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Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm I. – Erziehungsmaximen im Vergleich

"...dass der Fürst zu einem frommen und pflichtgerechten Menschen werde"

Título: Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm I. – Erziehungsmaximen im Vergleich

Trabajo Escrito , 2006 , 17 Páginas , Calificación: 1,6

Autor:in: Andreas Mohr (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Jede Erziehung richtet sich nach Leitlinien, die viel über den Erzieher aussagen – das gilt heute ebenso wie im Preußen des 18. Jahrhunderts. Freilich war Friedrich Wilhelm I. kein „normaler“ Vater jener Zeit, und sein Sohn Friedrich der Große kein gewöhnliches Kind: Hängt das Wohl und Wehe des Staates vor allem von der Fähigkeit des Monarchen ab, wird die Erziehung des Thronfolgers zur staatstragenden Aufgabe. Trotz aller vertraut anmutenden Konflikte um Freiheiten und Spielräume war die Prinzenerziehung also keine Privatangelegenheit, sondern hatte das langfristige Ziel, den Fortbestand Preußens zu sichern. So gesehen, spiegeln die Erziehungsideale unmittelbar das monarchische Selbstbild wieder: Was zeichnet einen guten Regenten aus? Welches Selbst- und Staatsverständnis sollte der Thronfolger verinnerlichen? Anhand der einschlägigen Originalquellen vergleicht der Autor die Erziehungsmaximen Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen und stellt dar, wie ich das monarchische Selbstverständnis vom ‚Soldatenkönig‘ Friedrich Wilhelm I. zum ‚roi philosophe‘ Friedrich dem Großen gewandelt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erziehungsmaximen Friedrich Wilhelms I.

2.1. Grundlagen der Erziehungsinstruktion von 1718

2.2. Religion als Ausgangspunkt monarchischen Handelns

2.3. Nützliche Fertigkeiten

2.4. Widersprüchlichkeiten: Die Doppelnatur der Instruktion

2.5. Das Leitbild: Der junge „successor“ als Ebenbild des Königs

3. Die Erziehungsmaximen Friedrichs des Großen

3.1. Zu den Erziehungstexten Friedrichs des Großen

3.2. Autonomie und säkularisierte Tugend

3.3. Der Ökonom und Feldherr

3.4. Pädagogisches Vorgehen

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Erziehungsmaximen von Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen, um die Kontinuitäten und Brüche im preußischen Selbst- und Staatsverständnis aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie durch gezielte Erziehungsprogramme ein geeigneter Thronfolger geformt werden sollte.

  • Erziehungsprogramme und Staatsverständnis der Hohenzollern
  • Vergleich zwischen religiös geprägter Erziehung und säkularer Vernunft
  • Die Rolle des Militärs und des Ökonomen im fürstlichen Erziehungskontext
  • Pädagogische Ansätze zur Vermittlung von Regierungskompetenz
  • Die Entwicklung vom „Soldatenkönig“ zum „roi philosophe“

Auszug aus dem Buch

2.4. Widersprüchlichkeiten: Die Doppelnatur der Instruktion

Die herausragende Stellung der Kriegslehre und die Verherrlichung des Soldatentums sind bemerkenswert, wirken sie doch wie ein Kontrastprogramm zur vorher eingeforderten Frömmigkeit und Religiosität. Theodor Schieder sieht an dieser Stelle den Kulminationspunkt einer „seltsame[n] Vermengung ethischer Leitbilder sehr ungleicher Qualität“, doch „es bereitete dem König offensichtlich keine Schwierigkeiten, das Idealbild ritterlicher Lebensführung mit seinen religiösen Vorstellungen zu verschmelzen.“ Ruft man sich die Skizzierung der Konzeption Leibniz‘ in Erinnerung, kann man bereits darin die Möglichkeit einer spannungsreichen Beziehung von persönlicher Sittlichkeit zu den für die Führung des Staatswesens unabdingbaren Fähigkeiten angelegt erkennen. Mit Hinrichs könnte man die Doppelnatur der Instruktion von 1695 auf die Einflüsse Leibniz‘ und Franckes zurückführen; er beschreibt, dass die Erziehungsanweisung für den Grafen Dohna „zwei sehr entgegengesetzte Richtungen: eine christlich-reformatorische [...] und eine weltlich-renaissancehafte“ kombiniere.

