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Abtönungspartikeln im Übersetzungsvergleich

Französisch - Deutsch

Titel: Abtönungspartikeln im Übersetzungsvergleich

Hausarbeit , 2010 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Mahlke (Autor:in)

Dolmetschen / Übersetzen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll sich unter bestimmten Gesichtspunkten mit jenen Wörtern befassen, die in der Sprachwissenschaft im Allgemeinen als „Abtönungspartikeln“ bezeichnet werden. Nach eingehender Begriffsanalyse und Erörterung ihrer formalen Charakteristika soll erläutert werden, inwiefern Abtönungspartikeln eine nicht unerhebliche übersetzungsrelevante Problematik darstellen; und zwar speziell in Hinblick auf Übersetzungen ins Französische, bzw. aus dem Französischen ins Deutsche.
Zunächst soll auf die nicht ganz unumstrittene Begriffsgebung „Abtönungspartikeln“ eingegangen und geklärt werden, inwiefern diese von anderen Partikeln der deutschen Sprache abzugrenzen sind. In diesem Sinne soll im darauffolgenden Kapitel der Versuch einer Definition der Abtönungspartikeln hinsichtlich ihrer morphologischen und phonetischen Struktur, ihrer syntaktischen Eigenschaften sowie ihrer Funktion und Gebrauchsweise unternommen werden.
Im Weiteren soll anhand einiger Beispiele exemplarisch aufgeführt werden, welche unterschiedlichen Bedeutungsnuancen Abtönungspartikeln im Deutschen enthalten können. Im darauffolgenden Kapitel soll das Augenmerk auf die beim Vorgang des Übersetzens durch Abtönungspartikeln entstehende Problematik gelenkt werden, die sich daraus ergibt, dass das Sprachsystem des Französischen kein genaues Gegenstück zu diesen Partikeln liefert. Um aufzuzeigen, welche Alternativen die französische Sprache bietet, entsprechende Bedeutungsnuancen auszudrücken, sollen im Anschluss unter Berufung auf das „Wörterbuch deutscher Partikeln“ exemplarisch denkbare französische Äquivalente für einige Partikeln genannt werden.
Abschließend soll das erarbeitete Wissen über die deutschen Abtönungspartikeln und deren Entsprechungen im Französischen auf einen „interlingualen Mehrfachvergleich“ zwischen Auszügen aus Daniel Pennacs Roman „Au bonheur des ogres“ und dessen deutschen Übersetzungen von Eveline Passet („Paradies der Ungeheuer“ ) und Wolfgang Rentz („Im Paradies der Ungeheuer“ ) angewendet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Zum Begriff „Abtönungspartikel“

2. Definition: Abtönungspartikel

3. Gebrauch und Funktion der Abtönungspartikeln

4. Zum semantischen Inhalt der Abtönungspartikeln

5. Abtönungspartikeln als übersetzungsrelevante Problematik

5.1 Sprachvergleich Deutsch-Französisch in Bezug auf Partikeln

5.2 Erklärungsansätze für den unterschiedlichen Gebrauch von Partikeln im Deutschen und Französischen

5.2.1. Französische Neigung zur verbalen Formulierung

5.2.2. Sprachgeschichtliche Entwicklung

5.3 Äquivalente im Französischen

5.4 Übersetzungsvergleich

6. Schlussbemerkungen

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Abtönungspartikeln als übersetzungsrelevante Herausforderung zwischen dem Deutschen und dem Französischen, wobei das Hauptaugenmerk auf der Vermittlung subjektiver Sprechereinstellungen und den daraus resultierenden Schwierigkeiten bei der interlingualen Übertragung liegt.

  • Definition und funktionale Analyse von Abtönungspartikeln
  • Kontrastiver Vergleich der Sprachsysteme Deutsch und Französisch
  • Sprachgeschichtliche Hintergründe zur Partikelverwendung
  • Analyse von Übersetzungsäquivalenten in der literarischen Praxis
  • Evaluierung von Übersetzungsstrategien anhand von Romanbeispielen

Auszug aus dem Buch

1. Zum Begriff „Abtönungspartikel“

Zur Einführung soll vorweg an einigen Beispielen veranschaulicht werden, in welchen Kontexten gewisse Partikeln wie aber, auch, bloß, denn, doch, eben, eigentlich, einfach, etwa, erst, halt, ja, nur, ruhig, schon, vielleicht und wohl eine sogenannte abtönende Funktion einnehmen können, um zu veranschaulichen, wovon eigentlich die Rede ist:

Du bist aber groß; seid ihr auch alle da; wann kommst du nur endlich; wo steckst du denn; komm mal her; machen Sie ruhig weiter; ich bin ja so unglücklich; Schwaben ist schon ein schönes Land; das war vielleicht komisch.

