Fördern von Bildungsprozessen in der Schuleingangsphase. Qualitätskonzepte und Tests


Hausarbeit, 2007
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Qualitätskonzept des KES-R und KES-R-E
2.1 Aufbau, Anwendung und Durchführung der KES-R und KES-R-E
2.2 Auswertung der KES-R
2.3 Auswertung der KES-R-E
2.4 Interpretation der Ergebnisse aus KES-R und KES-R-E

3 Konzeption des ARS-Tests
3.1 Durchführung des ARS-Tests
3.2 Auswertung des ARS-Tests

4 Konzeption des MZ-Tests
a. Beschreibung, Durchführung und Auswertung der MZ-Tests

5 Konzeption des Verfahrens zur Erfassung sozial-emotionaler Erfahrungen von Kindern
a. Auswertung der sozial-emotionalen Erfahrungen

6 Schluss

1 Einleitung

Als Versuchsleiterin in Rahmen des FiS-Projekts[1] besuchte ich im Juni 2007 den Kindergarten X.

Das FiS-Projekt ist ein als Längsschnittstudie angelegtes Forschungsprojekt, welches etwa 600 Kinder aus dem Raum A-Stadt vom letzten Kindergartenjahr bis zum Ende des zweiten Schuljahres begleitet.

Ziel der Studie ist es Informationen über die Wirksamkeit von Bildungsprozessen und Fördermaßnahmen in der Schuleingangsphase zu gewinnen. Mit Bildungsprozessen sind an dieser Stelle besonders Prozesse im „schriftsprachlichen, mathematischen und sozial-emotionalen Bereich“[2] gemeint. Ergänzend zu Kindergarten und Grundschule wird auch der Einfluss des Elternhauses in den Blick genommen.

Im Kindergarten X werden derzeit 95 Kinder von 7 Fachkräften und einer Leiterin in 4 Gruppen betreut.

Mein Aufenthalt im Kindergarten X fand im Rahmen der zweiten Erhebungsphase der Hauptstudie kurz vor den Sommerferien der Kinder statt. Die ersten drei Tage machte ich meine Beobachtungen in der Gruppe A. Da ich die Beobachtungstermine in dem Kindergarten erst kurz vor den Sommerferien ausmachen konnte, ist es mir leider nicht möglich gewesen die Vorschulgruppen zu beobachten, da an einem möglichen Termin ein Polizeibesuch und an dem anderen das Schultütenbasteln stattfand. Anschließend fand die Vorschulgruppe nicht mehr statt. Deshalb kann ich in meinen Beobachtungsprotokollen nur von dem normalen Kindergartenalltag der Gruppe A berichten.

Auf der Basis dieser Beobachtungen und dem abschließend Gespräch mit einer der beiden Erzieherinnen dieser Gruppe sollte die Auswertung mit KES-R und KES-R-E erfolgen. Diese sind zwei Skalen zur Feststellung pädagogischer Prozessqualität in Kindergärten. Die folgenden zwei Tage wurden für die Durchführungen des MZ-Tests und des ARS-Tests verwendet, welche die mathematischen und schriftsprachlichen Vorläuferfähigkeiten der Kinder messen sollen. Dieses Test wurden mit 3 Kindern aus einer Gruppe (A) des Kindergartens durchgeführt. An meinem letzten Tag in der Kindertagesstätte fand das Gespräch mit der Erzieherin statt. Die Ergebnisse aus KES-R, KES-R-E, MZ-Test und ARS-Test sollen im Folgenden näher betrachtet werden.

2 Das Qualitätskonzept des KES-R und KES-R-E

Die KES-R und KES-RE Skalen sind Instrumente zur Einschätzung der pädagogischen Qualität von Kindergärten. Bei KES-R handelt es sich um eine weiterentwickelte deutsche Version der ECERS-R[3]. KES-R-E ist eine inhaltliche Ergänzung zu KES-R basierend auf ECERS-E, mit dem Fokus auf sprachliche, mathematische und naturwissenschaftliche Angebote im Kindergarten. Es wurde mit der Forschungsversion der

KES-R-E gearbeitet, da diese noch nicht veröffentlicht ist.

Die sprachliche und mathematisch-naturwissenschaftliche Förderung im Kindergarten werden derzeit besonders betont und in den Blick der Wissenschaft genommen. Dies hat eine ständige Überarbeitung der Definition von Qualität im Elementarbereich zur Folge, da die aktuellen Forschungsergebnisse verarbeitet werden.

