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Wissen über Wissen zur Textrezeption unter Berücksichtigung von Grundschülern

Titre: Wissen über Wissen zur Textrezeption unter Berücksichtigung von Grundschülern

Dossier / Travail , 2011 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Diplombiochemikerin Karen Brand (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
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Über welche Arten von Wissen und welche Kenntnisse muss ein Leser verfügen, um lesen zu können und Texte zu verstehen? Wie ist Wissen strukturiert und spielt die Wissensstruktur eine Rolle für das Textverständnis? Wie kann man sich den Prozess des Textverstehens vorstellen? Fragen über Fragen, über die man sich in der Regel als erfahrener Leser, bei dem der Prozess des Lesens automatisiert abläuft, keine Gedanken macht. Doch es lohnt sich als Lehrer oder Lehramtsanwärter durchaus, Wissensarten und Modellvorstellungen über Wissensstrukturen zu kennen, sich den Prozess des Lesens bewusst zu machen und sich mit Vorgängen beim Textverstehen zu beschäftigen. Mit der vorliegenden Arbeit möchte ich Einblicke in diese Thematik geben und dabei insbesondere auch auf die Textrezeption von Grundschülern eingehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textbegriff

3. Wissensarten und -strukturen

3.1 Wissensbegriff und Vorwissen

3.2 Arten von Wissen – Gedächtnissysteme

3.3 Wissensstrukturen – Wörter, Kategorien, Wörternetze und Schemata

4. Lesen lernen – Worterkennung

5. Wissen über (kindliches) Textverständnis

5.1 Oberflächenrepräsentation

5.2 Propositionale Repräsentation

5.3 Mentales Modell (Situationsmodell)

5.4 Mehrebenenmodell des Text- und Bildverstehens

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kognitiven Prozesse des Textverstehens unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Vorwissens und der Wissensstrukturen bei Grundschülern, um ein tieferes Verständnis für die Anforderungen an den Leseerwerb zu vermitteln.

  • Grundlegende Wissensarten und Gedächtnissysteme
  • Strukturierung von Wissen durch Kategorien und Wörternetze
  • Phasen des Leselernprozesses (alphabetische und orthographische Phase)
  • Kognitive Repräsentationsebenen des Textverständnisses
  • Interaktion von Text und Vorwissen beim Aufbau mentaler Modelle

Auszug aus dem Buch

5.1 Oberflächenrepräsentation

Wer Kindern vorgelesen hat, kann sich sicherlich an Kommentare wie „Das steht da aber nicht.“ erinnern, wenn beim Vorlesen ein Satz umformuliert wurde. Dies zeigt, dass Kinder in der Lage sind, Texte wortwörtlich zu speichern, was die Oberflächenrepräsentation ausmacht. Sie kann auch gebildet werden, wenn der Text nicht verstanden wurde. Die Repräsentation der Textoberfläche beinhaltet die syntaktische Struktur, demnach weisen Sätze wie „Der Jäger beobachtet das Reh.“ und „Das Reh wird vom Jäger beobachtet.“ unterschiedliche Oberflächenrepräsentationen auf, obgleich sie inhaltlich identisch sind.

Nieding (2006, S. 146) hat festgestellt, dass bei Kindern zunächst die Oberflächenrepräsentation dominiert und sich das Oberflächengedächtnis zwischen dem 8. und 11. Lebensjahr noch beträchtlich verbessert. Sie verweist darauf, dass auch Brainerd und Reyna bei Kindern zunächst die Dominanz von verbatimen (wortwörtlichen) Informationen beobachten, allerdings vollzieht sich der verbatim-gist-shift, d. h. die zunehmende Dominanz von wesentlichen inhaltlichen Informationen, ihrer Meinung nach früher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit, sich als Lehrkraft mit kognitiven Prozessen des Lesens und der Wissensstrukturierung auseinanderzusetzen, um die Textrezeption bei Grundschülern besser zu verstehen.

2. Textbegriff: Es wird eine dynamische Textauffassung definiert, bei der Texte erst durch die Interaktion von Handlungsbeteiligten in einem Kontext ihre Bedeutung erhalten.

3. Wissensarten und -strukturen: Dieses Kapitel erläutert die Unterteilung des Langzeitgedächtnisses und die Bedeutung mentaler Wissensnetze sowie die Rolle von Vorwissen für den Wissenserwerb.

