Thema: "Entwurf und Realisierung eines skalierbaren Multimedialabors aufbauend auf modernen didaktischen Konzepten"
Inhalt:
Gegenstand der Arbeit ist die Aufarbeitung des aktuellen Stands der Technik im Bereich der Video- und Audioproduktion und die hierauf aufbauende Einrichtung eines Labors an der Gewerbeschule Rastatt. Das entstehende Labor wird Einzel- und Gruppenarbeiten im Videoschnitt und Multimediaarbeiten ermöglichen, wie sie in den unterschiedlichen Fächern des Lehrplanes der Gewerbeschule Rastatt behandelt werden. Die Themen umfassen die folgende Gebiete: Videoschnitt, Audioschnitt, Multimedia Authoring, 3D-Animation, E-learning und sonstige Multimediaarbeiten.
Durchführung:
Phase 1: In der ersten Phase wird der aktuelle Stand der Technik bzgl. Soft- und Hardware in der Video- und Audioproduktion aufgearbeitet.
Phase 2: In der zweiten Phase werden die speziellen Anforderungen an das Multimedia-Labor ermittelt, die sich aus dem Lehrplan, den Vorgaben der Schulleitung, einer Umfrage der Lehrer und Schüler und den Vorgaben des Regierungspräsidiums ergeben. Zusätzlich werden didaktische Konzepte erstellt, um eine bestmögliche Arbeitsweise für Schüler und Lehrer sicherstellen zu können. Am Ende der ersten beiden Phasen ergibt sich als Meilenstein der "Soll"-Zustand des Multimedia-Labors.
Phase 3: In der dritten Phase wird der ?Ist-Zustand? von vorhandener Soft- und Hardware ermittelt. Es wird eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Ressourcen (Soft- und Hardware, Räumlichkeiten, Lehrkräfte, Zeitpläne) erstellt und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Lehrplan
Phase 4: In der vierten Phase wird ein Lösungsvorschlag für die Realisierung des Soll-Zustandes mit den vorhanden Mitteln, Räumlichkeiten und Lehrkräften ausgearbeitet und umgesetzt werden (Evaluation, Konfiguration, Vergleich der Labor-Soft- und Hardware). Konstruktiv auf den Lösungsvorschlag soll die Anpassung und Überprüfung der Skalierbarkeit der Konzepte an spätere Änderung der Aufgaben und Lehrpläne durchgeführt werden.
Phase 5: Für den praktischen Aufbau des Labors werden die vorhandenen Mittel auf deren Aktualität geprüft, ebenso welche Technologien sich in diesem Bereich derzeit auf dem Markt befinden und was ihre spezifischen Vor- und Nachteile sind. Für den Aufbau sollen auch die Anbindung an das Schulnetzwerk und das Pädagogische Netzwerk gegeben sein.
Für zukünftige Änderungen und Anpassungen wird geprüft werden, ob man Sponsoren finden oder Fördergelder (Land/Bund) beantragen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Kurzfassung
2 Einleitung
3 Ziele
3.1 Medienkompetenz
3.2 Didaktische, methodische Ansätze
4 Grundlagen Technik
4.1 Audio
4.1.1 Soundkarte
4.1.2 Lautsprecher
4.1.3 Mikrofon
4.2 Video
4.2.1 Farbräume
4.2.1.1 Das RGB-Modell
4.2.1.2 Das CMYK-Farbmodell
4.2.1.3 Das YUV-Farbmodell
4.2.2 Bildtechnik
4.2.2.1 Bitmap-Grafiken (Raster-Grafiken)
4.2.2.2 Vektorgrafiken
4.2.3 Die Grafikkarte
4.3 Camcorder
4.3.1 Optik
4.3.2 Brennweite
4.3.3 Blende
4.3.4 Der Bildwandler (CCD)
4.3.5 Auflösung
4.3.6 Audio
4.3.7 Speichermedien
4.3.8 Schnittstellen
4.4 Schnitt (Video/Audio)
4.4.1 Videoschnitt
4.4.1.1 Offene nonlineare Schnittsysteme
4.4.1.2 Geschlossene nonlineare Schnittsysteme
4.4.2 Audioschnitt
4.5 Bluescreen-Technik
4.6 Beleuchtung
4.6.1 Lichttechnik
4.6.2 Lichtgestaltung
4.6.3 Ausleuchtung Blue-Box
4.7 Multimedia-Authoring
4.8 2D-/3D-Animation
4.8.1 2D-Animation
4.8.2 3D-Animation
4.9 E-Learning
5 Ist-Zustand
5.1 Software
5.2 Hardware
