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Die Marxschen Ideen über Erziehung und ihr Wert für die Schule von Heute

Título: Die Marxschen Ideen über Erziehung und ihr Wert für die Schule von Heute

Trabajo de Seminario , 2011 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Kathrin Greyer (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Marx gilt fraglos als einer der umstrittensten Philosophen des vergangenen Jahrhunderts. Zahllose Wissenschaftler haben sich fächerübergreifend mit seinen Thesen und Ideen auseinander gesetzt, nicht zuletzt, weil sich vor allem der östliche Teil Europas politisch und gesellschaftlich auf Marx berief. Sich in einer 15-seitigen Hausarbeit erschöpfend mit den Marxschen Ansichten zur Erziehung und den dazu verfassten Kommentaren Anderer auseinander zu setzen ist schlicht, und ohne Zweifel, unmöglich. Daher muss schon an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der Titel der vorliegenden Arbeit in Anlehnung an das Seminarthema „Klassische und moderne Erziehungstheorien“ gewählt wurde, hier jedoch die durch ihn aufgeworfenen Fragen nicht annähernd erschöpfend beantwortet werden können. Diese Arbeit entstand im Rahmen des eben genannten Einführungsseminars, welches die Ideen einiger Klassiker der Pädagogik deren modernem Verständnis vergleichend gegenüber stellte. Diese Hausarbeit stellt den Versuch dar, Marxens Konzept der „revolutionären Praxis“ verständlich zusammenzufassen und versucht zu prüfen, in wie fern dieses Verständnis der revolutionären Praxis für die Erziehung und Bildung in der heutigen Zeit beachtenswert erscheint. Dass die Kenntnis verschiedener Erziehungstheorien als Voraussetzung für pädagogisches Handeln notwendig ist, wurde im Rahmen des besuchten Seminars deutlich und soll in dieser Arbeit nochmals kurz angerissen werden, um die Beschäftigung mit den Ideen von Marx zu rechtfertigen. Anschließend soll versucht werden, die Ansätze von Marx im Stile einer „echten“ Erziehungstheorie hinsichtlich des Menschenbildes, der Teleologie und der Methodik zu beleuchten, obgleich dies in diesem Rahmen nur rudimentär erfolgen kann. Im weiteren Verlauf sollen Marxens Ideen bezüglich einer polytechnischen Erziehung besprochen und sein Konzept der „revolutionären Praxis“ beleuchtet werden. Anschließend soll auf dieser Grundlage versucht werden, das Rollenverständnis der an Erziehung Beteiligten zu hypothetisieren, um die Aufgabe professioneller Erziehung und Bildung vor dem Hintergrund institutionalisierter Volksbildung bewusst werden zu lassen. Dazu sollen auch ausgewählte moderne Lesearten Marxscher Philosophien berücksichtigt werden. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. VORBEMERKUNG

2. ERZIEHUNGSTHEORIEN

2.1 MARXENS MENSCHENBILD UND DAS ‚SEINER‘ GESELLSCHAFT

2.2 ZIELE

2.3 METHODEN AM BEISPIEL DER KRITIK DES GOTHAER PROGRAMMS

3. MARXENS AUFFASSUNG VON ERZIEHUNG - ÜBERWINDUNG DER ENTFREMDUNG

3.1 POLYTECHNISCHE ERZIEHUNG

3.2 REVOLUTIONÄRE PRAXIS

4. KANN ES „REVOLUTIONÄRE PRAXIS“ IN DER PÄDAGOGIK GEBEN?

4.1 ROLLENVERTEILUNG UND ROLLENVERSTÄNDNIS

4.1.1 Schüler

4.1.2 Erwachsene/ Eltern

4.1.3 Lehrer/ Pädagogen

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Marxsche Konzept der „revolutionären Praxis“ im Kontext erziehungstheoretischer Fragestellungen und prüft dessen Bedeutung sowie Übertragbarkeit auf die moderne Pädagogik des 21. Jahrhunderts.

  • Marxsche Erziehungsvorstellungen im historischen Kontext
  • Kritik an Entfremdungsprozessen in der kapitalistischen Gesellschaft
  • Die Rolle der polytechnischen Erziehung zur Überwindung von Arbeitsteilung
  • Analyse des Rollenverständnisses von Lehrern, Eltern und Schülern
  • Reflexion über Erziehung als Instrument der gesellschaftlichen Emanzipation

Auszug aus dem Buch

3.2 Revolutionäre Praxis

Das Konzept der „revolutionären Praxis“ wie von Marx in der dritten These über Feuerbach formuliert, ist nicht einfach zu fassen:

Die materialistische Lehre von der Veränderung der Umstände und der Erziehung vergißt, daß die Umstände von den Menschen verändert und der Erzieher selbst erzogen werden muß. Sie muß daher die Gesellschaft in zwei Teile - von denen der eine über ihr erhaben ist - sondieren. Das Zusammenfallen des Ändern[s] der Umstände und der menschlichen Tätigkeit oder Selbstveränderung kann nur als revolutionäre Praxis gefaßt und rationell verstanden werden. 17