Was genau ist aber die pädagogische Qualität eines Kindergartens?

„Pädagogische Qualität ist in Kindergärten dann gegeben, wenn diese die Kinder der körperlich, emotional, sozial und intellektuell fördern, ihrem Wohlbefinden sowie ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Bildung dienen und damit auch die Familien und ihre Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsverantwortung unterstützen.“[4]

Die Anforderungen diese pädagogische Qualität zu erfüllen können jedoch individuell sehr verschieden sein. Der Qualitätsbegriff ist also insbesondere auch durch den Blickwinkel geprägt.

Auf den Elementarbereich bezogen ist einleuchtend, dass Eltern, Erzieher und Kinder unterschiedliche Anforderungen an die Kindergärten stellen.

Eltern sind z.B. an langen und flexiblen Öffnungszeiten interessiert, während die Fachkräfte im Gegensatz dazu an eigenen familienfreundlichen Arbeitszeiten interessiert sind.

Die Entwickler der KES-R und KES-R-E betrachten die pädagogische Prozessqualität aus Sicht der Kinder. Der Prozessbegriff wird sehr weit gefasst, indem alle Aspekte, die konkreten Einfluss nehmen und gestalten, mit einbezogen werden. Die pädagogische Orientierung ist Basis für die Gestaltung der Aspekte, sie umfasst die Betonung des aktiven Lernens, die Interaktion, sowie eine Umwelt, die Unabhängigkeit und Wohlbefinden der Kinder und auch Erzieher unterstützt.[5]

2.1 Aufbau, Anwendung und Durchführung der KES-R und KES-R-E

Die KES-R besteht aus insgesamt dreiundvierzig Merkmalen und sieben Überpunkten, die jeweils vier bis zehn Merkmale beinhalten. Die jeweiligen Unterpunkte haben eine Skala von eins bis sieben, wobei den Zahlen 1, 3, 5, 7 Aspekte zugeordnet sind welche als gegeben oder nicht gegeben zu bewerten sind. 1 gilt hierbei als unzureichende Qualität 7 als ausgezeichnete Qualität. Die höhere Stufe kann nur erreicht werden, wenn die vorherige Stufe komplett positiv bewertet wurde. Dies bedeutet konkret, wenn ein Aspekt aus Stufe 3 negativ bewertet wurde, kommen die Stufen 5 und 7 nicht mehr in Frage. Ist eine Stufe nur in einigen Aspekten positiv bewertet so wird die Zwischennote zur niedrigeren Stufe vergeben, das heißt bei komplett positiver Bewertung in 3 und teilweise positiver Bewertung in 5 wird eine 4 vergeben. Gleiches Verfahren gilt für die KES-R-E, die sich aus vier Überpunkten mit drei bis sechs Merkmalen zusammensetzt. Die Inhalte der Skalen und Merkmale werden später näher erläutert.

Die Bewertung erfolgt auf Basis von drei Beobachtungstagen. Alle drei Beobachtungen fanden vormittags in der Gruppe Villa Kunterbunt, auf dem Flur, in der Turnhalle, in der Küche, in dem Sternchenraum (Kuschelraum) und im Außerbereich statt. Es folgte an einem weiteren Tag ein Gespräch mit der Gruppenleiterin zu offenen Fragen, welches ca. dreißig Minuten un Anspruch nahm. Die Gruppe wurde an zwei Tagen von einer Erzieherin und am dritten Tag von einer anderen Erzieherin betreut, was jedoch nicht zu unterschiedlichen Beobachtungsergebnissen im Verhalten der Erzieherinnen führte. Das Gespräch fand mit der Erzieherin statt, die ich nur an einem Tag beobachtet habe.

