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ORF „Newsflash“ versus „Zeit im Bild 1“. Analyse der Nachrichtensendungen im Österreichischen Rundfunk

Title: ORF „Newsflash“ versus „Zeit im Bild 1“. Analyse der Nachrichtensendungen im Österreichischen Rundfunk

Bachelor Thesis , 2007 , 32 Pages

Autor:in: Isabella Switil (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Hauptnachrichtensendungen werden als Markenzeichen eines Fernsehsenders angesehen. Keine andere Sendung bindet den Zuseher so stark einen Sender, besonders für das öffentlich-rechtliche Fernsehen bieten sie hohe Einschaltquoten und sind daher das „Aushängeschild“ des Senders. Eine attraktive Hauptnachrichtensendung lässt auf eine hohe Attraktivität des restlichen Fernsehprogramms schließen, diese Assoziation führt dazu, dass viel in diese Sendungen investiert wird.

Durch die Einführung des dualen Rundfunksystems (öffentlich-rechtlich und private Rundfunk-Anbieter bestehen nebeneinander) in Deutschland und Österreich, sowie die Möglichkeit in Österreich deutsche Fernsehsender via Satellit oder Kabel zu empfangen, geriet der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich in einen heftigen Konkurrenzkampf. In den letzten Jahren konnte beobachtet werden, dass auch das private Fernsehen mehr in Nachrichten investiert, um damit die Zuseher an sich zu binden. Das Privatfernsehen erkannte, dass Informationssendungen den Maßstab für die Glaubwürdigkeit und Seriosität eines Anbieters vorgeben. „Nachrichten sind somit ein wichtiger Kampfplatz im Wettbewerb um Einschaltquoten geworden.“ (Jenni 2004) Der Österreichische Rundfunk (ORF) reagierte mit einer Reformation der Nachrichtensendungen.

Öffentlich-rechtliche Nachrichten verzichteten lange Zeit auf einen „News-Room“ um den Blick auf das Wesentliche (die Nachrichten) freizulegen. Durch den stetig wachsenden Konkurrenzkampf passten sich die Öffentlich-Rechtlichen den privaten Formaten an und ist damit visuell attraktiver, freundlicher, dynamischer und moderner geworden. Durch den Druck, den das private und öffentlich-rechtliche Fernsehen im Hinblick auf Qualität und Seriosität der Nachrichten, aufeinander ausüben, reformierte der ORF sein Nachrichten-Angebot. Dabei entstand die Sendung „Newsflash“, die in erster Linie dazu gedacht war, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Informationen zu versorgen. Diese Zielgruppe, wurde bis dahin durch speziell angepasste Informationssendungen über die privaten Rundfunkanstalten bedient.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen und Begriffserklärung

2.1. „Newsflash“

2.2. „Zeit im Bild 1“

2.3. Darstellungsarten von Beiträgen

2.4. „Lead-Satz-Prinzip“

3. Ansatz und Theorie

3.1. Kurzüberblick über die Geschichte des Rundfunks

3.2. Programmauftrag des ORF

3.2.1. Programmqualität

3.3. Stand der Nachrichtenforschung

3.4. Forschungsleitende Fragestellung

3.5. Hypothesen

4. Methode

4.1. Kategorienschema

4.1.1. Titel

4.1.2. Präsentation

4.1.3. Sendungselemente

4.1.4. Akteure

4.1.5. Themen

4.1.6. Bilder

5. Ergebnisse

5.1. „Newsflash“

5.2. „Zeit im Bild 1“

5.3. Themen

5.3.1. Donnerstag, 1. März 2007

5.3.2. Freitag, 2. März 2007

5.3.3. Montag, 5. März 2007

5.3.4. Dienstag, 6. März 2007

5.3.5. Donnerstag, 8. März 2007

5.3.6. Freitag, 9. März 2007

5.3.7. Montag, 12. März 2007

5.3.8. Dienstag, 13. März 2007

5.3.9. Mittwoch, 14. März 2007

5.3.10. Donnerstag, 15. März 2007

5.3.11. Freitag, 16. März 2007

6. Interpretation und Zusammenfassung

6.1. Ergebnis-Interpretation im Hinblick auf die forschungsleitenden Fragestellungen

6.1.1. Unterschiede

6.1.2. Gemeinsamkeiten

6.2. Ergebnis-Interpretation im Hinblick auf die Hypothesen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Nachrichtensendungen „Newsflash“ und „Zeit im Bild 1“ des ORF hinsichtlich ihrer inhaltlichen Schwerpunkte, formalen Gestaltung und der verwendeten Sendungselemente, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Informationsvermittlung aufzuzeigen.

  • Analyse des Einflusses von Konkurrenzdruck auf die Gestaltung von Nachrichtenformaten.
  • Untersuchung von Struktur, Aufbau und Darstellungsformen (z.B. Lead-Satz-Prinzip, Nachrichtentypen).
  • Vergleichende Analyse der Themenwahl, Akteurspräsenz und Bildsprache.
  • Überprüfung der Hypothesen zur inhaltlichen Differenzierung zwischen Kurznachrichten und Hauptnachrichtensendung.
  • Evaluierung der Rolle von Hintergrundinformationen und journalistischem Präsentationsstil.

