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Der Zusammenhang von bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen

Title: Der Zusammenhang von bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen

Term Paper , 2025 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Luisa Pliquett (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Aber welche Störung ist nun ausschlaggebend für die Komorbidität und was muss bei der Behandlung beider Störungen sowie bei deren Zusammenspiel beachtet werden? Mit diesen Fragen setzt sich die folgende Hausarbeit auseinander.
So findet zunächst eine Begriffsbestimmung der Begriffe „Bipolare Störungen“, „Sucht“ in Abgrenzung zur „Abhängigkeit“ statt. Im Anschluss daran wird auf die komorbiden Zusammenhänge beider Störungen eingegangen, bevor sich in Kapitel 3 kurz auf die Diagnostik sowie Behandlungsmaßnahmen bezogen wird. Abgeschlossen wird die Hausarbeit mit einem Fazit und Ausblick auf weitere Forschungsthemen.

Alkohol ist eine in der Gesellschaft schnell zugängliche und akzeptierte Droge (Ullrich, 2018). Viele Deutsche trinken regelmäßig in riskanten Mengen, wobei es das mit am besten vermeidbare Gesundheitsrisiko darstellt (Kiefer et al., 2021). Neben Alkohol gibt es weitere Substanzen aber auch Verhaltensweisen die Abhängig machen können. Bei einer Abhängigkeitsstörung steigt neben anderen Faktoren auch das Risiko für Komorbiditäten. Diese beschränken sich nicht nur auf körperliche Krankheiten, sondern können auch psychisch sein (Kiefer et al., 2021). Eine Komorbidität, die häufig in Zusammenhang mit einer Abhängigkeitserkrankung auftritt ist die Bipolare Störung, welche in verschiedene Untergruppen unterteilt werden kann. Aber auch bipolare Störungen können sich verstärkend auf den Substanzkonsum auswirken. So ist bspw. Alkohol eine viel konsumierte Substanz bei der Bipolar-I Störung (Preuss et al., 2015).

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Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Bipolare Störungen, Sucht und komorbide Zusammenhänge
    • 2.1 Begriffsbestimmung Bipolare Störung
    • 2.2 Begriffsbestimmung Sucht und Abhängigkeit
    • 2.3 Komorbiditäten bipolarer Störung und Abhängigkeitserkrankungen
  • 3 Diagnostik und Behandlungsmaßnahmen
  • 4 Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen. Sie adressiert die zentrale Forschungsfrage, welche der beiden Störungen primär ausschlaggebend für die Komorbidität ist und welche spezifischen Aspekte bei deren Diagnose und Behandlung beachtet werden müssen.

  • Detaillierte Begriffsbestimmung von bipolaren Störungen und Sucht/Abhängigkeit.
  • Analyse der komorbiden Zusammenhänge beider Störungsbilder.
  • Erörterung der Diagnostik bei komorbiden Verläufen.
  • Vorstellung und Diskussion geeigneter Behandlungsmaßnahmen.
  • Beleuchtung der Wechselwirkungen und gegenseitigen Bedingtheit der Erkrankungen.

