Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

Über David Humes "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral"

Kapitel 3/Abschnitt 1 – "Über die Gerechtigkeit"

Title: Über David Humes "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral"

Essay , 2010 , 7 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lukas Lohmer (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der folgenden Hausarbeit werde ich mich dem ersten Teil des dritten Abschnitts in David Humes Monographie „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral“ widmen. Der Name des Abschnitts ist „Über die Gerechtigkeit“ und ich werde hauptsächlich versuchen die Argumentation David Humes zusammenzufassen, nachzuvollziehen und gegebenenfalls kritisch zu kommentieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition: Gerechtigkeit als künstliche Tugend

3. Das erste Gedankenexperiment: Natur im Überfluss

4. Das zweite Gedankenexperiment: Eine Gesellschaft engelsgleicher Wesen

5. Das dritte Gedankenexperiment: Radikaler Mangel an Lebensnotwendigem

6. Das vierte Gedankenexperiment: Eine dystopische Gesellschaft

7. Fazit und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse und kritische Auseinandersetzung mit David Humes Auffassung von Gerechtigkeit in seinem Werk „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral“. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern Gerechtigkeit als künstliche, utilitaristisch begründete Tugend zu verstehen ist und wie sich ihre Notwendigkeit in Abhängigkeit von verschiedenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert.

  • Die Konzeption der Gerechtigkeit als künstliche Tugend bei David Hume
  • Analyse der vier Gedankenexperimente Humes zur gesellschaftlichen Relevanz von Gerechtigkeit
  • Die utilitaristische Dimension von Humes Moralphilosophie
  • Kritische Diskussion von Eigentumsbegriffen und Ressourcenverteilung
  • Untersuchung der Grenzen der Gerechtigkeit in extremen Notsituationen

Auszug aus dem Buch

Über die Gerechtigkeit

Um diese These zu untermauern, verweist Hume darauf, dass auch „in der gegenwärtigen dürftigen Lage der Menschheit“ ein Gegenstand nie ein alleiniges Besitztum sein kann, wenn er unbegrenzt zur Verfügung steht. Als Beispiel nennt er Wasser und Luft, die, obwohl sie zweifellos die essenziellsten Dinge überhaupt sind, nie nur einem einzelnen gehören, sondern ein Allgemeingut bleiben. Wobei er auch die wichtige Einschränkung macht, dass es in bestimmten Gebieten durchaus dazu kommen kann, dass ein Eigentumsrecht an Wasser eingeführt wird und daher auch verschwenderischer Umgang damit bestraft wird. Eine Tatsache, die heutzutage aktueller ist denn je. Hume führt weiter richtig an, dass auch Land, sofern mehr zur Verfügung steht, „als es von den Bewohnern gebraucht werden kann“, nicht als Eigentum angesehen wird. Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass Gerechtigkeit keine Rolle spielt, solange jeder Gegenstand so zahlreich vorhanden ist, wie, und da bediene ich mich einem alten Sprichwort, „Sand am Meer“ und jeder Mensch genügend davon haben kann, sodass „Eigentum“ praktisch nicht mehr existiert. Während man David Hume keine Lücken in der Argumentation bezüglich materieller Güter vorwerfen kann, muss man sich aber die Frage stellen, wie es im Bezug auf Güter mit eher ideellem Wert aussieht, z.B. Liebe. Denn es macht den Anschein als würde Hume sich zu sehr auf den Begriff „Eigentum“ konzentrieren, während andere Faktoren, die im Bezug auf Gerechtigkeit eine Rolle spielen könnten, nicht weiter betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein und erläutert die Absicht, Humes Argumentation zur Gerechtigkeit nachzuvollziehen und kritisch zu prüfen.

2. Begriffsdefinition: Gerechtigkeit als künstliche Tugend: Hier wird dargelegt, dass Gerechtigkeit bei Hume nicht auf natürlichen Impulsen basiert, sondern als künstliche, auf Erziehung und Übereinkunft beruhende Tugend verstanden wird.

