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Einführung in die Rehabilitationspsychologie

Salutogenese-Modell nach Antonovsky, Tätigkeitsfelder von RehabilitationspsychologInnen, Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen

Título: Einführung in die Rehabilitationspsychologie

Trabajo Universitario , 2024 , 22 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor)

Psicología - Otras
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Das Salutogenese-Modell, entwickelt vom jüdisch-amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky in den 1970er Jahren, stellt einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitsforschung dar. Im Gegensatz zum traditionellen pathogenetischen Ansatz, der sich auf die Entstehung und Behandlung von Krankheiten konzentriert, fragt die Salutogenese danach, wie Gesundheit entsteht und was Menschen gesund erhält. Antonovsky entwickelte dieses Modell basierend auf seinen Beobachtungen von Holocaust-Überlebenden, die trotz extremer Belastungen ein gesundes Leben führten. Er stellte fest, dass Gesundheit und Krankheit nicht als dichotome Zustände zu betrachten sind, sondern als Kontinuum zwischen den Polen Gesundheit und Krankheit (Health-Ease/Dis-Ease Kontinuum). Menschen bewegen sich auf diesem Kontinuum und sind nie vollständig gesund oder krank. Ein zentrales Konzept der Salutogenese sind die generalisierten Widerstandsressourcen (Generalized Resistance Resources, GRRs). Diese umfassen sowohl individuelle Faktoren wie Intelligenz, Bewältigungsstrategien und soziale Unterstützung als auch gesellschaftliche und kulturelle Faktoren. GRRs helfen Menschen, mit Stressoren umzugehen und sie als Herausforderungen statt als Bedrohungen wahrzunehmen. Antonovsky betont, dass das Leben von Natur aus voller Stressoren ist. Der salutogenetische Ansatz konzentriert sich darauf, wie Menschen trotz dieser allgegenwärtigen Stressoren gesund bleiben oder werden können. Dabei spielt die individuelle Fähigkeit, vorhandene Ressourcen zu erkennen und zu nutzen, eine entscheidende Rolle.

Extracto


Inhaltsverzeichnis des E-Books

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • 1. Das Salutogenese-Modell nach Antonovsky
    • 1.1 Grundlagen und Kernkonzepte
    • 1.2 Das Kohärenzgefühl (SOC)
    • 1.3 Generalisierte Widerstandsressourcen
    • 1.4 Anwendung des Salutogenese-Modells in der Rehabilitation
  • 2. Tätigkeitsfelder von RehabilitationspsychologInnen
    • 2.1 Psychologische Diagnostik und Begutachtung
    • 2.2 Psychotherapeutische Interventionen
    • 2.3 Gesundheitsförderung und Prävention
    • 2.4 Beratung und Coaching
  • 3. Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen
    • 3.1 Forschungsergebnisse zu subjektiven Gesundheits- und Krankheitskonzepten
    • 3.2 Einflussfaktoren auf die Gesundheit von RehabilitandInnen
    • 3.3 Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung in der Rehabilitation
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit dem Salutogenese-Modell nach Antonovsky und seiner Anwendung in der Rehabilitation. Das primäre Ziel ist es, den Paradigmenwechsel von der Pathogenese zur Salutogenese aufzuzeigen, indem untersucht wird, wie Gesundheit entsteht und erhalten bleibt, anstatt sich ausschließlich auf die Behandlung von Krankheiten zu konzentrieren.

  • Grundlagen und Kernkonzepte des Salutogenese-Modells
  • Bedeutung des Kohärenzgefühls (SOC) und Generalisierter Widerstandsressourcen (GRRs)
  • Anwendungsbereiche des Salutogenese-Modells in Rehabilitationssettings
  • Rolle und Aufgaben von RehabilitationspsychologInnen
  • Subjektive Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen
  • Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Rehabilitation

Auszug aus dem Buch

1.2 Das Kohärenzgefühl (SOC)

Das Kohärenzgefühl (engl. Sense of Coherence, SOC) ist das Kernkonzept der Salutogenese. Antonovsky definiert es als "eine globale Orientierung, die das Ausmaß ausdrückt, in dem jemand ein durchdringendes, überdauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat" (Antonovsky, 1987, 19). Das SOC besteht aus drei miteinander verbundenen Komponenten, wie in Abbildung 1veranschaulicht dargestellt.

1. Verstehbarkeit (Comprehensibility): Dies bezieht sich auf das Ausmaß, in dem eine Person interne und externe Stimuli als kognitiv sinnvoll wahrnimmt, als geordnete, konsistente, strukturierte und klare Information statt als chaotisch, willkürlich, zufällig und unerklärlich (Schäfer, 2016).

2. Handhabbarkeit (Manageability): Diese Komponente beschreibt das Ausmaß, in dem eine Person wahrnimmt, dass ihr Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen zu begegnen, die durch die Stimuli gestellt werden (Wiesmann & Hannich, 2004).

3. Bedeutsamkeit (Meaningfulness): Dies ist die motivationale Komponente und bezieht sich darauf, inwieweit eine Person das Leben als emotional sinnvoll empfindet und zumindest einige der vom Leben gestellten Probleme und Anforderungen als Herausforderungen betrachtet, die Engagement und Investition wert sind (Schäfer, 2016; Wiesmann & Hannich, 2004).

