Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Work, Business, Organisation

Konfliktdeeskalation und Konfliktintervention nach Friedrich Glasl

Hintergrund, Anwendungsbeispiel und Aktualität eines klassischen Konfliktmodells

Title: Konfliktdeeskalation und Konfliktintervention nach Friedrich Glasl

Term Paper , 2025 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maximilian Braun (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit befasst sich mit dem Phasenmodell der Eskalation nach Friedrich Glasl und dessen Bedeutung für den Umgang mit Konflikten im Führungsalltag. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Konflikte entstehen, eskalieren und welche Handlungsmöglichkeiten Führungskräfte haben, um frühzeitig gegenzusteuern und Eskalationen zu vermeiden. Dabei wird das Modell nicht nur theoretisch dargestellt, sondern insbesondere in Hinblick auf seine praktische Relevanz für die Konfliktbehandlung durch Führungskräfte untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Phasenmodell der Eskalation
  • 3. Konfliktbehandlung
    • 3.1 Interventionsarten
    • 3.2 Vier prinzipielle Interventionsrichtungen
    • 3.3 Wahl der Interventionsstrategie
    • 3.4 Strategiemodell für Führungsinterventionen
  • 4. Ansatzpunkte für Interventionen
    • 4.1 Sechs seelische Faktoren
    • 4.2 Fünf Diagnosedimensionen
  • 5. Praxisanwendung
  • 6. Fazit
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Ausarbeitung konzentriert sich darauf, das Phasenmodell der Eskalation und die Konfliktbehandlung nach Friedrich Glasl darzustellen, insbesondere aus der Perspektive einer Führungskraft. Ziel ist es, ein klassisches Konfliktmodell zu beleuchten, dessen Hintergrund, Anwendungsbereiche und Aktualität für die Konfliktdeeskalation und -intervention aufzuzeigen und damit Wege zur frühzeitigen Erkennung und Lösung von Konflikten zu vermitteln.

  • Friedrich Glasls Phasenmodell der Eskalation
  • Methoden der Konfliktbehandlung und Intervention
  • Strategien für Führungskräfte im Konfliktmanagement
  • Psychologische Ansatzpunkte für Interventionen
  • Strukturelle Diagnosedimensionen von Konflikten
  • Praktische Anwendung und Aktualität des Modells

Auszug aus dem Buch

2. Phasenmodell der Eskalation

Das Phasenmodell der Eskalation, auch als „Treppe in den Abgrund“ bezeichnet (Kreuser, 2010, S. 45), besteht aus neun Stufen, die sich in drei übergeordnete Phasen zusammenfassen lassen (Glasl, 2013a, S. 236-239):

„Win-Win-Phase“: Die Parteien können den Konflikt grundsätzlich noch selbst lösen und davon profitieren; Glasl spricht insofern von vorhandenen „Selbstheilungspotenzialen“ (2013b, S. 77). Die 1. Stufe ist die „Verhärtung“, bei der erste Meinungsverschiedenheiten auftreten. In der 2. Stufe, „Polarisation und Debatte“, versuchen die Konfliktparteien, einander zu überzeugen. Die 3. Stufe, „Taten statt Worte“, zeichnet sich dadurch aus, dass nicht mehr diskutiert wird, sondern durch Handlungen vollendete Tatsachen geschaffen werden.

„Win-Lose-Phase“: Gewinner und Verlierer zeichnen sich ab, das Konfliktthema rückt in den Hintergrund; ab hier können die Parteien den Konflikt regelmäßig nicht mehr selbst lösen und sind auf Hilfe von außen angewiesen. In der 4. Stufe, „Sorge um Image und Koalitionen“, werden Verbündete gesucht, und man möchte besser dastehen als der Gegner. Die 5. Stufe ist der „Gesichtsverlust“, bei dem persönliche Angriffe auf den Gegner erfolgen, um diesen bloßzustellen. In der 6. Stufe, „Drohstrategien“, werden Drohungen offen ausgesprochen.

„Lose-Lose-Phase“: Es gibt nur noch Verlierer, der Konflikt ist eskaliert und es geht allein darum, den Gegner zu schädigen; Sachthemen spielen keine Rolle mehr. Die 7. Stufe beinhaltet „Begrenzte Vernichtungsschläge“, bei denen Drohstrategien umgesetzt werden und die Zerstörung des Gegners das Ziel ist. In der 8. Stufe, „Zersplitterung“, wird die Zerstörung des Gegners ohne Rücksicht auf Verluste vorangetrieben und das Umfeld in Mitleidenschaft gezogen. Die 9. Stufe, „Gemeinsam in den Abgrund“, stellt die Zerstörung des Gegners als oberstes Ziel dar, ohne Rücksicht auf den eigenen Schaden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Konflikte ein und stellt Friedrich Glasls Phasenmodell der Eskalation als Rahmen zur Analyse und Behandlung von Konflikten vor.

2. Phasenmodell der Eskalation: Hier wird Glasls neunstufiges Eskalationsmodell detailliert beschrieben, das die Entwicklung von Konflikten von der Verhärtung bis zur totalen Zerstörung in drei übergeordneten Phasen darstellt.

3. Konfliktbehandlung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Arten von Interventionen (präventiv, kurativ, de-eskalierend, eskalierend) und Glasls prinzipielle Interventionsrichtungen sowie die Faktoren, die die Wahl einer geeigneten Strategie beeinflussen.

