigkeit und eine veränderte Rollenverteilung zwischen Management und Mitarbeitern fordert.

Welche Rolle spielt das "magische Dreieck" in der Argumentation?

Es dient zur symbolischen Darstellung der zentralen Zielgrößen Ergebnis, Zeitraum und Aufwand sowie der daraus resultierenden Risiken, die eine systemische Kontrolle notwendig machen.

Wie unterscheidet sich "Fremdkoordination" von "Selbstkoordination" im Kontext der Arbeit?

Während Fremdkoordination klassisch durch direkte Anweisungen erfolgt, wird Projektmanagement in der Arbeit als Form der Selbstkoordination begriffen, in der die Mitglieder innerhalb definierter Rahmenbedingungen ihre Handlungsspielräume selbst regulieren.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Projektarbeit als postfordistische Organisationsform von Arbeit
Subtítulo
Grundzüge einer organisationssoziologischen Einordnung der Funktionsweise und Wirkungsrichtung des Projektmanagements
Universidad
University of Hamburg  (Departement für Wirtschaft und Politik)
Curso
Lernwerkstatt des Masterstudiengang "ökonomische und soziologische Studien"
Calificación
1,7
Autor
Sozialökonom (M.A.) Jörg Passlack (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
41
No. de catálogo
V154003
ISBN (Ebook)
9783640665402
ISBN (Libro)
9783640665754
Idioma
Alemán
Etiqueta
Projekt Management Organisation Arbeit Postfordismus Arbeitsorganisation projects Projektarbeit Führung Herrschaft Gehorsam Bürokratie Motivation Macht Weber Koordination Kooperation Gruppe Team Projektteam Projektleiter Aufgabe Ziel Verwaltung Entscheidung Prozesse Personal Kontrolle Planen Planung kontrollieren realisieren Führungsprinzipien Komplexität Interdisziplinarität Selbstorganisation Selbst Total-Quality Partizipation Demokratisierung Teamarbeit Teamplay Teamfähigkeit Organisationssoziologie Soziologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sozialökonom (M.A.) Jörg Passlack (Autor), 2007, Projektarbeit als postfordistische Organisationsform von Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154003
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