Die Anforderungen und Ansprüche an Lehrerinnen und Lehrer, einen „guten“, zielgerichteten und realitätsnahen Unterricht zu erteilen, der sich an zeitlich gesellschaftliche Gegebenheiten und Trends anpasst, sind stetig wiederkehrende Herausforderungen an Lehrende, die „richtige“ „[…] Unterrichtsweise aufzuspüren“ (Comenius 1992, S. 1), bei der das Lehren mehr in den Hintergrund rückt, gleichzeitig aber jedoch der Lerneffekt vergrößert wird (vgl. ebd., S. 1). Die beiden internationalen Vergleichsstudien TIMSS und PISA haben eindeutig belegt, dass ein Umdenken im deutschen Bildungswesen stattfinden muss, denn diese beiden internationalen Studien haben nachdrücklich verdeutlicht, dass der deutschen Bildungspolitik, besonders im Hinblick auf Schülerleistungen und in Bezug auf Interessen, fächerübergreifende Kompetenzen und einigen weiteren Zieldimensionen von Schule, eine mangelnde Effektivität zugeschrieben werden kann (vgl. Burda 2005, S. 7). Das vermittelte Wissen erscheint eher als „träges Wissen“ und ist zu wenig geeignet, Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern nachhaltig aufzubauen (vgl. Klippert 2004, S. 20). Aus diesem Grund müssen sich Schulen und Unterricht gegenwärtig daran messen lassen, welchen nachweislichen Ertrag sie bei den Lernenden erzielen (Output) (vgl. Helmke 2009, S. 16).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Unterrichtsqualität
2.1.1 Der Begriff Unterrichtsqualität
2.1.2 Qualitätskriterien eines guten Unterrichts
2.1.3 Entwicklung guten Unterrichts
2.2 Neue Medien
2.2.1 Allgemeines zum Begriff
2.2.2 Lehren und Lernen mit Neuen Medien
2.2.3 Neue Medien in der beruflichen Bildung
3 Empirische Studie
3.1 Design der Untersuchung
3.1.1 Grundlagen der Studie
3.1.2 Entwicklung und Begründung der Hypothesen
3.1.2.1 Grundlagen der Hypothesenentwicklung
3.1.2.2 Erstellung und Begründung der Hypothesen
3.1.3 Instrument der Erhebung
3.1.3.1 Voraussetzungen zur Entwicklung eines Forschungsinstruments
3.1.3.2 Darstellung des erstellten Erhebungsinstruments
3.1.4 Pretest
3.1.4.1 Ansatzpunkte zur Gestaltung und Durchführung eines Pretests
3.1.4.2 Pretestausführung
3.1.5 Auswertungsverfahren
3.2 Abwicklung der Studie
3.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
3.3.1 Univariate Analyse
3.3.1.1 Unterrichtsentwicklung mittels Neuer Medien
3.3.1.2 Neue Medien im Unterricht
3.3.2 Bivariate Analyse
3.3.2.1 Hypothese I
3.3.2.2 Hypothese II
3.3.2.3 Hypothese III
3.3.2.4 Hypothese IV
3.3.2.5 Hypothese V
3.3.2.6 Hypothese VI
3.3.2.7 Hypothese VII und VIII
3.4 Reflexion der empirischen Studie
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, wie die Qualität von Unterricht an berufsbildenden Schulen durch den Einsatz Neuer Medien gezielt verbessert werden kann, um Lernprozesse effektiver zu gestalten.
- Analyse des theoretischen Rahmens von Unterrichtsqualität und Unterrichtsentwicklung
- Definition und Einordnung Neuer Medien in der beruflichen Bildung
- Empirische Erhebung unter Lehrkräften an berufsbildenden Schulen zur Nutzung Neuer Medien
- Überprüfung von Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen Mediennutzung und Unterrichtsqualität
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Qualitätskriterien eines guten Unterrichts
Die Suche nach den wesentlichen Wirkungsprinzipien des Unterrichts hat eine lange Tradition. Brunnhuber (1977, S. 14) entwickelte bereits vor über 30 Jahren „Prinzipien effektiver Unterrichtsgestaltung“, er verstand darunter „allgemeine und wesentliche Grundsätze, die für das Lernen und Unterrichten gleichermaßen Geltung beanspruchen“ und „Grundsätze der Steuerung jeder Bedingungsfaktoren für Lernleistungen, die es zu erkennen und anzuwenden gilt, um ein möglichst wirkungsvolles Zusammenwirken der Faktoren zu erreichen“. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Versuchen, um die Essenz der Forschung zur Unterrichtsqualität in Gestalt von Listen oder Katalogen von Schlüsselmerkmalen, zentralen Prinzipien, Dimensionen oder Qualitätsbereichen zu klassifizieren (vgl. Helmke 2009, S. 168).
