Übungen für den Englischunterricht der Grundschule mit integrierter Deutsch als Zweitsprache-Förderung


Hausarbeit, 2012

32 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kontrastive Grammatikübung zu den Vergleichsformen der Adjektive
2.1 Sachanalyse des grammatischen Phänomens
2.2 Didaktische Überlegungen
2.3 Methodischer Kommentar zum Ablauf der Übung

3 Wortschatzübung zum Themenfeld ‚feelings‘
3.1 Sachanalyse des Wortschatzes
3.2 Didaktische Überlegungen
3.3 Methodischer Kommentar zum Ablauf der Übung

4 Resümee

Literatur- und Quellenverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Sind Grundschüler1 mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) gegenüber den einsprachig deut- schen Schülern beim schulischen Englischerwerb im Vor- oder Nachteil? Mit dieser Frage öffnete die Hausarbeit der Verfasserin zum Masterseminar DaZ-Didaktik. Theorien und Befunde der Zweit- und Drittsprachenforschung sowie Schulleistungsvergleiche im Fach Englisch wurden herangezogen, um diese Frage zu beantworten. Neben Annahmen der Sprachwissenschaft zeigten besonders ELSNER sowie Ergebnisse der DESI-Studie Fol- gendes: Bilinguale Schüler können im Englischunterricht gleichwertige oder bessere Leis- tungen zeigen als ihre monolingualen Mitschüler, also von ihrer Mehrsprachigkeit profitie- ren. Allerdings ist dies u.a. vom Kompetenzniveau in ihrer Erstsprache (L1) sowie in der Zweitsprache (L2) Deutsch abhängig (vgl. ELSNER, 2007, 2009, 2010; KLIEME et.al., 2006; THEE, 2006).

ÄEine von Schule, Familie und Kind ‚gewollte Mehrsprachigkeit‘ birgt für das Erlernen einer schulischen Fremdsprache ein enorm positives Potenzial, wohingegen sich eine ‚problembehaftete Mehrsprachigkeit‘, wie sie immer noch für die meisten Schüler mit Migrationshintergrund anzunehmen ist, gegenteilig auf den Erfolg im schulischen Fremdsprachenunterricht auswirkt.“ (ELSNER, 2007: 256)

Daran anknüpfend sollen im Folgenden zwei Beispiele für den Englischunterricht der sechsten Klassenstufe zum Themenbereich Adjektive gezeigt werden, die Sprachkompetenzen in der Schulfremdsprache Englisch fördern, gleichzeitig aber auch Schüler mit Sprachförderbedarf im Bereich DaZ in ihrem Deutschlernen unterstützen.

2 Kontrastive Grammatikübung zu den Vergleichsformen der Adjektive

2.1 Sachanalyse des grammatischen Phänomens

Zu den meisten Adjektiven lassen sich Vergleichsformen (oder Komperationsformen) bilden. Die Bildung der Vergleichsformen wird auch Steigerung oder Komparation genannt. Dabei gibt es drei Stufen: den Positiv (Grundstufe, z.B. young bzw. jung), den Komparativ (Höherstufe, z.B. younger bzw. jünger) und den Superlativ (Höchststufe, z.B. the youngest bzw. am jüngsten) (vgl. GALLMANN, LOOSER, SITTA, 2006: 219).

Im Englischen wird grundsätzlich zwischen der synthetischen und analytischen Steige- rung unterschieden. Alle einsilbigen Adjektive sowie zweisilbigen Adjektive, die auf -y en- den, werden nach dem synthetischen Muster gesteigert: An den Komparativ wird die En- dung -er und an den Superlativ die Endung -est angehangen (vgl. GELFERT, 2003: 102; HOFFMANN, HOFFMANN, 2001: 143).

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Bei bestimmten Adjektiven ergeben sich im Rahmen der synthetischen Steigerung orthografische bzw. phonologische Besonderheiten:

Ein -e am Ende des Adjektivs wird beim Anhängen von -er / -est gestrichen.

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Bei einsilbigen Adjektiven werden die Endbuchstaben -d, -g, -n, -t nach kurzem a, e, i, o verdoppelt.

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Bei zweisilbigen Adjektiven mit der Endung -y, wandelt sich das -y zu einem -i.

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Bei auf den Laut // endenden Adjektiven wird der Laut /g/ eingefügt.

