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Kompetenzstandards in der Berufsbildung

Der Kompetenzbegriff in der Ausbildungsordnung

Title: Kompetenzstandards in der Berufsbildung

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Maximilian Stangier (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Im Seminar „Bildungs- und Kompetenzstandards als Rahmen beruflichen Lernens und Lehrens“ wurde der Begriff des kompetenzbezogenen Bildungsstandards, welcher in Zukunft der grundlegende Referenzpunkt für ein modernes Bildungssystem sein soll, grundlegend erörtert. Ausgehend von der Herkunft, den allgemein bildenden Schulen und den Hochschulen, ist für den Bereich der beruflichen Bildung ebenfalls die Einführung umfassender Standards vorgesehen. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, umfassend berufliche Kompetenzen zu erfassen, zu evaluieren, vergleichbar zu machen und daraufhin Ausbildungsordnungen zu gestalten. Nun besteht für das duale System der Berufsausbildung unter anderem das Problem, dass es kein einheitliches Verständnis von Standards oder dem Kompetenzbegriff gibt. Die bestehenden Definitionsansprüche sind darüber hinaus oftmals auch nicht kompatibel oder standardisiert vergleichbar. Ziel des Seminars war es, einen Überblick über diese und damit einhergehende Problematiken zu erhalten.
Im Rahmen dieser Aufgabe wurde auch ein aktuelles Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vorgestellt. Eine Forschergruppe, im Kern bestehend aus Frau Kathrin Hensge, Gunda Görmar, Barbara Lorig, Helga Molitor und Daniel Schreiber versucht anhand „eines theoretisch fundierten Kompetenzmodells ausgewählte Ausbildungsordnungen exemplarisch kompetenzbasiert zu entwickeln und eine Empfehlung zur Gestaltung kompetenzbasierter Ausbildungsordnungen für die Ordnungspraxis zu erarbeiten“ (Hensge et al. 2008b, S.3). Die Vorstellung des Projektes erfolgte auf Grundlage des Anfang Oktober 2008 erschienen Zwischenberichtes. Der Forschungszeitraum war von Beginn 2007 bis zum Ende des vierten Quartals 2008 wobei die gesammelten Ergebnisse spätestens Mitte des Jahres 2009 publiziert werden sollen.
Ziel der vorliegenden Ausarbeitung ist es, die Arbeit der Forscher im Wesentlichen zu beschreiben, ihre bisher veröffentlichten Ergebnisse darzustellen, kritisch zu beleuchten sowie einen Ausblick auf die noch zu erwartenden Ergebnisse zu geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemdarstellung und forschungsbegründende Annahmen

3. Forschungsziele/ Fragestellung

4. Konzeption und Methodik

5. Bildungsstandards – Systematik

5.1 Ordnungspolitische Grundlagen

6. Theoretische Herleitung Kompetenzverständnis

6.1 Kompetenzmodelle im Einzelnen

7. Weiterführung – kompetenzbasierte Ausbildungsordnung

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung von kompetenzbasierten Bildungsstandards in der beruflichen Bildung unter besonderer Berücksichtigung eines aktuellen Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Ziel ist es, den wissenschaftlichen Diskurs um Kompetenzbegriffe aufzugreifen, das BIBB-Forschungsprojekt kritisch darzustellen und die Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung dieser Standards in Ausbildungsordnungen zu analysieren.

  • Analyse der Übertragbarkeit von Bildungsstandards aus dem allgemeinbildenden auf den beruflichen Bereich.
  • Diskussion des theoretischen Kompetenzverständnisses und relevanter Kompetenzmodelle.
  • Untersuchung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für kompetenzbasierte Ausbildung.
  • Evaluation des methodischen Ansatzes zur Gestaltung kompetenzbasierter Ausbildungsordnungen.
  • Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und empirischer Realisierung in Zwischenberichten.

Auszug aus dem Buch

5.1 Ordnungspolitische Grundlagen

Mit einem System zur Ordnung an der Hand ergibt sich im Forschungsprozess nun das nächste Problem. Ausbildungsordnungen haben eine ordnungspolitische Vorgabe und damit eine rechtliche Grundlage. Damit ist es nicht möglich frei zu planen und zu forschen, ohne den Bezug zwischen Sinnhaftigkeit und ordnungspolitischer Vorgabe zu betrachten, also schlicht der Frage warum Ausbildungskonzeptionen kompetenzbasiert und nach Standards ausgerichtet werden sollen. Die Verankerung des Kompetenzkonzeptes und die Einführung von kompetenzbasierten Standards begannen bereits 1996 mit der Einführung des Lernfeldkonzeptes, durch die Kultusministerkonferenz, in die Rahmenlehrpläne berufsbezogenen Lernens. Dort heißt es:

Die Rahmenlehrpläne der Kultusministerkonferenz für den Unterricht im berufsbezogenen Lernbereich greifen diesen Ansatz auf. Sie sind nach Lernfeldern strukturiert, die aus beruflichen Handlungsfeldern abgeleitet werden und bilden eine umfassende Handlungskompetenz ab. Ihre wesentliche Bezugsebene sind damit berufliche Prozesse (vgl. KMK 2007, S.4).