Das SOC entwickelt sich im Laufe des Lebens und wird durch Lebenserfahrungen geprägt. Antonovsky postulierte, dass das SOC bis zum frühen Erwachsenenalter relativ stabil bleibt, sich aber durch bedeutsame Lebensereignisse und Interventionen verändern kann (Jellesma et al., 2017). Forschungsergebnisse zeigen, dass ein starkes SOC mit besserer psychischer und physischer Gesundheit, höherer Lebensqualität und effektiverem Umgang mit Stress verbunden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Salutogenese-Modell nach Antonovsky: Dieses Kapitel stellt das Salutogenese-Modell als Paradigmenwechsel in der Gesundheitsforschung vor, der sich auf die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit konzentriert. Es beleuchtet das zentrale Kohärenzgefühl (SOC) mit seinen Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit sowie die Rolle generalisierter Widerstandsressourcen (GRRs) und die Anwendung des Modells in der Rehabilitation.

2. Tätigkeitsfelder von RehabilitationspsychologInnen: Dieses Kapitel beschreibt die vielfältigen Aufgaben von RehabilitationspsychologInnen, darunter psychologische Diagnostik und Begutachtung zur Erfassung des Patientenzustands. Weiterhin werden psychotherapeutische Interventionen zur Stärkung der psychischen Gesundheit, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention sowie Beratung und Coaching zur Krankheitsbewältigung und beruflichen Wiedereingliederung behandelt.

3. Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen: Das Kapitel analysiert die subjektiven Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen und die vielfältigen Einflussfaktoren auf deren Gesundheit, einschließlich psychosozialer, sozioökonomischer und verhaltensbezogener Aspekte. Es werden verschiedene Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung in der Rehabilitation beleuchtet, wie die Stärkung des Kohärenzgefühls, die Förderung von Gesundheitskompetenz und die Unterstützung von Verhaltensänderungen und Lebensstilmodifikationen.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Antonovsky, Kohärenzgefühl, SOC, Generalisierte Widerstandsressourcen, GRRs, Rehabilitation, psychologische Diagnostik, psychotherapeutische Interventionen, Gesundheitsförderung, Prävention, Beratung, Coaching, Gesundheitskonzepte, subjektive Gesundheit, Lebensstilmodifikation, Gesundheitskompetenz, Stressbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Salutogenese-Modell nach Antonovsky und dessen praktische Anwendung in der Rehabilitation, wobei der Fokus darauf liegt, wie Menschen Gesundheit entwickeln und erhalten, anstatt nur Krankheiten zu behandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind das Salutogenese-Modell, das Kohärenzgefühl (SOC) und Generalisierte Widerstandsressourcen (GRRs), die Tätigkeitsfelder von RehabilitationspsychologInnen sowie subjektive Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, darzulegen, wie das Salutogenese-Modell einen wertvollen Rahmen für die Gestaltung von Rehabilitationsmaßnahmen bietet, um die Gesundheit und Lebensqualität der RehabilitandInnen langfristig zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und fasst Erkenntnisse aus verschiedenen Studien und wissenschaftlichen Publikationen zusammen, um Konzepte und Anwendungen zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Salutogenese-Modells, das Kohärenzgefühl und die Generalisierten Widerstandsressourcen, die vielfältigen Tätigkeitsfelder von RehabilitationspsychologInnen (Diagnostik, Interventionen, Gesundheitsförderung, Beratung) sowie die subjektiven Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen und deren Einflussfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Salutogenese, Kohärenzgefühl (SOC), Generalisierte Widerstandsressourcen (GRRs), Rehabilitation, Gesundheitsförderung, Prävention, psychologische Diagnostik und psychotherapeutische Interventionen.

Wie unterscheidet sich das Salutogenese-Modell vom pathogenetischen Ansatz?

Im Gegensatz zum pathogenetischen Ansatz, der sich auf die Entstehung und Behandlung von Krankheiten konzentriert, fragt das Salutogenese-Modell danach, wie Gesundheit entsteht und was Menschen gesund erhält, und betrachtet Gesundheit als Kontinuum.

Welche drei Komponenten bilden das Kohärenzgefühl (SOC)?

Das Kohärenzgefühl (SOC) besteht aus den drei miteinander verbundenen Komponenten Verstehbarkeit (Comprehensibility), Handhabbarkeit (Manageability) und Bedeutsamkeit (Meaningfulness).

Welche Rolle spielen RehabilitationspsychologInnen bei der Gesundheitsförderung in der Rehabilitation?

RehabilitationspsychologInnen sind entscheidend für die Gesundheitsförderung, indem sie PatientInnen bei der Stärkung der gesundheitlichen Kompetenz, der Modifikation von Risikofaktoren und der Integration digitaler Anwendungen unterstützen, um nachhaltige Lebensstiländerungen zu erzielen.

Inwiefern kann Tanztherapie in der Rehabilitation eingesetzt werden, um das Kohärenzgefühl zu stärken?

Tanztherapie hat sich in der onkologischen Rehabilitation als vielversprechender Ansatz zur Stärkung des Kohärenzgefühls erwiesen, da sie körperliche Aktivität fördert und gleichzeitig psychosoziale Aspekte berücksichtigt, was zu einer umfassenden Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Einführung in die Rehabilitationspsychologie
Subtítulo
Salutogenese-Modell nach Antonovsky, Tätigkeitsfelder von RehabilitationspsychologInnen, Gesundheits- und Krankheitskonzepte von RehabilitandInnen
Universidad
SRH - Mobile University  (SRH)
Curso
Psychology
Calificación
1.3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
22
No. de catálogo
V1672991
ISBN (PDF)
9783389166109
ISBN (Libro)
9783389166116
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rehabilitationspsychologie Reha Psychologie Salutogenese-Modell Antonovsky Koheränzgefühl Widerstandsressourcen Psychologische Diagnostik Psychotherapeutische Intervention Gesundheitsförderung Gesundheitsprävention Beratung Coaching Krankheitskonzepte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2024, Einführung in die Rehabilitationspsychologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672991
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