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Erik H. Eriksons Phasenmodell der psychosozialen Entwicklung und Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation

Darstellung, Aktualität und Komplementarität

Título: Erik H. Eriksons Phasenmodell der psychosozialen Entwicklung und Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation

Trabajo Escrito , 2012 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Benjamin Schöter (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Die Arbeit untersucht und beschreibt zwei konzeptionell und historisch unterschiedliche Modelle menschlicher Entwicklung. Erik Homburger Eriksons Phasenmodell der psychosozialen Entwicklung stehen Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation gegenüber. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Abhandlung der zentralen Inhalte beider Modelle, die im Schlussteil in einen historischen Kontext eingeordnet und nebeneinander gestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson

2.1 Erste Krise: Urvertrauen gegen Urmisstrauen

2.2 Zweite Krise: Autonomie gegen Scham und Zweifel

2.3 Dritte Krise: Initiative gegen Schuldgefühle

2.4 Vierte Krise: Werksinn gegen Minderwertigkeitsgefühl

2.5 Fünfte Krise: Identität gegen Identitätsdiffusion

2.6 Sechste Krise: Intimität und Distanzierung gegen Selbstbezogenheit

2.7 Siebte Krise: Generativität gegen Stagnierung

2.8 Achte Krise: Integrität gegen Verzweiflung und Ekel

3. Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation

3.1 Erste These: Sozialisation vollzieht sich in einem Wechselspiel von Anlage und Umwelt

3.2 Zweite These: Wechselseitige Abhängigkeit der äußeren und inneren Realität

3.3 Dritte These: „Produktive“ Verarbeitung innerer und äußerer Realität

3.4 Vierte These: Angemessene soziale und materielle Umwelt

3.5 Fünfte These: Andere soziale Organisationen und Systeme

3.6 Sechste These: Bewältigung von Entwicklungsaufgaben.

3.7 Siebte These: Reflektiertes Selbstbild und die Entwicklung einer Ich-Identität

4. Diskussion und Nebeneinanderstellung der Modelle

4.1 Der historische Kontext

4.2 Nebeneinanderstellung

5. Was kann aus der vorliegenden Arbeit geschlussfolgert werden?

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, zwei historisch und konzeptionell unterschiedliche Modelle der menschlichen Entwicklung – Erik H. Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung und Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation – darzustellen, zu vergleichen und deren potenzielle Komplementarität zu untersuchen, um Anhaltspunkte für die pädagogische Praxis zu gewinnen.

  • Psychosoziale Entwicklungsphasen nach Erik H. Erikson
  • Sozialisationstheoretische Thesen nach Klaus Hurrelmann
  • Wechselwirkung zwischen individuellen Anlagen und gesellschaftlichen Einflüssen
  • Historische Kontextualisierung beider Ansätze
  • Diskussion zur Komplementarität psychologischer und soziologischer Perspektiven

Auszug aus dem Buch

2.1 Erste Krise: Urvertrauen gegen Urmisstrauen

Zentrale Aufgabe des Kindes im ersten Jahr ist es, Ur-Vertrauen aufzubauen, ein „Gefühl des sich-verlassen-Dürfens“ (Erikson 1991, S. 62). Das Kind, vom Trauma der Geburt gekennzeichnet, muss lernen, sich auf seine Umgebung verlassen zu dürfen. Nach der vorgeburtlichen Symbiose sieht sich das Kind nun einer gewissen Eigenständigkeit ausgesetzt, ist aber noch hochgradig von seinen Bezugspersonen abhängig. Vertrauen und sichere Bindung findet das Kind in der Nahrungsaufnahme, dem Stillen durch die Mutter.

Das Kind „liebt […] mit dem Munde; und die Mutter lebt und liebt durch ihre Brust“ (Erikson 1991, S. 63). In den gleichen Zeitraum, das erste Lebensjahr, fällt auch die von Sigmund Freud formulierte Orale Phase, worauf Erikson Bezug nimmt. Das Kind soll und muss die Welt oral erkunden, indem es gestillt wird, aber auch indem es andere Gegenstände in den Mund nimmt. Hat es hierzu wenige (bereitgestellte) Möglichkeiten, besteht die Gefahr, dass es sich vermehrt seinem Daumen zuwendet und möglicherweise eine spätere „radikale Störung im Verhältnis zur Welt“ entwickelt (Erikson 1991, S. 66).