In der sprachwissenschaftlichen Literatur zur diesem Thema ist alternativ u.a. die Rede von „Füllwörtern“, „Modalpartikeln/-wörtern“, „Satzpartikeln“ oder auch „Einstellungspartikeln“. In älteren Beiträgen zum Thema wurden häufig abwertende Bezeichnungen gewählt, wie beispielsweise „[unnötige] Flickwörter, die wie Läuse im Pelz unserer Sprache herumwimmeln“, in der nicht selten geäußerten Annahme, es handle sich bei den Partikeln lediglich um „bedeutungslose, nichtssagende Einschiebsel“.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, die Problematik der Übersetzung deutscher Abtönungspartikeln ins Französische wissenschaftlich zu untersuchen und definitorisch einzugrenzen.

1. Zum Begriff „Abtönungspartikel“: Dieses Kapitel widmet sich der terminologischen Vielfalt und Abgrenzung des Begriffs „Abtönungspartikel“ gegenüber anderen Partikelarten.

2. Definition: Abtönungspartikel: Hier werden die formalen, syntaktischen und phonetischen Merkmale definiert, die Abtönungspartikeln als unflektierbare, satzintegrierte Wörter charakterisieren.

3. Gebrauch und Funktion der Abtönungspartikeln: Dieses Kapitel erläutert die kommunikative Funktion der Partikeln, die den Satz in einen kontextuellen Rahmen einbetten und die Haltung des Sprechers ausdrücken.

4. Zum semantischen Inhalt der Abtönungspartikeln: Anhand ausgewählter Partikeln wie aber, vielleicht und ja wird aufgezeigt, wie diese in verschiedenen Satztypen unterschiedliche Bedeutungsnuancen erzeugen.

5. Abtönungs-partikeln als übersetzungsrelevante Problematik: Der Hauptteil analysiert die Schwierigkeiten bei der Übersetzung, da das Französische kein äquivalentes System zu den deutschen Abtönungspartikeln besitzt.

6. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Notwendigkeit der Partikeln im deutschen Sprachsystem sowie die Möglichkeiten ihrer funktionalen Entsprechung im Französischen.

7. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und Primärquellen.

Schlüsselwörter

Abtönungspartikeln, Modalpartikeln, Sprachvergleich, Deutsch-Französisch, Übersetzungswissenschaft, Kommunikative Funktion, Satzpartikeln, Kontrastive Linguistik, Interjektion, Semantik, Pragmatik, Modalität, Partikelgebrauch, Übersetzungstheorie, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den deutschen Abtönungspartikeln und der Schwierigkeit, diese in der Übersetzungspraxis adäquat ins Französische zu übertragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition der Partikeln, ihre kommunikative Funktion, ein Vergleich der deutschen und französischen Sprachsysteme sowie die Untersuchung literarischer Übersetzungsproben.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die subjektive Haltung des Sprechers durch Partikeln im Deutschen ausgedrückt wird und welche alternativen sprachlichen Mittel im Französischen existieren, um diese Nuancen abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und kontrastive Analyse sowie eine Untersuchung von Textauszügen aus literarischen Werken und deren Übersetzungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Distribution von Partikeln, einer detaillierten Erörterung von Übersetzungsäquivalenten und einer Analyse von Beispielen aus dem Roman „Au Bonheur des ogres“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Abtönungspartikeln, Sprachvergleich, Kontrastive Linguistik, Übersetzungswissenschaft, kommunikative Funktion und Modalität.

Warum ist die Übersetzung von Abtönungspartikeln problematisch?

Da das Französische über kein gleichwertiges System verfügt, müssen Übersetzer oft auf Umschreibungen, Segmentierungen oder andere sprachliche Mittel zurückgreifen, was die exakte Wiedergabe der Nuancen erschwert.

Welchen Einfluss hatte die Sprachgeschichte auf die Partikelverwendung im Französischen?

Das Französische erfuhr durch bewusste Sprachregelungen und Sprachreinigungen, insbesondere im 17. Jahrhundert, eine Reduzierung der Konjunktionen und Partikeln, was zu einem stilistischen Ideal führt, das mit weniger Partikeln auskommt als das Deutsche.

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Details

Titel
Abtönungspartikeln im Übersetzungsvergleich
Untertitel
Französisch - Deutsch
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für Dolmetschen und Übersetzen)
Note
1,0
Autor
Sandra Mahlke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V188788
ISBN (eBook)
9783656127178
ISBN (Buch)
9783656126737
Sprache
Deutsch
Schlagworte
abtönungspartikeln übersetzungsvergleich französisch deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Mahlke (Autor:in), 2010, Abtönungspartikeln im Übersetzungsvergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188788
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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