4. Lesen lernen – Worterkennung: Hier werden die alphabetische und die orthographische Phase des Lesenlernen beschrieben, um die Bedeutung der Automatisierung basaler Lesefertigkeiten aufzuzeigen.

5. Wissen über (kindliches) Textverständnis: Dieses Kapitel differenziert drei kognitive Repräsentationsebenen – Oberflächenrepräsentation, propositionale Repräsentation und mentales Modell – und deren Bedeutung für das Verständnis.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Textrezeption ein aktiver, vorwissensbasierter Konstruktionsprozess ist, dessen Förderung im Unterricht gezielte Motivation und Automatisierung der Lesefertigkeit erfordert.

Schlüsselwörter

Textrezeption, Textverständnis, Vorwissen, Wissensstrukturen, Gedächtnissysteme, Lesenlernen, Worterkennung, mentale Repräsentation, Oberflächenrepräsentation, propositionale Repräsentation, mentales Modell, Grundschule, Leseförderung, Kognitionspsychologie, Konstruktions-Integrations-Modell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kognitiven Grundlagen der Textrezeption, insbesondere wie Wissen im Gedächtnis strukturiert ist und welche kognitiven Schritte nötig sind, um einen schriftlichen Text zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Wissensarten des Langzeitgedächtnisses, die verschiedenen Assoziationsprinzipien im mentalen Lexikon, der Prozess des Lesenlernens sowie die verschiedenen Ebenen mentaler Repräsentation beim Textverstehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Einblicke in die kognitiven Mechanismen des Textverstehens zu geben, um Lehrkräften ein besseres Verständnis für die individuellen Lernvoraussetzungen von Grundschülern bei der Textrezeption zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung aktueller psychologischer und linguistischer Modelle, insbesondere zu Wissensstrukturen, Leseerwerb und kognitiven Repräsentationsformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Menschen Informationen im Gedächtnis speichern (Gedächtnissysteme), wie Wörter vernetzt sind, welche Phasen Kinder beim Lesenlernen durchlaufen und auf welchen Ebenen (Oberfläche, Proposition, mentales Modell) Textinhalt kognitiv verarbeitet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Textrezeption, Vorwissen, mentales Modell, Worterkennung, Gedächtnissysteme und die verschiedenen Repräsentationsebenen.

Welche Rolle spielt das Vorwissen beim Textverstehen?

Vorwissen dient als Grundlage für die Sinnkonstruktion und das Ziehen von Inferenzen; je besser das Wissen vernetzt ist, desto leichter können neue Informationen integriert werden.

Was unterscheidet die alphabetische von der orthographischen Phase des Lesens?

In der alphabetischen Phase erlernen Kinder die Graphem-Phonem-Korrespondenz, während in der orthographischen Phase durch häufiges Lesen ein Sichtwortschatz aufgebaut wird, der eine schnellere, ganzheitliche Erkennung von Morphemen und Wörtern ermöglicht.

Was besagt das Mehrebenenmodell von Schnotz und Dutke?

Das Modell beschreibt, wie sowohl Text als auch Bild in interne kognitive Repräsentationen umgewandelt werden, wobei für Text die drei Ebenen Oberfläche, Proposition und mentales Modell zentral sind.

Warum betont die Autorin die Rolle der Motivation?

Die Autorin argumentiert, dass erfolgreiches Textverstehen durch das Arbeitsgedächtnis begrenzt ist; Automatisierung durch viel Übung ist nötig, und diese Übung erfordert wiederum die Motivation der Kinder zum Lesen.

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Résumé des informations

Titre
Wissen über Wissen zur Textrezeption unter Berücksichtigung von Grundschülern
Université
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Cours
Seminar: Sprachliche Kommunikation
Note
1,0
Auteur
Diplombiochemikerin Karen Brand (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
21
N° de catalogue
V180780
ISBN (ebook)
9783656040101
ISBN (Livre)
9783656040729
Langue
allemand
mots-clé
Textverstehen Lesekompetenz Mentale Repräsentation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplombiochemikerin Karen Brand (Auteur), 2011, Wissen über Wissen zur Textrezeption unter Berücksichtigung von Grundschülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180780
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Extrait de  21  pages
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