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Organisationaler Wandel im Zuge internationaler Mergers & Acquisitions: die kulturelle Hürde

Title: Organisationaler Wandel im Zuge internationaler Mergers & Acquisitions: die kulturelle Hürde

Seminar Paper , 2011 , 44 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Michalsky (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Mergers & Acquisitions (M&A) sind für Unternehmen ein beliebtes Mittel zur Sicherung des Unternehmenswachstums und des Unternehmenswertes. Seit Jahrzehnten nimmt die Zahl der M&A in einem Wellenverlauf kontinuierlich zu. Es ist daher umso erstaunlicher, dass zahlreiche M&A-Aktivitäten rückblickend negativ bewertet werden. Verschiedenen Untersuchungen zufolge liegt die Misserfolgsquote von Unternehmenszusammenschlüssen in einem Korridor von 40% bis 85%. Als Gründe hierfür werden in der Literatur u.a. die zu starke Dominanz der „hard facts“ zu Lasten der „soft facts“, überdurchschnittlicher Anstieg der Fluktuation, zu hohe Integrationskosten, unzureichende Kommunikation oder falsche Einschätzung zukünftiger Wachstumspotenziale genannt. Allerdings ist nach Koch (2002) eine der am häufigsten unterschätzten Erfolgsfaktoren die kulturelle Integration. Durch die Integration zweier bisher unabhängiger meist gewachsener Unternehmen(-skulturen) entsteht unmittelbarer Wandlungsbedarf bezüglich der Organisationsstrukturen. Im Zuge des erforderlichen organisationalen Wandels bei internationalen M&A können Widerstände sowohl aus der fehlenden Berücksichtigung landeskultureller Gegebenheiten als auch aus der (Nicht-)Verträglichkeit der aufeinanderprallenden Unternehmenskulturen entstehen.
Vor diesem Hintergrund stellen sich Fragen. Welche Ausprägungen kultureller Widerstände gibt es? Welche Methoden und Instrumente zur Überwindung dieser sind in der Literatur und Praxis bekannt, um den organisationalen Wandel zu unterstützen? Können diese Widerstände schon in einer früheren Phase des M&A-Prozesses reduziert werden?
Ziel dieser Arbeit ist es, auf den Grundlagen von Mergers & Acquisitions aufbauend potenzielle Widerstände bei dem erforderlichen Wandel der Organisation aufzuzeigen sowie mögliche Ansätze zu ihrer Erfassung und Überwindung vorzustellen. Nach der Erläuterung der für diese Arbeit grundlegenden Begriffe (Kap. 2) und der Festlegung der Bereiche in welcher die Unternehmenskultur den M&A-Prozess tangiert (Kap. 3.1), werden darauf aufbauend kulturelle Hürden (Kap. 3.2) dargestellt sowie Methoden und Instrumente zur Erfassung und Überwindung dieser vorgestellt (Kap. 4), bevor diese Arbeit mit dem Fazit (Kap. 5) schließt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung – Problemstellung und Zielsetzung

2 Grundlagen

2.1 (Unternehmens-)Kultur als Forschungsgegenstand

2.2 Begriffsbestimmung, Ziele und Prozess von Mergers & Acquisitions

3 Kulturelle Widerstände bei dem Wandel der Organisation im M&A-Prozess

3.1 Kultur in den verschiedenen Phasen des M&A-Prozesses

3.2 Darstellung kultureller Widerstände gegen organisationalen Wandel bei M&A

4 Methoden und Instrumente zur Erfassung und Überwindung kultureller Hürden im M&A-Prozess

4.1 Cultural Due Diligence

4.2 Integrationsmodelle

4.3 Beeinflussungsmöglichkeiten der Kultur im Sinne des Change Managements

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, aufbauend auf den theoretischen Grundlagen von Mergers & Acquisitions die kritische Rolle der Unternehmenskultur bei Wandlungsprozessen zu untersuchen und praktische Ansätze zu ihrer Erfassung sowie Überwindung aufzuzeigen, um die Erfolgschancen von Unternehmenszusammenschlüssen zu erhöhen.

  • Grundlagen der Unternehmenskultur und des M&A-Prozesses
  • Analyse kultureller Widerstände bei organisationalen Wandlungsprozessen
  • Einsatzmöglichkeiten der Cultural Due Diligence (CDD)
  • Modelle zur sozio-kulturellen Integration von Unternehmen
  • Change-Management-Maßnahmen zur kulturellen Steuerung

Auszug aus dem Buch

3.2. Darstellung kultureller Widerstände gegen organisationalen Wandel bei M&A

Durch die teilweise fundamentalen Veränderungen in den Unternehmen verursachen M&A-Transaktionen bei Mitarbeitern aller Transaktionspartner einen hohen Grad an emotionaler Betroffenheit. Drei wesentliche Problemfelder kulturellen Widerstands gegen organisationalen Wandel sind in der Literatur hervorzuheben: das „Mergers-Syndrom“, die „Kulturkollision“ sowie allgemein die fehlende Bereitschaft zum Wandel.

