Eine Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist heute mehr denn je in den Aufmerksamkeitsfokus von Lehrenden geraten, gerade auch in der beruflichen Bildung. Die Implementation von nachhaltigen Themen in die Lehrpläne ist für alle Ausbildungsgänge angestrebt und befindet sich momentan in der Umsetzung. So soll sich auch der im Folgenden dargestellte Unterrichtsentwurf mit dem Thema der
nachhaltigen Entwicklung befassen.
Der Unterrichtsentwurf richtet sich dabei an die Klassen der dualen Ausbildung der Mediengestalter/innen für Digital‐ und Printmedien und geht mit Hilfe kooperativer Methoden auf verschiedene Themen in Bezug auf nachhaltige Entwicklung ein, wie u. a. artgerechte Tierzucht, Massentierhaltung und ethisches und moralisches
Verhalten gegenüber anderen Lebewesen. Die geplante Doppelstunde gilt dabei als eine Einführung in die Problematik der Nachhaltigkeit. Im Anschluss daran soll von den Lernenden ein Projekt in Bezug auf nachhaltige Entwicklung bearbeitet werden,
welches ebenfalls im Folgenden kurz skizziert wird.
Zuerst werde ich dabei die Rahmenbedingungen in einer Sachanalyse des
Unterrichtsthemas darstellen, sowie anschließend meine didaktischen Überlegungen und den konkret geplanten Unterrichtsverlauf vorstellen. Darauf folgend soll eine tiefer gehende Einordnung des Unterrichtsthemas in den Kontext einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung dargestellt werden, bevor ich in der Schlussbemerkung
meinen Unterrichtsentwurf reflektiere.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. PLANUNG EINER UNTERRICHTSSTUNDE
2.1 SACHANALYSE UND DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN
2.2 GEPLANTER STUNDENVERLAUF
2.2.1 TABELLARISCHE ÜBERSICHT ÜBER DEN STUNDENVERLAUF
2.3 ZIELE DER STUNDE UND EINORDNUNG DES THEMAS IN DEN KONTEXT VON BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
3. SCHLUSSBEMERKUNG
4. ANHANG
4.1 LITERATURVERZEICHNIS
4.2 UNTERRICHTSMATERIALIEN
4.2.1 PLAKATE
4.2.1 BEISPIELHALTE TAFELBILDER
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, ein didaktisches Konzept für eine Doppelstunde in der dualen Berufsausbildung zu entwickeln, das Lernende durch den Einsatz provokanter Werbekampagnen der NGO PETA an komplexe Themen der nachhaltigen Entwicklung heranführt. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie ethische Dilemmata in Bezug auf Tierhaltung und Massentierhaltung als Einstieg genutzt werden können, um bei angehenden Mediengestaltern eine tiefergehende Reflexion über verantwortungsbewusstes Handeln und ökologisch-soziale Zusammenhänge anzuregen.
- Einführung in die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung.
- Methodik der Dilemmadiskussion zur Förderung interdisziplinärer Kompetenzen.
- Analyse von ethischen und moralischen Aspekten der Massentierhaltung.
- Gestaltungskompetenz durch die Entwicklung eigener Nachhaltigkeitsplakate.
- Reflexion über persönliche Wertvorstellungen und Pflichtbewusstsein.
Auszug aus dem Buch
2.1 Sachanalyse und didaktische Überlegungen
Der im Folgenden präsentierte Unterrichtsentwurf soll seinen Einsatz in der dualen Ausbildung der Mediengestalter/innen für Digital- und Printmedien finden. Der Einsatz erscheint mir besonders im ersten Ausbildungsjahr als sinnvoll und ließe sich effektiv in das Lernfeld 2 „Medienprodukte typografisch gestalten“ integrieren (vgl. Kultusministerkonferenz, 2007). Grund für die Einbindung in das erste Lehrjahr der Mediengestalter/innen ist, dass hier noch alle Fachrichtungen gemeinsam unterrichtet werden und das Thema der nachhaltigen Entwicklung auch für alle Schüler/innen, unabhängig von der jeweiligen Fachrichtung, eine Relevanz im Berufs- wie auch im Privatleben bietet.