5.3 Infrastruktur
5.4 Unterricht mit Multimedia-Inhalten
5.5 Didaktische Konzepte
5.6 Multimedia-Unterricht ohne Labor
6 Soll-Zustand
6.1 Befragung
6.1.1 Planung
6.1.2 Erhebung
6.1.3 Aufbereitung
6.1.4 Analyse
6.1.5 Interpretation
6.2 Vorgaben
6.2.1 Räume
6.2.1.1 Möblierung
6.2.1.2 Fußboden
6.2.1.3 Beleuchtung
6.2.1.4 Zusätzliche Räume zur Aufbewahrung
6.2.2 Hardware
6.2.2.1 Intranet
6.2.2.2 Internet
6.2.2.3 Schülerrechner
6.2.2.4 Lehrerrechner
6.2.3 Software
6.3 Auszuführende Tätigkeiten
6.3.1 Bildbearbeitung
6.3.2 Videoschnitt
6.3.3 Audio
6.3.4 Animation (2D/3D)
6.3.5 Technik digitaler Fotografie
6.3.6 Technik Camcorder
6.3.7 E-Learning
6.3.8 Web-Design
6.3.9 Präsentation
7 Didaktisches Konzept für den Soll-Zustand
7.1 Zielgruppe und Lehrziele
7.2 Didaktische Methodik
7.3 Konzept für die GSR
7.3.1 Zielgruppe
7.3.1.1 Zielgruppenbestimmung Technisches Gymnasium
7.3.1.2 Zielgruppenbestimmung Berufskolleg
7.3.2 Didaktische Methodik für die GSR
7.3.2.1 Frontalunterricht
7.3.2.2 Einzelarbeit
7.3.2.3 Partnerarbeit
7.3.2.4 Gruppenarbeit (Projektarbeit)
8 Räumliche Konzepte
8.1 Entwurf 1
8.2 Entwurf 2
9 Erweiterbarkeit der Konzepte
9.1 Skalierbarkeit des Multimedialabors
9.1.1 Software
9.1.2 Hardware
9.1.3 Räumlichkeiten
9.1.4 Didaktische Konzepte
10 Praktischer Aufbau
11 Zusammenfassung und Ausblick
Anhang A: Umfrage bei Schülern und Lehrern
A.1 Fragebogen Lehrer
A.2 Fragebogen Schüler
Anhang B: Lehrpläne (Auszüge)
Anhang C: Glossar
Literaturverzeichnis
Webseitenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist die Konzeption und praktische Umsetzung eines Medienlabors an der Gewerbeschule Rastatt, um Schülern und Lehrkräften die aktive Vermittlung von Medienkompetenz durch die praktische Arbeit an audiovisuellen Projekten zu ermöglichen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Integration moderner technischer Produktionsbedingungen in den bestehenden schulischen Lehrplan unter Berücksichtigung begrenzter finanzieller Ressourcen.
- Analyse und Aufarbeitung des aktuellen Stands der Technik in der Video- und Audioproduktion
- Ermittlung des Ist-Zustands von Hard- und Software an der Gewerbeschule Rastatt
- Entwicklung didaktischer Konzepte für den Einsatz multimedialer Arbeit im Unterricht
- Konzeption räumlicher Gestaltungsvorschläge unter Berücksichtigung unterschiedlicher Arbeitsformen
- Ausarbeitung eines Stufenplans für den praktischen Aufbau und die spätere Erweiterbarkeit
Auszug aus dem Buch
4.6.3 Ausleuchtung Blue-Box
Die blaue Fläche soll gleichmäßig ausgeleuchtet werden, ohne auf eine Lichtsetzung des Vordergrundes verzichten zu müssen; dabei dürfen keine Schatten entstehen, die das Freistellen in der Nachbearbeitung erschweren. Für saubere Schnittkanten wird eine Beleuchtung von hinten bzw. von der Seite empfohlen. Das Licht, das auf die blaue Fläche trifft, wird reflektiert und nimmt die Farbe Blau an, wodurch der Schauspieler von hinten blau angeleuchtet wird, wenn die Distanz sehr kurz zur Bluescreen ist. Deshalb soll der Abstand vom Vordergrund zum Hintergrund möglichst groß sein. Dadurch wird dieses "Leuchten" um den Vordergrund reduziert. Zusätzlich kann der Vordergrund noch mit der Komplementärfarbe des Hintergrundes bestrahlt werden. Bei einer Blue-Box würde der Einsatz einer gelben Lampe bewirken, dass sich das gelbe mit dem blauen Licht von der Box zu weißem Licht vermischt. So wird der Vordergrund von hinten weiß angestrahlt und das Ergebnis wären scharfe Außenkanten, die dann gut ausgeschnitten werden können.
Folgende Fragen sollten in der Planung berücksichtigt werden: Wie stark ist die gesamte Helligkeit der Situation, von wo wird das Führungslicht kommen, oder wird sich das Licht im späteren Hintergrund gar bewegen? Eine Herausforderung für den Kameramann ist die Montage der Person/des Objektes in eine Aufnahme mit einer bewegten Kamera und somit in sich verändernde Lichtverhältnisse. Denn gelingt es auch beim Dreh, das Hauptlicht in gleicher Weise zu bewegen, wirkt das Endprodukt um vieles realistischer.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Kurzfassung: Diese Arbeit beschreibt die Konzeption und Einrichtung eines Medienlabors an der Gewerbeschule Rastatt in fünf Phasen, von der Bestandsaufnahme bis zur praktischen Umsetzung.
2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit eines Medienlabors im Spannungsfeld von Informatik, Medientechnik und Medienpädagogik unter Verwendung des ADDIE-Modells.
3 Ziele: Es wird das Ziel definiert, Medienkompetenz durch praktische audiovisuelle Projektarbeit auf Basis didaktischer Ansätze zu vermitteln.
4 Grundlagen Technik: Dieses Kapitel liefert das notwendige technische Basiswissen zu den Themen Audio, Video, Beleuchtung, Authoring, Animation und E-Learning.
5 Ist-Zustand: Eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Software, Hardware und Infrastruktur der Schule im IT- und Medienbereich.
6 Soll-Zustand: Basierend auf Befragungen von Schülern und Lehrern werden spezifische Anforderungen und Zielvorgaben für die Ausstattung und Nutzung des Medienlabors definiert.
7 Didaktisches Konzept für den Soll-Zustand: Das Kapitel entwickelt mediendidaktische Planungen und integriert verschiedene Unterrichtsmethoden wie Frontalunterricht, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit.
8 Räumliche Konzepte: Vorstellung zweier Entwürfe für die räumliche Gestaltung des Medienlabors unter Berücksichtigung technischer Stabilität und pädagogischer Flexibilität.
9 Erweiterbarkeit der Konzepte: Prüfung der Skalierbarkeit hinsichtlich Software, Hardware, Räumlichkeiten und Didaktik, um auf zukünftige technologische Trends reagieren zu können.
10 Praktischer Aufbau: Dieser Abschnitt beschreibt den zeitlichen Ablauf der Umsetzung, die praktische Einrichtung vor Ort und die abschließende Evaluation.
11 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit über die erfolgreiche Einrichtung des Labors sowie Ausblick auf Möglichkeiten zur Akquise von Sponsoren und zur weiteren Kooperation mit regionalen Betrieben.
Schlüsselwörter
Medienlabor, Medienkompetenz, Videoproduktion, Audioproduktion, Didaktik, Projektarbeit, Gewerbeschule Rastatt, Informatik, Multimediasysteme, Soll-Zustand, Ausstattung, Software, Hardware, Bluescreen-Technik, Autorensysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Konzeption und praktische Umsetzung eines Medienlabors an der Gewerbeschule Rastatt, um multimediale Projektarbeit in den Schulalltag zu integrieren.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Labor ab?
Das Medienlabor deckt die Bereiche Videoschnitt, Audioproduktion, Multimedia-Authoring, 3D-Animation, E-Learning und digitale Fotografie ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Förderung von Medienkompetenz bei Schülern durch die praktische Anwendung professioneller Technik und didaktisch fundierter Arbeitsmethoden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es wurde eine Kombination aus wissenschaftlicher Literaturrecherche und empirischer Erhebung (Befragung von Lehrern und Schülern) genutzt, um den spezifischen Bedarf zu ermitteln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, die Ist-Analyse der Schulausstattung, die Definition des Soll-Zustands, die Ausarbeitung didaktischer Konzepte und die Planung des physischen Laboraufbaus.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medienlabor, Medienkompetenz, Didaktik, handlungsorientierter Unterricht, Multimediasysteme und technische Skalierbarkeit.
Warum wurde eine "U-Form" als räumliche Aufteilung gewählt?
Die U-Form ermöglicht dem Lehrer einen direkten Einblick auf die Monitore der Schüler, was eine schnellere Hilfestellung und bessere Kontrolle über den Lernprozess ermöglicht.
Warum spielt die Blue-Box-Technik eine wichtige Rolle?
Die Blue-Box-Technik ist zentral, da sie Schülern erlaubt, Personen oder Objekte nachträglich in beliebige Hintergründe zu montieren, was ein wesentlicher Bestandteil moderner Videoproduktion ist.
Welche Rolle spielt "Moodle" in diesem Konzept?
Moodle dient als Learning-Management-System zur effizienten Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Tests und E-Learning-Modulen im Schulnetzwerk.
- Citation du texte
- MSc Michael Meister (Auteur), 2006, Entwurf und Realisierung eines skalierbaren Multimedialabors aufbauend auf modernen didaktischen Konzepten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186214