4. Ansatzpunkte für Interventionen: Dieses Kapitel identifiziert konkrete psychologische (seelische Faktoren) und strukturelle (Diagnosedimensionen) Hebelpunkte, an denen Interventionen zur Konfliktlösung ansetzen können.

5. Praxisanwendung: Es werden die praktischen Implikationen von Glasls Modell für Führungskräfte dargestellt, insbesondere die Bedeutung von Kommunikation, Kooperation und Flexibilität in der Konfliktlösung und der Etablierung einer konstruktiven Konfliktkultur.

6. Fazit: Das abschließende Kapitel betont die anhaltende Aktualität und Relevanz von Glasls Konfliktmodell als wertvolles Werkzeug für Führungskräfte zur frühzeitigen Erkennung, Diagnose und zielgerichteten Intervention in Konfliktsituationen.

Schlüsselwörter

Konfliktmanagement, Konfliktdeeskalation, Konfliktintervention, Friedrich Glasl, Phasenmodell der Eskalation, Führungskompetenzen, Interventionsstrategien, Konfliktbehandlung, Win-Win-Phase, Win-Lose-Phase, Lose-Lose-Phase, seelische Faktoren, Diagnosedimensionen, Konfliktkultur, Führungsinterventionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konfliktdeeskalation und -intervention nach Friedrich Glasl, mit einem Fokus auf dessen klassisches Konfliktmodell und dessen Aktualität sowie Anwendung aus Sicht einer Führungskraft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind das Phasenmodell der Eskalation, verschiedene Interventionsarten und -strategien, Ansatzpunkte für Interventionen (seelische Faktoren, Diagnosedimensionen) sowie die praktische Anwendung des Modells im Rahmen der Führung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das Phasenmodell der Eskalation und die Konfliktbehandlung nach Glasl darzustellen und aufzuzeigen, wie Führungskräfte Konflikte frühzeitig erkennen und geeignete Lösungswege finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Darstellung und Analyse eines klassischen Konfliktmodells von Friedrich Glasl und dessen Anwendung im Kontext von Führungskompetenzen. Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die vorhandene Konzepte zusammenfasst und erläutert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt Glasls Phasenmodell der Eskalation, die verschiedenen Ansätze zur Konfliktbehandlung, detaillierte Interventionsrichtungen und -strategien sowie konkrete Ansatzpunkte für Interventionen basierend auf psychologischen und strukturellen Dimensionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Konfliktmanagement, Konfliktdeeskalation, Konfliktintervention, Friedrich Glasl, Phasenmodell der Eskalation, Führungskompetenzen, Interventionsstrategien, Konfliktbehandlung, Konfliktkultur.

Warum wird Glasls Phasenmodell auch als „Treppe in den Abgrund“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung verdeutlicht die Eskalationsdynamik von Konflikten, die in neun Stufen von harmlosen Meinungsverschiedenheiten bis zur gegenseitigen totalen Zerstörung führen können, symbolisch als Abstieg in einen Abgrund dargestellt.

Welche Rolle spielt die Führungskraft bei der Konfliktlösung laut Strategiemodell?

Führungskräfte haben je nach Eskalationsstufe unterschiedliche Rollen: Bei leichten Konflikten fördern sie die Selbstlösung, bei schweren Konflikten unterstützen sie die Fremdlösung durch externe Beratung, und bei Gewalt intervenieren sie per Machteingriff.

Was bedeutet „Win-Win-Phase“ im Kontext des Eskalationsmodells?

Die „Win-Win-Phase“ umfasst die ersten drei Stufen der Konflikteskalation, in denen die Konfliktparteien noch in der Lage sind, den Konflikt eigenständig zu lösen und daraus zu lernen, da noch "Selbstheilungspotenziale" bestehen.

Inwiefern ist das Modell nicht als „Patentrezept“ zu verstehen?

Das Modell ist kein starres „Patentrezept“, da Konflikte dynamisch sind, Parteien nicht immer auf derselben Eskalationsstufe sein müssen und Stufen übersprungen werden können. Daher erfordert Konfliktmanagement Flexibilität und gegebenenfalls professionelle Beratung.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Konfliktdeeskalation und Konfliktintervention nach Friedrich Glasl
Subtitle
Hintergrund, Anwendungsbeispiel und Aktualität eines klassischen Konfliktmodells
Course
Master of Public Management; Modul 3: Persönliche und soziale Kompetenzen für Führungsaufgaben; Teilmodul: 3.3 Konfliktmanagement
Grade
1,0
Author
Maximilian Braun (Author)
Publication Year
2025
Pages
13
Catalog Number
V1623490
ISBN (PDF)
9783389158555
ISBN (Book)
9783389158562
Language
German
Tags
Konfliktdeeskalation Konfliktintervention Friedrich Glasl Konfliktmanagement Persönliche und soziale Kompetenzen für Führungsaufgaben Phasenmodell der Eskalation Konfliktbehandlung Interventionsarten Interventionsrichtungen Strategiemodell für Führungsinterventionen Ansatzpunkte für Interventionen Sechs seelische Faktoren Fünf Diagnosedimensionen Stufenmodell der Eskalation Treppe in den Abgrund Win-Win-Phase Win-Lose-Phase Lose-Lose-Phase präventiv-de-eskalierend präventiv-eskalierend kurativ-de-eskalierend kurativ-eskalierend HSPV NRW
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Braun (Author), 2025, Konfliktdeeskalation und Konfliktintervention nach Friedrich Glasl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1623490
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint