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Lerntheoretische Grundlagen zur formalen, non-formalen und informellen Bildung

Title: Lerntheoretische Grundlagen zur formalen, non-formalen und informellen Bildung

Presentation (Elaboration) , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Maximilian Stangier (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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[...] Im Seminar „Konzepte der Validierung nicht-formalen und informellen Lernens“ des Frühjahrstrimester 2010, stand die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Ansätzen der Validierung, im Kontext zu Konzepten wie dem Deutschen oder auch dem Europäischen Qualifikationsrahmen, im Mittelpunkt. Ne-ben vielen Beiträgen, welche Validierungskonzepte aus unterschiedlichen europäi-schen Staaten vorstellten, sowie der Darstellung des wissenschaftlichen Diskurses rund um die Prozesse der Validierung informeller und non-formaler Bildung, wurde auch ein Versuch unternommen, den unterschiedlichen Validierungskonzepten und Bildungssystematiken entsprechende Lerntheorien gegenüberzustellen. In dieser Referatsarbeit soll, der Systematik des Vortrags folgend, zunächst geklärt werden was Lernen grundsätzlich überhaupt ist und Anhand unterschiedlicher Lern-theorien die Vielfalt der verschiedenen Ansätze dargestellt werden. In der Folge werden die Systeme bzw. die Kategorisierung in formale, non-formale und informel-le Bildung erläutert. Hier wird kontextbezogen betrachtet, an welchen Orten Lernen stattfindet. In dem Seminar wurde im Anschluss im Plenum versucht in Form der Synthese den jeweiligen Bildungssystematiken entsprechende Lerntheorien zuzuord-nen, welche ihrerseits wiederum als theoretische Begründung für Validierungskon-zepte herangezogen werden könnten. Aus diesem Vorgehen leitet sich die For-schungsfragen für die folgende Untersuchung ab: Können den unterschiedlichen Bil-dungssystematiken bestimmte lerntheoretische Ansätze zugeordnet werden? Diese Forschungsfrage ist Grundbedingung für weiterführende Betrachtungen, wel-che sich mit den theoretischen Grundsätzen für Validierungskonzepte und Anerken-nungsverfahren befassen. Sie sollen in dieser Untersuchung allerdings nur angerissen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Lernen

2.1 Die Lernformen

3. Unterschiedliche Bildungssystematiken

3.1 Formales Lernen

3.2 Non-formales Lernen

3.3 Informelles Lernen

4. Anerkennung von non-formaler und informeller Bildung

5. Zusammenführung von Bildungssystematik und Lerntheorie

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Lernens im Kontext von formaler, non-formaler und informeller Bildung. Ziel ist es, lerntheoretische Ansätze den verschiedenen Bildungssystematiken zuzuordnen, um so eine theoretische Begründung für die Anerkennung und Validierung informell erworbener Kompetenzen zu erarbeiten.

  • Lerntheoretische Grundlagen (Behaviorismus bis Kognitivismus)
  • Systematik formaler, non-formaler und informeller Bildung
  • Zusammenhang zwischen Bildungskontexten und Lerntheorien
  • Validierung informell erworbener Fähigkeiten
  • Kompetenzorientierung in modernen Bildungssystemen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Lernformen

Die Grundlage der Perspektive moderner Psychologie auf den Komplex Lernen findet sich in den Arbeiten von John Watson (1878-1958), der die psychologische Schule des Behaviorismus begründete (vgl. Zimbardo, Gerrig 2004, S.244). Er machte beobachtbare Prozesse zur Grundlage seiner Betrachtungen und schloss Introspektion, also Selbstberichte über Empfindungen, bildhafte Gefühle und Eindrücke, als inakzeptabel zur Untersuchung von Verhalten aus. Burrhus Frederic Skinner (1904-1990) vertrat diese Position in radikalisierte Weise und untersuchte ebenfalls ausschließlich beobachtbare Prozesse. Er postulierte, dass jede biologische Art mit einem Repertoire von Verhaltensweisen ausgerüstet geboren würde. Alles Verhalten, das über dieses Repertoire hinausgeht, könne darüber hinaus als Ergebnis einfacher Formen des Lernens verstanden werden (vgl. Zimbardo, Gerrig 2004, S.245).

