Die Erarbeitung eines Kriterienkataloges ist mit mehreren Hürden verbunden. Im Kern der Aufgabenstellung gilt es den Lernerfolg bzw. die Leistung einer Person (gemeint ist hier das Handout) mess- und beurteilbar zu machen. Aber ist der Lernerfolg wirklich mess- und beurteilbar? Dieser und der Frage, ob der zu konzipierende Kriterienkatalog ein geeignetes Messinstrument darstellt, soll im Verlauf der Arbeit nachgegangen werden. Damit einhergehend gilt es viele Entscheidungen zu treffen. Es müssen geeignete Kriterien gefunden werden, um den Kriterienkatalog allgemeingültig, objektiv
und transparent zu gestalten und ein faires Benotungssystem zu integrieren. Da zu dieser Thematik nahezu keine Literatur existiert, wird der Prozess der Konzeption zusätzlich erschwert. Weiterhin soll der Katalog im Seminar Anwendung finden, sodass er auf seine Qualität hin getestet werden kann. Ziel dieser Arbeit ist folglich alle genannten Hürden zu überwinden und einen anwendbaren Kriterienkatalog zu entwickeln. Wie an alle diese Hürden herangegangen wurde und was zudem beachtet werden musste, sollen nachfolgende Ausführungen verdeutlichen.
Aufbau der Hausarbeit
Gemäß der Aufgabenstellung beinhaltet diese Hausarbeit einen grundlagentheoretischen und einen praxisorientierten Schwerpunkt. Der grundlagentheoretische Schwerpunkt ist die Einordnung der Aufgabenstellung in den theoretischen Bezugsrahmen. Praxisorientiert ist hingegen die Entwicklung eines Kriterienkataloges zur Bewertung von Handouts unter Berücksichtigung der Aufgabengebiete in der Praxis. Hieraus leitet sich auch der Aufbau dieser Arbeit ab.
Einen Einblick in die Thematik der Lernerfolgserfassung und Leistungsbeurteilung, soll das nachfolgende Kapitel (Kapitel 2) geben. Dazu wird auf die Begriffshintergründe eingegangen und der zu entwickelnde Kriterienkatalog in den Kontext gesetzt.
Es folgt im Kapitel 3 eine ausführliche Darstellung des Kriterienkataloges. Zuerst erfolgt eine Definition mit einer anschließenden Struktur- und Qualitätsanalyse. Danach finden sich Ausführungen zum bewertenden Gegenstand: dem Handout. Im Anschluss daran wird eine Konkurrenzanalyse durchgeführt, bis schlussendlich der entwickelte Kriterienkatalog vorgestellt wird.
In Kapitel 4 werden dann die Ergebnisse kurz dargestellt und erläutert.
Es folgt eine Diskussion der Ergebnisse in Kapitel 5. Dabei wird auf die Grenzen des Kriterienkataloges eingegangen und ein Ausblick für zukünftige Untersuchungen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. SEMINARAUFGABE
1.1. Vorgegebene Aufgabenstellung
1.2. Problemstellung
1.3. Aufbau der Hausarbeit
2. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN
2.1. Lernerfolgserfassung
2.2. Leistungsbeurteilung
3. KRITERIENKATALOG FÜR DIE BEWERTUNG VON HANDOUTS
3.1. Kriterienkatalog
3.1.1. Definition
3.1.2. Struktur eines Kriterienkataloges
3.1.3. Qualität von Kriterienkatalogen
3.2. Handouts
3.2.1. Definition
3.2.2. Bestandteile
3.3. Konkurrenzanalyse
3.4. Vorschlag für einen Kriterienkatalog
4. BEWERTUNGSERGEBNISSE
5. DISKUSSION
5.1. Grenzen des Kriterienkataloges
5.2. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein praktikables Instrument zur Leistungsbeurteilung in Form eines Kriterienkatalogs für Handouts zu entwickeln, um subjektive Bewertungen in einem universitären Seminarkontext objektiver und transparenter zu gestalten.