2.2 Auswertung der KES-R

Der erste große Bereich mit acht Merkmalen bezieht sich auf Platz und Ausstattung. Die Räume des Kindergartens X sind in einem sauberen und guten Zustand. Dies gilt auch für das Mobiliar. Die Ausstattung ist in allen Bereichen kindgerecht. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Gruppenräume selbst für die Anzahl der Kinder zu klein sind. Doch können sich die Kinder auch im Flur aufhalten. Dort befinden sich auch die Frühstücksecke, sowie eine Spielburg und weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder. Somit ist genügend Bewegungs- und Aufenthaltsfläche vorhanden. In der Gruppe selbst gibt es eine Leseecke, eine Bauecke, eine Rollenspielecke, einen Maltisch, sowie weitere Tische für feinmotorische Aktivitäten und kreatives Spielen. Eine Rückzugsmöglichkeit bietet der Sternchenraum, der mit weichen Teppichboden, einem Sofa, Kissen und Kuscheltieren ausgestattet ist. Dieser darf auch nicht mit Schuhen betreten werden und die Kinder können sich jederzeit in diesen Raum zurückziehen.

Grobmotorische Aktivitäten sind im Gruppenraum kaum möglich, dies kann nur im Flur auf der Spielburg oder im Außerbereich geschehen.

Der Außenbereich ist sehr variationsreich gestaltet. Die Kinder können auf Pflastersteinen mit Treckern oder Dreirädern fahren, im Sand spielen oder auf einem Turnhallen ähnlichen Boden Fußball, sowie Basketball spielen. Weiterhin befinden sich im Außenbereich eine Schaukel, eine Rutsche, eine Sandburg etc. Den Kindern bleib also genügend Freiraum für grobmotorische Aktivitäten.

Das einzig Negative in diesem Bereich ist, dass der Bereich für grobmotorische Aktivitäten nicht günstig gelegen ist, da es im Außenbereich keine Aufbewahrungsmöglichkeiten gibt und die Kinder nicht direkten Zugang zu den Toiletten oder Trinkwasser haben, sondern dafür erst durch den halben Kindergarten laufen müssen. Es wird also ein Merkmal mit 6, die übrigen mit 7 bewertet, was in dem Bereich Platz und Ausstattung zu einer Gesamtnote von 6,9 führt.

Der folgende Bereich bewertet die Betreuung und Pflege der Kinder.

Die Begrüßung und verläuft stets sehr ausführlich und freundlich. Jedes Kind wird einzeln, wenn es ankommt begrüßt. Meistens reicht man sich hierbei die Hand, auch die Eltern werden begrüßt und es findet öfters ein kurzes Gespräch über allgemeine Dinge statt. Wissen die Kinder anschließend nicht, was sie tun sollen, wird ihnen geholfen eine Beschäftigung zu finden. Meistens allerdings frühstücken die Kinder erst im Flur in der Frühstücksecke. Hierbei sitzt meistens eine Erzieherin mit am Tisch, dies ist allerdings nicht unbedingt die Gruppenleiterin, da Kinder aus verschiedenen Gruppen am Frühstückstisch sitzen, je nach dem, wann sie im Kindergarten eintreffen. Das kindgerechte Besteck und die Teller müssen anschließend selbstständig von den Kindern wieder weggeräumt werden. Außerdem putzen sich die Kinder nach dem Essen die Zähne. Da die Toiletten sehr kindgerecht sind, benötigen sie hierbei meistens keine Hilfe.

Ruhe- und Schlafzeiten gibt es in dem Kindergarten nicht, es besteht zwar die Möglichkeit sich im Sternchenraum zurückzuziehen, dies ist allerdings nicht mit den sonst üblichen Ruhe- und Schlafzeiten zu vergleichen.

Die Verabschiedung verläuft ebenfalls sehr harmonisch. Hierzu bilden die Kinder einen Stuhlkreis. An einem Tag hatte ein Kind Geburtstag, deshalb darf es auf dem „Geburtstagsstuhl“ sitzen und die anderen Kinder singen, außerdem bekommt es auch eine Geburtstagskrone, auf der das Alter steht. Ansonsten wird im Stuhlkreis noch einmal der Tagesablauf reflektiert und die Arbeiten der Kinder werden ausgeteilt.

Da das Merkmal Ruhe und Schlafzeiten nicht bewertet werden kann und alle anderen Merkmale mit 7 bewertet werden können, ergibt dies eine Gesamtnote von 7.

Die nächsten Merkmale beziehen sich auf sprachliche und kognitive Anregungen. Der Bereich Bücher kann mit 7 bewertet werden. Der Bereich Anregung zur Kommunikation kann ebenfalls mit 7 bewertet werden, da die Erzieherin z.B. die Namen der Tiere auf die gemalten Bilder der Kinder geschrieben hat und dabei jeden einzelnen Buchstaben beim Schreiben laut betont hat.