Die materialistische Lehre, auf die Marx Bezug nimmt, wird in der ersten These über Feuerbach als theoretisch und nicht gegenständlich kritisiert. Obgleich sie dialektisch erkennt, dass die Menschen Produkte ihrer Umstände und ihrer Erziehung sind, und veränderte Menschen also Produkte anderer Umstände und geänderter Erziehung sind, verlangt Marx zusätzlich zu bedenken, dass es die Menschen selbst sind, die als einzige ihre Umstände und ihre Erziehung ändern können. Schmied-Kowarzik bringt das eigentliche Problem auf den Punkt:

Aber - und hiermit kommen wir auf das entscheidende Problem der Marxschen Geschichtsdialektik - diese Produktion und Reproduktion ihrer Lebensverhältnisse durch die gesellschaftliche Arbeit und Praxis der Individuen vollzieht sich zunächst für diese völlig bewußtlos in ihren individuell motivierten Handlungen, so daß für die einzelnen Individuen die jeweiligen, gesellschaftlich-bewußtlos produzierten Formen ihrer Arbeit und Praxis nicht als selber her-

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORBEMERKUNG: Einleitung in die Themenstellung, die die Schwierigkeit betont, das umfangreiche Werk von Marx im Rahmen einer Hausarbeit erschöpfend zu behandeln.

2. ERZIEHUNGSTHEORIEN: Erörterung der Notwendigkeit einer Theoriegrundlage für pädagogisches Handeln und Vorstellung des Marxschen Menschenbildes sowie dessen gesellschaftlicher Kritik.

3. MARXENS AUFFASSUNG VON ERZIEHUNG - ÜBERWINDUNG DER ENTFREMDUNG: Untersuchung des Entfremdungsbegriffs bei Marx und Darstellung der polytechnischen Erziehung als Mittel zur Rückgewinnung schöpferischer Arbeit.

4. KANN ES „REVOLUTIONÄRE PRAXIS“ IN DER PÄDAGOGIK GEBEN?: Kritische Prüfung der pädagogischen Akteursrollen unter dem Aspekt der Emanzipation von fremdbestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen.

5. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Plädoyer für ein Rollenverständnis, das Mündigkeit und eigenständiges Denken als Kern pädagogischer Arbeit begreift.

Schlüsselwörter

Karl Marx, Erziehungstheorie, revolutionäre Praxis, Entfremdung, polytechnische Erziehung, Pädagogik, Emanzipation, Klassenkampf, Menschenbild, gesellschaftliche Praxis, Mündigkeit, Bildungsauftrag, Arbeitsprozess, Kapitalismus, Subjektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die pädagogischen Ideen von Karl Marx und deren Relevanz für die gegenwärtige Schule, insbesondere im Hinblick auf das Konzept der „revolutionären Praxis“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind das Menschenbild bei Marx, die Kritik an der Entfremdung durch kapitalistische Produktionsverhältnisse sowie die Rolle der Bildung als Emanzipationsinstrument.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, das Marxsche Konzept der „revolutionären Praxis“ auf seine heutige Anwendbarkeit für Lehrkräfte und Erziehende hin zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die Marxsche Primärquellen mit modernen pädagogischen Ansätzen (u.a. Kritische Theorie) verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erörterung des Entfremdungsbegriffs und die differenzierte Betrachtung der Rollen von Schülern, Eltern und Lehrern.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Emanzipation, Entfremdung, gesellschaftliche Praxis und kritische Pädagogik geprägt.

Wie unterscheidet Marx laut Text zwischen Bildung und Erziehung?

Marx nimmt an verschiedenen Stellen Differenzierungen vor; die Arbeit arbeitet heraus, dass Bildung eher als subjektiver Prozess der Reflexion und Wissensaneignung verstanden wird, während Erziehung oft als stärker durch äußere Einflüsse geprägte Normalisierung wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt die „polytechnische Erziehung“?

Sie dient dazu, Jugendlichen Einblicke in Produktionsprozesse zu geben, damit sie ihre Arbeit verstehen, die Entfremdung mindern und sich als schöpferische Gattungswesen begreifen können.

Inwiefern kann ein Lehrer „revolutionäre Praxis“ ausüben?

Indem er sich nicht als reiner Handlanger politischer Vorgaben versteht, sondern als reflektiertes Subjekt agiert, das Schüler dabei unterstützt, ihre eigene Individualität zu entwickeln und gesellschaftliche Verhältnisse kritisch zu hinterfragen.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Marxschen Ideen über Erziehung und ihr Wert für die Schule von Heute
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Curso
Klassische und moderne Erziehungstheorien
Calificación
1,0
Autor
Kathrin Greyer (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
19
No. de catálogo
V187213
ISBN (Ebook)
9783656108160
ISBN (Libro)
9783656108702
Idioma
Alemán
Etiqueta
Marx revolutionär Erziehung Erziehungstheorien Klassiker Marx heute
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kathrin Greyer (Autor), 2011, Die Marxschen Ideen über Erziehung und ihr Wert für die Schule von Heute, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187213
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