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Definition und Training der phonologischen Bewusstheit

Arbeitsfelder der Psychologie

Titre: Definition und Training der phonologischen Bewusstheit

Dossier / Travail , 2010 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Bettina Freude-Schlumbohm (Auteur)

Psychologie - Intelligence et Psychologie de l'apprentissage
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Wie aktuell ist Piaget? Mit dieser Fragestellung befasst sich das Seminar aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie, das im Wintersemester 2009/2010 an der Leuphana-Universität angeboten wurde. Forschungsgruppen zu Fördermaßnahmen, die sich auf die schulische Leistungsentwicklung von Kindern und Jugendlichen beziehen, ziehen ihre Erkenntnisse aus unterschiedlichen Ansätzen psychologischer Fachwissenschaften. Einerseits dienen kognitionspsychologische Theorien als Grundlage und Ausgangspunkt lernfördernder Trainingsprogramme, andererseits dringen die konstruktivistischen Ansätze Piagets seitens der Entwicklungspsychologie in schulische Förderprogramme ein. Mithilfe des Seminars soll nicht nur die vertiefende Auseinandersetzung mit diesen beiden elementaren Forschungsgebieten der Psychologie erzielt werden, auch die Differenzierung und die damit verbundene Verortung der beiden Ansätze soll erlangt werden. Auf dieser Grundlage kann untersucht werden, welche Bedeutung die Ansätze Piagets in der heutigen Lernforschung haben.

Heute, fast ein Jahrhundert später beschäftigen uns die von Piaget aufgegriffenen Fragestellungen mehr denn je. Wie denkt das Kind? Auf welche Weise wird das Sprechen erlernt? Welches sind die sprachlichen Funktionen von Kindern? Piaget, der unter anderem auch Studien an seinen eigenen Kindern durchgeführt hat, befasste sich intensiv mit der Intelligenz- und Verhaltensforschung. Er zählt zu den Entwicklern und Vertretern des Konstruktivismus, der mit seinen Thesen den Behaviourismus in seinen Grundfesten erschütterte. Die Sprachentwicklung wird seither immer weiter erforscht. Unterschiedliche Fachdisziplinen beschäftigen sich heute eingehend damit, wie beispielsweise die Soziolinguistik, die Entwicklungspsy-chologie oder auch der Literaturdidaktik.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die phonologische Informationsverarbeitung

2.1 Phonologische Verarbeitung im Gedächtnis

2.2 Die Komponenten des Gedächtnismodells im Einzelnen

2.2.1 Die phonologische Schleife

2.2.2 Der Räumlich-visuelle Notizblock

2.2.3 Der Episodische Puffer

2.2.4 Die zentrale Exekutive

2.3 Phonologische Informationsverarbeitung bei der Lautzuordnung und -synthese

3 Bewusstheit und phonologische Bewusstheit

3.1 Definition der Bewusstheit

3.2 Phonologische Bewusstheit

4 Phonologische Bewusstheit im Zusammenhang mit Lese-Rechtsschreibprozessen

5 Diagnose und Trainingsmaßnahmen der phonologischen Bewusstheit

5.1 Diagnose der phonologischen Bewusstheit

5.2 Training der phonologischen Bewusstheit

5.3 Beispiele aus dem Trainingsprogramm „Hören, lauschen, lernen“

5.4 Anwendungsperspektive für den Beruf

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der phonologischen Bewusstheit als fundamentale Voraussetzung für den Lese- und Schreiblernprozess bei Kindern und beleuchtet dabei moderne trainingspsychologische Ansätze im Kontext entwicklungspsychologischer Theorien.

  • Grundlagen der phonologischen Informationsverarbeitung nach dem Modell von Baddeley
  • Definition und Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb
  • Diagnostische Verfahren zur Früherkennung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten
  • Methoden und Erfolgsfaktoren für Trainingsmaßnahmen im Vorschul- und Grundschulalter
  • Anwendungsmöglichkeiten und pädagogische Verantwortung in der Schulpraxis