Vor diesem Hintergrund wird für die Forschungsgruppe der Bezug zum Thema Kompetenz und Standards weiterhin durch die Verwendung des Begriffes „berufliche Handlungsfähigkeit“ im BBiG hergestellt. Hier findet sich auch eine Begründung für die langfristige kompetenzbasierte Umstellung von Ausbildungsordnungen und deren Ausrichtung nach Standards.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des fehlenden einheitlichen Kompetenzbegriffs in der Berufsbildung ein und stellt das untersuchte BIBB-Forschungsprojekt vor.

2. Problemdarstellung und forschungsbegründende Annahmen: Hier werden die Ursprünge der Bildungsstandards in der Klieme-Expertise und deren mögliche Anwendung zur Qualitätssteigerung in der beruflichen Bildung erörtert.

3. Forschungsziele/ Fragestellung: Das Kapitel erläutert den Anspruch, aus bestehenden Theorien ein geschlossenes Kompetenzmodell für die Berufsbildung zu entwickeln und zu operationalisieren.

4. Konzeption und Methodik: Es wird die zweigeteilte Arbeitsweise des Projekts beschrieben, die zwischen theoretischer Modellentwicklung und deren empirischer Erprobung in Ausbildungsordnungen unterscheidet.

5. Bildungsstandards – Systematik: Dieses Kapitel analysiert die Übertragung der Drei-Schritt-Systematik nach Sloane auf den beruflichen Bereich unter Berücksichtigung domänenspezifischer Besonderheiten.

5.1 Ordnungspolitische Grundlagen: Hier wird der rechtliche Bezug zum BBiG und das Lernfeldkonzept als Basis für kompetenzbasierte Ausbildung diskutiert.

6. Theoretische Herleitung Kompetenzverständnis: Das Kapitel verortet das Forschungsvorhaben in der pädagogischen Anthropologie von Heinrich Roth und dem Kompetenzbegriff als Basis für berufliche Handlungsfähigkeit.

6.1 Kompetenzmodelle im Einzelnen: Es erfolgt eine kursorische Vorstellung verschiedener Struktur- und Niveaumodelle, die als Grundlage für das BIBB-Projekt dienen.

7. Weiterführung – kompetenzbasierte Ausbildungsordnung: Dieser Abschnitt beschreibt das Drei-Komponenten-Modell (Prozess-, Kompetenzorientierung und Kompetenzentwicklung) zur Gestaltung moderner Ausbildungsordnungen.

8. Ausblick: Der Ausblick kritisiert die noch unvollständige Fundierung der Ansätze im Zwischenbericht und fordert die Publikation der endgültigen empirischen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Berufsbildung, Kompetenzstandards, Bildungsstandards, Ausbildungsordnung, BIBB, Handlungsfähigkeit, Kompetenzmodell, Lernfeldkonzept, Ordnungspolitik, Kompetenzdiagnostik, berufliche Bildung, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Versuch auseinander, nationale Bildungsstandards in die duale Berufsbildung zu integrieren, wobei das spezifische Forschungsprojekt des BIBB im Fokus steht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Herleitung von Kompetenzbegriffen, die Systematik von Bildungsstandards sowie die ordnungspolitische Gestaltung von Ausbildungsordnungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Arbeit der BIBB-Forschergruppe zu beschreiben, deren bisherige Ergebnisse kritisch zu beleuchten und den Diskurs um kompetenzbasierte Ansätze in der beruflichen Bildung einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rezeptive Analyse von Fachliteratur und dem aktuellen Zwischenbericht des BIBB, um die theoretische Fundierung und den praktischen Ansatz des Forschungsprojekts aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Kompetenzmodelle, die Diskussion ordnungspolitischer Rahmenbedingungen sowie die Vorstellung des geplanten Drei-Komponenten-Modells zur Modernisierung der Ausbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Berufsbildung, Kompetenzstandards, Ausbildungsordnung, BIBB, Handlungsfähigkeit und Kompetenzmodell.

Warum wird der "Domänenbezug" als kritisch angesehen?

Im Gegensatz zum allgemeinbildenden Bereich ist Kompetenz in der Berufsbildung untrennbar mit spezifischen beruflichen Handlungsfeldern verknüpft, was eine allgemeingültige Messung ohne Kontextbezug erschwert.

Was kritisiert der Autor am untersuchten Zwischenbericht?

Der Autor bemängelt die fehlende empirische Untermauerung der Modellauswahl sowie die Diskrepanz zwischen dem hohen Anspruch an ein neues Modell und der tatsächlichen Aussagekraft des vorliegenden Zwischenergebnisses.

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Details

Title
Kompetenzstandards in der Berufsbildung
Subtitle
Der Kompetenzbegriff in der Ausbildungsordnung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,0
Author
B.A. Maximilian Stangier (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V166615
ISBN (eBook)
9783640834945
ISBN (Book)
9783640834686
Language
German
Tags
kompetenzstandards berufsbildung kompetenzbegriff ausbildungsordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Maximilian Stangier (Author), 2008, Kompetenzstandards in der Berufsbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166615
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