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Blackwater et al.: Private Militärunternehmen und Völkerstrafrecht

Titre: Blackwater et al.: Private Militärunternehmen und Völkerstrafrecht

Epreuve d'examen , 2011 , 36 Pages , Note: 9,0

Autor:in: Vivian Kube (Auteur)

Droit - Droit public / Autres
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Résumé Extrait Résumé des informations

„How would it look if it makes headlines?“ – Diese Frage sollen sich die Mitarbeiter von XeServices LLC (ursprünglich: Blackwater LLC), ein weltweit agierendes privates Militär- und Sicherheitsunternehmen (PMC), laut ihres Code of Conduct vor ihren Handlungen stellen. Der Code of Conduct erweckt den Eindruck, dass es dem Unternehmen an einer klaren Vorstellung seiner Rechtsbindungen fehlt und es außer schlechten Schlagzeilen keine weiteren Folgen für rechtswidriges Verhalten zu befürchten hat.

Die Sorge vor schlechten Schlagzeilen ist zumindest berechtigt, denn gerade diese Schlagzeilen über zahlreiche Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht (IHL) durch PMC-Mitarbeiter haben dazu geführt, dass die Weltgemeinschaft auf eine Entwicklung aufmerksam geworden ist, von der Blackwater nur ein kleiner Ausschnitt ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Der Status und die Rechtsbindung privater Militärunternehmen im bewaffneten Konflikt

I. Status der Mitarbeiter und deren Rechtsbindung

1. Kombattanten oder Zivilsten

2. Söldner

II. Status des Unternehmens und dessen Rechtsbindung

C. Private Militärunternehmen und Völkerstrafrecht

I. Voraussetzungen der Strafbarkeit nach dem IStGH-Statut

1. Mögliche Tatbestände

a) Kriegsverbrechen

b) Völkermord

c) Verbrechen gegen die Menschlichkeit

2. Völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit

a) Individuelle Verantwortlichkeit einzelner Mitarbeiter

b) Völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit der Unternehmensführung

aa) Mittelbare Täterschaft kraft Organisationsherrschaft

bb) Vorgesetztenverantwortlichkeit

c) Völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit des Unternehmens als juristische Person

II. Zusammenfassung de lege lata

D. Vorschläge zur effektiven Rechtsbindung durch Völkerstrafrecht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit von privaten Militär- und Sicherheitsunternehmen (PMC) sowie deren Mitarbeitern in bewaffneten Konflikten. Ziel ist es, zu klären, wie trotz des oft problematischen Rechtsstatus dieser Akteure eine effektive strafrechtliche Durchsetzung des humanitären Völkerrechts erreicht werden kann.

  • Rechtlicher Status von PMC-Mitarbeitern und Unternehmen im Völkerrecht
  • Anwendbarkeit des Völkerstrafrechts auf PMC-Akteure
  • Zurechnungsfragen: Individuelle Haftung versus Vorgesetztenverantwortlichkeit
  • Möglichkeiten und Grenzen der Strafverfolgung durch nationale Gerichte
  • Rechtskonformität von Unternehmen durch völkerstrafrechtliche Institute

Auszug aus dem Buch

A. Einführung

„How would it look if it makes headlines?“ – Diese Frage sollen sich die Mitarbeiter von XeServices LLC (ursprünglich: Blackwater LLC), ein weltweit agierendes privates Militär- und Sicherheitsunternehmen (PMC), laut ihres Code of Conduct vor ihren Handlungen stellen. Der Code of Conduct erweckt den Eindruck, dass es dem Unternehmen an einer klaren Vorstellung seiner Rechtsbindungen fehlt und es außer schlechten Schlagzeilen keine weiteren Folgen für rechtswidriges Verhalten zu befürchten hat.

Die Sorge vor schlechten Schlagzeilen ist zumindest berechtigt, denn gerade diese Schlagzeilen über zahlreiche Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht (IHL) durch PMC-Mitarbeiter haben dazu geführt, dass die Weltgemeinschaft auf eine Entwicklung aufmerksam geworden ist, von der Blackwater nur ein kleiner Ausschnitt ist.