Als „Mergers-Syndrom“ wird die Gesamtheit der psychischen Auswirkungen von M&A auf die Mitarbeiter und deren negative Reaktion bezüglich des Unternehmenszusammenschlusses verstanden. In der Literatur werden verschiedene Ausprägungen von Mitarbeiter-Stress im Rahmen von M&A beschrieben, wie z.B. Angst vor Veränderung, Unsicherheit, innerer Widerstand, Angst vor Arbeitsplatzverlust („Survivor-Syndrom“) oder Vertrauensverlust. Als Ergebnis kann eine „Wir gegen Sie“-Mentalität entstehen, das heißt Mitarbeiter arbeiten gegeneinander, um ihre Unternehmenskulturen zu behaupten. Das Resultat eines solchen Kulturkampfs sind u.a. erhöhte Fluktuationsrate, Anstieg der Fehlzeiten, Abnahme der Arbeitszufriedenheit und somit eine Gefährdung des M&A-Erfolgs.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung – Problemstellung und Zielsetzung: Hinführung zum Thema, Erläuterung der Relevanz kultureller Faktoren bei M&A sowie Definition der Forschungsfragen und des weiteren Vorgehens.

2 Grundlagen: Theoretische Fundierung des Kulturbegriffs sowie Erläuterung der Phasen und Zielsetzungen von Mergers & Acquisitions.

3 Kulturelle Widerstände bei dem Wandel der Organisation im M&A-Prozess: Detaillierte Analyse der Auswirkungen von M&A auf die Unternehmenskultur und Identifikation spezifischer kultureller Barrieren.

4 Methoden und Instrumente zur Erfassung und Überwindung kultureller Hürden im M&A-Prozess: Vorstellung konkreter Managementinstrumente wie der Cultural Due Diligence und Integrationsmodellen zur Steuerung kultureller Wandlungsprozesse.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf den Forschungsbedarf bezüglich der Lücke zwischen theoretischen Konzepten und praktischer Anwendung.

Schlüsselwörter

Unternehmenskultur, Mergers & Acquisitions, organisationaler Wandel, Change Management, Cultural Due Diligence, Integrationsmanagement, Akkulturation, Mergers-Syndrom, Kulturkollision, Widerstand gegen Veränderung, Synergie, M&A-Erfolg, Unternehmenskultur, Wertesysteme, Landeskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie kulturelle Unterschiede zwischen Unternehmen, die im Rahmen von Mergers & Acquisitions (M&A) fusionieren, zu Widerständen führen und wie diese durch geeignetes Management überwunden werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Unternehmenskultur, die verschiedenen Phasen von M&A-Prozessen, kulturelle Widerstände (z.B. das Mergers-Syndrom) sowie Methoden zu deren Erfassung und Überwindung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Ausprägungen kultureller Widerstände und den in Theorie und Praxis bekannten Methoden und Instrumenten, um diese zu überwinden und den organisationalen Wandel erfolgreich zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die Konzepte aus dem Management und der Organisationskultur auf den M&A-Prozess überträgt und durch Praxisbeispiele und theoretische Modelle (z.B. das Drei-Ebenen-Modell von Schein) stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung kultureller Widerstände bei M&A, die Analyse von Instrumenten wie der Cultural Due Diligence und die Untersuchung von Integrationsmodellen sowie Change-Management-Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Unternehmenskultur, M&A-Prozess, Cultural Due Diligence, Akkulturation, Mergers-Syndrom und Change Management.

Was ist das "Mergers-Syndrom"?

Das Mergers-Syndrom beschreibt die Gesamtheit der psychischen Belastungen und negativen Reaktionen von Mitarbeitern auf eine Fusion, die oft zu Stress, Unsicherheit und Widerstand gegen den Wandel führen.

Kann man kulturelle Risiken schon vor der Fusion erkennen?

Ja, durch den Einsatz einer "Cultural Due Diligence" (CDD) können bereits in der frühen "Pre-Merger-Phase" kulturelle Inkompatibilitäten und mögliche Konfliktfelder identifiziert werden.

Ist eine einheitliche Unternehmenskultur immer das Ziel?

Nein, das Akkulturationsmodell zeigt auf, dass je nach Strategie auch Ansätze wie der Kulturpluralismus sinnvoll sein können, bei denen beide Kulturen nebeneinander bestehen bleiben, statt eine Zwangsintegration durchzuführen.

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Details

Title
Organisationaler Wandel im Zuge internationaler Mergers & Acquisitions: die kulturelle Hürde
College
University of Hagen  (Lehrstuhl Organisation und Planung)
Course
Management des Wandels unterschiedlicher Organisationen
Grade
1,3
Author
Sebastian Michalsky (Author)
Publication Year
2011
Pages
44
Catalog Number
V180310
ISBN (eBook)
9783656029632
ISBN (Book)
9783656029908
Language
German
Tags
Mergers & Acquisitions Organisationaler Wandel Management des Wandels unterschiedlicher Organisationen kultureller Widerstand Unternehmenskultur Cultural Due Diligence Integrationsmodelle Change Managements Akkulturationsformen Akquisitionsplanung und Akquisitionsumsetzung kulturelle Integrationsstrategien M&A-Prozess Diskontinuitätenmanagement Mergers-Syndrom Kulturkollision Kulturschock Survivor-Syndrom „Wir gegen Sie“-Mentalität Kulturkampf Critical Event Analysis Culture Web Pre-Merger-Phase Akkulturationsmodell Post-Merger-Phase Merger-Phase Landeskultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Michalsky (Author), 2011, Organisationaler Wandel im Zuge internationaler Mergers & Acquisitions: die kulturelle Hürde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180310
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