Lernen durch Partizipation


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zur Klasse

Die Klassenlehrerstunde

Protokollausschnitt I

Interpretation des Protokollausschnitts

Protokollausschnitt II

Interpretation des Protokollausschnitts

Fazit

Literaturangaben

Anhang

Raumplan

Einleitung

Das Ziel der vorliegenden Mikrostudie ist es Partizipation zu beobachten. Partizipationsprozesse werden in dieser Studie als Zusammenfassung von dichter Interaktion[1], Handlungsautonomie[2] und komplexer Argumentation[3] betrachtet. Außerdem soll untersucht werden, ob Lernen durch Partizipation stattfindet. Die Mikrostudie orientiert sich an dem Begriff des Lernens, wie er von Krummheuer und Brandt definiert wurde: „...Lernen als schrittweise zunehmende Handlungsautonomie im Rahmen von interaktiv stabilisierten Interaktionsstrukturen.“[4]

Die Studie umfasst vier Beobachtungsprotokolle à vier bis fünf Seiten und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Monat. Für die Beobachtung wählte ich die Klassenlehrerstunde einer sechsten Gymnasialklasse aus. Ich vermutete, dass die Klassenlehrerstunde den Schülern und Schülerinnen besondere Möglichkeiten zur Partizipation bietet.

Die folgenden Beobachtungsprotokolle präsentierte ich in der Seminarsitzung am 01.02.2006 den Seminarteilnehmern. Aufgrund des zeitlichen Rahmens entschied ich mich, nur einen kleinen Ausschnitt meiner Beobachtungen vorzustellen.

Die für die Präsentation ausgewählten Ausschnitte zweier Beobachtungsprotokolle stehen, unterbrochen von einer Projektwoche, in zeitlicher Abfolge und bauen thematisch aufeinander auf. Inhaltlich wird in diesen sehr kurzen Protokollausschnitten ein Problem gestellt, diskutiert und gelöst. Aus diesen Gründen erschienen sie mir für eine Interpretation im Seminar besonders geeignet.

Zur Klasse

Die beobachtete Klasse setzt sich aus 14 Schülerinnen und 9 Schülern, insgesamt 23 Schülerinnen und Schülern, zusammen. Die Schülerinnen und Schüler sind im Durchschnitt 12 Jahre alt. Es handelt sich um eine sechste Klasse auf dem Gymnasialzweig einer kooperativen Gesamtschule.

Die Schülerinnen und Schüler kennen mich aus dem Fachpraktikum. Sie sind daher mit meiner Anwesenheit während des Unterrichts vertraut. Da die Klasse schon des Öfteren Unterrichtsbesuche hatte, ist sie auch daran gewöhnt beobachtet zu werden. Eine kurze Erklärung zu Beginn der Mikrostudie genügte, um als Beobachterin akzeptiert zu werden. Im Verlauf der Studie wurde jedoch gelegentlich die Frage gestellt, was ich aufschreibe. Ich las den Schülern in solchen Fällen wenige unverfängliche Sätze aus meinen Notizen vor, wodurch ihre Neugier gestillt wurde und ich die Beobachtung recht schnell wieder aufnehmen konnte.

Die Klassenlehrerstunde

Ein im Schulprogramm festgelegtes Leitziel der Schule, an der ich die Mikrostudie durchführte, ist die Entwicklung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins der Schülerinnen und Schüler. Um dieses Ziel zu erreichen findet in jeder Klasse einmal wöchentlich die sogenannte Klassenlehrerstunde statt. In dieser Stunde sollen Konflikte gelöst und Teamgeist gefördert werden. Wie der Name schon sagt, findet diese Stunde bei dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin statt.

Während meiner Beobachtungen wurden zu Beginn oder gegen Ende jeder Klassenlehrerstunde Probleme der Schüler und Schülerinnen besprochen und Organisatorisches geklärt. Ansonsten wurden Fragen und Themen besprochen, die für die Klassengemeinschaft von Bedeutung waren; so zum Beispiel die Frage „Was kann ich tun, damit andere sich in der Klasse wohl fühlen?“ oder das Thema des „inneren Schweinehundes“.

Protokollausschnitt I

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Montag, 14.11.05; 11.15 - 12.00 Uhr; Klassenlehrerstunde; G6

Ralf fragt, ob Frau Kuhn ein Feuerzeug habe. Sein Sitznachbar behaupte,

seine Hand sei feuerfest. Die Lehrerin erwidert: „Glaubst du ernsthaft, Ralf und das

dass ich dir dafür ein Feuerzeug gebe?“ Es wird unruhig. Moritz Feuerzeug

meint: „Wir wollen rauchen.“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als nächstes sagt Frau Kuhn: „Letzte Woche haben wir über den

Matheunterricht gesprochen.“ Sie will wissen, was sich Neues ergeben Einleitung in

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

hat. das Problem

Christina, die Klassensprecherin der G6, meldet sich und sagt, dass sie

den Mathematiklehrer, Herrn Friedrich, in der letzten Mathestunde

angesprochen habe, als er mit ihr zur Besprechung ihrer Note vor die Tür Christinas

gegangen sei. Er wolle sich demnächst Zeit nehmen, um mit der gesamten Bericht

[...]


[1] Vgl. Krummheuer/Brandt: Paraphrase und Traduktion. Partizipationstheoretische Elemente einer Interaktionstheorie des Mathematiklernens in der Grundschule. Weinheim 2001.

[2] Vgl. ebd.

[3] Vgl. ebd.

[4] Ebd. Seite 20.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Lernen durch Partizipation
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V155781
ISBN (eBook)
9783640698004
ISBN (Buch)
9783640697878
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernen, Partizipation
Arbeit zitieren
Tamara Bauer (Autor), 2006, Lernen durch Partizipation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155781

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