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Die Unabhängigkeit des Baltikums 1991 – staatliche Kontinuität oder Sezession?

Titre: Die Unabhängigkeit des Baltikums 1991 – staatliche Kontinuität oder Sezession?

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 24 Pages , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Astrid Fechler (Auteur)

Politique - Sujet: Droit international et les droits de l'homme
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„In einer Zeit, in der die bewohnbare Landmasse der Erde annähernd vollständig in staatliche Hoheitsräume aufgeteilt ist, können neue Staaten nur im Zuge von Veränderungen des bisherigen Staatengefüges entstehen.“ Das Staatengefüge kann sich durch verschiedene
Prozesse verändern. So etwa durch eine einvernehmliche Fusion zweier oder mehrerer Staaten zu einem Gesamtstaat (DDR 1989/90), durch Annexion eines Staates in einen bestehenden Staatenverband oder den Zerfall eines Staates in mehrere Staaten bei dem der Ausgangsstaat
vollständig verschwindet durch eine sogenannte Dismembration (Tschechoslowakei 1992). Der unter rechtlichen und politischen Gesichtspunkten problematischste Weg einer neuen Staatsgründung ist der, der Sezession. Donald L. Horowitz definiert Sezession: „ [as] an attempt by an ethnic group claiming a homeland to withdraw with its territory from the authority of a larger state of which it is part of. “ Sezessionskonflikte waren schon immer ein Teil der internationalen Konfliktlandschaft und lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. „Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten Sezessionen als legitimer Weg zur Gründung neuer Staaten.“ Unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (VN) begannen nach 1945 die Abspaltungsprozesse im Zuge der Dekolonialisierung, die die
Staatengemeinschaft innerhalb weniger Jahrzehnte rasant ansteigen ließ. Zählte die VN 1945 noch 51 Mitgliedstaaten, wuchs diese Zahl bis Ende 1969 auf 126 an und zwischen 1970 und 1990 kamen weitere 33 Staaten hinzu. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und Jugoslawiens zu Beginn der 1990er Jahre kam es zu einer erneuten Sezessionswelle und einer weiteren Vergrößerung der internationalen Staatengemeinschaft auf nunmehr 192 Staaten. Vor allem die Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht ebnete nicht nur vielen Kolonialvölkern, sondern auch den Nachfolgestaaten der Sowjetunion den Weg in die Unabhängigkeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Das Ringen um staatliche Kontinuität. Die baltischen Staaten zwischen Glasnost und Perestroika.
  • Die politischen Beziehungen zwischen den baltischen Staaten und der Sowjetunion
    • Von der Unabhängigkeit 1918 bis zur Annexion 1940.
    • Die Annexion der baltischen Staaten und ihre Zwangseingliederung in die USSR.
  • Eine Völkerrechtliche Bewertung der Geschehnisse von 1918 bis 1940.
  • Resümee

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der Problematik der Unabhängigkeit der baltischen Staaten im Jahr 1991 und untersucht, ob diese als Sezession oder als Wiederherstellung staatlicher Kontinuität betrachtet werden kann.

  • Die Entstehung und Entwicklung der demokratischen Protestbewegungen in den baltischen Staaten ab den 1970er Jahren.
  • Die Proklamationen zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit im Jahr 1990 und die Bezüge auf historische Titel.
  • Die politische und völkerrechtliche Bewertung der Unabhängigkeitserklärungen der baltischen Staaten im Kontext der Annexion durch die Sowjetunion im Jahr 1940.
  • Die Anwendung des Selbstbestimmungsrechts und die Frage der Staatsangehörigkeit in den baltischen Staaten.
  • Die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft in der Anerkennung der baltischen Unabhängigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

  • Das erste Kapitel behandelt die Entstehung der demokratischen Protestbewegungen in den baltischen Staaten und die Rolle des Molotow-Ribbentropp-Paktes. Es beschreibt auch die Proklamationen zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit im Jahr 1990.
  • Kapitel zwei beleuchtet die politische Geschichte der baltischen Staaten von 1918 bis 1940, einschließlich ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion und der anschließenden Annexion.

Schlüsselwörter

Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Sezession, staatliche Kontinuität, Selbstbestimmungsrecht, Völkerrecht, Annexion, historische Titel und die politische Geschichte der baltischen Staaten im 20. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

War die Unabhängigkeit des Baltikums 1991 eine Sezession?

Die Arbeit untersucht, ob es sich um eine Neugründung durch Abspaltung (Sezession) oder um die Wiederherstellung der staatlichen Kontinuität nach der völkerrechtswidrigen Annexion von 1940 handelte.

Was war der Molotow-Ribbentrop-Pakt?

Dieser Pakt von 1939 ebnete den Weg für die Besetzung und spätere Annexion der baltischen Staaten durch die Sowjetunion im Jahr 1940.

Welche Rolle spielten die Protestbewegungen ab den 1970ern?

Demokratische Bewegungen nutzten die Phase von Glasnost und Perestroika, um die Unabhängigkeit einzufordern und sich auf historische Titel von vor 1940 zu berufen.

Wie bewertete die internationale Staatengemeinschaft die Unabhängigkeit?

Die Anerkennung durch andere Staaten war entscheidend für die völkerrechtliche Festigung der baltischen Souveränität im Jahr 1991.

Was ist der Unterschied zwischen Sezession und Dismembration?

Sezession ist der Austritt eines Teils aus einem bestehenden Staat; Dismembration ist der vollständige Zerfall eines Staates in mehrere Nachfolgestaaten (wie bei der Tschechoslowakei).

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Résumé des informations

Titre
Die Unabhängigkeit des Baltikums 1991 – staatliche Kontinuität oder Sezession?
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
1,7
Auteur
B.A. Astrid Fechler (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
24
N° de catalogue
V192151
ISBN (ebook)
9783656174011
Langue
allemand
mots-clé
Baltikum Lettland Estland Litauen Sezession Selbstbestimmungsrecht Sowjetunion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Astrid Fechler (Auteur), 2011, Die Unabhängigkeit des Baltikums 1991 – staatliche Kontinuität oder Sezession?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192151
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Extrait de  24  pages
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