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Lernen durch Partizipation

Title: Lernen durch Partizipation

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tamara Bauer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Das Ziel der vorliegenden Mikrostudie ist es Partizipation zu beobachten. Partizipationsprozesse werden in dieser Studie als Zusammenfassung von dichter Interaktion , Handlungsautonomie und komplexer Argumentation betrachtet. Außerdem soll untersucht werden, ob Lernen durch Partizipation stattfindet. Die Mikrostudie orientiert sich an dem Begriff des Lernens, wie er von Krummheuer und Brandt definiert wurde: „...Lernen als schrittweise zunehmende Handlungsautonomie im Rahmen von interaktiv stabilisierten Interaktionsstrukturen.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

Einleitung

Zur Klasse

Die Klassenlehrerstunde

Protokollausschnitt I

Interpretation des Protokollausschnitts I

Protokollausschnitt II

Interpretation des Protokollausschnitts II

Fazit

Literaturangaben

Zielsetzung & Themen der Mikrostudie

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Partizipationsprozesse in einer sechsten Gymnasialklasse während der Klassenlehrerstunde zu beobachten und zu analysieren, um zu untersuchen, ob in diesem Setting Lernen durch Partizipation stattfindet.

  • Beobachtung von Interaktionsstrukturen in der Klassenlehrerstunde
  • Analyse der Partizipationsmöglichkeiten und der Lehrerdominanz
  • Untersuchung von Handlungsautonomie der Schülerinnen und Schüler
  • Interpretation von Konfliktsituationen im Unterricht
  • Evaluierung des Lernerfolgs durch Partizipation

Auszug aus dem Buch

Interpretation des Protokollausschnitts I

Der erste Abschnitt dieses Protokollausschnitts charakterisiert den Schüler Ralf. Er fragt die Lehrerin, ob sie ihm ein Feuerzeug geben könne (Zeile 1). Diese Frage ist jedoch eine rein rhetorische. Ralf erwartet keine positive Antwort von ihr. Im Gegenteil, mit seiner etwas vorlauten Frage will er lediglich die Aufmerksamkeit der Lehrerin auf sich lenken. Als ihm dies jedoch nicht gelingt, erläutert er, wozu er das Feuerzeug benötigt. Ralfs Ziel scheint es, seinen Sitznachbar Dennis lächerlich zu machen. Frau Kuhn reagiert zu recht abweisend (Zeile 2/3).

Im nächsten Abschnitt leitet die Lehrerin in das Problem mit dem Mathematiklehrer ein, indem sie an die letzte Stunde erinnert. Sie fordert einen Bericht der Klassensprecherin. Dieser Aufforderung wird im dritten Abschnitt folge geleistet.

Im Abschnitt „Umsetzung“ bereitet Frau Kuhn die Klasse auf das Gespräch mit dem Mathematiklehrer vor. Sie macht deutlich, dass Herr Friedrich ein großes Opfer bringt, wenn er eine ganze Stunde seines Unterrichts für die Beseitigung des Konflikts anbietet (Zeile 14/15). In Zeile 16 betont sie, dass die Anforderungen in der sechsten Klasse sehr hoch seien. Beide Äußerungen dienen dazu, die Schülerinnen und Schüler zu Objektivität und Sachlichkeit anzuhalten, was Frau Kuhn in Zeile 18 dann auch auf den Punkt bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, Partizipationsprozesse im Unterricht zu untersuchen und definiert Lernen als zunehmende Handlungsautonomie.

Zur Klasse: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung der beobachteten sechsten Gymnasialklasse mit 23 Schülern und deren Vertrautheit mit der Beobachtungssituation.

Die Klassenlehrerstunde: Hier wird der wöchentliche Rahmen für die Konfliktlösung und Förderung des Klassenzusammenhalts in der Schule erläutert.

Protokollausschnitt I: Der Abschnitt dokumentiert eine Unterrichtsszene, in der das Verhältnis der Klasse zu ihrem Mathematiklehrer thematisiert wird.

Interpretation des Protokollausschnitts I: Eine fachliche Analyse der Interaktion, die zeigt, wie die Lehrerin durch ihre Dominanz die Partizipationsmöglichkeiten der Schüler einschränkt.

Protokollausschnitt II: Das Protokoll gibt den Verlauf eines Nachgesprächs zum Konflikt mit dem Mathematiklehrer wieder.

Interpretation des Protokollausschnitts II: Eine vertiefende Analyse, die aufzeigt, wie Lehrerdominanz und emotionale Dynamiken der Schüler den Partizipationsprozess beeinflussen.

Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Partizipation im beobachteten Unterricht zwar angeboten, aber durch starke Lehrerdominanz und Zeitdruck in ihrer Wirkung begrenzt bleibt.

Schlüsselwörter

Partizipation, Mikrostudie, Interaktion, Handlungsautonomie, Klassenlehrerstunde, Lehrerdominanz, Unterrichtsstruktur, Konfliktlösung, Schülermitwirkung, Kommunikationsanalyse, Gymnasialklasse, Lernprozess, Beobachtungsprotokoll, Klassensprecher, Argumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Partizipationsprozesse in der Klassenlehrerstunde einer sechsten Gymnasialklasse und analysiert, inwieweit Schüler aktiv am Unterrichtsgeschehen mitwirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Interaktion zwischen Lehrkraft und Schülern, der Förderung von Handlungsautonomie und der Art und Weise, wie Konflikte im Unterrichtsraum verhandelt werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob und in welcher Form Lernen durch Partizipation in dem untersuchten Setting tatsächlich stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der Mikrostudie, basierend auf Beobachtungsprotokollen, die in einer Forschungswerkstatt analysiert und interpretiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Protokollausschnitte über Konflikte mit einem Mathematiklehrer, die anschließend detailliert interpretativ analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Partizipation, Handlungsautonomie, Interaktionsstrukturen, Lehrerdominanz und Konfliktlösung.

Wie reagieren die Schüler auf die Lehrerdominanz?

Die Schüler zeigen teils autonome Ansätze, wie das Verfassen eines Beschwerdebriefs, ziehen sich jedoch bei starker Lenkung durch die Lehrerin oft wieder in die Rolle der Zuhörer zurück.

Warum findet laut der Analyse kein „Lernen durch Partizipation“ statt?

Da kein signifikanter Zuwachs an eigener Handlungsautonomie der Schüler beobachtet werden konnte, erfüllt das Geschehen nicht die definitorischen Kriterien von Lernen nach Krummheuer und Brandt.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Lernen durch Partizipation
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Tamara Bauer (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V155781
ISBN (eBook)
9783640698004
ISBN (Book)
9783640697878
Language
German
Tags
Lernen Partizipation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Bauer (Author), 2006, Lernen durch Partizipation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155781
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