Der Praktikumsbericht enthält die Beschreibung der verschiedenen Bildungsgänge eines Berufskollegs. Weiterhin enthalten sind Unterrichtsbeobachtungen und Unterrichtsversuche.
Inhaltsverzeichnis
1. Überlegungen vor Praktikumsbeginn
2. Rahmenbedingungen
3. Organisation des Berufskolleg
3.1 Ebene der Bildungsgänge und Bildungsentwicklung
3.1.1 Wirtschaftsgymnasium
3.1.2 Höhere Handelsschule und Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten/ zur kaufmännischen Assistentin
3.1.3 Handelsschule
3.1.4 Berufsschule
3.2 Ebene der Schulorganisation und Schulentwicklung
3.2.1 Bildungskonferenzen
3.2.2 Qualitätssicherung im Bildungsgang
4. Unterrichtsbeobachtungen
5. Eigene Unterrichtsstunden / Unterrichtsplanung
5.1 Vorgehensweise und Zielsetzung
5.2 Wahl der Methode
5.3 Medieneinsatz
5.4 Strukturierung der Stunde
5.5 Reflexion der Unterrichtsstunde
6. Reflexion des Praktikums
Zielsetzung & Themen
Ziel des Praktikumsberichts ist die kritische Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen, Organisationsstrukturen sowie der unterrichtlichen Praxis an einem kaufmännischen Berufskolleg aus der Perspektive einer angehenden Lehrkraft.
- Analyse der verschiedenen Bildungsgänge am Berufskolleg
- Beobachtung und Reflexion von Unterrichtsprozessen
- Planung und Durchführung eigener Unterrichtssequenzen
- Vergleich von Lernatmosphäre und Leistungsniveau in unterschiedlichen Klassen
- Erfahrungsgewinn hinsichtlich der Eignung für den Lehrerberuf
Auszug aus dem Buch
3.1.5 Reflexion: Vergleich von Einzelhandelsklasse und Höhere Handelsschule
In allen Bildungsgängen werden ähnliche Unterrichtsinhalte in den wirtschaftlichen Fächern unterrichtet, jedoch ist die Tiefe des behandelten Stoffs unterschiedlich. In der Handelsschule zum Beispiel werden die Inhalte nicht so detailliert besprochen wie im Wirtschaftsgymnasium, jedoch sind deutliche Parallelen zu erkennen. Außerdem sind deutliche Unterschiede im Verhalten, der Motivation und der Auffassungsgabe der Schüler zu erkennen.
Dies wurde in der Zeit meines Praktikums sehr deutlich. Der größte Unterschied war zwischen der von mir beobachteten Einzelhandelsklasse und der Klasse der Höheren Handelsschule zu erkennen. In der Einzelhandelsklasse war es in der Regel sehr unruhig. Die Berufsschüler sehen die beiden Tage Schule, die sie in der Woche absolvieren müssen, als Zeit, in der sie sich entspannen können und nehmen den Ernst der schulischen Ausbildung nicht wahr. Die Lehrperson, welche ich begleiten durfte, ließ mich allerdings auch wissen, dass nicht jede Klasse ein solches Verhalten, in Bezug auf zum Beispiel Respekt oder Lautstärke, an den Tag legt. Den Schülern dieser Klasse ist auch bewusst, dass der Lehrstoff wichtig für sie ist, dennoch verloren sie schnell das Interesse an einem Thema und widmeten sich Privatgesprächen. Auch konnte man bei einigen Schülern beobachten, dass sie den Lehrer in keiner Form respektieren. Sie duzten ihn teilweise, was dieser einfach so hinnahm. Es schien so, als sei dies der Normalzustand. Die gesamte Atmosphäre zwischen Schülern und Lehrer war sehr angespannt. Dies alles spiegelte sich auch in den Leistungen der Jugendlichen wieder. In einer Klausurauswertung habe ich gesehen, dass 50% der Klasse die Noten mangelhaft und ungenügend hatten. Es wurde einfaches Grundwissen, das für dieses Thema relevant war, abgefragt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Überlegungen vor Praktikumsbeginn: Die Autorin reflektiert ihre Erwartungen an das Praktikum, insbesondere hinsichtlich des Einblicks in verschiedene Bildungsgänge und der Bestätigung ihrer Berufswahl.
2. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel beschreibt die geographische Lage, das Bildungsangebot, die Ausstattung sowie die allgemeine Struktur des Xxx-Berufskollegs.
3. Organisation des Berufskolleg: Es erfolgt eine detaillierte Aufschlüsselung der angebotenen Bildungsgänge sowie eine Erläuterung der schulinternen Organisations- und Qualitätssicherungsmaßnahmen.
4. Unterrichtsbeobachtungen: Die Autorin analysiert eine beobachtete Deutschstunde, in der Kommunikationsdefizite zwischen Lehrkraft und Schülern sowie Schwierigkeiten bei der Stoffvermittlung deutlich wurden.
5. Eigene Unterrichtsstunden / Unterrichtsplanung: Hier wird die Planung und Durchführung einer Unterrichtsstunde zum Thema Eigentumsvorbehalt in der Höheren Handelsschule dokumentiert und reflektiert.
6. Reflexion des Praktikums: Abschließend fasst die Autorin ihre Erkenntnisse über den Lehrerberuf zusammen und gleicht ihre ursprünglichen Erwartungen mit der Realität des Schulalltags ab.
Schlüsselwörter
Berufskolleg, Orientierungspraktikum, Lehramt, Unterrichtsbeobachtung, Unterrichtsplanung, Bildungsgänge, Wirtschaftsgymnasium, Höhere Handelsschule, Einzelhandel, Berufsschule, Didaktik, Lehrerverhalten, Qualitätssicherung, Schulpraxis, Eigentumsvorbehalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen einer angehenden Lehrkraft während eines erziehungswissenschaftlichen Orientierungspraktikums an einem kaufmännischen Berufskolleg.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Das Spektrum reicht von der Schulorganisation über die Analyse verschiedener Bildungsgänge bis hin zur praktischen Unterrichtsplanung und der Reflexion des eigenen Lehrerhandelns.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die schulische Praxis am Berufskolleg objektiv zu beobachten, eigene Unterrichtserfahrungen zu sammeln und die Eignung für den Lehrerberuf zu prüfen.
Welche Methoden werden im Unterricht eingesetzt?
Die Autorin bevorzugt handlungsorientierte Ansätze, wie die Problemlösungsmethode nach Aebli/Dörner, und setzt Medien wie Overhead-Folien und Arbeitsblätter ein.
Was steht im Zentrum des Hauptteils?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf dem Vergleich unterschiedlicher Bildungsgänge (z.B. Einzelhandel vs. Höhere Handelsschule) und der detaillierten Planung einer Unterrichtseinheit.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie berufliche Bildung, pädagogische Reflexion, Didaktik, Klassenführung und schulspezifische Rahmenbedingungen.
Wie unterscheidet sich die Lernatmosphäre in den verschiedenen Klassen?
Die Autorin stellt fest, dass die Motivation und das Verhalten der Schüler stark vom jeweiligen Bildungsgang abhängen, wobei sie in der Höheren Handelsschule ein angenehmeres Lernklima vorfand als in der Einzelhandelsklasse.
Welche Bedeutung hat der Eigentumsvorbehalt in diesem Bericht?
Der Eigentumsvorbehalt dient als konkretes Fallbeispiel für die von der Praktikantin selbst geplante und durchgeführte Unterrichtsstunde.
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- Magdalena Malinowski (Autor), 2008, Erziehungswissenschaftliches Orientierungspraktikum am Berufskolleg vom 18.02. - 14.03.2008, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184747