Sprache ist ein komplexes Kommunikationssystem zur Übermittlung von Informationen, welches willkürliche Symbole verwendet, die unzählig kombiniert werden können. Grundlage für Sprache sind Laute und Kombinationen von Lauten aus denen bedeutungsvolle Einheiten gebildet werden, Worte, und aus diesen weitere Bedeutungseinheiten, Sätze, u.s.w.. Die Struktur der Sprache:
Phoneme sind die Klänge/Laute, aus denen sich die Sprache zusammensetzt. Morpheme sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten, Wortteile beziehungsweise Worte.
Syntax ist das Studium der Regeln, die bestimmen, wie Wörter zu einen Satz zusammengefaßt werden.
Semantik ist das Studium der Bedeutungen, die Sprache oder Teile der Sprache übermitteln. Pragmatik untersucht die Regeln, die Sprachverwendung in unterschiedlichen sozialen Kontexten steuern.
Die Erweiterung der Pragmatik ist die Soziolinguistik, die den unterschiedlichen Sprachgebrauch, aufgrund der Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Gruppen, untersucht. Bei CHOMSKY ist die Sprache als ein formales System rekonstruiert. In diesem System sind isolierbare syntaktische und semantische Elemente regelhaft aufeinander bezogen. Die wichtigste Grundeinheit ist dabei der Satz.
Inhaltsverzeichnis
1. Sprache
2. Spracherwerb
3. Grundlagen für Spracherwerb bzw. Einflussfaktoren
4. Phasen der Sprachentwicklung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die ontogenetische Sprachentwicklung des Menschen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie biologische Anlagen, kognitive Reifungsprozesse und soziale Interaktionen ineinandergreifen, um den Erwerb von Sprache als komplexes Kommunikationssystem zu ermöglichen.
- Strukturelle Grundlagen der Sprache (Phonetik, Syntax, Semantik, Pragmatik)
- Biologische Voraussetzungen und Theorien zum Spracherwerb (Chomsky, Piaget, Bruner)
- Die Bedeutung von Intention, Bewusstsein und Denken als Grundlagen des Sprechens
- Chronologische Phasen der Sprachentwicklung vom Säuglingsalter bis zum Erwachsenenalter
- Der Übergang von der vorsprachlichen Kommunikation zu Ein-Wort- und Mehr-Wort-Sätzen
Auszug aus dem Buch
Die Struktur der Sprache:
Phoneme sind die Klänge/Laute, aus denen sich die Sprache zusammensetzt.
Morpheme sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten, Wortteile beziehungsweise Worte.
Syntax ist das Studium der Regeln, die bestimmen, wie Wörter zu einen Satz zusammengefaßt werden.
Semantik ist das Studium der Bedeutungen, die Sprache oder Teile der Sprache übermitteln.
Pragmatik untersucht die Regeln, die Sprachverwendung in unterschiedlichen sozialen Kontexten steuern.
Die Erweiterung der Pragmatik ist die Soziolinguistik, die den unterschiedlichen Sprachgebrauch, aufgrund der Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Gruppen, untersucht.
Bei CHOMSKY ist die Sprache als ein formales System rekonstruiert. In diesem System sind isolierbare syntaktische und semantische Elemente regelhaft aufeinander bezogen. Die wichtigste Grundeinheit ist dabei der Satz. CHOMSKY erklärt und beschreibt Sprache, dadurch daß er Sätze erklärt und beschreibt. Mit der Sprachverwendung (also Pragmatik und Soziolinguistik) setz er sich nicht auseinander. CHOMSKY schreibt seinen „native speakers“ (so bezeichnet er Sprecher und Hörer, die ihrer Muttersprache mächtig sind) folgende Leistungen zu:
Sie können Sätze auf ihre Grammatikalität hin beurteilen.
Sie können erkennen, ob verschiedene Sätze in ihrer Bedeutung gleich sind.
Sie können Mehrdeutigkeiten durchschauen und durch Paraphrasierung auflösen.
Sie können immer wieder neue Sätze bilden und verstehen (sprachliche Kreativität).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sprache: Dieses Kapitel definiert Sprache als komplexes Kommunikationssystem und erläutert deren grundlegende Strukturen wie Phoneme, Morpheme, Syntax und Semantik sowie die Relevanz der Pragmatik.
2. Spracherwerb: Hier wird die Chomsky’sche Theorie der angeborenen Sprachkompetenz diskutiert und der Rolle der sozialen Interaktion sowie den ersten rezeptiven Fähigkeiten von Säuglingen gegenübergestellt.
3. Grundlagen für Spracherwerb bzw. Einflussfaktoren: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie kognitive Entwicklung, Intention und Bewusstsein als fundamentale Voraussetzungen für den Spracherwerb dienen, wobei insbesondere Piaget und Wygotsky zitiert werden.
4. Phasen der Sprachentwicklung: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht der Entwicklungsphasen vom vorsprachlichen Schreien über das Ein-Wort-Stadium bis hin zur komplexen Satzbildung.
Schlüsselwörter
Sprachentwicklung, Spracherwerb, Ontogenese, Linguistik, Syntax, Semantik, Pragmatik, Chomsky, Piaget, Holophrasen, Sprache, Kommunikation, Spracherwerbsmechanismus, Sozialisation, Kognition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sprachentwicklung des Menschen während der Kindheit und den zugrunde liegenden biologischen sowie kognitiven Prozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Themenfelder umfassen die strukturellen Komponenten von Sprache, die Theorien zum Spracherwerb und die chronologische Entwicklung der kindlichen Sprachfähigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Prozess der Sprachentwicklung als Zusammenspiel von biologischer Anlage und Umweltinteraktion aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf der Analyse existierender psychologischer und linguistischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Sprachstruktur, Lerntheorien) und die empirisch orientierte Darstellung der Entwicklungsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Spracherwerb, Chomsky, Piaget, Holophrasen, kognitive Entwicklung und die Phasen der Sprachentwicklung.
Welche Rolle spielen die "Holophrasen" in der Entwicklung?
Holophrasen sind Ein-Wort-Sätze, die bei Kindern ab etwa einem Jahr auftreten und durch Einbettung in den Gesamtkontext ganze Sätze oder Wünsche ausdrücken.
Warum unterscheidet Chomsky zwischen Sprachkompetenz und Sprachperformanz?
Chomsky nutzt die Kompetenz als ideales, angeborenes Wissen über Sprachregeln, während Performanz das tatsächliche, oft fehlerhafte Sprachvermögen in der Realität beschreibt.
Wie unterscheidet sich die Auffassung von Piaget von der von Wygotsky bezüglich Denken und Sprache?
Piaget betrachtet die Sprachentwicklung als Manifestation der kognitiven Entwicklung, während Wygotsky davon ausgeht, dass Denken und Sprache ab einem Alter von etwa zwei Jahren eine wechselseitige, integre Einheit bilden.
- Citation du texte
- Anton Reumann co. Roos (Auteur), 2000, Die Entwicklung der Erkenntnistätigkeit in der Ontogenese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186279