- Grundlagen der Lernerfolgserfassung und Leistungsbeurteilung
- Strukturanalyse und Qualitätskriterien für Bewertungskataloge
- Bestandteile und Anforderungen an studentische Handouts
- Konzeption und praktische Erprobung eines Kriterienkatalogs
Auszug aus dem Buch
1.2. Problemstellung
Die Erarbeitung eines Kriterienkataloges ist mit mehreren Hürden verbunden. Im Kern der Aufgabenstellung gilt es den Lernerfolg bzw. die Leistung einer Person (gemeint ist hier das Handout) mess- und beurteilbar zu machen. Aber ist der Lernerfolg wirklich mess- und beurteilbar? Dieser und der Frage, ob der zu konzipierende Kriterienkatalog ein geeignetes Messinstrument darstellt, soll im Verlauf der Arbeit nachgegangen werden. Damit einhergehend gilt es viele Entscheidungen zu treffen. Es müssen geeignete Kriterien gefunden werden, um den Kriterienkatalog allgemeingültig, objektiv und transparent zu gestalten und ein faires Benotungssystem zu integrieren. Da zu dieser Thematik nahezu keine Literatur existiert, wird der Prozess der Konzeption zusätzlich erschwert. Weiterhin soll der Katalog im Seminar Anwendung finden, sodass er auf seine Qualität hin getestet werden kann. Ziel dieser Arbeit ist folglich in einem begrenzten Zeitfenster alle genannten Hürden zu überwinden und einen anwendbaren Kriterienkatalog zu entwickeln. Wie an alle diese Hürden herangegangen wurde und was zudem beachtet werden musste, sollen nachfolgende Ausführungen verdeutlichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. SEMINARAUFGABE: Definiert die Aufgabenstellung, ein System zur Handout-Bewertung zu entwerfen, und beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Messung von Lernerfolg.
2. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN: Setzt sich mit den Begriffen Lernen, Lernerfolg und Leistungsbeurteilung auseinander und ordnet diese pädagogisch ein.
3. KRITERIENKATALOG FÜR DIE BEWERTUNG VON HANDOUTS: Analysiert theoretische Anforderungen, definiert Handout-Bestandteile und leitet daraus einen praxistauglichen Kriterienkatalog ab.
4. BEWERTUNGSERGEBNISSE: Dokumentiert die Anwendung des entwickelten Katalogs auf reale studentische Handouts während des Seminars.
5. DISKUSSION: Reflektiert die methodischen Grenzen des Kriterienkatalogs, insbesondere im Hinblick auf die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität.
Schlüsselwörter
Handout, Kriterienkatalog, Leistungsbeurteilung, Lernerfolgserfassung, Bewertung, Benotung, Qualität, Objektivität, Validität, Reliabilität, Seminargestaltung, studentische Leistung, pädagogische Diagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Kriterienkataloges, um Handouts, die im Rahmen studentischer Referate erstellt werden, systematisch zu bewerten und zu benoten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die pädagogische Theorie der Leistungsbeurteilung, die Definition von Qualitätsmerkmalen für Textdokumente sowie die praktische Anwendung von Bewertungsmatrizen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Schaffung eines transparenten und effizienten Messinstruments, das ein faires Benotungssystem für studentische Handouts ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Theorieanalyse, einen Vergleich existierender Kataloge (Konkurrenzanalyse) sowie eine empirische Erprobung des selbst entworfenen Modells in einer kleinen Stichprobe.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Begriffe geklärt, dann die Struktur und Qualität von Kriterienkatalogen untersucht, Handouts definiert und schließlich ein eigener Katalog entwickelt, der auf Kriterien wie formale Korrektheit und inhaltliche Struktur basiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Handout, Kriterienkatalog, Leistungsbeurteilung, Lernerfolgserfassung, Objektivität und Validität.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Bewertung und Benotung wichtig?
Die Autorin hebt hervor, dass die Bewertung als kognitiver Akt des Einschätzens die Basis bildet, während die Benotung die formale Einordnung in ein Ziffernsystem darstellt, um Vergleichbarkeit herzustellen.
Wie wurde die Qualität des Kriterienkatalogs überprüft?
Die Qualität wurde anhand der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität geprüft, wobei die Autorin reflektiert, dass aufgrund der kleinen Stichprobe von vier Handouts noch keine abschließende wissenschaftliche Validierung möglich war.
- Citation du texte
- B.Sc. Marion Pohl (Auteur), 2011, Bewertung von Handouts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/189906