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Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Festsetzung von Mindestlöhnen und der Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes

Titre: Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Festsetzung von Mindestlöhnen und der Deregulierung und  Flexibilisierung des Arbeitsmarktes

Dossier / Travail , 2011 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Timo Geiger (Auteur)

Economie politique - Economie du marché du travail
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Ziele der staatlichen Wirtschaftspolitik in Deutschland sind seit 1967 in § 1 StWG fixiert. Daraus ergibt sich, dass die Erreichung eines hohen Beschäfti-gungsstandes eine der wesentlichsten Hauptaufgaben der staatlichen Wirt-schaftspolitik ist.

Auch die aktuelle Bundesregierung richtet sich an diesem Ziel aus. Arbeitsplätze zu sichern sowie Arbeitslosigkeit zu vermeiden und zu minimieren, hat eine sehr hohe Priorität. Denn eine hohe Arbeitslosigkeit trägt große politische Gefahren in sich, bringt negative volkswirtschaftliche Konsequenzen mit sich und kann negative individuelle Folgen für jeden Einzelnen haben.

Abbildung 1 ist jedoch zu entnehmen, dass die durchschnittliche Anzahl der gemeldeten Arbeitslosen in Deutschland seit 1991 nie unter 2,5 Millionen lag. Das wirtschaftspolitische Ziel eines hohen Beschäftigungsstandes wurde insoweit Jahr für Jahr klar verfehlt.

Allerdings wurden in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um einen hohen Beschäftigungsstand in Deutschland zu erreichen. Zum Beispiel wurde Anfang 2009 die Möglichkeit zur Festsetzung von branchenbezogenen Mindestlöhnen geschaffen. Die aktuelle Bundesregierung setzt zur Erreichung dieses Zieles insbesondere auf eine Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes.

Doch welche Auswirkungen haben die vorgenannten Instrumente auf den Arbeitsmarkt und welches dieser Instrumente ist das bessere, um das Ziel eines hohen Beschäftigungsstandes zu erreichen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Autor dieser Hausarbeit. Zielsetzung des Autors ist es, die vorgenannten arbeitsmarktpolitischen Instrumente zu erklären, die Argumente der Befürworter dieser Instrumente darzustellen und diese im Hinblick auf deren mögliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nach der klassischen und keynesianischen Theorie zu beleuchten, um sich danach eine eigene Meinung zu den Instrumenten bilden zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema und Zielsetzung der Hausarbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente

2.1.1 Mindestlohn

2.1.2 Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes

2.2 Arbeitsmarkttheorien

2.2.1 Die klassische Theorie

2.2.2 Die keynesianische Theorie

3. Gründe für die Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente

3.1 Gründe für die Festsetzung eines Mindestlohnes

3.2 Gründe für die Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes

4. Mögliche Auswirkungen der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf den Arbeitsmarkt

4.1 Mögliche Auswirkungen eines Mindestlohnes

4.2 Mögliche Auswirkungen einer Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes

5. Zusammenfassung und eigene Meinung

Zielsetzung & Themen der Hausarbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht zwei zentrale arbeitsmarktpolitische Instrumente – die Einführung von Mindestlöhnen sowie die Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes – hinsichtlich ihrer Eignung zur Förderung eines hohen Beschäftigungsstandes. Ziel des Autors ist es, die Funktionsweise dieser Maßnahmen vor dem Hintergrund der klassischen und keynesianischen Theorie zu analysieren und deren Auswirkungen kritisch zu bewerten.

  • Analyse der klassischen und keynesianischen Arbeitsmarkttheorien.
  • Untersuchung der Argumente für Mindestlöhne und Deregulierungsmaßnahmen.
  • Bewertung der Auswirkungen von Mindestlöhnen auf das Beschäftigungsniveau.
  • Evaluation der Auswirkungen einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.
  • Synthese der Ergebnisse zur Ableitung einer eigenen wirtschaftspolitischen Position.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die klassische Theorie

Die klassische Theorie versteht den Arbeitsmarkt als Markt mit voll funktionsfähigem Angebots- und Nachfragemechanismus, auf dem es keine Eingriffe des Staates gibt. Sie basiert auf der Annahme, dass die „unsichtbare Hand des Wettbewerbs“ automatisch zu optimalen Marktbedingungen führt, solange die richtigen Rahmenbedingungen das freie Spiel der Marktkräfte zulassen, der Wettbewerb sich voll auswirken kann und es keine staatlichen Eingriffe gibt.

Eine zentrale Rolle nach der klassischen Theorie spielt die Reallohnhöhe. Denn sowohl die Arbeitsnachfrage der Unternehmen als auch das Arbeitsangebot der privaten Haushalte ist von der Höhe des Reallohns abhängig, wobei die Reallohnhöhe als vollkommen flexibel angenommen wird.

