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Literatur im Film – Film aus Literatur

Eine Studie zum Verhältnis Literatur und Film am Beispiel von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und dessen Verfilmung durch Tom Tykwer

Título: Literatur im Film – Film aus Literatur

Tesis de Maestría , 2009 , 165 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anika Gössel (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Kurzbeschreibung der Arbeit:
Diese Studie wählt zur Untersuchung des Verhältnisses von Literatur und Film zwei Zugänge. Der historische Rückblick auf das Aufeinandertreffen von Literatur und Film wird hierbei vor dem Hintergrund kultureller Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts der Frage nach den historischen Wurzeln des lange Zeit problematischen Verhältnisses der Literatur zum Film im Allgemeinen und zur Literaturverfilmung im Speziellen nachgehen. Im zweiten Teil dieser Arbeit werden die im Vorfeld herausgearbeiteten Mechanismen der populären Kultur der Unterhaltung, welche das historische Verhältnis bedingten, wie auch das theoretische Konzept der Literaturverfilmung am Roman „Das Parfum“ als ein besonderes Beispiel für die heutige filmische Adaptionspraxis analysiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Alt gegen neu: Beziehungen zwischen den Medien – Ein Rückblick

2. Formen der Aufeinanderbezogenheit von Literatur und Film – Ein Abriss

3. Der Film trifft auf die Literatur – Eine Geschichte von Koexistenz und Konkurrenz, Synthese und Interdependenzen

3.1 Veränderung der Rahmenbedingungen von Filmproduktion und -rezeption: Institutionalisierung, Ökonomisierung und Fiktionalisierung des Films

3.2 Erzähltechnische Veränderungen als Voraussetzung für die Adaption Literarischer Erzählstrukturen – Der Film lernt das „Erzählen“

3.3 Der frühe Rückgriff auf Literatur

3.4 Die historische Beurteilung der Literaturverfilmung

3.5.1 Koexistenz und Konkurrenz – Die mediale Opposition zum Theater

3.5.2 Synthese und Interdependenzen – Filmische Ambitionen literarischer Autoren

4. Historische Abgrenzungsstrategien: Literarische Reflexionen über Gemeinsamkeiten und medienspezifische Unterschiede von Film und Literatur

4.1 Das „Kinobuch“ in der Tradition einer wechselseitigen Entfremdung von Kunst, Zweck und Unterhaltung

4.2 Die „babylonische“ Überschätzung des Films: Der Stummfilm als weitere Möglichkeit einer Abgrenzung der Literatur vom Film

4.3 Fazit: „Die Krise des Wortes“ oder die Angst, selbst nicht mehr gelesen zu werden – Literatur und Film in Zeiten der populären Kultur der Unterhaltung

5. Das Verhältnis von Literatur und Film im Allgemeinen und die Literaturverfilmung im Speziellen in der Film- und Literaturtheorie

5.1 Literaturtheoretische Einflüsse auf die frühe Filmtheorie

5.2 Der Paradigmenwechsel in den 1960er Jahren: Die Einbettung Medientheoretischer und -analytischer Probleme in die Literaturwissenschaft

5.3 Das neue Konzept der Literaturverfilmung: Künstlerische Freiheit statt Werktreue-Postulat

5.4 Das aktuelle Verständnis des Verhältnisses von Film und Literatur: Das Konzept der Intermedialität

5.5 Die Untersuchung filmischer Verfahren der Umsetzung von Literatur – Die Adaptionstypologie

5.5.1 Die Transposition

5.5.2 Die Adaption

5.5.3 Die Transformation

5.5.4 Die Transfiguration

5.6 Fazit: Der Film als soziologischer und ökonomischer Faktor – Die Popularisierung als Grundprinzip filmischer Adaption

6. Erfolgreich ist, was auch zu unterhalten vermag

6.1 Über die deutsche Lust am Lesen und die Abhängigkeit des Leseverhaltens von mediengesteuerten Einflüssen

6.2 Über „Das Parfum“ als unterhaltender Welterfolg

6.3 Über das Parfum als Weltmeister im Kampf um die Verfilmungsrechte

7. Die Adaption als „Anpassung an die Möglichkeiten der Leinwand“: Über Verfilmbarkeit und Unverfilmbarkeit des „Parfums“ in der Literatur-Rezeption