Verantwortlich für die Zuspitzung der Spannungen sind freilich besonders die Veränderungen, die Friedrich Wilhelm I. an der einst für seinen Erzieher verfassten Anweisung vornahm, bevor er sie Finkenstein und Kalkstein vorlegte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Erziehungskonflikt zwischen Friedrich Wilhelm I. und seinem Sohn und setzt sich zum Ziel, das Staatsverständnis beider Herrscher durch ihre Erziehungsmaximen zu beleuchten.

2. Die Erziehungsmaximen Friedrich Wilhelms I.: Dieses Kapitel analysiert die auf religiöser Strenge, Pflichtbewusstsein und militärischem Drill basierenden Vorgaben des Vaters für seinen Nachfolger.

3. Die Erziehungsmaximen Friedrichs des Großen: Hier wird untersucht, wie Friedrich der Große durch Säkularisierung und einen Fokus auf Vernunft die Erziehung seines eigenen Nachfolgers konzipierte und dabei die eigenen leidvollen Erfahrungen verarbeitete.

4. Schlussbetrachtungen: Die Ergebnisse zeigen, dass beide Herrscher den Thronfolger auf die absolute Staatsmacht hin ausrichteten, wobei sich die Begründung von einer religiösen hin zu einer staatsrationalen Logik verschob.

Schlüsselwörter

Friedrich der Große, Friedrich Wilhelm I., Erziehungsmaximen, Preußen, Thronfolger, Staatsverständnis, Militär, Tugend, Religiosität, Soldatentum, absolutistischer Gedanke, Regierungspraxis, Pädagogik, Hohenzollern, Staatsräson

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Erziehungskonzepte von Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen, um zu verstehen, wie das Selbst- und Staatsbild der preußischen Monarchen vermittelt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die religiöse und moralische Formung des Prinzen, die Rolle des Militärs als identitätsstiftendes Element sowie die Anforderungen an einen fähigen Regenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung der Leitlinien beider Herrscher, um Kontinuitäten und Brüche in der preußischen Monarchie aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse und den Vergleich primärer Erziehungsinstruktionen und politischer Testamente der beiden preußischen Könige.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Erziehungsinstruktion von 1718 durch Friedrich Wilhelm I. und die Untersuchung der späteren Erziehungsschriften Friedrichs des Großen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind absolute Monarchie, Staatsräson, Erziehungsinstruktion, preußisches Königshaus, militärische Ausbildung und der Wandel des Regentenideals.

Wie unterscheidet sich die religiöse Erziehung bei beiden Königen?

Während bei Friedrich Wilhelm I. die christliche Frömmigkeit das Fundament staatlichen Handelns bildete, ist sie bei Friedrich dem Großen fast vollständig säkularisiert und spielt für das Staatsbild nur noch eine untergeordnete Rolle.

Warum legten beide Könige so großen Wert auf die militärische Ausbildung?

Das Militär galt als Rückgrat des preußischen Staates, und die Ausbildung zum Feldherrn wurde als existenziell für die Sicherung des Machtstatus und die Unabhängigkeit des Herrschers angesehen.

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Detalles

Título
Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm I. – Erziehungsmaximen im Vergleich
Subtítulo
"...dass der Fürst zu einem frommen und pflichtgerechten Menschen werde"
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Curso
Friedrich der Große
Calificación
1,6
Autor
Andreas Mohr (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
17
No. de catálogo
V168841
ISBN (Ebook)
9783640867561
ISBN (Libro)
9783640868087
Idioma
Alemán
Etiqueta
Friedrich der Große Friedrich Wilhelm I. Erziehung Absolutismus Aufklärung preußische Erziehung Preußen Pädagogik Friedrich II.
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Mohr (Autor), 2006, Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm I. – Erziehungsmaximen im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168841
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