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(vgl. HOFFMANN, HOFFMANN, 2001: 143)

Die analytische Steigerung findet bei zwei- und mehrsilbigen Adjektiven Anwendung: more wird vor den Komparativ und most vor den Superlativ gestellt (vgl. HOFFMANN, HOFFMANN, 2001: 144).2

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Von den zweisilbigen Adjektiven, die nicht auf -y enden, können einige neben der Verwendung von more und most auch mit -er / -est gesteigert werden. Die wichtigsten sind: able, bitter, clever, common, cruel, handsome, narrow, pleasant, polite, profound, quiet, simple und stupid (vgl. HOFFMANN, HOFFMANN, 2001: 144).

Darüber hinaus gibt es auch Adjektive, die weder synthetisch, noch analytisch, sondern immer unregelmäßig gesteigert werden:

good - better - best

bad - worse - worst

much / many - more - most little - less - least

(vgl. HOFFMANN, HOFFMANN, 2001: 145)

Im Deutschen findet eine solche Unterscheidung von synthetischer und analytischer Steigerung nicht statt. An den Komparativ wird die Endung -er und an den Superlativ die Endung -st angefügt.

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Dabei ergeben sich einige Besonderheiten: Bei Adjektiven, die auf eine betonte Silbe mit -d, -t, -s, -ss, -ß, -z, -tz, -x oder -sch enden, wird vor der Superlativendung ein e einge- schoben:

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Nach unbetonten Silben wird dagegen kein e eingeschoben.

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Einige Adjektive bilden den Komparativ und den Superlativ mit einem Umlaut.

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Die unregelmäßigen Vergleichsformen im Deutschen sind folgende:

gut - besser - am besten

groß - größer - am größten hoch - höher - am höchsten nah - näher - am nächsten viel - mehr - am meisten

(vgl. GALLMANN, LOOSER, SITTA, 2006: 220f).

Während sich in der englischen Sprache die attributive bzw. prädikative Verwendung3 eines Adjektivs bzw. seiner Steigerungsformen nicht an der Form erkennen lässt, werden in der deutschen Sprache der Komparativ und Superlativ genau wie der Positiv nach Kasus, Numerus und Genus flektiert.

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

(vgl. GALLMANN, LOOSER, SITTA, 2006: 222)

Bei der Behandlung dieses grammatikalischen Phänomens im Englischunterricht bezieht sich das erforderliche Vorwissen der Schüler vor allem auf Kenntnisse zur Wortart Adjektiv sowie zu dem, was eine Endung ist. Förderlich ist außerdem ein Grundwortschatz zu bereits behandelten Adjektiven.

2.2 Didaktische Überlegungen

Durch den Grammatikunterricht Äsoll die Fähigkeit der Lernenden entwickelt werden, das erworbene Regelwissen über Leistung und Funktion sprachlicher Elemente in der Kommunikation zu nutzen. Die Notwendigkeit zur Klärung grammatischer Probleme ergibt sich also nicht aus einer systemlinguistischen Progression, sondern vielmehr aus den Bemühungen, kommunikative Fertigkeiten zu erreichen.“ (HAß, 2006: 130; Hervorhe- bungen im Original) Speziell das kontrastive Vorgehen kann auch DaZ-Schüler in ihrem Deutschlernen helfen. Durch das bewusste Erlernen und durch die bewusste Reflexion und Übung der grammatischen Strukturen in der englischen Sprache ergeben sich pas- sende Gelegenheiten, um äquivalente Phänomene im Deutschen aufzuzeigen und mit den Schülern zu üben (vgl. BELKE, 2003: 848, zitiert nach LÜTKE, 2005: 83).

So bildet die im Folgenden vorgestellte Grammatikübung für die sechste Klassenstufe zum einen die notwendige Grundlage für die Übungs- und Vertiefungsphase im Englisch- unterricht. Einzuordnen ist diese Phase in eine größere Grammatikeinheit. In diesem Rahmen schließt sie sich vorhergehenden Stundenabschnitten zur Bewusstmachung und Strukturierung des grammatikalischen Phänomens an (vgl. HAß, 2006: 131f). Zum ande- ren werden durch den kontrastiven Zugang ähnliche Strukturen in der deutschen Sprache thematisiert.