Abhängig davon, ob diese Krise positiv (also mit ausgebildetem Urvertrauen) oder negativ (mit ausgebildetem Urmisstrauen) gelöst wurde, entwickelt das Kind die Einstellung zu sich selbst. Hat es Eltern, die sich angemessen um seine Bedürfnisse kümmern und Nähe vermitteln, entwickelt es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Urvertrauen, ein Gefühl, „in Ordnung zu sein“ (Erikson 1991, S. 72). Erfährt es jedoch wenig Zuneigung, entwickelt es das Gefühl, dass die eigenen Bedürfnisse nichtig sind und die Eltern sich wenig um es zu kümmern scheinen, entwickelt es Urmisstrauen, was nach Erikson zu einer „akuten kindlichen Depression“ (Erikson 1991, S. 68), später zu depressiver oder psychotischer Symptomatik führen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die beiden zu untersuchenden Entwicklungsmodelle ein und definiert das Ziel, deren Potenziale und Grenzen zu diskutieren.

2. Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson: Dieses Kapitel beschreibt die acht Lebenskrisen Eriksons, von der Geburt bis zum Tod, und deren Einfluss auf die psychosoziale Identitätsbildung.

3. Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation: Hier werden Hurrelmanns Thesen erläutert, die Persönlichkeitsentwicklung als dynamische Wechselwirkung zwischen innerer und äußerer Realität begreifen.

4. Diskussion und Nebeneinanderstellung der Modelle: Die Modelle werden historisch eingeordnet und hinsichtlich ihrer psychologischen bzw. soziologischen Perspektiven verglichen, um eine komplementäre Sichtweise zu erörtern.

5. Was kann aus der vorliegenden Arbeit geschlussfolgert werden?: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Modelle keine absoluten Pläne sind, aber wertvolle Anhaltspunkte für die pädagogische Arbeit liefern.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur zur Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Psychosoziale Entwicklung, Erik H. Erikson, Klaus Hurrelmann, Identitätsbildung, Lebensphasen, Entwicklungsaufgaben, Anlage, Umwelt, Wechselwirkung, Sozialisationsinstanzen, Identitätsdiffusion, Generativität, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit vergleicht das psychosoziale Entwicklungsmodell von Erik H. Erikson mit der Sozialisationstheorie von Klaus Hurrelmann hinsichtlich ihrer Darstellung, Aktualität und Komplementarität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die lebenslange Entwicklung des Menschen, die Bedeutung von Lebenskrisen, das Wechselspiel zwischen Anlage und Umwelt sowie die Rolle von Sozialisationsinstanzen wie Familie und Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die psychologische Perspektive Eriksons und die soziologische Perspektive Hurrelmanns ergänzen können, um ein umfassenderes Verständnis für menschliche Entwicklungsprozesse zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der zwei wissenschaftliche Modelle anhand ihrer Originalwerke gegenübergestellt und in ihrem historischen Kontext interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der acht Stufen nach Erikson und die Analyse der sieben Thesen zur Sozialisation nach Hurrelmann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Psychosoziale Entwicklung, Identitätsbildung, Entwicklungsaufgaben und pädagogisches Handeln sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Unterscheidung zwischen innerer und äußerer Realität bei Hurrelmann so wichtig?

Diese Unterscheidung ist zentral, um zu verstehen, dass Entwicklung nicht nur individuell veranlagt ist, sondern durch eine ständige, produktive Auseinandersetzung mit der sozialen und materiellen Umwelt stattfindet.

Inwiefern können die Modelle von Erikson und Hurrelmann als komplementär angesehen werden?

Erikson liefert detaillierte psychologische Beschreibungen innerer Prozesse, während Hurrelmann den Fokus auf die gesamtgesellschaftlichen Einflüsse und Strukturen legt; beide Sichtweisen zusammen bilden ein vollständigeres Bild ab.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Erik H. Eriksons Phasenmodell der psychosozialen Entwicklung und Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation
Subtítulo
Darstellung, Aktualität und Komplementarität
Universidad
University of Marburg
Calificación
1,0
Autor
Benjamin Schöter (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
18
No. de catálogo
V193460
ISBN (Ebook)
9783656190547
ISBN (Libro)
9783656191872
Idioma
Alemán
Etiqueta
Entwicklungspsychologie Sozialisation Erikson Hurrelmann Psychologie Soziologie Erziehungswissenschaft Entwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Schöter (Autor), 2012, Erik H. Eriksons Phasenmodell der psychosozialen Entwicklung und Klaus Hurrelmanns sieben Thesen zur Sozialisation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193460
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