Unterrichtsforscher Helmke beschreibt, dass Merkmale der Unterrichtsqualität Aspekte sind, mittels derer sich Unterricht und Lehrer1-Schüler-Interaktionen beschreiben lassen. Diese Merkmale sind nicht direkt beobachtbar, sondern einfache Abstraktionen auf den Unterricht. Es handelt sich dabei um „Konstrukte“, d. h. gedankliche Ordnungsleistungen, die sich auf bestimmte Regelmäßigkeiten im beobachteten Verhalten beziehen. Wenn bei diesem Zusammenhang von Merkmalen gesprochen wird, sind Variablen als Größen gemeint, die in verschiedenen Ausprägungen variieren (vgl. Helmke & Schrader 2008, S. 27). Schuldidaktiker Meyer fasst die Beschreibung von Helmke folgendermaßen zusammen: „Merkmale guten Unterrichts sind empirisch erforschte Ausprägungen von Unterricht, die zu dauerhaft hohen kognitiven, affektiven und/oder sozialen Lernergebnissen beitragen“ (Meyer, Feindt & Fichten 2006, S. 22). Von Merkmalen kann also gesprochen werden, wenn es um die Beschreibung beobachtbarer Unterrichtsphänomene und ihrer messbaren Effekte geht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Unterrichtsqualität und die Relevanz Neuer Medien im Bildungskontext ein, gefolgt von der Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die Begriffe Unterrichtsqualität und Neue Medien theoretisch fundiert erläutert und Kriterien für deren Qualitätsbewertung abgeleitet.
3 Empirische Studie: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die Hypothesenentwicklung, die Erhebungsmethodik sowie die Auswertung der erhobenen Daten.
4 Schlussbetrachtung: Hier erfolgt die Beantwortung der zentralen Leitfrage auf Basis der empirischen Ergebnisse und eine abschließende Reflexion.
Schlüsselwörter
Unterrichtsqualität, Neue Medien, Unterrichtsentwicklung, Berufliche Bildung, Medienkompetenz, E-Learning, Mediendidaktik, Empirische Studie, Fragebogen, Lehrerbildung, Lernprozesse, Schulentwicklung, Berufsschule, Hypothesenprüfung, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Potenziale Neuer Medien, um die Qualität des Unterrichts an berufsbildenden Schulen zu verbessern und Lernprozesse effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Unterrichtsqualität, den Definitionen und Einsatzmöglichkeiten Neuer Medien sowie der empirischen Analyse ihres Einflusses in der beruflichen Bildung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie die Qualität von Unterricht an berufsbildenden Schulen durch Neue Medien konkret verbessert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen empirischen Studie, bei der mittels eines schriftlichen Fragebogens Daten bei Lehrkräften erhoben und statistisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Unterrichtsentwicklung sowie eine empirische Untersuchung, in der verschiedene Hypothesen zur Mediennutzung geprüft werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Unterrichtsqualität, Neue Medien, Unterrichtsentwicklung, Medienkompetenz und berufliche Bildung sind die zentralen Begriffe.
Welche spezifische Rolle spielt die Schulleitung laut den Ergebnissen?
Die Studie zeigt, dass eine systematische Förderung durch die Schulleitung maßgeblich dazu beiträgt, dass Lehrkräfte Neue Medien häufiger und effektiver in den Unterricht integrieren.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Alters der Lehrkräfte?
Es wird festgestellt, dass jüngere Lehrkräfte Neue Medien häufiger einsetzen, was auf eine stärkere Verankerung der Medienbildung in der aktuellen Ausbildung zurückgeführt wird.
- Citation du texte
- M.Ed. (Wirtschaftspädagogik) Michael Mielke (Auteur), 2010, Verbesserung der Unterrichtsqualität an berufsbildenden Schulen durch Neue Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157335