Exemplarisch wird zunächst die Komparation von Adjektiven im prädikativen Gebrauch geübt. In sich anschließenden Übungen kann dann auch der attributive Gebrauchskontext aufgegriffen werden, der insbesondere in der deutschen Sprache durch die Flexion nach Kasus, Numerus und Genus für DaZ-Schüler mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden ist. In einer der ersten Übungen im Stundenverlauf zu diesem grammatikalischen Phäno- men würden diese zusätzlichen Anforderungen einige DaZ-Schüler eventuell überfordern.

Eingebettet ist die Übung in einen für die Schüler bekannten Kontext. Fünf Jugendliche unterhalten sich während der Mittagspause über ihre Lieblingsstars und stellen durch Einzelaussagen Vergleiche an, wie z.B. „Selena Gomez is young.“, „Miley Cyrus is younger.“, „Justin Bieber is the youngest“ (siehe Anlage 1 und 2, S.18ff). Auf den direkten Vergleich über die sprachliche Struktur „ … than …“ bzw. „ … as … as …“ wird hier verzichtet. Zunächst soll die Wortbildung des Komparativs und Superlativs geübt werden, ehe komplexere Satzstrukturen gebildet werden.

Mit diesem Aufgabenkontext wurde versucht, den Empfehlungen von DECKE-CORNILL und KÜSTER gerecht zu werden, Übungsformen einzusetzen, die den Schülern einen si- tuativen Rahmen für eine persönliche Identifikation bieten, um sie nicht nur auf kognitiver, sondern auch auf emotionaler Ebene anzusprechen (vgl. DECKE-CORNILL, KÜSTER, 2010: 178f). Die Schüler können in dieser Übung ihre eigenen Interessen und Vorlieben für verschiedene Prominente aus Film, Fernsehen, Musik und Sport einbringen. Aufgrund der geschlechtsspezifischen Präferenzen wurde jeweils eine Variante für Mädchen sowie eine für Jungen entwickelt (siehe Anlage 1 und 2, S.18ff, 21ff).

Ausgehend von dem oben genannten Beispiel sollen die Schüler weitere vorgegebene Adjektive steigern. Dabei können sie sich aussuchen, welchen der abgedruckten Stars sie welcher Vergleichsform zuordnen. Eine der Jugendlichen aus dem situativen Rahmen dient als Anknüpfungspunkt für die integrierte DaZ-Förderung. Sie stellt Überlegungen an, wie sie die von ihren Freunden genannten Aussagen auf Deutsch formulieren könnte. Die Schüler werden aufgefordert, sie in ihren Überlegungen zu den deutschen Vergleichsfor- men zu unterstützen und diese vergleichend zu den englischen Formen zu bilden.

Sowohl die synthetische als auch die analytische Steigerung der englischen Sprache fin- den in der Übung Anwendung. In diesem Fall sollen die Schüler von vornherein an die unterschiedliche Realisierung der Steigerungsformen herangeführt werden. Bei der Ge- genüberstellung von analytischer Steigerung im Englischen und der Steigerung der jewei- ligen Adjektive im Deutschen sollen die Schüler, insbesondere die DaZ-Schüler, dazu an- geregt werden, selbst nachzuforschen. Sprachreflexive Fähigkeiten sollen somit allmäh- lich angebahnt werden. Hinweise werden auf dem Arbeitsblatt nicht gegeben. Die Lehr- kraft sollte aber zusätzliche Hilfsmittel, wie Schülergrammatiken, anbieten oder es ermög- lichen, dass die DaZ-Schüler die Schüler mit Deutsch als L1 befragen können.

Die Adjektive cute, tall, rich, funny, hot, intelligent und handsome bzw. beautiful wurden ausgewählt, damit die Schüler anhand dieser die Steigerung üben können. Damit verbun- den sind auch bestimmte Sonderfälle in Orthografie oder Wortbildung. Im Englischen wä- re dies die Verdopplung der Endbuchstaben -d, -g, -n, -t nach kurzem a, e, i, o sowie die Umwandlung der Endung -y zu einem -i. Bei den korrespondierenden deutschen Adjekti- ven handelt es sich dabei um die Umlautbildung bei einigen Adjektiven sowie die Ein- schiebung eines e bei Adjektiven, die auf eine betonte Silbe mit -d, -t, -s, -ss, -ß, -z, -tz, -x oder -sch enden. Es wäre nicht realistisch, nur Adjektive zu wählen, die keinerlei Aus- nahmen mit sich bringen. Auch wenn für diese Schulstufe und für eine der ersten Anwen- dungen des grammatischen Phänomens die sprachlichen Strukturen reduziert werden müssen, sollte die Übung nicht vollkommen losgelöst vom alltäglichen Sprachgebrauch sein. Die Ausnahmeregeln bei der Komparation der Adjektive sind so umfangreich, dass sie nicht außen vor gelassen werden können.

