Konstruktion einer fächerintegrativen Lernsituation

„Lernen zu lernen“


Projektarbeit, 2010

31 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Vorstellung der Einrichtung
1.2 Ziel- und Aufgabenstellung
1.3 Vorgehensweise

2. Bedingungsebene
2.1 Bedingungen der Lernenden
2.2 Arbeitsverhalten, Auffälligkeiten und Lerngewohnheiten
2.2.1 Bereits ausgebildete Kompetenzen
2.3 Zu fördernde Kompetenzen

3. Curriculare Einbindung der Inhalte

4. Übergeordnete Handlungsstruktur

5. Didaktische Reduktion

6. Unterricht durchführen

7. Reflexion der Betrieblichen Praxisstudien

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 2.1-1 Merkmale und Ausprägungen der Lernenden 8

1.Einleitung

1.1 Vorstellung der Einrichtung

Seit 2007 leitet „XY“ das „XY“ -Berufskolleg. Das staatliche Berufskolleg der Stadt Münster setzt verstärkt auf die Aspekte Lernen in sozialer Verantwortung, individuelle Förderung und moderne Ausbildung. Unter moderner Ausbildung versteht die Schule insbesondere auch die Anwendung von Unterrichtsmethoden, die auf eine spätere oder folgende berufliche Tätigkeit vorbereiten sollen. Dieses Ziel verfolgt auch das Lernfeldkonzept, welches ich am „XY“- Berufskolleg während meiner Betrieblichen Praxisstudien erarbeitet habe.

Frau „XY“ ist Praktikumsbeauftrage der Schule und hat es ermöglicht, dieses Projekt in der Schule durchzuführen. Während der gesamten Projektzeit waren Frau „XY“ und Herr „XY“ die Bezugspersonen.

Frau „XY“ ist die Leiterin der zweijährigen Berufsfachschulklasse mit der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen, in der der geplante Unterricht stattgefunden hat. Herr „XY“ unterrichtet die Klasse „XY“ seit ca. 1,5 Jahren im Bereich Sozial- und Erziehungswissenschaften.

Beiden möchte ich an bereits an dieser Stelle meinen Dank für die Unterstützung während des Projektes aussprechen.

1.2 Ziel- und Aufgabenstellung

Wer über Methoden des Lernens verfügt, verfügt gleichzeitig über einen wichtigen Teil der Methodenkompetenzen. Berufliche Handlungskompetenzen ermöglichen einen schnellen aufschließenden Zugang zu neu aufkommenden Inhalten. Methoden des Lernens ermöglichen dem Inhaber, bestimmte Lernprozesse effizienter und aktiver selbst zu gestalten. Diese Lernmethoden sind zunächst nicht fachgebunden, sie können universell genutzt werden (vgl. Arnold & Krämer-Stürzl, 1999, S. 218). „Der Wandel in der Arbeitswelt führt in vielen Bereichen dazu, dass Mitarbeiter mit immer komplexeren Aufgabenstellungen konfrontiert werden. Voraussetzung ist jedoch, dass ihn die Ausbildung auf diese Aufgaben vorbereitet, in dem sie seine `berufliche Handlungskompetenz` im Rahmen einer geeigneten Ausbildungsdidaktik fördert.“ (Arnold & Krämer-Stürzl, 1999, S. 223) Die berufliche Handlungskompetenz umfasst die die Bündelung verschiedener Kompetenzen, sie unterteilen sich in:

-Fachkompetenz
-Sozialkompetenz
-Individual- oder Personalkompetenz
-Methodenkompetenz

Lerntechniken und Lernstrategien lassen sich der Methodenkompetenz zuordnen (vgl. Arnold & Krämer-Stürzl, 1999, S. 224). Wer also berufliche Handlungskompetenz erwerben oder vermitteln will, kann die Methoden des Lernens nicht außer Acht lassen.

Ähnlich äußern sich auch andere Autoren, wie zum Beispiel Dr. Uta Oelke, die Autorin hat die Richtlinie für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in Nordrhein-Westfalen entwickelt und gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalens herausgebracht.