7.1 Über den Reiz einer Verfilmung des „Parfum“-Romans

7.2 Die Problematik der De-Mimetisierung

7.3 Die filmische Darstellbarkeit der Figur des Grenouille

7.4 Die aisthetische Reduktion auf den Geruchssinn

8. Jean-Baptiste Grenouille musste im Film ein anderer werden: Die populärdramaturgische Ausrichtung des Films

8.1 Das Kino der Gefühle

8.1.1 Sehnsucht statt Obsession: die filmische Dimension des Grenouille

8.1.2 Die Problematik des moralischen Bewusstseins

8.1.3 Über die Film-Figur Grenouille, die weder lieben noch geliebt werden konnte

8.2 Sinn und Zweck dramaturgischer Abweichungen

8.3 Transformation oder Adaption?

9. Die Rezeption des Films „Das Parfum“ in den deutschen Medien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Literatur und Film und wie sich dieses über die Zeit gewandelt hat. Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen der populären Kultur und der Literaturverfilmung zu analysieren, wobei Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und die filmische Umsetzung durch Tom Tykwer als exemplarisches Fallbeispiel dienen, um aktuelle Strategien der filmischen Adaptionspraxis zu ergründen.

  • Historische Entwicklung des Verhältnisses von Literatur und Film
  • Analyse von Literaturverfilmungen als Ausdruck populärer Kultur
  • Methodische Definition der Literaturverfilmung und Adaptionstypologien
  • Untersuchung der filmdramaturgischen Gestaltung und psychologischer Konturierung
  • Analyse der Rezeption von Literaturverfilmungen im deutschen Medienspektrum

Auszug aus dem Buch

3.1 Veränderung der Rahmenbedingungen von Filmproduktion und -rezeption: Institutionalisierung, Ökonomisierung und Fiktionalisierung des Films

In den ersten Jahren des Films gab es keinen besonderen Ort wie das Kino für dessen Vorführungen. Und so waren seine Anfänge als „unverbunden[es] Nebeneinande[r] von einzelnen sehr kurzen Filmen und Filmprogrammen neben anderen Varieté-Nummern“ immer „untrennbar mit den Einrichtungen der Unterhaltungsindustrie der Jahrhundertwende“ verbunden, wie den Varietés oder den Jahrmärkten. Nach Untersuchungen Hellers lässt sich die Ausdifferenzierung der Filmwirtschaft in „die Trias Produktion-Verleih-Vorführbetrieb“ – die Institutionalisierung des Films in ortsfesten sogenannten „Ladenkinos“ – in Deutschland zeitlich für das Jahr 1907 nachweisen.

Der Film an sich war von Anfang an in seinem „ursprünglichen populär-kulturellen Kontext“ aufgehoben und folgte „der szenischen Darstellungsweise von Erzählungen“, an die die Besucher der Unterhaltungsstätten gewöhnt waren. Dies war die Grundvoraussetzung für die Verständlichkeit der Filme: Die „Gemeinsamkeit der populären Kultur“, sowohl hinsichtlich der Umgebung, in der Filme gezeigt wurden, als auch hinsichtlich des Publikums, welches die Filme in eben diesem „Umfeld populärer Unterhaltung“ rezipierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Alt gegen neu: Beziehungen zwischen den Medien – Ein Rückblick: Dieses Kapitel beleuchtet mediengeschichtliche Zusammenhänge und zeigt auf, dass neue Medientechnologien stets an bereits Vorhandenes anknüpfen.

2. Formen der Aufeinanderbezogenheit von Literatur und Film – Ein Abriss: Hier werden Kategorien für das Verhältnis zwischen Film und Literatur definiert, um die historischen Wurzeln und Entwicklungen besser einordnen zu können.

3. Der Film trifft auf die Literatur – Eine Geschichte von Koexistenz und Konkurrenz, Synthese und Interdependenzen: Das Kapitel analysiert die frühen Rahmenbedingungen und den ästhetischen Wandel, der den Grundstein für die Auseinandersetzung zwischen Literatur und Film legte.

4. Historische Abgrenzungsstrategien: Literarische Reflexionen über Gemeinsamkeiten und medienspezifische Unterschiede von Film und Literatur: Hier wird der kritische Diskurs der literarischen Intelligenz zur Zeit des Stummfilms und die Kino-Debatte untersucht.