Um die Schüler auf diese Sonderfälle aufmerksam zu machen, wird ihnen in direkter Nähe zum jeweiligen Adjektiv eine beispielhafte Steigerung eines weiteren Adjektivs aus derselben Kategorie gezeigt. Die Schüler sollen so zum Transfer angeregt werden.

Lediglich beim Adjektiv cute wird nicht darauf aufmerksam gemacht, dass beim Anhängen der Endungen -er und -est das e am Ende des Wortes wegfällt. Es ist anzunehmen, dass die Schüler selbstständig das eine e weglassen bzw. von vornherein nur -r anhängen und nicht *cuteer* schreiben, da ihnen ein englisches Wort mit einer solchen Endung noch nicht begegnet sein dürfte.

Das Adjektiv handsome wird bei der Variante des Arbeitsblattes für Mädchen der analyti- schen Steigerung zugeordnet, obwohl auch die synthetische Steigerung möglich ist (vgl. Kap. 2.1, S.4). Erstere ist aber wesentlich üblicher. Außerdem würden Informationen da- rüber, dass einige Adjektive beide Steigerungsmöglichkeiten zulassen und das Auswen- diglernen der entsprechenden Adjektive Schüler dieser Klassenstufe wahrscheinlich über- fordern. Daher wird an der Regel, dass einsilbige und zweisilbige Adjektive mit der En- dung -y synthetisch und zwei- und mehrsilbige Adjektive analytisch gesteigert werden, festgehalten.

Die unregelmäßigen Formen wurden insgesamt nicht mit in die Übung aufgenommen. Da schon so viele andere Ausnahmen berücksichtig wurden, würde das den Rahmen der Übung übersteigen. Die unregelmäßigen Formen wurden idealerweise schon in der vorangegangenen Phase der Strukturierung des grammatischen Phänomens behandelt und in Form von Merkkästen o.ä. den Schüler näher gebracht. Natürlich bieten sich spätere Übungen an, diese auch zu integrieren.

Zusammengefasst ist das Ziel für diese Übung, dass die Schüler in der englischen sowie deutschen Sprache zu verschiedenen Adjektiven den Komparativ sowie Superlativ bilden können. Sie sollen dabei Besonderheiten in der Orthografie und Wortbildung beachten und anwenden. Schwerpunktmäßig wird in der Übung die Schreibkompetenz gefördert.

2.3 Methodischer Kommentar zum Ablauf der Übung

Wie bereits erwähnt, bildet diese Übung den Teil einer größeren Grammatikeinheit zur Steigerung von Adjektiven. Nachdem die Lehrkraft den Schülern das grammatische Phä- nomen bewusst gemacht hat, werden die Arbeitsblätter als erste Übung und Anwendung eingesetzt.

Die Schüler bearbeiten die Aufgaben zuerst in Einzelarbeit. Jeder soll prüfen, inwieweit die Steigerung der Adjektive bereits verstanden wurde und selbstständig umgesetzt werden kann. Hilfsmittel werden vor allem in Form von deutschen Schülergrammatiken den Schüler mit DaZ-Förderbedarf zur Verfügung gestellt, damit diese eigenständig zur Komparation der Adjektive in der deutschen Sprache forschen können.

Im Anschluss tauschen sich die Schüler in Partnerarbeit über ihre Ergebnisse aus. Zum einen sollte den DaZ-Schülern ermöglicht werden, mit Schülern mit Deutsch als L1 zusammenzuarbeiten, um von ihrem sprachlichen Vorbild zu lernen. Zum anderen werden alle Schüler ihr Mitteilungsbedürfnis befriedigen wollen, dass sie sicher zu den von ihnen favorisierten Prominenten haben werden.

Danach wird im Unterrichtsgespräch die sprachliche Korrektheit der Schülerlösungen ge- sichert.