Hieraus entwickelt sich das Konzept, das jegliches Verhalten, auch Denken wird in diesem Sinne als eine bestimmte Form von Verhalten verstanden, durch Stimuli in der Umwelt hervorgerufen wird. Die Schlussfolgerung: Eine Grundform des Lernens, bezeichnet als Reiz-Reaktions-Lernen, bezeichnet den Vorgang der Vorhersage eines bestimmten Ereignisses anhand eines anderen Ereignisses. Der Organismus lernt eine neue Assoziation zwischen zwei Reizen zu knüpfen, die vorher nicht vorhanden war (vgl. Zimbardo, Gerrig 2004, S.246).

Die bekannteste Form des Reiz-Reaktions-Lernen ist das klassische Konditionieren, um die Jahrhundertwende entdeckt durch den russischen Physiologen Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936) (vgl. Edelmann 2000, S.31). Beim Grundmechanismus des klassischen Konditionierens wird eine elementare Reaktion, die durch einen bestimmten Reiz ausgelöst wird, später von einem ursprünglich neutralen Reiz ausgelöst. Erreicht wird dies durch die gleichzeitige oder zeitlich nahe liegende Präsentation von unkonditionierten Stimuli, also Reizen die eine angeborene Reaktion hervorrufen, sowie konditionierten Stimuli, also Reizen die zunächst keine Reaktion hervorrufen (vgl. Mazur 2004, S.95).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens in einer Wissensgesellschaft und problematisiert die traditionelle Zertifizierung ausschließlich formaler Bildung.

2. Was ist Lernen: Dieses Kapitel definiert Lernen als erfahrungsbasierten Prozess und führt zur Einteilung in vier grundlegende Lernformen nach Edelmann.

3. Unterschiedliche Bildungssystematiken: Das Kapitel kategorisiert Bildung in formale, non-formale und informelle Sektoren basierend auf Struktur und Zielsetzung.

4. Anerkennung von non-formaler und informeller Bildung: Es wird die bildungspolitische Notwendigkeit erörtert, informell erworbene Kompetenzen durch geeignete Verfahren sichtbar zu machen.

5. Zusammenführung von Bildungssystematik und Lerntheorie: Eine Synthese versucht, die verschiedenen Bildungssystematiken mit lerntheoretischen Ansätzen in einen theoretischen Kontext zu setzen.

6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass in jedem Bildungskontext prinzipiell verschiedene Lernformen möglich sind, und betont die Rolle des Kompetenzbegriffs.

Schlüsselwörter

Lernen, Bildungssystematik, formale Bildung, non-formale Bildung, informelle Bildung, Lerntheorien, Validierung, Kompetenz, Behaviorismus, kognitive Prozesse, lebenslanges Lernen, Wissenserwerb, Zertifizierung, Reiz-Reaktions-Lernen, Handlungstheorien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den lerntheoretischen Grundlagen, die unterschiedlichen Formen von formaler, non-formaler und informeller Bildung zugrunde liegen, und diskutiert deren Bedeutung für die Anerkennung von Kompetenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Bildungsformen, die psychologischen Lerntheorien (wie Behaviorismus und kognitive Modelle) sowie die bildungspolitischen Ansätze zur Validierung von Lernergebnissen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung der Forschungsfrage, ob den verschiedenen Bildungssystematiken spezifische lerntheoretische Ansätze zugeordnet werden können, um eine theoretische Basis für Anerkennungsverfahren zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse und eine theoretische Gegenüberstellung von Bildungssystematiken und lerntheoretischen Modellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung lerntheoretischer Grundlagen, die Kategorisierung von Bildungssystemen und deren anschließende Verknüpfung unter dem Gesichtspunkt der Anerkennung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kompetenz, Bildungssystematik, Validierung, informelles Lernen, Lerntheorien und Zertifizierung.

Wie unterscheidet sich informelles Lernen vom formalen Lernen?

Während formales Lernen in institutionellen Rahmen mit Curricula und formalen Prüfungen stattfindet, zeichnet sich informelles Lernen durch natürliche, oft beiläufige Prozesse im täglichen Leben aus.

Welches Fazit zieht der Autor zur Zuordnung von Lerntheorien?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass keine Bildungskategorie ausschließlich an eine einzige Lerntheorie gebunden ist, da in jedem Kontext theoretisch unterschiedliche Lernformen zur Anwendung kommen können.

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Details

Title
Lerntheoretische Grundlagen zur formalen, non-formalen und informellen Bildung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,0
Author
B.A. Maximilian Stangier (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V166617
ISBN (eBook)
9783640828333
ISBN (Book)
9783640828814
Language
German
Tags
lerntheoretische grundlagen bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Maximilian Stangier (Author), 2010, Lerntheoretische Grundlagen zur formalen, non-formalen und informellen Bildung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166617
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