Auszug aus dem Buch

2.2 Begriffsbestimmung Sucht und Abhängigkeit

In der Literatur wird häufig zwischen „Sucht“ und „Abhängigkeit“ unterschieden, weshalb im Folgenden zunächst eine Bestimmung beider Begriffe stattfinden soll. Der Begriff „Sucht“ kommt ursprünglich aus dem mittelhochdeutschen „siech“ bzw. „siechen“ und bedeutet so viel wie krank bzw. krank sein. Bevor Sucht hauptsächlich mit Alkohol und Alkoholismus in Verbindung gebracht wurde, wurde es zunächst vor allem auf negative Charaktereigenschaften und Laster bezogen, welche nicht der Gesellschaft entsprachen. Nach der Übertragung auf Alkohol wurde der Begriff schließlich ebenfalls auf substanzgebundene und ungebundene Stoffe sowie Verhaltensweisen übertragen (Schmidt-Semisch & Dollinger, 2022, 163). Charakteristisch für eine Sucht sind vor allem das unstillbare Verlangen nach der Substanz, die fehlende Kontrolle über die Konsumintensität, Gewöhnungseffekte sowie Auftreten von Entzugserscheinungen, wenn die Substanz abgesetzt wird. Auch eine gedankliche und verhaltensbezogene Einengung bzgl. der Sucht verbunden mit Impulsivität kann auftreten sowie Konsum trotz negativer Effekte (Prölß et al., 2019, 10f.). Sucht kann somit beschrieben werden als „[...] ein zwanghaftes Verhalten, trotz erheblicher langfristig neg. Auswirkungen anhaltend eine psychotrope Substanz zu konsumieren bzw. ein best. Verhalten auszuüben.“ (Mühlig, 2022). Das zwanghafte Verhalten lässt sich bei der Sucht vor allem dadurch erklären, dass das menschliche Belohnungssystem die Aufmerksamkeit immer wieder auf die Substanz lenkt, um ebendieses wieder auszulösen (Prölß et al., 2019, 10).

„Abhängigkeit“ lässt sich ähnlich definieren. So kann Abhängigkeit zunächst unterschieden werden in körperliche und psychische Abhängigkeit. Körperliche meint hier, dass der Körper Entzugssymptome zeigt, wie bspw. Schmerzen, Krämpfe, Fieber oder Übelkeit bei mangelnder Konsumierung. Psychische Abhängigkeit ist gekennzeichnet durch Depressionen, Angstzuständen, Unruhe und einem starken Drang nach der Substanz. Die Betroffenen können sich schwer auf andere Thematiken einlassen, wenn der Suchtdruck nicht befriedigt wird. Die Substanz wird für das seelische Wohlbefinden gebraucht (Yesil, 2021, 11f.). Somit sind die Kernelemente einer Abhängigkeit ähnlich wie die einer Sucht. Auch hier bestehen Kontrollverlust, die Substanz als Lebensmittelpunkt, ein starkes Verlangen („craving“) und Fortsetzung des Gebrauchs trotz Wissen um die negativen Folgen. Auch der Toleranzeffekt, d.h. eine immer höhere

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen ein, beleuchtet ihre Relevanz als Gesundheitsrisiko und formuliert die Forschungsfragen der Arbeit bezüglich deren Komorbidität und Behandlung.

2 Bipolare Störungen, Sucht und komorbide Zusammenhänge: Dieses Hauptkapitel beginnt mit grundlegenden Begriffsbestimmungen, um ein fundiertes Verständnis der bipolaren Störungen, Sucht und Abhängigkeit zu schaffen, und geht anschließend auf ihre komplexen komorbiden Beziehungen ein.

2.1 Begriffsbestimmung Bipolare Störung: Hier werden die verschiedenen Subtypen bipolarer Störungen nach ICD-11 vorgestellt und die charakteristischen Merkmale von manischen, hypomanischen und depressiven Episoden detailliert beschrieben, einschließlich ihrer Auswirkungen auf Denken, Affekt und Psychomotorik.

2.2 Begriffsbestimmung Sucht und Abhängigkeit: In diesem Kapitel werden die Begriffe "Sucht" und "Abhängigkeit" differenziert, ihre historischen Konnotationen dargelegt und die wesentlichen Kriterien sowie Kennzeichen einer Abhängigkeitserkrankung gemäß aktueller Definitionen erläutert.

2.3 Komorbiditäten bipolarer Störung und Abhängigkeitserkrankungen: Dieses Kapitel untersucht die wechselseitigen Beziehungen und die gegenseitige Bedingtheit von bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen, beleuchtet Risikofaktoren wie Sensation-Seeking und die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf sowie das Suizidrisiko.