5. Das Verhältnis von Literatur und Film im Allgemeinen und die Literaturverfilmung im Speziellen in der Film- und Literaturtheorie: Dieser Teil definiert die Literaturverfilmung methodisch und erläutert verschiedene Adaptionstypologien sowie den Paradigmenwechsel in der Theoriebildung.

6. Erfolgreich ist, was auch zu unterhalten vermag: Das Kapitel betrachtet Literatur und Film als Teil einer populären Unterhaltungskultur und analysiert den Erfolg von „Das Parfum“.

7. Die Adaption als „Anpassung an die Möglichkeiten der Leinwand“: Über Verfilmbarkeit und Unverfilmbarkeit des „Parfums“ in der Literatur-Rezeption: Hier werden spezifische Herausforderungen bei der filmischen Umsetzung des Romans sowie theoretische Überlegungen dazu diskutiert.

8. Jean-Baptiste Grenouille musste im Film ein anderer werden: Die populärdramaturgische Ausrichtung des Films: Dieses Kapitel untersucht die konkreten dramaturgischen Änderungen an der Romanvorlage, um die Figur Grenouille für ein Kinopublikum zu erschließen.

9. Die Rezeption des Films „Das Parfum“ in den deutschen Medien: Abschließend wird die mediale Resonanz der Verfilmung in Deutschland analysiert und bewertet.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Filmtheorie, Literaturgeschichte, Patrick Süskind, Das Parfum, Adaptionstypologie, Kinodebatte, populäre Kultur, Medienwechsel, Intermedialität, Dramaturgie, Tom Tykwer, Rezeption, Stoffgeschichte, Narrativik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht das Verhältnis zwischen Literatur und Film anhand der filmischen Adaption von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Literaturverfilmung, filmtheoretische Grundlagen, die populärkulturelle Einordnung von Filmen sowie dramaturgische Anpassungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Verhältnis von Literatur und Film historisch gewandelt hat und welche populärkulturellen Mechanismen bei modernen Literaturverfilmungen greifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einem historischen Rückblick auf die Medienbeziehungen, der Anwendung von Adaptionstypologien und einer detaillierten Analyse der filmdramaturgischen Gestaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die historischen Wurzeln des Verhältnisses von Film und Literatur dargelegt, gefolgt von einer Analyse der Adaption des Romans „Das Parfum“ als Fallbeispiel für populäre Dramaturgie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Literaturverfilmung, Intermedialität, Adaptionstypologie, populäre Kultur und Filmästhetik.

Warum ist gerade der Roman „Das Parfum“ als Beispiel gewählt worden?

Der Roman eignet sich hervorragend, da er als Weltbestseller eine hohe mediale Aufmerksamkeit genießt und aufgrund seiner spezifischen olfaktorischen Thematik als vermeintlich schwer verfilmbar gilt.

Welche Rolle spielt der Begriff „Popularisierung“ in der Untersuchung?

„Popularisierung“ wird als Grundprinzip der Adaption definiert, bei dem ein Stoff an die Sehgewohnheiten und den Geschmack eines breiten Kinopublikums angepasst wird, um kommerziellen Erfolg zu sichern.

Wie bewertet die Autorin die filmische Umsetzung von Patrick Süskinds Roman?

Die Arbeit betrachtet die Verfilmung als eine Transformation, die notwendige dramaturgische Anpassungen vornimmt, um die psychologische Konturierung des Protagonisten für ein Filmpublikum erfahrbar zu machen.

Final del extracto de 165 páginas  - subir

Detalles

Título
Literatur im Film – Film aus Literatur
Subtítulo
Eine Studie zum Verhältnis Literatur und Film am Beispiel von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und dessen Verfilmung durch Tom Tykwer
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Institut für deutsche Literatur)
Calificación
1,3
Autor
Anika Gössel (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
165
No. de catálogo
V193855
ISBN (Ebook)
9783656189985
ISBN (Libro)
9783656191711
Idioma
Alemán
Etiqueta
Parfum Tykwer Süskind Literatur Film Adaption Roman Verfilmung Tom Tykwer Patrick Süskind olfaktorisch Gerüche Geruch Kino Literaturverfilmung Deutscher Film Grenouille Unverfilmbarkeit Jean-Baptiste Grenouille Leinwand Mimetisierung Geruchssinn
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anika Gössel (Autor), 2009, Literatur im Film – Film aus Literatur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193855
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