Auszug aus dem Buch

3.1. Kurzüberblick über die Geschichte des Rundfunks

Der Rundfunk, das bedeutet Hörfunk und Fernsehen zusammen, hat eine nicht allzu lange, aber dafür sehr turbulente Entwicklung vorzuweisen. Seit 1954 ist der Rundfunk in Österreich „Bundessache“, das bedeutet die Verantwortung obliegt dem Staat. In den darauffolgenden Jahren werden Gebühren, sowohl für das Radio, als auch für das Fernsehen eingeführt. Es kommt zur Einrichtung der „Österreichischen Rundfunk Gesellschaft m. b. H.“, die ab 1974 in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt wird und per Gesetz eine „öffentliche Aufgabe“ zugewiesen bekommt. Mit dem „Bundesgesetz über die Aufgaben und Einrichtung des Österreichischen Rundfunks“ werden die Programmstruktur und der ORF als einziger Programmveranstalter festgelegt. (vgl. ORF Medienforschung o. J.: 1-3.)

„Rundfunk ist nach der Rechtssprechung […] eine öffentliche Aufgabe. Er dient […] der Meinungsbildung der Bevölkerung und ist damit ein unverzichtbares und konstitutives Element der Demokratie.“ (Beck In: LfR 2000: 21.) Das oberste Ziel des öffentlich rechtlichen Rundfunks muss die Einhaltung der in den Gesetzen und Staatsverträgen festgehaltenen Auflagen sein: Information, Bildung und Unterhaltung (vgl. Kager 2001: 58).

In Österreich kommt es 1998, nach einem Rechtsstreit vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, zur Einführung von Privat-Radio. Damit beginnt die Liberalisierung des Radiomarktes – die Einrichtung eines „dualen Systems“: Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk bestehen nebeneinander. Im Vergleich dazu besteht in Deutschland bereits seit 1984 legaler Privatrundfunk. Auch der Fernsehmarkt wird liberalisiert, 2001 wird das Privatfernsehgesetz vom Nationalrat beschlossen. Zwei Jahre später beginnt ATV+ mit dem österreichweiten Sendebetrieb.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, erläutert das Vorgehen und gibt einen Überblick über die Gliederung sowie die untersuchten Nachrichtensendungen.

Definitionen und Begriffserklärung: Hier werden die relevanten Fachbegriffe, die untersuchten Sendungen sowie methodische Standards wie das „Lead-Satz-Prinzip“ definiert.

Ansatz und Theorie: Es werden der historische Kontext, der Programmauftrag des ORF, der aktuelle Forschungsstand der Nachrichtenforschung sowie die zentralen Fragestellungen und Hypothesen dargelegt.

Methode: Das Kapitel beschreibt das entworfene Kategorienschema zur Analyse der Sendungen, inklusive der Operationalisierung von Kategorien wie Titel, Präsentation, Akteuren und Bildern.

Ergebnisse: Dies ist der empirische Teil, in dem die analysierten Daten für „Newsflash“ und „Zeit im Bild 1“ sowie eine detaillierte, tageweise Gegenüberstellung der Themen präsentiert werden.

Interpretation und Zusammenfassung: Hier erfolgt die Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der Fragestellungen und Hypothesen, wobei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Formate zusammenfassend gegenübergestellt werden.

Schlüsselwörter

Nachrichtenforschung, ORF, Newsflash, Zeit im Bild 1, duales Rundfunksystem, Programmauftrag, Inhaltsanalyse, Fernsehprogramm, journalistische Standards, Konvergenz-These, Nachrichtenproduktion, Medienorganisation, Programmqualität, Informationssendungen, Nachrichtenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Nachrichtensendungen „Newsflash“ und „Zeit im Bild 1“ des Österreichischen Rundfunks, um deren strukturelle und inhaltliche Ausgestaltung zu vergleichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die formale Aufbereitung von Beiträgen, die thematische Gewichtung, die Verwendung von Sendungselementen sowie die Darstellung von Akteuren und Bildern.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, worin die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen „Newsflash“ und „Zeit im Bild 1“ bezüglich ihrer einzelnen Sendungselemente bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine systematische Inhaltsanalyse auf Basis eines eigens entworfenen Kategorienschemas durchgeführt, welches formale und inhaltliche Aspekte der Nachrichtensendungen operationalisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Programmauftrags und der Nachrichtenforschung, die Methodik sowie die detaillierte Präsentation und Interpretation der empirischen Analyseergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Nachrichtenforschung, Programmauftrag, Inhaltsanalyse, journalistische Standards und Konvergenz-These sind zentral für das Verständnis der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich der „Newsflash“ von der „Zeit im Bild 1“ in Bezug auf die Beitragslänge?

Der „Newsflash“ ist mit einer Sendungsdauer von drei bis fünf Minuten deutlich kürzer als die „Zeit im Bild 1“, was zwangsläufig zu einer stärkeren Verdichtung der Informationen führt.

Welchen Stellenwert nimmt die „Programmqualität“ in der Argumentation ein?

Die Programmqualität dient als legitimatorischer Rahmen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wird jedoch in dieser Arbeit primär als Kontext für die Reform der Nachrichtenangebote unter Wettbewerbsdruck betrachtet.

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Details

Title
ORF „Newsflash“ versus „Zeit im Bild 1“. Analyse der Nachrichtensendungen im Österreichischen Rundfunk
College
University of Vienna  (Fakultät für Sozialwissenschaften - Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Author
Isabella Switil (Author)
Publication Year
2007
Pages
32
Catalog Number
V195921
ISBN (eBook)
9783656487579
ISBN (Book)
9783656490159
Language
German
Tags
newsflash zeit bild sendungsanalyse nachrichtensendungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabella Switil (Author), 2007, ORF „Newsflash“ versus „Zeit im Bild 1“. Analyse der Nachrichtensendungen im Österreichischen Rundfunk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195921
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