„Auch aus pädagogisch-didaktischer Sicht ergeben sich neue Anforderungen an die Ausbildung in den Pflegeberufen: In einer Gesellschaft, in der laufend und in immer kürzerer Zeit neues Wissen produziert wird und das vorhandene Wissen entsprechend schnell verfällt [Hervorhebung v. Verf.], kann es nicht mehr darum gehen, die Auszubildenden mit möglichst vielen Detailkenntnissen auszustatten. Auch erscheint es in Zeiten, in denen immer weniger Menschen ihren ursprünglich erlernten Beruf bis zum Lebensende ausführen, unangemessen, einen Bildungsgang ausschließlich auf den Erwerb einzelberuflicher Spezialfertigkeiten auszurichten. Stattdessen bedarf es einer Bildung, die darauf abzielt, den Auszubildenden eine Schnittmenge auf berufsbezogenen und –übergreifenden Qualifikationen zu vermitteln, die sie zur Bewältigung unterschiedlicher, sich wandelnder beruflicher Anforderungen sowie zu deren aktiver Gestaltung befähigt. [Hervorhebung v. Verf.] In Anbetracht dieser Zielsetzung und in Fortführung allgemeinbildender Ziele ist somit der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ein entsprechend hoher Stellenwert einzuräumen.“ (Oelke et. al, 2003, S. 3)

Die in diesem Zitat vorgenommenen Hervorhebungen, spiegeln aus trefflich wider, worauf die Didaktik in der beruflichen Bildung besonderen Wert legen muss. Die Vermittlung übergreifender Kompetenzen, die es den Teilnehmern beruflicher Bildung ermöglicht, in Zukunft den Anforderungen des Arbeitsmarktes gewachsen zu sein und ihnen gestärkt entgegen treten zu können. Methoden des Lernens gehören zu diesen übergreifenden Kompetenzen. Aus diesem Grund ist diese Thematik unerlässlich, um Lernende an einem Berufskolleg auf ihren zukünftigen Weg in der Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten.

Die Lernenden, die der Betrieblichen Praxisstudien am „XY“ -Berufskolleg begleitet werden, werden im Sommer 2010 die Schule mit der Perspektive verlassen, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. Dort und in ihrem späteren Berufsalltag werden sie Methoden des Lernens immer wieder anwenden können. Auch andere Klassen oder Lerngruppen an Berufskollegs können zukünftig von den hier vorgestellten Lernmethoden oder Lerntechniken profitieren, wenn diese Techniken und Methoden des Lernens kontinuierlich und fächerübergreifend vermittelt, geübt und vertieft werden.

Lernsituationen eignen sich hervorragend, um diese übergreifenden Kompetenzen im Laufe einer Ausbildung oder eines Bildungsganges zu vermitteln. Daher wurde die Vorgehensweise der Konstruktion einer fächerintegrativen Lernsituation gewählt. Die Lernsituation wurde in zwei Fächern in der „XY“ unterrichtet. Zum einen in Gesundheitswissenschaften, das Fach, dass die Klassenleitern Frau „XY“ betreut und unterrichtet und zum anderen im Fach Sozial- und Erziehungswissenschaften.

1.3 Vorgehensweise

Zu beginn wurde eine übergeordnete Literaturrecherche zum Thema „Lernen zu lernen“ durchgeführt, um eine 360°- Analyse zu erstellen. Die 360°- Analyse bietet die Möglichkeit einen weiten Fokus über die Thematik zu erhalten. Im Blickpunkt steht die Orientierung am Lernenden, am Lehrenden, an der Physiologie des Gehirns, an der Psychologie des Lernens, an den Lerntechniken und die Orientierung an den Lerntechniken. Die dafür entsprechende Literatur wurde in der Bibliothek des Fachhochschulzentrums Münster und in der Zentralbibliothek der Universitäts- und Landesbibliothek Münster gesucht.