Außerdem unterhält sich die Erzieherin mit allen Kindern individuell und nicht nur oberflächlich. Sie regt auch Gespräche zwischen den Kindern an oder stellt Fragen bei denen die Kinder erst einmal nachdenken müssen, wie z.B. beim Mensch-ärger-dich-nicht spielen. Hier hat ein Kind erst eine 3 gewürfelt und in der nächsten Runde eine 5. Daraufhin meinte das Kind, dass es jetzt eine doppelt so hohe Zahl gewürfelt hätte. Die Erzieherin fragte ihn, ob den das doppelte von 3 wirklich 5 sei, woraufhin das Kind nach kurzer Überlegung sagte, dass das doppelte von 3 6 sei.

Die Nutzung der Sprache zur Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten wurde mit 5 bewertet, da die Aspekte unter 7 nicht beobachtet wurden.

Insgesamt kann der Bereich sprachliche und kognitive Anregungen mit 7 bewertet werden.

Der nächste große Bereich umfasst Merkmale zu den Aktivitäten. Mit 7 Punkten wurden die feinmotorischen Aktivitäten, sowie die Förderung von Toleranz und Akzeptanz von Verschiedenartigkeit/Individualität. Hier ist mir besonders positiv aufgefallen, dass die Erziehrinnen stets darum bemüht waren ein Russlanddeutsches Kind, welches der deutschen Sprach noch nicht allzu mächtig war, stets in die Gruppe zu integrieren. Auch finden gemeinsam geplante Veranstaltungen statt um den Kindern andere Kulturen näher zu bringen, wie z.B. gemeinsames Kochen und Essen eines türkischen Gerichts.

Künstlerisches Gestalten, Musik und Bewegung, Bausteine, Sand/Wasser, sowie Naturerfahrungen/Sachwissen werden mit je 6 bewertet. Im Bereich Naturerfahrungen/Sachwissen wird sehr schön deutlich, dass dies den Kindern sowohl im Außenbereich durch da Anlegen eines Blumenbeets, sowie im Gruppenraum durch ein Pflanzenterrarium mit verschiedenen Käfern möglich ist. Der Bereich Rollenspiel kann nur eine 4 erlangen, da das Rollenspiel nicht im Außenbereich möglich ist und keine Ausstattung für mindestens zwei verschiedene Themen täglich zur Verfügung steht.

Für das Merkmal zum mathematischen Verständnis gab es 5 Punkte, da keine Aktivitäten zum Bereich Mathematik/Zählen, die eine intensive Vorbereitung durch die Erzieherin erfordern mindestens alle zwei Wochen angeboten werden, auch werden die zwar vorhandenen Materialen nicht ausgetauscht um das Interesse aufrecht zu erhalten.

Ein Computer ist im Kindergarten nicht vorhanden, der Kassettenrekorder wird vor allen beim Sportunterricht genutzt und der Fernseher und Videorekorder für Videos über Kinderdokumentationen, als Einstiegsthema z.B. zum Bereich Polizei. Es ergibt sich also aus diesen Merkmalen eine 5,9 für den Bereich Aktivitäten.

Im Folgenden werden die Merkmale zur Interaktion erläutert. Die Beaufsichtigung im grobmotorischen Bereich wie auch allgemein war immer vorausschauend. Es wurde gefahren vorgebeugt und die Kinder wurden auf Fehlverhalten hingewiesen. Es wurde den Kindern dabei viel Freiraum eingeräumt. Die Erzieherinnen beschränkten sich jedoch auf das Beaufsichtigen, unterhielten sich hierbei allerdings nur miteinander und nicht mit den Kindern. Sie schlugen auch keine Spielideen vor, oder halfen den Kindern beim Aufbauen von Verkehrszeichen. Nur wenn die Kinder sich stritten, wurde eingegriffen. Deshalb führt es hier zu Abzügen im bei dem Merkmal Begleitung/Anleitung bei grobmotorischen Aktivitäten. Hier kann nur eine 5 vergeben werden. Dies ist allerdings nur auf den Außenbereich beschränkt. Im Innenbereich werden den Kindern Spielvorschläge etc. gemacht. Auch bezieht die Erzieherin die Kinder immer direkt mit ein, wenn es darum geht Konflikte zu lösen. So konnte ich beobachten, wie die Erzieherin zwei Kinder an die Seite genommen hat, als das eine dem anderen laut ins Ohr geschrien hat. Sie redete ausführlich mit beiden oder die Situation, bis sie sich wieder vertragen haben. Die Interaktion zwischen Kind und Erzieherin war stets freundlich und respektvoll. Generell beschäftigten sich die Kinder häufig in Kleingruppen, die sich selbstständig zusammen fanden. Da die restlichen Merkmale aus diesem Bereich mit einer 7 bewertet werden können, kommt es zu einem Gesamtergebnis von 6,4.

Die Strukturierung der pädagogischen Arbeit setzt sich aus 4 Merkmalen zusammen. Für Tagesablauf und Gruppenstruktur können 7 Punkte vergeben werden. Das Freispiel erhält 6 Punkte. Es herrschen fließende Übergänge zwischen den täglichen Ereignissen, bei denen die Kinder nicht warten müssen. Einzige Ausnahme bleibt das Turnen. Hier müssen die Kindern im Flur auf der Bank sitzen und warten bis alle Kinder ihre Turnbeutel haben, um dann gemeinsam in die Turnhalle zu gehen. Sehr häufig zu beobachten war auch, dass die Erzieherinnen sich sowohl mit einzelnen Kindern, wie auch mit Kleingruppen beschäftigt haben. Das Merkmal Vorkehrungen für Kinder mit Behinderungen kann nicht beurteilt werden, da der Kindergarten X keine Kinder mit Behinderungen aufnimmt. Es ergibt sich dann damit eine 6,7 für die Struktur der pädagogischen Arbeit.

Der letzte Bereich vereint Merkmale zum Thema Eltern und Erzieherinnen.

Die Elternarbeit verläuft im Kindergarten X sehr gut. Die Eltern bekommen Informationen zu diversen Themen und sind ständig aufgefordert Verbesserungsvorschläge zu machen. Auch werden sie in Aktionen eingebunden, um die Zusammenarbeit zu stärken. Es wird hier eine 7 vergeben, ebenso für die Berücksichtigung fachlicher Bedürfnisse der Erzieherinnen, sowie die Fortbildungsmöglichkeiten, die ständig vom Kindergarten aus angeboten und unterstützt werden. Auch die Interaktion und Kooperation der Erziehrinnen erhält eine 7, da sie z.B. beim gemeinsamen Weihnachtsessen und sonstigen Betriebsfesten immer gestärkt wird. Ebenso kann die fachliche Unterstützung und Evaluation mit 7 bewertet werden, da die Erziehrinnen eine jährliche Selbsteinschätzung tätigen, ebenso finden Besprechungen und Hospitationen statt, bei denen über eventuelle Fehler und Fehlverhalten diskutiert wird. Lediglich die Berücksichtigung persönlicher Bedürfnisse kann mit 6 beurteilt werden, da es keine festen und flexiblen Pausen für die Erziehrinnen gibt. Es ergibt sich aus diesen Merkmalen eine Punktzahl von 6,8 für den letzten Bereich.

Der Durchschnitt aller Merkmale beträgt Punkte 6,7.a

[...]


[1] FiS: F ördern der Bildungsprozesse von Kindern i n der S chuleingangsphase, Projekt der Universität Münster

[2] Abschnitt zu Ziel- und Fragestellung der Studie im Projekt-Flyer

[3] ECERS: Early Childhood Education Rating Scale, erschienen in den USA1980, überarbeitete ECERS-R erschienen in den USA1998, Erweiterung ECERS-E erschienen in Großbritannien 2003

[4] Zitiert nach: Kindergarten-Skala (KES-R). Feststellung und Unterstützung pädagogischer Qualität im Kindergarten. Tietze, 2006. S.6

[5] Vergleiche: Kindergarten-Skala (KES-R). Feststellung und Unterstützung pädagogischer Qualität im Kindergarten. Tietze, 2006

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Fördern von Bildungsprozessen in der Schuleingangsphase. Qualitätskonzepte und Tests
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V164089
ISBN (eBook)
9783668306431
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fördern, bildungsprozessen, schuleingangsphase, qualitätskonzepte, tests
Arbeit zitieren
Olga Hock (Autor), 2007, Fördern von Bildungsprozessen in der Schuleingangsphase. Qualitätskonzepte und Tests, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164089

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