Nach dem Lernfeldkonzept werden Rahmenlehrpläne nicht mehr entlang von Fachsystematiken strukturiert, sondern es wird sich an beruflichen Handlungsfeldern orientiert. Die Anforderungen des Lernfeldkonzeptes sollen bei der Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements berücksichtigt werden. Für die konkrete unterrichtliche Umsetzung gibt die Kultusministerkonferenz (KMK) jedoch nur wenige didaktische Hinweise – die Gestaltung von Lernsituationen sei die Aufgabe der Lehrerteams der einzelnen Berufsschulen. Eine Festlegung auf Unterrichtsmethoden gibt es nicht. In dieser Arbeit wird daher analysiert, ob sich Lehrstücke, Metaphern und Narrationen - alles Methoden der Nachbardisziplin der Berufs- und Wirtschaftspädagogik - für den Einsatz im nach Lernfeldern strukturierten wirtschaftsberuflichen Unterricht eignen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Lernfeldkonzept
- Einführung in die Systematik
- Ziele
- Zentrale Kategorien
- Einführung in die Gestaltung beruflicher Lehr- und Lernprozesse mit Hilfe dreier Methoden
- Lehrkunstdidaktik und ihre Lehrstücke
- Metaphern als Denkgerüst wirtschaftsberuflichen Unterrichts
- Die Lehrkraft als Geschichtenerzähler: Narratives Vorgehen in der wirtschaftsberuflichen Bildung
- Vergleichende Analyse der Methoden hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz im Lernfeldkonzept
- Handlungsorientierung
- Situation- und Problemorientierung
- Wissenschaftsorientierung
- Arbeits- und Geschäftsprozessorientierung
- Ganzheitlichkeit
- Exemplarik
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Lehrstücken, Metaphern und Narrationen für den Einsatz im Lernfeldkonzept, welches die Rahmenlehrpläne der Berufsschulen strukturiert. Dabei wird die Frage analysiert, ob diese Methoden des wirtschaftsberuflichen Unterrichts den Anforderungen des Lernfeldkonzeptes gerecht werden.
- Das Lernfeldkonzept und seine zentralen Kategorien (Handlungsorientierung, Situation- und Problemorientierung, Wissenschaftsorientierung, Arbeits- und Geschäftsprozessorientierung, Ganzheitlichkeit und Exemplarik)
- Die drei Methoden: Lehrstücke, Metaphern und Narrationen
- Möglichkeiten und Grenzen der Methoden im Lernfeldkonzept
- Konsequenzen für die Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 stellt das Lernfeldkonzept vor. Es geht auf die Einführung der neuen Rahmenlehrpläne, die Ziele des Konzepts sowie die zentralen Kategorien ein. Kapitel 3 bietet eine Einführung in die drei Methoden: Lehrstücke, Metaphern und Narrationen. Kapitel 4 analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Methoden anhand der Kategorien des Lernfeldkonzeptes.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Schlüsselwörter Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Lehrstücke, Metaphern, Narrationen, wirtschaftsberuflicher Unterricht, Methodenvergleich, Möglichkeiten und Grenzen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Lernfeldkonzept in der beruflichen Bildung?
Im Lernfeldkonzept werden Lehrpläne nicht mehr nach Fachsystematiken, sondern nach beruflichen Handlungsfeldern strukturiert, um Praxisnähe und Handlungsorientierung zu fördern.
Welche drei Methoden werden in dieser Arbeit untersucht?
Die Arbeit analysiert die Eignung von Lehrstücken (Lehrkunstdidaktik), Metaphern als Denkgerüste und narrativen Vorgehensweisen (Geschichtenerzählen) für den Unterricht.
Wie unterstützen Metaphern den wirtschaftsberuflichen Unterricht?
Metaphern dienen als kognitive Denkgerüste, die komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge veranschaulichen und für Schüler greifbarer machen.
Was sind die zentralen Kategorien zur Bewertung der Methoden?
Die Methoden werden auf Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Exemplarik sowie Situations- und Wissenschaftsorientierung geprüft.
Wer ist für die Gestaltung der Lernsituationen zuständig?
Laut KMK liegt die konkrete unterrichtliche Gestaltung der Lernsituationen in der Verantwortung der Lehrerteams an den einzelnen Berufsschulen.
- Quote paper
- Torben Schneider (Author), 2012, Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz von Lehrstücken, Metaphern und Narrationen im Lernfeldkonzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193204