Aus Sicht der Unternehmen werden die Löhne ausschließlich als im Rahmen des betrieblichen Produktionsprozesses entstehender Kostenfaktor angesehen. Da Unternehmen nach Gewinnmaximierung streben, werden nur dann bzw. so lange Arbeitskräfte eingestellt, wie deren Reallohn den Wert der von ihnen zusätzlich produzierten Güter unterschreitet; die klassische Theorie geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass bei steigender Reallohnhöhe Arbeitskräfte zunehmend durch den Faktor Kapital ersetzt werden, je höher die Arbeitskosten im Vergleich zu den Kapitalkosten sind. Insoweit gilt: Je höher der Reallohnsatz ist, umso geringer ist die Arbeitsnachfrage.

Auf der anderen Seite ist es für die privaten Haushalte umso lohnender ihre Arbeitskraft anzubieten, je höher der Reallohnsatz ist. Im Gegensatz zur Arbeitsnachfrage gilt insoweit: Je höher der Reallohnsatz, umso größer das Arbeitsangebot. Darüber hinaus ist das Arbeitsangebot davon abhängig, wie wichtig den privaten Haushalten ihre Freizeit ist. Denn je höher die Freizeit in den Nutzenüberlegungen bewertet wird, umso kleiner wird das Arbeitsangebot.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema und Zielsetzung der Hausarbeit: Die Einleitung definiert das Ziel eines hohen Beschäftigungsstandes als staatliche Kernaufgabe und motiviert die Untersuchung von Mindestlöhnen sowie Deregulierung als politisches Instrumentarium.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen von Mindestlohn sowie Deregulierung und stellt die klassischen und keynesianischen Ansätze zur Erklärung von Arbeitsmarktzusammenhängen dar.

3. Gründe für die Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente: Hier werden die Argumente der Befürworter für die Einführung von Mindestlöhnen sowie für Flexibilisierungsmaßnahmen detailliert dargelegt.

4. Mögliche Auswirkungen der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf den Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel analysiert auf Basis der theoretischen Modelle, welche direkten und indirekten Folgen Mindestlöhne und Deregulierungen auf Arbeitsangebot und -nachfrage haben können.

5. Zusammenfassung und eigene Meinung: Der Autor resümiert die Ergebnisse und begründet seine persönliche Präferenz für eine Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarkt, Mindestlohn, Deregulierung, Flexibilisierung, klassische Theorie, keynesianische Theorie, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Reallohn, Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage, Wirtschaftspolitik, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitskosten, Wirtschaftsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Wirkungsweisen von Mindestlöhnen sowie deregulierenden Maßnahmen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung durch klassische und keynesianische Modelle sowie der praktischen Argumentationslinie für beide Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beleuchtung der Auswirkungen beider Instrumente, um zu beurteilen, welches von ihnen besser zur Erreichung eines hohen Beschäftigungsstandes geeignet ist.

Welche wissenschaftlichen Theorien dienen als Grundlage?

Der Autor verwendet die klassische Theorie mit ihrem Fokus auf Markmechanismen und die keynesianische Theorie, welche die Rolle der effektiven Güternachfrage hervorhebt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die konkreten Gründe der Befürworter sowie die potenziellen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt theoretisch hergeleitet.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Arbeitslosigkeit, Mindestlohn, Flexibilisierung, Wirtschaftspolitik und Wettbewerbsfähigkeit.

Welche Position vertritt der Autor in Bezug auf den Mindestlohn?

Der Autor steht dem Mindestlohn kritisch gegenüber, da er negative Beschäftigungseffekte und einen „Rattenschwanz“ an Nachteilen für den Arbeitsmarkt befürchtet.

Warum bevorzugt der Autor eine Deregulierung des Arbeitsmarktes?

Er argumentiert, dass eine zunehmende Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächt und Deregulierung notwendig ist, um den Anforderungen des internationalen Wettbewerbs zu begegnen.

Inwiefern beeinflusst der Reallohn laut der klassischen Theorie den Arbeitsmarkt?

Der Reallohn wirkt als zentraler Steuermechanismus: Steigende Reallöhne führen laut diesem Modell zu sinkender Arbeitsnachfrage der Unternehmen und steigendem Arbeitsangebot der Haushalte.

Welche Rolle spielt der Staat nach der keynesianischen Theorie?

Der Staat agiert als Stabilisator des Wirtschaftsgeschehens, der durch finanz- und wirtschaftspolitische Maßnahmen die effektive Güternachfrage beeinflussen kann.

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Résumé des informations

Titre
Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Festsetzung von Mindestlöhnen und der Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
Université
University of Applied Sciences Riedlingen
Note
1,3
Auteur
Timo Geiger (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
19
N° de catalogue
V176480
ISBN (ebook)
9783640977475
ISBN (Livre)
9783640977789
Langue
allemand
mots-clé
klassische Theorie Auswirkungen des Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt Deregulierung Arbeitsmarkt Flexibilisierung Arbeitsmarkt Auswirkungen Deregulierung auf den Arbeitsmarkt Mindestlöhne
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Timo Geiger (Auteur), 2011, Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Festsetzung von Mindestlöhnen und der Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176480
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Extrait de  19  pages
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