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die phonologische Schleife

Wie bereits erwähnt, besteht die Aufgabe der phonologischen Schleife darin, sprachliche Informationen sowohl zu speichern als auch zu verändern. Nach Baddeley ist die phonologische Schleife in zwei Bereiche unterteilt: Den passiven phonologischen Speicher, der eine Sprache in Form von Lauten abspeichert und den artikulatorischen Kontrollprozess, der gesprochene Informationen durch inneres Sprechen, dem sogenannten „Rehearsal“ auffrischt (Baddeley, 1997, S. 52ff.). Gesprochene Sprache gelangt sofort in den passiven phonologischen Speicher, da dort sämtliche Laute der Sprache abgelegt sind. Er speichert auf Sprache basierendes Informationsmaterial ungefähr über einen Zeitraum von zwei Sekunden (Wellenreuther, 2007, S. 82f.). So wird demnach bei einer akustischen Reizung das Material auf bekannte Merkmale hin untersucht und, je nach Umgang mit dem sprachlichen Material, durch Wiederholungen im Anschluss im phonologischen Kurzzeitspeicher behalten oder vergessen. Besonders für schulisches Lernen ist dieser Kontrollprozess von elementarer Bedeutung, damit die neuen Informationen nicht verblassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung hinterfragt die Aktualität Piagets für die heutige Lernforschung und führt in die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den schulischen Schriftspracherwerb ein.

2 Die phonologische Informationsverarbeitung: Dieses Kapitel erläutert das Mehrkomponentenmodell des Arbeitsgedächtnisses nach Baddeley und Hitch, um die kognitiven Grundlagen der phonologischen Verarbeitung zu verdeutlichen.

3 Bewusstheit und phonologische Bewusstheit: Hier werden die Begriffe Bewusstheit und phonologische Bewusstheit theoretisch definiert und voneinander abgegrenzt.

4 Phonologische Bewusstheit im Zusammenhang mit Lese-Rechtsschreibprozessen: Dieses Kapitel verknüpft die phonologische Sensibilität mit den Anforderungen des Lese- und Schreiblernprozesses und zeigt die Notwendigkeit auditorischer Förderung auf.

5 Diagnose und Trainingsmaßnahmen der phonologischen Bewusstheit: Es werden gängige Testverfahren (BISC, BAKO) sowie das Würzburger Trainingsprogramm vorgestellt und deren Relevanz für die pädagogische Praxis diskutiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Wichtigkeit der frühkindlichen Förderung und hinterfragt die Anwendbarkeit Piagetscher Modelle im Lichte heutiger neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Phonologische Bewusstheit, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, Arbeitsgedächtnis, Baddeley, Schriftspracherwerb, Frühförderung, Würzburger Trainingsprogramm, Sprachverarbeitung, phonologische Schleife, Pädagogik, Diagnostik, Lautsynthese, Schriftsprache, Entwicklungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als notwendige Kompetenz für den erfolgreichen Lese- und Schreiblernprozess bei Kindern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die kognitionspsychologische Fundierung des Arbeitsgedächtnisses, die Definition der phonologischen Bewusstheit und praktische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Relevanz der phonologischen Bewusstheit für die Schulpraxis zu belegen und Möglichkeiten zur Früherkennung sowie Förderung bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur und psychologischen Modellen, wie etwa dem Gedächtnismodell von Baddeley und Hitch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil werden die Komponenten der Informationsverarbeitung, die Definition der Bewusstheit und spezifische Diagnose- sowie Trainingsmethoden wie das Würzburger Programm analysiert.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind phonologische Bewusstheit, Lese-Rechtschreib-Erwerb, Arbeitsgedächtnis und Förderung.

Wie unterscheidet sich die phonologische Bewusstheit im weiteren vom engeren Sinne?

Während sich der weitere Sinne auf gröbere Einheiten wie Wörter und Silben bezieht, meint der engere Sinn den bewussten, analytischen Umgang mit Phonemen.

Warum spielt die frühzeitige Förderung eine so entscheidende Rolle?

Da der Grundstein für die phonologische Bewusstheit im Kleinkindalter gelegt wird, sind präventive Maßnahmen wesentlich effektiver als späte Interventionen nach manifestierten Schwierigkeiten.

Welche Rolle spielt das Würzburger Trainingsprogramm?

Das Programm dient als strukturierter Ansatz zur Förderung phonologischer Kompetenzen durch spielerische Übungen, die von pädagogischen Fachkräften in Kindergärten umgesetzt werden können.

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Résumé des informations

Titre
Definition und Training der phonologischen Bewusstheit
Sous-titre
Arbeitsfelder der Psychologie
Université
Leuphana Universität Lüneburg  (Institut für Psychologie)
Cours
Wie aktuell ist Piaget?
Note
1,3
Auteur
Bettina Freude-Schlumbohm (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
26
N° de catalogue
V158208
ISBN (ebook)
9783640715114
ISBN (Livre)
9783640715404
Langue
allemand
mots-clé
Definition Training Bewusstheit Arbeitsfelder Psychologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bettina Freude-Schlumbohm (Auteur), 2010, Definition und Training der phonologischen Bewusstheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158208
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Extrait de  26  pages
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