Inhalt des Unterrichtsentwurfes ist dabei, dass die Schüler/innen an Themen für eine nachhaltige Entwicklung herangeführt werden sollen. Als thematischer Einstieg dient hierbei das Marketing der der Non-Governmental Organization PETA (People for the Ethical Treatment of Animals). Die Werbekampagnen, insbesondere die populären Plakate von PETA bilden den Ausgangspunkt für eine Dilemmadiskussion, die die unterschiedlichen moralischen Standpunkte in Bezug auf die ethische Behandlung von Tieren, gerade auch in Bezug auf Tierproduktion und Massentierhaltung aufgreifen soll.
Das Hauptanliegen der Stunde ist die Erarbeitung der verschiedenen moralischen und ethischen Aspekte der Thematik, die im Klassenverband zu einer Dilemmadiskussion führen sollen. Geplant ist der Unterrichtsentwurf für eine Doppelstunde von 90 Minuten. Dabei soll die angerissene Thematik der nachhaltigen Entwicklung aber nicht nach den 90 Minuten abgeschlossen sein, sondern hinführen zu einer tiefer gehenden Auseinandersetzung mit nachhaltigen Themen. Geplant ist, dass die Stunde eine Einführung in nachhaltige Entwicklung geben soll. Die weitere Bearbeitung des Themas zielt darauf ab, dass die Auszubildenden innerhalb des entsprechenden Lernfeldes die Gestaltung eines Plakates übernehmen. Diese Gestaltung kann in Kleingruppen durchgeführt werden und soll Problematiken der Nachhaltigkeit aufgreifen und darstellen. Ausgehend von diesen Überlegungen plante ich die im Folgenden aufgeführte logische Struktur der Stunde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kontext der beruflichen Ausbildung von Mediengestaltern und skizziert den Aufbau des Unterrichtsentwurfs.
2. PLANUNG EINER UNTERRICHTSSTUNDE: Dieses Kapitel erläutert die didaktischen Rahmenbedingungen, den geplanten Ablauf der Doppelstunde anhand der Dilemmadiskussion und die Einordnung der Thematik in globale, betriebliche und arbeitsspezifische Dimensionen.
3. SCHLUSSBEMERKUNG: Die Schlussbemerkung reflektiert den Einsatz kooperativer Methoden und unterstreicht das Potenzial der PETA-Kampagnen als Diskussionsgrundlage für nachhaltige Themen.
4. ANHANG: Der Anhang beinhaltet das Literaturverzeichnis, die verwendeten PETA-Plakate als Lehrmaterial sowie beispielhafte Tafelbilder, die den Argumentationsprozess und die Themensammlung visualisieren.
Schlüsselwörter
Nachhaltige Entwicklung, Berufsbildung, Mediengestalter, Dilemmadiskussion, Massentierhaltung, PETA, Gestaltungskompetenz, Didaktik, Ethik, Tierwohl, Werbekampagnen, Unterrichtsentwurf, Lernfeld, Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer Doppelstunde für Auszubildende im Bereich Mediengestaltung, die das Thema Nachhaltigkeit durch provokante Werbekampagnen in den Unterricht integriert.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind ethische und moralische Fragen im Zusammenhang mit der Tierhaltung, Massentierhaltung, nachhaltige Entwicklung und die Anwendung kooperativer Lehrmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, die Lernenden nicht direkt vom Vegetarismus zu überzeugen, sondern sie mit den Folgen der Massentierhaltung für eine nachhaltige Entwicklung auseinandersetzen zu lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es wird die Methode der Dilemmadiskussion verwendet, um einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und die Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz nach De Haan zu stärken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, didaktische Überlegungen, einen detaillierten Stundenverlauf und die Einordnung des Themas in Nachhaltigkeitsdimensionen nach Stomporowski.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Nachhaltige Entwicklung, Berufsbildung, Dilemmadiskussion, Massentierhaltung und Mediengestalter.
Warum wird gerade PETA als Einstieg für Mediengestalter gewählt?
Die Plakate von PETA nutzen provokante Darstellungsmittel, die sich ideal eignen, um Merkmale wirkungsvoller Werbung mit den Auszubildenden zu analysieren.
Inwieweit fördert der Entwurf die Fachkompetenz?
Die Fachkompetenz wird durch die Aufforderung erweitert, Aufgaben zielorientiert und sachgerecht zu lösen und eigene Ergebnisse durch Perspektivwechsel kritisch zu reflektieren.
- Quote paper
- M. A. Alisa Westermann (Author), 2010, Ein Unterrichtsentwurf für kooperatives Lernen im Kontext von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im 1. Ausbildungsjahr der Mediengestalter/innen für Digital‐ und Printmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173373