Die elektronischen Ressourcen der Fachhochschulbibliothek Münster mit der elektronischen Zeitschriftenbibliothek, dem Zugriff auf den Springer Link und der Ebookausleihe wurden genutzt, um entsprechende Literatur ausfindig zu machen. Die Recherche wurde dadurch eingegrenzt, dass möglichst auf Werke ab dem Jahre 2000 zurückgegriffen wurde.

Der Aktualität der Thematik im Schulalltag aber auch im Berufsleben sollte damit Rechenschaft getragen werden.

Eine curriculare Skizze der höheren zweijährigen Berufsfachschule mit der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen stand durch das „XY“ -Berufskolleg zur Verfügung, hier wurde die Lernsituation eingebettet. Um die Lernsituation zu planen, habe ich als Handlungsstruktur den Handlungszyklus nach Schneider und Depping gewählt (vgl. Schneider & Depping, 2005, S. 72). Diesem habe wurden die Inhalte der 360°- Analyse zugeordnet und zunächst quantitativ didaktisch reduziert.

Nach diesem Schritt stand die Reihenplanung fest. Die Erstellung der Reihenplanung erfolgte durch Absprachen mit Frau „XY“ und Herrn „XY“.

Dabei wurden die Schwerpunkte auf die Bereiche der Lernmotivation, des Selbst- und Zeitmanagements sowie auf die Lernstoffstrukturierung und effektive Vorbereitung von Prüfungen gelegt. Dabei berücksichtigte blieben alle drei Perspektiven mit ihren jeweiligen Wünschen. Der geplante Unterrichtsablauf wurde in den Artikulationsschemen aufgeführt. In Einigen Unterrichtstunden kommen Handlungsstrukturen zum Tragen in anderen wiederum nicht. Welche Handlungsstruktur dies ist, ist im jeweiligen Artikulationsschema festgehalten.

Auf Grund der Komplexität der Thematik war ein teilweise sehr schwer, didaktische Ansätze für die jeweiligen Stunden auszuwählen. Daher sind nicht alle Unterrichtstunden mit einer eigenen Handlungsstruktur oder einem didaktischen Ansatz versehen. Es kam der Dreierschritt im Unterricht zum Tragen: Einstieg, Erarbeitung und Sicherung.

Die ausgearbeiteten Artikulationsschemata befinden sich in dem Begleitportfolio, dass parallel zu diesem Praxissemesterbericht angefertigt wurde. Dort sind alle Materialien, die zur Initiierung der geplanten, durchgeführten und evaluierten Unterrichtstunden angefertigt und genutzt habe. Selbstreflektionen und Evaluationen befinden sich ebenfalls in diesem Begleitportfolio. Die 360° Analyse und die Reihenplanung habe sind als gesonderte Exceldatei angefertigt. Auch diese liegen meinem Begleitportfolio bei.

2. Bedingungsebene

2.1 Bedingungen der Lernenden

Die zu unterrichtende Lerngruppe befindet sich in Klasse 12 der höheren zweijährigen Berufsfachschule (HBFS) mit der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen. Die Lernenden haben

bereits mehrfache praktische Einsätze in unterschiedlichen Schwerpunkteinrichtungen im 11. und 12. Schuljahr absolviert.

Die spezifischen Merkmale der Lerngruppe werden im Folgenden tabellarisch dargestellt:

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Konstruktion einer fächerintegrativen Lernsituation
Untertitel
„Lernen zu lernen“
Hochschule
Fachhochschule Münster  (Fachbereich Pflege und Gesundheit)
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V192246
ISBN (eBook)
9783656174578
ISBN (Buch)
9783656175049
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Lernen zu lernen, Praxissemester, Lernsituationen, 360° Analyse, Konstruktion von fächerintegrativen Lernsituationen
Arbeit zitieren
Bachelor Bettina Schmidt (Autor:in), 2010, Konstruktion einer fächerintegrativen Lernsituation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192246

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Konstruktion einer fächerintegrativen Lernsituation



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden