Einleitung:
Der theoriegeleitete Erfahrungsbericht wird im Rahmen des Orientierenden Schulpraktikums verfasst. Das Schulpraktikum soll den Studenten/innen einen frühen Einblick in den schulischen Alltag und in die Rolle des Lehrers/Lehrerin geben. Das Praktikum dient im Allgemeinen dazu: einen ersten Einblick in das Tätigkeitsfeld eines Lehrers zu erhalten, die pädagogischen Aufgaben und Herausforderungen kennen zu lernen, sowie auch zur Bestätigung zur Berufswahl zu erhalten. Insbesondere sollen Lehramtsstudenten den Unterrichtsalltag und die damit verbundenen Anforderungen für den Lehrer wahrnehmen und falls möglich auch schon einmal angeleiteten ersten eigenen Unterrichtsversuchen eigene Erfahrungen mit dem Lehrer und Lernen zu machen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Praktikums ist die Aufgabe aus dem dort erhaltenen Einblick in das Lehren und Lernen an einer Schule einen theoriegeleiteten Erfahrungsbericht zu erstellen. Der vorliegende theoriegeleitete Erfahrungsbericht wird sich damit beschäftigen, inwiefern sich die aus der Forschung bekannten Merkmale Handlungsorienterten Unterrichts durch möglichst prägnante Beispiele aus dem Schulalltag verdeutlichen lassen.
Dazu wird zunächst die Praktikumsschule vorgestellt, die Beobachtungsaufgabe begründet, dargestellt und anschließend der Theoretische Hintergrund dargestellt. Danach wird die Ausführung und Planung der Hospitation beschrieben, anschließend die Beobachtung im Bezug auf die Merkmale beschrieben und ein Fazit gesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Einleitung
2. Das Berufskolleg XY
3. Die Beobachtungsaufgabe
3.1 Die Begründung der Beobachtungsaufgabe
3.2 Die Darstellung der Beobachtungsaufgabe
3.3 Der theoretischer Hintergrund der Beobachtungsaufgabe
4. Die Ausführung der Hospitation
5. Der Handlungsorientierter Unterricht
5.1 Die Planung von Handlungsorientiertem Unterricht
5.2 Die Merkmale in der Umsetzung
5.2.1 Aktivierung vieler Sinne
5.2.2 Selbstverantwortung und methodische Kompetenz der Schüler
5.2.3 Produktorientierung
5.2.4 Kooperatives Handeln
5.2.5 Lebensbezug
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen eines Schulpraktikums, inwiefern sich theoretische Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts durch Beispiele aus dem praktischen Schulalltag an einem Berufskolleg veranschaulichen und bestätigen lassen.
- Grundlagen und Definitionen des handlungsorientierten Unterrichts.
- Methodische Umsetzung im Unterrichtsalltag (z. B. Aktivierung der Sinne).
- Bedeutung von Selbstverantwortung und methodischer Kompetenz bei Schülern.
- Die Rolle der Kooperation und Produktorientierung im Lernprozess.
- Lebensbezug als zentrales Element der berufsbildenden Schule.
Auszug aus dem Buch
3.3 Der theoretischer Hintergrund der Beobachtungsaufgabe
Der dem theoriegeleiteten Erfahrungsbericht zugrunde liegenden Text ist wie schon oben genannt ‚Handlungsorientierter Unterricht. Vom Konzept zur Praxis’. Dieser von dem Pädagogen Herbert Gudjons 2003 verfasste Text stellt die wesentlichen Definitionen und Merkmale des Unterrichtskonzepts Handlungsorientierter Unterricht vor.
Was die Kernessenz des Handlungsorientierten Unterricht ausmacht, ist das ausgewogene Verhältnis von Denken und materiellem Handeln. (vgl. S. 103, Abschnitt 1) Sein Produkt, wie auch seine Organisation ist durch die Handlungen der Schüler bestimmt. (vgl. S. 103, Abschnitt 1) Wer nun der Überzeugung gewogen ist, dass es hierbei um eine Didaktik handelt, wird damit vorlieb nehmen müssen, dass es sich eher um ein Unterrichtskonzept handelt, welches im folgenden weiter beschrieben werden soll. (vgl. S. 103, Abschnitt 1)
Das erste hier aufzuführende Merkmal wäre die ganzheitliche Aktivierung möglichst vieler Sinne. Das bedeutet, dass die Kopf- und Denkarbeit verbunden werden sollen. (vgl. S. 109, Abschnitt 3.1) Wie oben erwähnt ist ein Kritikpunkt an Unterricht, dass die Wirklichkeit besprochen, aber nicht aktiv erlebt wird. Der Handlungsorientierte Unterricht setzt hier an und versucht die Schüler in den Mittelpunkt des Unterrichts zu setzten und durch Spiele, handwerkliche Tätigkeiten, usw. sowohl ihre Denkfähigkeiten, als auch ihre motorischen Fähigkeiten zu fördern und damit den Unterricht möglichst effektiv zu gestalten. (vgl. S. 109, Abschnitt 3.1)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Einleitung: Beschreibt den Rahmen des Orientierungspraktikums und führt in die Fragestellung zur praktischen Anwendbarkeit von handlungsorientiertem Unterricht ein.
2. Das Berufskolleg XY: Stellt die Praktikumsschule vor und beleuchtet deren pädagogische Struktur, Teamarbeit und schulinterne Fördermöglichkeiten.
3. Die Beobachtungsaufgabe: Erläutert die theoretische Begründung für das gewählte Unterrichtskonzept und definiert die Forschungsfragen der Hospitation.
4. Die Ausführung der Hospitation: Beschreibt den zeitlichen Ablauf des Praktikums, die gewonnenen Einblicke in verschiedene Schulformen und die Durchführung der eigenen Unterrichtsversuche.
5. Der Handlungsorientierter Unterricht: Analysiert die Planung und konkrete Umsetzung der Merkmale wie Sinnesaktivierung, Schülerverantwortung und Lebensbezug in der Praxis.
6. Fazit: Reflektiert die Ergebnisse der Beobachtungen und bestätigt die Relevanz des handlungsorientierten Unterrichts als förderliches Konzept für die Schülermotivation.
7. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und Basistexte zur theoretischen Fundierung der Arbeit auf.
Schlüsselwörter
Handlungsorientierter Unterricht, Schulpraktikum, Berufskolleg, Selbstverantwortung, methodische Kompetenz, Produktorientierung, Sinnesaktivierung, kooperatives Handeln, Lernforschung, Unterrichtsplanung, Lebensbezug, pädagogische Praxis, Motivation, Lehr-Lern-Prozess, Konfliktlösung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein theoriegeleiteter Erfahrungsbericht über ein Schulpraktikum am Berufskolleg, in dem der Einsatz und die Wirksamkeit handlungsorientierter Unterrichtsmethoden untersucht werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die Planung und Durchführung von Unterricht, die Aktivierung von Lernenden durch vielfältige Methoden sowie die Förderung von Eigenverantwortung und Kooperation.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern sich bekannte Merkmale des handlungsorientierten Unterrichts aus der Fachliteratur durch konkrete Beispiele aus dem Schulalltag verdeutlichen und nachweisen lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Methode der Hospitation, das Anfertigen von teilformalisierten sowie narrativen Protokollen und führt ergänzende Befragungen von Lehrpersonen durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse von fünf Kernmerkmalen des handlungsorientierten Unterrichts, darunter die Aktivierung mehrerer Sinne, Produktorientierung und der Lebensbezug im Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben dem Kernbegriff "Handlungsorientierter Unterricht" sind "Selbstverantwortung", "Produktorientierung" und "Berufskolleg" zentrale Begriffe.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Lehrers in diesem Konzept?
Der Lehrer tritt weniger als starrer Planer auf, sondern agiert in Kooperation mit den Schülern, um gemeinsam Strukturen und Ziele zu entwickeln.
Welche Herausforderungen bei der Umsetzung werden genannt?
Der Autor stellt fest, dass der Zeitaufwand bei der Planung hoch ist und die Umsetzung stark von der Dynamik der jeweiligen Klasse abhängt.
Was bedeutet "Mitteilungswert" in diesem Kontext?
Der Begriff bezieht sich auf die Produktorientierung: Ergebnisse sollen nicht nur erstellt, sondern im Prozess dokumentiert und für andere (z.B. Mitschüler) aussagekräftig aufbereitet werden.
Welches Fazit zieht der Autor?
Obwohl kein reiner Projektunterricht vorliegt, lässt sich eine deutliche Tendenz zur Mischform mit handlungsorientierten Elementen feststellen, von der sowohl Lehrer als auch Schüler stark profitieren.
- Quote paper
- Alexandra Koch (Author), 2010, Inwiefern lassen sich die aus der Forschung bekannten Merkmale Handlungsorientierten Unterrichts durch prägnante Beispiele aus dem Schulalltag verdeutlichen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191915