3 Diagnostik und Behandlungsmaßnahmen: Das Kapitel behandelt die überlappenden Aspekte der Diagnostik und Therapie bei komorbiden bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen, wobei Pharmakotherapie, Psychotherapie und Psychoedukation als integrale Bestandteile beleuchtet werden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur gegenseitigen Bedingtheit der Störungen zusammen, identifiziert offene Forschungsfragen, betont die Notwendigkeit integrierter Behandlungsstrategien und zeigt Problemfelder in der interprofessionellen Zusammenarbeit auf.

Schlüsselwörter

Bipolare Störung, Abhängigkeitserkrankung, Komorbidität, Sucht, Manische Episode, Depressive Episode, Diagnostik, Therapie, Pharmakotherapie, Psychotherapie, Alkohol, ICD-11, Sensation-Seeking, Rezidivprophylaxe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang von bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen, analysiert deren Komorbidität und erörtert spezifische Aspekte der Diagnose und Behandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Begriffsbestimmung von bipolaren Störungen und Abhängigkeit, deren komorbide Zusammenhänge, Diagnostik sowie Behandlungsmaßnahmen und offene Forschungsfragen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, welche der Störungen (bipolar oder Abhängigkeit) ausschlaggebend für die Komorbidität ist und welche Aspekte bei der kombinierten Behandlung beachtet werden müssen.

Welche Art von wissenschaftlicher Arbeit liegt vor?

Es handelt sich um eine literaturanalytische Hausarbeit im Bereich der Klinischen Psychologie, die auf bestehenden wissenschaftlichen Publikationen basiert und diese zusammenfasst und diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die detaillierte Begriffsbestimmung von bipolaren Störungen sowie Sucht und Abhängigkeit, die Untersuchung ihrer komorbiden Zusammenhänge und die Darstellung von Diagnostik- und Behandlungsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Schlüsselwörter sind Bipolare Störung, Abhängigkeitserkrankung, Komorbidität, Sucht, Manische und Depressive Episode, Diagnostik, Therapie, Pharmakotherapie und Psychotherapie.

Was versteht man unter den verschiedenen Subtypen bipolarer Störungen?

Die ICD-11 gliedert bipolare Störungen in Bipolar-I (mind. eine manische/gemischte Episode), Bipolar-II (hypomanische und depressive Episoden) und zyklothyme Störungen (chronische hypomanische/depressive Symptome über mind. zwei Jahre, ohne volle Kriterien).

Wie unterscheiden sich die Begriffe "Sucht" und "Abhängigkeit" in dieser Arbeit?

In dieser Arbeit wird "Sucht" als ein umgangssprachlicher Begriff für ein zwanghaftes Verhalten trotz negativer Folgen definiert, während "Abhängigkeit" den klinischen Begriff darstellt, der psychische und physische Prozesse sowie den Kontrollverlust über den Konsum oder das Verhalten stärker in den Fokus rückt.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Behandlung von Patienten mit komorbiden bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen?

Herausforderungen umfassen die oft fehlende Krankheitseinsicht, insbesondere in manischen Phasen, die Notwendigkeit einer frühzeitigen und integrierten Behandlung, die Anpassung der Therapie an individuelle Bedürfnisse und die Komplexität der interprofessionellen Zusammenarbeit.

Welche Rolle spielen genetische Faktoren bei der Entstehung von Abhängigkeit?

Genetische Faktoren können eine Abhängigkeit begünstigen, indem sie zu reduzierten negativen Begleiterscheinungen des Konsums, einem geringeren Rauschgefühl oder einer schnelleren Toleranzentwicklung führen, was zu einem erhöhten Konsum und somit zur Abhängigkeit beitragen kann.

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Details

Title
Der Zusammenhang von bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
2,0
Author
Luisa Pliquett (Author)
Publication Year
2025
Pages
18
Catalog Number
V1672292
ISBN (PDF)
9783389165065
ISBN (Book)
9783389165072
Language
German
Tags
Bipolare Störungen Abhängigkeitserkrankungen Klinische Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Pliquett (Author), 2025, Der Zusammenhang von bipolaren Störungen und Abhängigkeitserkrankungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672292
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