3 Wortschatzübung zum Themenfeld ‚feelings‘

3.1 Sachanalyse des Wortschatzes

Wortschatz und sprachliche Strukturen:

Die folgenden Adjektive zum Thema ‚feelings‘ stehen im Mittelpunkt der hier dargestellten Übung, die insgesamt zur Vertiefung und Wiederholung des Wortschatzes eingesetzt werden soll:

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Darüber hinaus müssen die Schüler in der Interaktion die Frage- und Antwortstruktur „Are you …?“ - „Yes, I am.“ / „No, I’m not.“ anwenden.

Unter den oben genannten Adjektiven sind zum einen qualifizierende Adjektive4, wie angry, sad oder happy bzw. traurig, fröhlich, müde oder durstig, vertreten. Zum anderen setzt sich ein großer Teil des Wortschatzes auch aus adjektivistisch gebrauchten Partizi- pien zusammen. Beispiele sind shocked, confused und exhausted bzw. gelangweilt, er- schöpft und aufgeregt.

Mögliche Schwierigkeiten:

Hinsichtlich der Aussprache können folgende Schwierigkeiten auftreten:

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Weiterhin ist die bildliche Darstellung von Gefühlen meist schwer. Konkret für diese Übung ist dies aber nicht zwangsläufig problematisch. Die verwendeten Bilder sollten in der vorangegangenen Wortschatzeinführung bereits genutzt sowie ergänzend durch Mi- mik und Gestik gestützt werden. Den Kindern sollten die jeweiligen Bilder bereits bekannt sein.

3.2 Didaktische Überlegungen

In dieser Übung, die für die sechste Klassenstufe konzipiert ist, liegt das Ziel allgemein in der Vertiefung des Wortschatzes ‚feelings‘ und im Speziellen in der mimischen, gestischen und körperlichen Semantisierung verschiedener Gefühlslagen. Die Schüler sollen verschiedene Gefühlslagen pantomimisch darstellen und die somit verdeutlichten Gefühle in englischer bzw. deutscher Sprache benennen.

[...]


1 In der vorliegenden Arbeit wird für beide Geschlechter der Sammelbegriff ‚Schüler‘ verwendet. Dies trifft auch auf die Bezeichnung ‚Lehrer‘ zu.

2 In der Unterscheidung zwischen synthetischer und analytischer Steigerung werden die verschiedenen ety- mologischen Wurzeln der englischen Sprache deutlich. Die synthetische Steigerung ist den germanischen Sprachen gemein, lebt im Deutschen in den Endungen -er und -st weiter und hat sich auch im Englischen er-

halten. Die romanische bzw. analytische Form mit plus und le plus ist im Laufe der Sprachgeschichte auch in das Englische in Form von more und most eingedrungen (vgl. GELFERT, 2003: 102). Dies kann in höhe- ren Klassenstufen Anlass sein für eine Thematisierung sprachhistorischer Zusammenhänge und sprach- übergreifender Gemeinsamkeiten. Das Prinzip der Mehrsprachigkeitsdidaktik kann somit unterstützt werden.

3 Bei der prädikativen Verwendung bezieht sich das Adjektiv auf das Subjekt oder auf das Akkusativobjekt (Beispiel für ein Adjektiv im Positiv: The song is nice. / Das Lied ist schön.) Vom attributiven Gebrauch spricht man, wenn ein Adjektiv als Gliedteil zu einem Nomen tritt und mit ihm zusammen eine Einheit bildet (Beispiel für ein Adjektiv im Positiv: a nice song / ein schönes Lied) (vgl. GALLMANN, LOOSER, SITTA, 2006: 227, 229).

4 Qualifizierende Adjektive ordnen einer Person oder Sache eine Eigenschaft zu (vgl. EISENBERG et.al., 2009: 339).

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Übungen für den Englischunterricht der Grundschule mit integrierter Deutsch als Zweitsprache-Förderung
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Schnittstellen der Zweit- und Fremdsprachenförderung
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V192950
ISBN (eBook)
9783668436848
ISBN (Buch)
9783668436855
Dateigröße
919 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Grundschule, Primarstufe, Englisch, Englischunterricht, Fremdsprachen, Fremdsprachenunterricht, DaZ-Förderung, Wortschatzübung, Grammatikübung, Wortschatz, Grammatik, kontrastive Grammatik, Mehrsprachigkeit, Schule, Pädagogik, Didaktik, Fremdsprachendidaktik
Arbeit zitieren
Annegret Gelbrecht (Autor), 2012, Übungen für den Englischunterricht der Grundschule mit integrierter Deutsch als Zweitsprache-Förderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192950

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