Zunehmend agieren PMC, die von Staaten, Internationalen Organisationen oder Privatpersonen beauftragt werden, im Rahmen bewaffneter Konflikte. Ihr Aufgabenspektrum umfasst dabei Sicherheitsdienste für Gebäude und Personen, militärische Ausbildung von Soldaten, Polizei- und Sicherheitskräften, Strategieberatung des Militärs, logistische Serviceleistungen wie Waffenlieferungen und -instandhaltung, Bewachung und Vernehmungen von Gefangenen, nachrichten- und geheimdienstliche Tätigkeiten ebenso wie unmittelbare Kampfeinsätze. Die Unternehmen werden von ihren Auftraggebern – bisher hauptsächlich USA, Großbritannien und afrikanische Staaten – weltweit eingesetzt: Sierra Leone, Angola, Kolumbien, der Kosovokonflikt und Afghanistan sind als Einsatzgebiete beispielhaft für die globale Ausbreitung dieses „Wirtschaftszweiges“.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Zunahme privater Militär- und Sicherheitsunternehmen (PMC) und thematisiert die bestehende Rechtsunsicherheit hinsichtlich deren Handlungen in bewaffneten Konflikten.

B. Der Status und die Rechtsbindung privater Militärunternehmen im bewaffneten Konflikt: Dieses Kapitel analysiert, ob PMC-Mitarbeiter als Kombattanten, Zivilisten oder Söldner einzustufen sind und welche völkerrechtlichen Konsequenzen sich daraus für deren Bindung an das humanitäre Völkerrecht ergeben.

C. Private Militärunternehmen und Völkerstrafrecht: Der Hauptteil untersucht, inwieweit PMC-Akteure nach dem IStGH-Statut für Kriegsverbrechen oder andere völkerrechtliche Straftaten verantwortlich gemacht werden können und welche Zurechnungsmodelle für Führungskräfte greifen.

D. Vorschläge zur effektiven Rechtsbindung durch Völkerstrafrecht: Der abschließende Teil plädiert für eine konsequente Anwendung bestehender völkerstrafrechtlicher Normen durch nationale Gerichte als pragmatischsten Weg zur Durchsetzung der Rechtskonformität bei PMC.

Schlüsselwörter

Private Militärunternehmen, PMC, Völkerstrafrecht, Humanitäres Völkerrecht, IStGH-Statut, Kriegsverbrechen, Vorgesetztenverantwortlichkeit, Organisationsherrschaft, Söldner, Rechtsbindung, Strafverfolgung, Kombattantenstatus, Zivilisten, Rechtskonformität, Weltrechtsprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Examenshausarbeit thematisiert die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit privater Militärunternehmen (PMC) und deren Mitarbeiter für Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der rechtliche Status von PMC in bewaffneten Konflikten, die Voraussetzungen für eine völkerstrafrechtliche Haftung und die Möglichkeiten der Zurechnung von Verbrechen an die Unternehmensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das Völkerstrafrecht zur effektiven Durchsetzung der Pflichten des humanitären Völkerrechts gegenüber PMC eingesetzt werden kann, um eine gefühlte „Grauzone“ strafrechtlich zu schließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer rechtswissenschaftlichen Analyse internationaler Verträge (insb. IStGH-Statut, Genfer Abkommen), der Rechtsprechung (ICTY, ICTR) und aktueller völkerrechtlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden Tatbestände wie Kriegsverbrechen und Völkermord beleuchtet, Beteiligungsformen analysiert und die Anwendbarkeit der Vorgesetztenverantwortlichkeit sowie der Organisationsherrschaft auf die Unternehmensstruktur von PMC geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem PMC, Völkerstrafrecht, Kriegsverbrechen, Vorgesetztenverantwortlichkeit und Rechtskonformität.

Warum ist die Einordnung als „Söldner“ oft problematisch?

Die Anforderungen an den Söldnerbegriff (insb. Art. 47 ZP I) sind in der Praxis kaum kumulativ zu erfüllen, da PMC-Mitarbeiter oft nicht direkt an aktiven Kampfhandlungen teilnehmen oder durch Vertragsgestaltung ausweichen.

Wie soll laut der Arbeit eine effektive Strafverfolgung gelingen?

Die Autorin argumentiert, dass nationale Gerichte das Weltrechtsprinzip konsequent anwenden müssen, um eine lückenlose Strafverfolgung zu gewährleisten, da der IStGH selbst bei relevanten Akteuren oft nicht zuständig ist.

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Résumé des informations

Titre
Blackwater et al.: Private Militärunternehmen und Völkerstrafrecht
Université
University of Hamburg
Note
9,0
Auteur
Vivian Kube (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
36
N° de catalogue
V200867
ISBN (ebook)
9783656270386
ISBN (Livre)
9783656271321
Langue
allemand
mots-clé
blackwater private militärunternehmen völkerstrafrecht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vivian Kube (Auteur), 2011, Blackwater et al.: Private Militärunternehmen und Völkerstrafrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200867
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Extrait de  36  pages
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