3. Das erste Gedankenexperiment: Natur im Überfluss: Das Kapitel analysiert Humes Szenario eines utopischen Überflusses, in dem die Notwendigkeit für das Konzept von Eigentum und Gerechtigkeit entfällt.

4. Das zweite Gedankenexperiment: Eine Gesellschaft engelsgleicher Wesen: Es wird untersucht, wie grenzenloses Wohlwollen und Altruismus das Bedürfnis nach rechtlichen Eigentumsabgrenzungen innerhalb einer Gesellschaft auflösen.

5. Das dritte Gedankenexperiment: Radikaler Mangel an Lebensnotwendigem: Das Kapitel behandelt die Grenzfälle, in denen existenzielle Not den Selbsterhaltungstrieb über die Regeln der Gerechtigkeit stellt.

6. Das vierte Gedankenexperiment: Eine dystopische Gesellschaft: Hier wird der entgegengesetzte Fall einer Gesellschaft schlechter Menschen betrachtet und erörtert, wie Gerechtigkeit dort notfalls durch äußeren Zwang wieder implementiert werden könnte.

7. Fazit und kritische Würdigung: Das Fazit fasst die normativ-utilitaristische Position Humes zusammen und hinterfragt die Annahme, Gerechtigkeit sei ausschließlich eine künstliche Tugend.

Schlüsselwörter

David Hume, Gerechtigkeit, künstliche Tugend, Utilitarismus, Eigentumsrecht, Gedankenexperimente, Gesellschaftsvertrag, Selbsterhaltungstrieb, moralische Philosophie, öffentlicher Nutzen, Ressourcenknappheit, Eigentum, Ethik, Vernunft, soziale Tugenden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert David Humes Gerechtigkeitsbegriff in „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral“ anhand seiner vier berühmten Gedankenexperimente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gerechtigkeit als künstliche Tugend, die Bedeutung von Eigentum, den Nutzen für die Gesellschaft und die ethischen Implikationen bei Ressourcenüberfluss oder extremer Knappheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Humes Argumentationsweise nachzuvollziehen und kritisch zu prüfen, inwieweit Gerechtigkeit rein utilitaristisch durch den Nutzen für die Gemeinschaft begründbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine philosophische Textanalyse der Primärquelle unter Einbeziehung sekundärliterarischer Ansätze, um Humes Argumentationsstruktur systematisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der vier von Hume entworfenen fiktiven Szenerien: Überfluss, vollkommenes Wohlwollen, extremer Mangel und moralische Dystopie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Gerechtigkeit, Utilitarismus, künstliche Tugend und Eigentum definieren.

Warum betrachtet Hume Wasser und Luft als Beispiele für den Wegfall von Gerechtigkeit?

Hume nutzt diese als Beispiele für Güter, die so zahlreich vorhanden sind, dass sie keinem Individuum allein gehören müssen, wodurch die Notwendigkeit für den Begriff des „Eigentums“ in diesem Kontext entfällt.

Wie bewertet die Autorin Humes Ausführungen zur Hungersnot?

Die Autorin hinterfragt Humes Differenzierung und plädiert in Fällen von selbstverschuldeter Not für eine differenziertere Lösung als die komplette Gleichverteilung, um den Anreiz für verantwortungsvolles Handeln zu erhalten.

Inwiefern sieht die Autorin Hume als Vorläufer des Utilitarismus?

Die Arbeit stellt fest, dass Hume Gerechtigkeit nur dann als sinnvoll erachtet, wenn sie der Gesellschaft einen Nutzen stiftet, was eine klare utilitaristische Argumentationslinie darstellt.

Excerpt out of 7 pages  - scroll top

Details

Title
Über David Humes "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral"
Subtitle
Kapitel 3/Abschnitt 1 – "Über die Gerechtigkeit"
College
University of Koblenz-Landau
Grade
2,3
Author
Lukas Lohmer (Author)
Publication Year
2010
Pages
7
Catalog Number
V175018
ISBN (eBook)
9783640958887
ISBN (Book)
9783640958443
Language
German
Tags
David Hume Moral Gerechtigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Lohmer (Author), 2010, Über David Humes "Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175018
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  7  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint